Treppenlift für schmale Treppen | Kosten | wenig Platz | enge Treppe

Treppenlift für schmale & enge Treppen bei wenig Platz - Kosten & Anbieter im Überblick

Treppenlift für schmale Treppen | Kosten | wenig Platz | enge Treppe
© Daisy Daisy - AdobeStock

Welche Treppenlifte sind für besonders enge und schmale Treppen geeignet? Hier finden Sie die Kosten & alle möglichen Angebote, wenn nur sehr wenig Platz für einen Treppenlift vorhanden ist.

| Basenio Redakteur

Ist eine Treppe besonders eng, passen viele der auf dem Markt erhältlichen Treppenlifte nicht. Es ist schlichtweg zu wenig Platz für die komplette Technik. Basenio.de, das Onlineportal für die Generation 50plus, stellt Ihnen die schmalsten Treppenlifte vor, die auch bei sehr wenig Platz aufgebaut und genutzt werden können. Dazu finden Sie alle Kosten und Angebote in einem Überblick.

Voraussetzungen für einen Treppenlift

Soll ein Treppenlift eingebaut werden, müssen bestimmte bauliche und rechtliche Voraussetzungen eingehalten werden. Die folgende Übersicht enthält die wichtigsten Vorschriften, die beachtet werden müssen.

 

Bauliche Voraussetzungen


Vor der Montage eines Treppenlifts sollten Sie prüfen lassen, ob das Vorhaben in Ihrem Gebäude aus rechtlicher Sicht möglich ist. In einem Eigenheim ist der Einbau ohne Antragstellung problemlos möglich. In einem öffentlichen Gebäude müssen Sie einen Antrag auf den Einbau eines Treppenlifts stellen und prüfen lassen, ob das Gebäude die Kriterien erfüllt. Wohnen Sie zur Miete, müssen Sie Ihren Vermieter in Kenntnis setzen. Er darf den Einbau aber nicht ohne triftige Gründe ablehnen.

Hinsichtlich des Treppenverlaufs gibt es grundsätzlich keine Einschränkungen. Die Montage eines Treppenlifts ist bei jeder Treppenart möglich. An gerade verlaufenden Treppen geht es am unkompliziertesten, da die Führungsschienen hier meistens nicht speziell angefertigt werden müssen. Aber auch für geschwungene, um die Ecke führende oder sogar gewendelte Treppen gibt es passende Treppenlifte. 

Das Material der Treppe und die Zahl der zu bedienenden Etagen spielen keine Rolle. Dennoch gilt zu bedenken: Soll der Lift über mehrere Etagen verlaufen, steigen natürlich die Kosten für den Einbau.

Voraussetzungen Einbau Treppenlift
Voraussetzungen für den Einbau eines Treppenlifts (© basenio.de)


Ein Aspekt, der für den Einbau von besonders großer Bedeutung ist, ist die Breite der Treppe. Ein Treppenlift nimmt etwa 50 bis 60 cm Platz ein. Die Mindestlaufbreite der Treppe, also die tatsächlich nutzbare Treppenfläche ohne Treppengeländer, sollte mindestens 80 bis 100 cm betragen. Besonders in Mehrfamilienhäusern darf die Mindestlaufbreite nicht unterschritten werden, um Unfällen und der Versperrung von Fluchtwegen entgegenzuwirken. 

Auch die Steigung der Treppe ist entscheidend. Ist die Treppe zu steil, kann ein herkömmlicher Sitzlift nicht installiert werden. Der maximale Steigungsgrad bei klassischen Sitzliften beträgt 70°. Hierfür gibt es andere Lösungen; etwa einen Plattformlift oder einen Hublift.

Rechtliche Voraussetzungen


Grundsätzlich steht jedem Menschen der Einbau eines Treppenlifts zu, ob man nun Mieter oder Eigentümer ist. Dennoch müssen Sie Ihren Vermieter in Kenntnis setzen, wenn Sie einen Treppenlift einbauen. Dieser darf dem Einbau nur widersprechen, wenn der Treppenlift andere Mieter*innen des Hauses beeinträchtigen oder gefährden könnte, etwa wenn die Fluchtwege versperrt werden.

Die Kosten für die Anschaffung und die Montage müssen Sie auch als Mieter selbst übernehmen. 

Besondere Anforderungen für Treppenlifte: Enge und schmale Treppenhäuser

Damit die Mindestlaufbreite der Treppe nicht unterschritten wird, empfiehlt sich bei besonders schmalen Treppen ein hochklappbarer Treppenlift. Dieser nimmt im zusammengeklappten Zustand nur noch etwa 30 cm Platz ein. So bleibt noch genügend Treppenfläche zur Verfügung. In einem Mehrfamilienhaus werden andere Bewohner*innen somit nicht beeinträchtigt. 

Im geparkten Zustand am unteren oder am oberen Ende der Treppe sollte der Treppenlift einen gesonderten Bereich haben und sich nicht weiterhin im Bereich der Treppenstufen befinden. Dafür können die Führungsschienen zum Beispiel das Treppengeländer umlaufen, sodass der Lift dann hinter dem Geländer abgestellt werden kann.

Treppenlifte auf geraden Treppen


Eine gerade Treppe ist der Treppenverlauf, der den geringsten Aufwand bei der Installation eines Treppenlifts erfordert. Für den Einbau ist die Gesamtlänge der Treppe sowie die Tiefe der Stufen irrelevant. Eine bedeutende Rolle kommt aber der Treppenbreite zu. 

Für die Mehrheit aller Treppenlifte ist eine Breite von mindestens 70 cm erforderlich. Ist Ihre Treppe schmaler, wird Ihnen ein seriöser Treppenlift-Anbieter ein anderes Modell empfehlen.

Treppenlifte auf kurvigen Treppen

Als kurvige Treppen zählen nicht nur L- und U-Treppen, sondern auch Wendeltreppen. Bei all diesen Ausführungen ist die Montage eines Lifts zwar aufwändiger, aber grundsätzlich möglich. 

Auf jeden Fall muss Ihre Treppe vor Ort genau ausgemessen werden, damit die Führungsschienen des Lifts maßgenau passen. Auch bei einer geschwungenen Treppe sollte die Treppenbreite mindestens 70 cm betragen. Sollen mehrere Etagen bedient werden, empfiehlt sich eine Breite von 80 bis 100 cm. 

Treppenlifte auf sehr steilen Treppen

Bei sehr steilen Treppen kann sich der Einbau eines Lifts schwieriger gestalten. Hier ist nicht nur auf die Treppenbreite zu achten, sondern darüber hinaus auf den Steigungsgrad, der maximal 70° betragen sollte. Nur so kann der Lift die Treppe problemlos überwinden. 

Treppenlifte auf sehr schmalen Treppen

Je schmaler eine Treppe ist, desto schwieriger ist der Einbau eines Treppenlifts. Bei schmalen Treppen sollten Sie in jedem Fall eine Vor-Ort-Beratung in Anspruch nehmen und die Treppe genau ausmessen lassen.

Youtube Video

Realisiert wird die Installation des Lifts bei schmalen Treppen meist durch ein schmales Einrohrsystem, geringe Schienenhöhen sowie geringe Wandabstände. Hier darf die Mindestlaufbreite von 60 cm nicht unterschritten werden. Für den Einbau eines Lifts an einer sehr schmalen Treppe müssen Sie mit erhöhten Kosten rechnen, da hier spezielle Anfertigungen notwendig sind. 

Kosten für einen platzsparenden Treppenlift

Um Platz zu sparen, sind Treppenlifte in der Regel einklappbar. (Quelle: © VTT Studio - AdobeStock)


Platzsparende Treppenlifte nehmen in der Regel nur etwa 50 cm Platz ein und sind somit wesentlich schmaler als ein herkömmlicher Treppenlift. Während die Preise für einen Sitzlift bereits ab etwa 4.000 Euro beginnen, müssen Sie bei einem speziell platzsparenden Treppenlift etwas mehr Geld investieren. 

Damit der Lift Ihren Wünschen gerecht wird und kein Sicherheitsrisiko darstellt, nehmen Sie auf alle Fälle eine Vor-Ort-Beratung in Anspruch und lassen die Situation fachmännisch einschätzen. 

Die Kosten für einen platzsparenden Sitzlift auf einer geraden Treppe belaufen sich auf mindestens 5.000 Euro. Handelt es sich um eine kurvige Treppe, bei der eine Sonderanfertigung der Führungsschienen notwendig ist, müssen Sie mit etwa 8.000 Euro rechnen. Günstiger und ebenso platzsparend ist ein Stehlift, den Sie ab etwa 5.000 Euro erhalten. Weitaus teurer ist ein Hublift oder ein Plattformlift.

Platzsparendes Treppenlift-Modell

Kosten

Sitzlift (gerade Treppe)

ab 5.000 Euro

Sitzlift (kurvige Treppe)

8.000 bis 10.000 Euro

Plattformlift

ab 8.000 Euro

Hublift

ab 7.500 Euro

Stehlift

ab 5.000 Euro

Top Treppenlift-Modelle für schmale Treppen  

Die Suche nach einem Treppenlift für schmale Treppen kann sich schwierig gestalten. Um Sie dabei zu unterstützen, stellen wir Ihnen im Folgenden die bekanntesten Modelle vor, die sich für schmale und enge Treppen eignen.

 

Der Hublift


Mit einem Hublift werden Menschen im Rollstuhl sitzend senkrecht nach oben oder unten befördert. Der Lift gleitet also nicht entlang der Treppe, sondern hebt Sie von einer Etage auf die nächste. 

Damit wird auf der Treppe kein Platz weggenommen, sondern nur auf dem Boden neben der Treppe. Der eingenommene Raum entspricht der Größe einer Hublift-Plattform. Bei Hubliften ist es möglich, besonders kleine Sondergrößen anfertigen zu lassen, die besonders platzsparend sind.

 

Der Sitzlift


Ein Sitzlift ist für Menschen geeignet, die sich aus eigener Kraft setzen und wieder aufstehen können, jedoch beim Treppensteigen Probleme haben. Sie können sich auf den Sitz des Treppenlifts setzen und darauf über die Treppe hinwegfahren. 

Für schmale Treppen lässt sich zwar in der Regel nicht der Sitz verkleinern, doch die Stützen lassen sich anders befestigen, sodass weniger Treppenraum eingenommen wird. Zudem können extra schmale Führungsschienen konzipiert werden. Zu guter Letzt ist es hilfreich, wenn sich der Sitzlift einklappen lässt, während er nicht genutzt wird. 

 

Der Stehlift


Ein Stehlift besteht aus einer kleinen Plattform, auf die sich der Betroffene stellt und die Treppe hinauf befördert wird. Im Gegensatz zu anderen Treppenlift-Modellen handelt es sich bei einem Stehlift um eine besonders platzsparende Variante, die für schmale Treppen gut geeignet ist. Auch hier lässt sich die Plattform so verkleinern, dass nur der absolut notwendige Platz eingenommen wird. Bei Nicht-Gebrauch kann auch hier die Plattform hochgeklappt werden.

Alternativen zum Treppenlift bei schmalen Treppen

Sollte sich ein herkömmlicher Treppenlift nicht für Ihre schmale Treppe eignen, können Sie auf spezielle Modelle zurückgreifen, die für schmale Treppenhäuser angefertigt werden.

Ein Home- bzw. Senkrechtlift unterscheidet sich nur gering von einem herkömmlichen Personenaufzug. (Quelle: © romaset - AdobeStock)


Alternativ können Sie auch einen Homelift bzw. Senkrechtlift einbauen lassen, der Sie senkrecht von einer Etage in die nächste Etage befördert. Die Treppe wird bei dieser Möglichkeit gar nicht verwendet. Hier kommen allerdings je nach Art und Ausstattung hohe Ausgaben in Höhe von mindestens 20.000 Euro auf Sie zu. 

Wesentlich günstiger sind dagegen flexible Treppensteighilfen. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen. Damit man eine Treppe möglichst selbstständig besteigen kann, hilft hier ein mechanischer Sicherheitsbügel, der am Treppengeländer befestigt wird und sich etwa auf Brust- bzw. Bauchhöhe des Betroffenen befindet. An diesem können Sie sich beim Steigen festgehalten. Ein Sturz wird verhindert, da der integrierte Verriegelungsmechanismus bei plötzlicher Druckausübung aktiviert wird und Ihnen Halt gibt.

Das folgende Video veranschaulicht die Funktionsweise einer Treppensteighilfe:

Youtube Video

Ebenso sinnvoll ist ein elektrischer Treppensteiger, der einen integrierten Sitzplatz enthält oder an einem Rollstuhl befestigt werden kann. In den meisten Fällen wird allerdings eine weitere Person benötigt, die den Treppensteiger bedient. Die befestigten Räder gleiten über die Treppenstufen, erkennen, wenn die Treppenstufe endet und aktivieren dann automatisch eine Bremsfunktion. Danach wird das gesamte Gerät wieder abgebaut und gibt die Treppe wieder vollständig frei.

Damit Rollstuhlfahrer Treppenstufen ganz ohne fremde Hilfe überwinden können, hilft eine Treppenraupe. Der Raupenantrieb wird unterhalb des Rollstuhls befestigt. Die Steigung der Treppe darf dabei allerdings nicht mehr als 30° betragen. Außerdem können Raupen in der Regel nur gerade Treppen erklimmen. 

Zusammenfassung

Der Einbau eines Treppenlifts ist auch auf schmalen Treppen möglich. Hier muss gut auf die Treppenbreite geachtet werden. Sitz-, Steh- und Hublifte können problemlos montiert werden, aufwändiger ist die Installation eines Plattformlifts. Um den Treppenlift perfekt auf die Breite Ihrer Treppe abstimmen zu können, sollten Sie eine Vor-Ort-Beratung und Ausmessung Ihrer Treppe in Anspruch nehmen. Bei besonders schmalen Treppen kann ein platzsparender Senkrechtlift eine Alternative sein. In diesem Falle müssen Sie aber mit erhöhten Kosten rechnen.

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