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50 plus | Senioren | Best-Ager | Online-Shop | Online-Portal | Senioren-Ratgeber | Job-Portal

basenio - Das Online-Portal für Best-Ager (50plus) und Senioren

Herzlich Willkommen bei basenio.de, Ihrem Online-Portal für Best-Ager (Menschen ab 50plus) und Senioren in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz. Wir von basenio.de sind eine der ersten Plattformen im deutschsprachigen Raum, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Bedürfnisse und Interessen einer älteren Zielgruppe anzusprechen und zu bedienen. Diese sind selbstverständlich so verschieden, wie das Leben dieser Menschen selbst. Unsere Motivation liegt in der Schaffung relevanter Inhalte, welche den Alltag jedes Einzelnen erleichtern und vereinfachen soll. Dazu haben wir mit vielen älteren Menschen und deren Angehörigen gesprochen, um bewusst auf diese einzugehen. Daraus sind verschiedene Ideen und erste Lösungen entstanden. Diese wollen wir in den nachfolgenden Abschnitten kurz erläutern. Wir freuen uns über jede Meinung, die dazu beiträgt unsere Inhalte und Angebote zu verbessern. Nehmen Sie daher gern jederzeit mit uns Kontakt auf.

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Ratgeber für Senioren, Best-Ager und deren Angehörige

Einer der ersten Meilensteine, in der Entwicklung unseres zielgruppenrelevanten Online-Portals von basenio.de, war die Gründung eines Ratgebers für Ältere Menschen und deren Angehörige. Dieser ging im Mai 2014 online und erfreut sich seither großer Beliebtheit, egal, ob bei Alt oder Jung. Das liegt einerseits an der Vielseitigkeit unserer Rubriken und Themen, die viele Lebenssituationen aufgreifen und andererseits an unseren Mitgliedern. Das Besondere an unserem Ratgeber ist, dass sich jeder an der Gestaltung von Inhalten aktiv beteiligen kann. So hat man die Möglichkeit eigene Fragen an unsere Ratgeber-Community anonym zu senden und diese schnell, einfach und unkompliziert beantwortet zu bekommen. Unsere Mitglieder bestehen dabei aus älteren engagierten Personen sowie aus jungen Redakteuren, die in der medialen Welt einen eigenen Akzent setzen wollen. So trifft sich Erfahrung, Neugier und Wissen an einem einzigartigen Ort, unserem basenio-Ratgeber. Jeder kann hierbei teilhaben. Dazu muss man sich lediglich kostenfrei registrieren und schon kann man eigene Beiträge zu gestellten oder eigenen Fragen zu relevanten Themen einbringen. Dadurch kann man sein eigenes Wissen und seine eigenen Erfahrungen mit Gleichgesinnten teilen. Das hilft sehr vielen Menschen bei verschiedenen Fragen und Problemen im Alltag. Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann registrieren Sie sich als Mitglied und werden Sie ein Teil unserer Ratgeber-Community. Wir freuen uns auf Sie und stehen gern jederzeit für Anregungen oder Fragen zur Verfügung.

Ratgeber für Senioren, Best-Ager und deren Angehörige
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Online-Shop für Best-Ager (50plus) & Senioren

Ein wesentlicher Baustein von basenio ist ein eigener Online-Shop mit nützlichen Produkten, Hilfsmitteln, Alltagshilfen und vielem mehr für Senioren und Best-Ager. Dabei gibt es ebenfalls eine entscheidende Besonderheit in der Konzeptionierung. Denn bei diesem Online-Shop handelt es sich zugleich um einen Marktplatz. Das bedeutet, dass verschiedenste Anbieter von Produkten sich dort platzieren können, um wie auf einem richtigen Marktplatz ihre Waren anzubieten. Das ermöglicht Ihnen als Besucher und Käufer eine breite Auswahl, welche Sie über verschiedene Verkäufer über unseren basenio-Online-Shop bequem online bestellen können. Als wäre der Verkauf von Produkten nicht genug, wird unser Marktplatz bzw. Online-Shop durch einzigartige Angebote in Form von Erlebnisgeschenken (Fliegen, Fahren und Genießen), für sich und Ihre Liebsten, und Reisen (Städtereisen, Kurzurlaube, Langzeiturlaube, Kreuzfahrten, Busreisen, Auslandsreisen uvm.) ergänzt. Dabei legen wir selbstverständlich großen Wert auf eine sichere und einfache Nutzung von der Informationsrecherche, bis hin zum Kaufabschluss. Somit steht einem einfachen und erlebnisreichen online-shopping nichts im Weg.

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Jobs & Minijobs für ältere Menschen

Im Alter von 50, 60 oder sogar 70 Jahren, gehören viele ältere Arbeitnehmer oder Rentner noch lange nicht zum alten Eisen. Diese Zielgruppe wird für Unternehmen auch in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen und zugleich unersetzbar, wenn es um Erfahrung, Wissen sowie Motivation im Arbeitsleben geht. Für diese Job-Suchenden wollen wir ein neues Job-Portal ins Leben rufen. Dieses soll gezielt die Angebote für arbeitswillige Rentner und ältere Menschen in ganz Deutschland sammeln und publizieren. Egal, ob Minijob oder Teilzeitjob, Vollzeitstelle oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit, hier sollen Unternehmen und ältere Arbeitskräfte zusammengeführt werden. Denn Kompetenz und Erfahrung, kennt keine Altersgrenze.

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50plus & Best Ager

Best Ager, Golden Ager, Generation 50plus, over 50s, Silver Surfer,… Haben Sie sich schon einmal mit diesen Begrifflichkeiten auseinandergesetzt? Würden Sie sich, der Sie die Fünf vor der Null erreicht haben, selbst so bezeichnen? In jeder Lebensphase beschäftigt man sich mit dem eigenen Sein. In der Jugendzeit verdrängt man allerdings oftmals die Gedanken an das Alter, denn Nachdenken über das Älterwerden ist nicht einfach. Und niemand möchte auf einmal „zum alten Eisen gehören“ oder das Gefühl haben, „in die Jahre gekommen zu sein“. Es ist schon paradox: Alt werden möchte jeder, aber alt sein will dann doch keiner.

Woran das liegt? An Vorurteilen, die man mit den Zahlen ab 50 verbindet: „Achte auf deine Gesundheit – du bist schließlich nicht mehr der Jüngste!“ oder „Du solltest nicht mehr so viel unternehmen – was sollen denn die anderen denken?“ gehören zu den Aufforderungen und Fragen, die aus dem eigenen Familien- und Freundeskreis bekannt sind. Bereits das Wort „Senior“ ist negativ konnotiert. Doch jeder Mensch ist verschieden. Mit dem 50. Geburtstag tritt man in ein neues Lebensalter ein, das ebenso spannende Momente wie in den Jahrzehnten zuvor bereithält.

Auf unserem Online-Portal basenio möchten wir mit derlei Vorurteilen aufräumen und Sie darüber informieren, wie es um die 34 Millionen Menschen in Deutschland steht, die der „Zielgruppe 50plus“ angehören.

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Zahlen und Fakten

Das Statistische Bundesamt bezeichnet mit der Begrifflichkeit „Best Ager“ Personen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr. 20,7 Millionen von derzeit 81,5 Millionen Einwohnern Deutschlands gehören zu dieser Gruppe. Damit stellen sie ein Viertel der Bevölkerung dar. Und auch die Lebenserwartung steigt immer weiter an: Bis 2050 wird jeder Dritte der Gesamtbevölkerung älter als 50 Jahre sein.

Die Golden Ager sind alles andere als eine homogene Gruppe. Werbeforscher Dieter K. Müller kritisiert die Verallgemeinerung der sogenannten Generation 50plus: So wenig, wie ein 15-Jähriger und ein 45-Jähriger die gleichen Interessen haben, so wenig könnte man alle Menschen ab 50 in einen Topf werfen. DEN typischen Best Ager gibt es einfach nicht – zum Glück! Die Zielgruppe der über 50-Jährigen ist so bunt, wie das Leben selbst – und genau aus diesem Grund auch so wahnsinnig spannend und interessant.

Die Best Ager sind auch im weltweiten Netz unterwegs – und die Wissenschaft hat für diesen Vorgang den Begriff des Silver Surfers etabliert. 24 Prozent der Generation 50plus sind regelmäßig online. Sie recherchieren am häufigsten mit Suchmaschinen und empfangen oder schreiben E-Mails. Allein in Deutschland nutzen fast 90 Prozent der 55-jährigen Silver Surfer diese Möglichkeiten. Weitere 23 Prozent sind in Foren aktiv, um sich mit anderen auszutauschen, 17 Prozent laden Musik herunter und 16 Prozent telefonieren via Internet. Die Silver Surfer verbringen im Durchschnitt sieben Stunden pro Woche im Netz.

Trotz der zunehmenden Begeisterung für das Internet greift die Generation 50plus dennoch lieber zum gedruckten Wort. Gleichwertige Nachrichten in Online-Zeitungen werden weniger genutzt. 84 Prozent lesen mindestens wöchentlich die Tageszeitung, 46 Prozent eine Zeitschrift.

Mit dem Alter steigt auch das Gesundheitsbewusstsein. 80 Prozent der Best Ager sehen sich selbst als sehr gesundheitsbewusst an. Das erklärt auch das wachsende Interesse an Bio-Kost. Rund ein Drittel aller over 50s verzehrt reine, unbehandelte Nahrung.

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Selbstbild der Best Ager

Die Personen, die der heutigen Generation 50plus angehören, empfinden sich selbst um zehn bis 15 Jahre jünger, als es ihr kalendarisches Alter besagt. Und was soll schon so viel anders sein als mit 49? Freizeit bedeutet für die Best Ager vor allem Aktivität, Lebensgestaltung, Herausforderung. In erster Linie steht das Bedürfnis nach Lebenslust, Entspannung und Zufriedenheit gleichermaßen für die Alltagsgestaltung im Vordergrund. Noch nie zuvor waren die Best Ager so lebensbejahend, modebewusst und neugierig wie heutzutage. Die over 50s bewegen sich heutzutage in der Mitte der Gesellschaft. Sie stehen nicht länger am Rand und wollen auch nicht dahin gedrängt werden.

Das, was gemeinhin als „altersgemäße Verhaltensweisen“ bezeichnet wird, sind vielmehr die Erwartungen anderer Menschen. Sie gehen nicht unbedingt einher mit den eigenen Wünschen und Fähigkeiten. Beispielsweise spricht man älteren Menschen die Fähigkeit ab, andere Personen kennen zu lernen und neue soziale Kontakte zu schließen. Mit zunehmendem Alter nehmen die sozialen Aktivitäten nicht zwingend quantitativ ab. Vielmehr findet eine Umstrukturierung in der Qualität statt. Nach dem Rückzug aus der Berufstätigkeit ist der ältere Mensch nicht weniger leistungsfähig oder intakt. Die Gesellschaft ist es, die ihn in einem falschen Bild darstellt. Entweder muss man auf Inlineskates durch die Gegend fahren oder krank, traurig und einsam zu Hause sitzen. Eine Grauzone gibt es nicht – dabei kann man Stereotype nicht auf eine gesamte Generation übertragen.

Ältere Menschen gehen jedoch viel gelassener mit den an sie gestellten Forderungen um. Lebenserfahrung lehrt sie, bestimmte Problematiken mit Abstand zu betrachten und geduldiger zu reagieren. Das ist das Positive am Alter, das der jüngeren Generation oftmals noch nicht beschert ist. Alt sein bedeutet vieles – außer sich fremdbestimmt zu bewegen.

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Best Ager in der Gesellschaft

Während die Vierziger noch als rast- und ruhelose Jahre verlebt werden, ändert sich für viele einiges nach dem 50. Geburtstag: Viele Menschen können früh in Rente gehen. Einige mögen vielleicht genau aus diesem Grund zunächst in ein tiefes Loch fallen. Gedanken wie „Werde ich überhaupt noch gebraucht?“ oder „Ich bin ersetzbar“ machen sich breit. Zudem steht man nach dem Verabschieden aus der Arbeitswelt einer neuen Herausforderung gegenüber: Wohin mit der Energie und der Zeit?

Widmete man sich noch vor einigen Jahrzehnten den Enkeln und dem Zuhause, wollen viele über 50-Jährige nicht abgestempelt oder abgeschrieben werden. Es warten so viele interessante Lebensaspekte, die Enkelbetreuung und Heimarbeit nicht ausschließen. Warum nicht gemeinsam mit den Enkelkindern neue Sportarten ausprobieren? Und warum nicht die eigenen vier Wände für Lesekreise und Kochabende nutzen? Der tägliche Gang zur Arbeit mag nun nicht mehr zum Alltag eines over 50s gehören. Doch nun heißt es, sich in einen neuen Lebensrhythmus zu stürzen und auch mal neue Dinge auszuprobieren.

Die Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten ist dabei beachtlich: Angefangen von Schreibwettbewerben für Senioren über Tanzkurse bis hin zu Veranstaltungsreihen an Universitäten reicht die Palette. Selbst die eigene Stadt kann man entweder gemeinsam während eines Spaziergangs erkunden oder sich zusammen mit einer Fahrradgruppe auf den Weg machen.

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Die Generation 50plus aus Sicht der Wirtschaft

Auch wenn wir in unserer heutigen Mediengesellschaft immer noch täglich mit dem Ideal der Jugend konfrontiert werden, deutet sich schrittweise eine Trendwende an. Die Wirtschaft hat die Zielgruppe 50plus längst für sich entdeckt, was sich nun immer mehr im Marketing und der Werbung widerspiegelt. Wenn Sie zu den „Menschen im besten Alter“ gehören, dann sieht die Wirtschaft Sie als kaufkräftige Zielgruppe mit viel Freizeit an. Immerhin verfügen die über 50-Jährigen über die Hälfte der Kaufkraft in der Gesellschaft.

Über 80 Prozent ihrer Einkünfte investieren die Best Ager in Konsumgüter. Das sind allein in Deutschland über 720 Milliarden Euro. Den über 50-Jährigen hält man zugute, dass sie viel Wert auf Qualität legen und großes Interesse an informierender Werbung haben. Hinzukommt, dass sich der Charakter mit den Jahren verfestigt hat. Die Lebenserfahrung lehrt einen, nicht jedem Trend nachzulaufen, sondern sich intensiv mit Produkten auseinanderzusetzen. Die Schauspielerin Susan Sarandon, die im Oktober ihren 69. Geburtstag feiert, erklärt, woher dieses Gefühl rührt: „Ich möchte mit keiner 20-Jährigen tauschen, denn ich bin inzwischen so viel erfahrener und fühle mich so viel wohler in meiner Haut als in meiner Jugend, dass ich das Leben erst heute richtig genießen kann.“

Problematisch ist jedoch, dass die Marketingmanager in der Regel viel jünger sind als die angesprochene Zielgruppe. Den sogenannten Trendexperten fehlen damit oft die Reife und die unersetzbare Lebenserfahrung. Wer sich jedoch im Dialog mit den reiferen Konsumenten auseinandersetzt, stellt fest, dass Unternehmen vor allem durch Sachlichkeit, Glaubwürdigkeit und hohes Niveau punkten können.

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Die Kehrseite der Medaille: Ageism

In den vergangenen Jahren hat sich die Aufmerksamkeit für die älteren Arbeitnehmer verändert. Werden alle Altersgruppen in Deutschland gleichberechtigt behandelt oder wird das Alter sogar als soziales Problem auf dem Arbeitsmarkt angesehen? Auch die Medien entwickeln immer stärker ein Interesse am demographischen Wandel und an der Situation der älteren Arbeitnehmer. Demgegenüber stehen die Einstellungen der Jüngeren.

Der Ausdruck Altersdiskriminierung oder Englisch „Ageism“ bezeichnet sowohl die soziale als auch ökonomische Benachteiligung von Menschen aufgrund ihres Lebensalters. Den Betroffenen wird es zunehmend erschwert, in angemessener Weise am Arbeitsleben, aber auch am gesellschaftlichen teilzunehmen. Trotz der oftmals allgegenwärtigen Altersdiskriminierung im Job, im Gesundheitswesen, in den Medien, aber auch im Alltag, gibt es für Ageism immer noch kein Bewusstsein in unserer Gesellschaft.

Das deutsche Grundgesetz kennt kein ausdrückliches Diskriminierungsverbot wegen des Alters. Der Antrag der Senioren-Union auf dem CDU-Bundesparteitag im Jahre 2011, den Satz „Niemand darf wegen seines Lebensalters benachteiligt werden.“ dem Grundgesetz hinzuzufügen, wurde von den Antragstellern zurückgezogen. 2006 wurde die sogenannte Antidiskriminierungsstelle des Bundes, kurz ADS, ins Leben gerufen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich für eine diskriminerungsfreie Gesellschaft stark zu machen: „Wer in Beruf und Alltag […] beleidigt, beschimpft, übergangen oder unfair behandelt wird, muss oftmals allein mit diesen frustrierenden Erfahrungen fertig werden. [Viele Menschen] kennen keine Anlaufstellen, wo sie Unterstützung finden. Deshalb ist es wichtig, Menschen leicht zugängliche Informationen und Hilfe anzubieten“, so Christine Lüders, Leiterin der ADS.

Die ADS erklärte das Jahr 2012 zum Jahr für Gleichbehandlung von Jung und Alt. Auch auf europäischer Ebene beschäftigte man sich vor zwei Jahren mit diesem Aspekt. Zielstellung des „Europäischen Jahres für aktives Altern“ war es, die Beschäftigungsfähigkeit älterer Menschen zu verbessern und sie dabei zu unterstützen, eine aktive Position in der Gesellschaft einnehmen zu können.

Senioren

Anders noch als vor 100 Jahren sind wir heute in einer „ergrauenden Welt“ zu Hause. Laut Statistischem Bundesamt beläuft sich die Zahl der Menschen, die älter als 65 Jahre sind, in Deutschland auf fast 17 Millionen Menschen. Der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung wächst immer weiter. In der Bundesrepublik ist er so hoch wie nirgendwo sonst in Europa. Zum Vergleich: Das europäische Land mit der jüngsten Bevölkerung ist Irland – mit einem Senioren-Anteil von 11,6 Prozent.

Die Bezeichnung „Senior“ meinte ursprünglich den „Älteren“ in einem Familienverband (als Gegensatz zum Junior) oder den „Ältesten“ einer kirchlichen Gemeinschaft. Seit den 1970er Jahren wird der Begriff für Angehörige des „hohen“ Lebensalters verwendet. Er löste damit die weitgehend negativ besetzte Bezeichnung der „Alten“ ab. Terminologische Umbenennungen wie „Seniorenheim“ oder „Seniorenresidenz“ statt „Altersheim“ oder sprachliche Wortneuschöpfungen wie „Seniorenreisen“, „Seniorenteller“ oder auch „Seniorentreff“ zielen in die gleiche Richtung ab.

Die Gemeinschaftsstatistik „Leben in Europa“ von 2010 zeigt auf, dass 2009 etwa 91 Prozent der über 65-Jährigen in Deutschland über ein mittleres Einkommen von durchschnittlich 17.167 Euro verfügten. Diese Zahl liegt damit etwas unterhalb des Einkommens des Bevölkerungsdurchschnitts, das mit 18.797 Euro angegeben ist. In der Mehrzahl der europäischen Länder war das Einkommen der Senioren im Durchschnitt niedriger als in der Bundesrepublik. Finanziell geht es den deutschen Ruheständlern zurzeit besser als in den meisten anderen europäischen Ländern. Hierbei ist allerdings anzumerken, dass es auch im Alter soziale Unterschiede zwischen den Schichten gibt – allerdings nicht in einem derart hohen Ausmaß wie in der jüngeren Generation.

Die Gemeinschaftsstatistik zeichnet dennoch ein recht positives Bild. Dies mag auch in der Einschätzung der eigenen Gesundheit begründet sein, die vornehmlich als vital und körperlich fit beschrieben wird. Eine umfassende Befragung des Allensbach-Instituts zeigt zudem auf, dass ältere Menschen in Deutschland sportlich aktiv, mobil, engagiert und zufrieden mit ihrem Leben sind.

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Wer sind diese Senioren?

Das Bild der älteren Menschen hierzulande ist leider immer noch durch unzulässige Vorurteile gekennzeichnet. Älterwerden heißt für viele, ihre seelischen, geistigen sowie körperlichen Fähigkeiten zu verlieren. Wenn die Medien wieder und wieder betonen, wie hilfsbedürftig die Senioren sind, hat das durchaus Folgen für das Selbstbild älterer Menschen.

Vorherrschend ist Studien zufolge die Annahme, dass alte Menschen im Altersheim leben und sie allgemein zur generellen Einsamkeit und Depressivität neigen würden. Gleichwohl attestiert die jüngere Generation den Senioren immer noch ebenso viel Aktivität in Haus und Garten wie Interesse an Sport und Kultur und beschreibt sie als kontaktfreudig und verständnisvoll gegenüber jüngeren Leuten. Was auf den ersten Blick als Widerspruch erscheint, zeigt jedoch die Natur der Dinge auf: Das Altersbild ist nicht einheitlich und kann es auch nicht sein. Die Menschen in unserer Gesellschaft sind sich durchaus im Klaren darüber, dass Altern nicht gleich Altern ist, und je nachdem, wer befragt wird, fallen die Antworten darüber, was man sich unter „dem Alter“ vorstellt, vollkommen verschieden aus.

Dabei wurde die Weisheit des Alters und deren bedeutende Rolle für die Gesellschaft bereits von dem Römer Cicero (106 bis 43 v. Chr.) beschrieben: „Was gibt es Angenehmeres, als ein Greisenalter, das umgeben ist von einer Jugend, die von ihm lernen möchte!“ Worum es geht, ist, dem Alter Hochachtung und Verehrung entgegenzubringen und nicht bloß Gefühle der Hilfsbereitschaft, Mitleid oder Vorurteile zu entwickeln. Die Gesellschaft bestimmt „die Rolle des alten Menschen“ und damit auch, ob das Alter als wertvoll oder problematisch verstanden wird,

Die Schriftstellerin und Journalistin Sybil Gräfin Schönfeldt (*1927) machte sich in ihrem vor mittlerweile 15 Jahren erschienenen Buch „Die Jahre, die uns bleiben“ Gedanken über das Alter. Einfühlsam und treffend wie kaum eine andere Autorin beschreibt sie die Jahre nach der Mitte des Lebens: „Was ist Alter? Es sind die Jahre, die uns bleiben. Es ist der Spätsommer, und man sieht eine junge Frau zwischen ihren Rosen. Es ist die Zeit der Besinnung, und man sieht einen alten Mann in seinem Studierzimmer am voll geräumten Schreibtisch. Es ist die Zeit der Großeltern, und man sieht sie unterm blühenden Apfelbaum mit ihren Enkeln spielen. Es ist die Zeit der steifen Gelenke und des Griffs nach jedem Geländer, es ist die Zeit schwindender Kräfte, die Zeit des Verlustes des Zeitgefühls und die der kleinen Gebrechen, aber auch die Zeit der Ernte.“ Die Autorin macht in dem Buch zugleich ihrem Ärger darüber, wie die heutige Gesellschaft mit dem Altern umgeht, Luft.

Wie die Öffentlichkeit das Alter konstruiert, wirkt jedoch zurück auf die Senioren selbst. Dies beginnt bereits bei der Kleidung. Ist die Farbe in diesem Alter nicht zu grell? Und der Schnitt nicht zu gewagt? Interessant ist dabei der Aspekt, dass es offiziell in Deutschland keine Mode für Senioren gibt. Doch dass wir alle nicht jünger werden, ist mittlerweile auch in der Modewelt angekommen. Designer machen sich inzwischen für die modische Rebellion der älteren Damen stark.

Und egal, in welchem Lebensalter man gerade steht: Tanzen macht Spaß, ist gesund und bringt außerdem neue Kontakte und Lebensfreude. Doch wer mit über 70 gern tanzt, geniert sich womöglich aufgrund der Befürchtung, belächelt zu werden. Dabei ist Tanzen einfach ein schöner Gesellschaftssport, bei dem zusätzlich die Kommunikation nicht zu kurz kommt.

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Senioren im Umgang mit dem Internet

Senioren gelten als Internet-Nachzügler, zuweilen sogar als skeptische Verweigerer der neuartigen Netzkultur. Der wahre Grund für diese Einstellung liegt bei vielen Senioren vor allem aber an mangelnden Informationen über das World Wide Web. Senioren haben oftmals Berührungsängste, wenn sie sich mit dem Internet konfrontiert sehen, da diese Generation nicht mit einer derartigen Technik aufgewachsen ist und sich auch im Berufsleben nicht damit auseinandersetzen musste. Zudem erschweren die vielen englischen Fachbegriffe die Nutzung der Computertechnik. Aber auch hier kann man seit einigen Jahren einen neuen Trend verzeichnen, denn das Netz bietet viele neue Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und wird somit zu einem immer attraktiveren Medium für die über 65-Jährigen.

Laut einer aktuellen ARD-ZDF-Onlinestudie nutzten im vergangenen Jahr 42,9 Prozent der über 65-Jährigen das Internet. Dabei verweilten die 60- bis 65-Jährigen 5,3 Tage pro Woche im Netz, Senioren ab 70 Jahren etwa durchschnittlich 4,8 Tage. Wie die Best Ager nutzen auch die Senioren das Internet zumeist für die allgemeine Informationssuche mittels Suchmaschinen (32,1 Prozent). Häufigste Suchthemen waren hierbei übrigens Gesundheitsaspekte und -problematiken. Etwa 30,4 Prozent informieren sich auf Nachrichtenseiten über aktuelle Geschehnisse. 29,2 Prozent kommunizieren via Netz mit Familie, Freunden und Bekannten. Weitere 24,4 Prozent erkundigen sich im Internet über die günstigsten Preise, um daraufhin ihre Kaufentscheidungen zu fällen. Versandhandel werden nur von 14,3 Prozent angenommen. Den größten Marktanteil machen dabei Arzneimittel aus, die online gekauft werden.

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Freizeitbeschäftigung der Senioren

Die Freizeitgestaltung ist ein wichtiger Aspekt des Lebens und gewinnt vor allem ab dem Zeitpunkt, wenn man das Arbeitsleben hinter sich lässt, immer mehr an Bedeutung. Nun hat man die Möglichkeit, in seiner freien Zeit persönlichen Interessen nachzugehen und Vorlieben auszuleben. Damit keine Langeweile aufkommt, ist eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung vonnöten. Doch nicht immer ist man sich im Klaren darüber, in welchem Bereich die eigenen Interessen liegen und welche Aktivitäten Spaß bereiten könnten. Was wollte man schon immer mal ausprobieren, hatte aber nie die Zeit dafür gefunden?

Die regelmäßigen Treffen mit Freunden können einerseits in verschiedenen Cafés stattfinden, aber auch in die Natur verlegt werden, um auf Spaziergängen die eigene Region besser kennen zu lernen. Gemeinsam mit Bekannten engagieren sich viele Ältere beispielsweise in einem Kegelclub oder anderen Sportvereinen. Bei gutem Wetter kann der Sport nach draußen verlegt werden. Nordic Walking ist eine sehr schonende Art der Bewegung. Aber auch Modellbau, Angeln und Fahrradfahren sind beliebte sportliche Aktivitäten. Tanzkurse verbinden die Aspekte Bewegung und Spaß.

Auch mit über 65 Jahren ist man noch nicht zu alt, um eine neue Sprache zu erlernen, die man im Urlaub mutig anwenden kann – jetzt hat man schließlich endlich genug Zeit für Reisen in die Welt. Reisepartner oder allgemein neue Freundschaften finden sich oftmals in Seniorenzentren, die zudem verschiedene Freizeitangebote auflisten und Themenabende abhalten.

Wie im Kapitel weiter oben zu lesen war, entdecken auch die Senioren das Internet mehr und mehr für sich. Mit der Technik werden sie oftmals leider allein gelassen. Abhilfe schaffen hierbei Computerkurse an Fachhochschulen. Die Teilnehmer werden im Umgang mit Mailanbietern, aber auch Fotobearbeitungsprogrammen und Suchmaschinen geschult.

Das ehrenamtliche Engagement der Senioren ist enorm – sei es im Verein, in Verbänden, in öffentlichen Einrichtungen, Kirchen oder in Projektgruppen und Initiativen. Senioren kümmern sich häufig um Mitmenschen, die gesundheitlich beeinträchtigt sind, und finden sich hierbei in schwierigen Situationen wieder, mit der die alternde Bevölkerung zu kämpfen hat. Ebenso bemerkenswert ist aber auch das wachsende Ehrenamt im Umwelt- und Tierschutz sowie in der Politik.

Demografischer Wandel als Chance

Der demografische Wandel stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Aber er birgt auch jede Menge Chancen, gerade für die Generation 50 Plus. Sie wird als deutlich wachsende Zielgruppe für Unternehmen immer wichtiger.

"Die Fixierung der Unternehmen auf die Zielgruppe 14-49 Jahre muss (...) wegen der Folgen des demographischen Wandels dringend überdacht werden." So lautete die treffende Analyse des anerkannten Marktforschungsinstituts Consilium aus dem Jahr 2008. Diese Worte haben nichts von ihrer Gültigkeit eingebüßt. Aber nicht nur in der Wirtschaft oder in der Werbebranche, auch am Arbeitsmarkt, im Gesundheitswesen oder Wohnungsbau sind die Herausforderungen, die mit einer älter werdenden Bevölkerung einhergehen, bereits heute spürbar. Darin stimmen alle Experten überein: Der demografische Wandel wird zu weiteren tiefgreifenden Veränderungen in unserer Gesellschaft führen.

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Senioren und Best Ager als wichtige Zielgruppe

Die Lebenserwartung der Deutschen steigt stetig an, gleichzeitig werden immer weniger Kinder geboren. Im Jahr 2008 lebten in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 49,8 Millionen Menschen unter 50 Jahren und 32,3 Millionen, die diese Grenze bereits überschritten hatten. Jahr 2040 wird der Anteil der Best Ager und Senioren laut Prognosen bereits 50 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. 20 Jahre haben sie die Gruppe der Unterfünfzigjährigen bereits um zwei bis drei Millionen Menschen überboten, so das Statistische Bundesamt. Diese demografische Entwicklung schafft einen Markt mit enormen Wachstumspotential. „Unternehmen, die unternehmerisch denken, besetzen diesen Markt“, sagt Dr. Cornelia Haase-Lerch, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Erfurt. Sie ist überzeugt, dass in den letzten Jahren bereits ein Bewusstseinswandel eingesetzt hat. Ein Trend, der sich wahrscheinlich weiter verstärken wird. Davon ist auch Irene Ellenberger von der Landesseniorenvertretung Thüringen überzeugt. „Die Produzenten und Dienstleister können diesen größer werdenden Kundenkreis nicht vernachlässigen“, sagt die 67-Jährige. Die Unternehmen, die es schaffen die Sympathie und die Aufmerksamkeit der Best Ager und Senioren zu gewinnen, könnte eine positive wirtschaftliche Zukunft blühen.

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Eine heterogene Gruppe

Von seniorengerechten Handys, Pflegeprodukten, speziellen Reiseangeboten, bis zum barrierefreien Zugang zu Wohnungen: Die Möglichkeiten, den Bedürfnissen von Best Agern und Senioren gerecht zu werden, sind enorm. Irene Ellenberger sagt. „Ich persönliche kaufe bisher zwar kaum spezielle Seniorenprodukte. Aber der Markt ist natürlich trotzdem sehr groß.“ Was man daraus ableiten kann und was viele Menschen oft vergessen: Best Ager und Senioren sind eine äußerst unterschiedlich zusammengesetzt Gruppe: der Marathon laufende Geschäftsführer mit gutem Einkommen, der 65-jährige "Unruheständler" oder die schon in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkte Seniorin. „Die heutige Generation 50 Plus fühlt sich laut Untersuchungen so gesund wie keine andere vor ihr“, so die Einschätzung der Unternehmensberatung Consilium. Auf der anderen Seite wird es durch die steigende Lebenserwartung eine immer größere Anzahl an pflegebedürftigen Menschen geben. "Die systematische Unterschätzung der Heterogenität ist, gerade wenn man das Potenzial der Zielgruppe betrachtet, fast noch dramatischer als die demographische Entwicklung“, heißt es weiter. Darauf müssen sich die Unternehmen einstellen und ein Gespür für die Bedürfnisse ihrer Kunden entwickeln. Aber auch die Kunden werden sich bewusst für jene Unternehmen entscheiden, die sich am besten nach ihren Wünschen richten.

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Älterwerden als Chance begreifen

Neben der wachsenden Bedeutung als Zielgruppe für Unternehmen, ist die aktive Gestaltung der eigenen Lebenswirklichkeit für die Generation 50 Plus sicherlich das Wichtigste – gerade was den Arbeitsmarkt betrifft. „Ich wünsche mir, dass ältere Beschäftigte von Arbeitgebern nicht so häufig als Last wahrgenommen werden“, sagt Irene Ellenberger. „Mit ihrer ganzen Erfahrung können sie sehr wertvoll sein.“ Auch im Ruhestand ist mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit ein wichtiger Beitrag möglich, so Ellenberger, die den Vorsitz der Landesseniorenvertretung selbst ehrenamtlich ausübt. Laut IHK hat in der Arbeitswelt in den letzten Jahren bereits ein Bewusstseinswandel eingesetzt. „Vor dem Hintergrund der sinkenden Ausbildungsverträge und des Fachkräftemangels wird die Bedeutung älterer Arbeitnehmer steigen“, sagt Cornelia Haase-Lerch, die den Bereichen Standortpolitik, Recht und Steuern als Abteilungsleiterin vorsteht.

Der demografische Wandel stellt die Gesellschaft vor eine Reihe von Herausforderungen. Nach einem aktuellen Bericht der WELT ist mehr Ungleichheit bei den Einkommen eine seiner unmittelbaren Folgen. Weil der Anteil der Rentner bei sinkender Gesamtbevölkerung von 16,8 Millionen (2008) auf etwa 23 Millionen (2060) steigt, wird auch der Anteil derjenigen wachsen, die über geringere Einkommen verfügen. Der Grund: Rentner gehören im Durchschnitt derzeit zur einkommensärmsten Bevölkerungsgruppe. Trotzdem wird ihre Bedeutung als Konsumenten wegen ihres prozentualen Anstiegs an der Bevölkerung deutlich zunehmen. Betrachtet man die gesamte Zielgruppe 50 Plus rechnen Experten für die kommenden Jahre gar mit möglichen Umsatzsteigerungen im deutlich zweistelligen Bereich. Ob man die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur letztlich als Herausforderung oder Chance begreift, ist eine Frage der Perspektive. Sicher ist jedenfalls, dass das Thema immer bewusster wahrgenommen wird. In den Medien, in der Wissenschaft, unter wichtigen gesellschaftlichen Akteuren. „Der demografische Wandel ist in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Debatten gerückt“, stellt Irene Ellenberger fest. „Das wurde auch höchste Zeit.“