Treppensteiger Rollstuhl | Personen | Mobiler Treppenlift | Alternative | Krankenkasse

Treppensteiger für den Rollstuhl - Ratgeber & Tipps zur mobilen Alternative für einen Treppenlift

Treppensteiger Rollstuhl | Personen | Mobiler Treppenlift | Alternative | Krankenkasse
© didesign - AdobeStock

Nicht in jedes Zuhause passt ein klassischer Sitzlift. Treppensteighilfen sind da eine ideale Alternative. Basenio.de hat für Sie alle Vor- & Nachteile, Preise und Fördermöglichkeiten zusammengetragen.

| Basenio Redakteur

Mobile Treppenlifte unterstützen Sie flexibel beim Überwinden von Treppen und lassen sich an jeden Ort transportieren. Basenio.de, das Onlineportal für die Generation 50plus, hat für Sie einen ausführlichen Ratgeber zu den mobilen Treppensteighilfen zusammengestellt.

Treppenlift » Ratgeber

Im Treppenlift-Ratgeber auf basenio.de finden Sie Anbieter und Informationen rund um das Thema Treppenlift. Hier können Sie auch ein kostenfreies und unverbindliches Angebot für einen Treppenlift anfordern.

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Mobile Treppensteighilfen im Überblick

Eine mobile Treppensteighilfe unterstützt körperlich eingeschränkte Personen beim Treppensteigen. In der Regel handelt es sich dabei um ein Räder- oder Raupensystem, das an der Rückenlehne eines Rollstuhls befestigt wird. Andere Geräte bieten eine separate Sitzeinheit. Angetrieben wird der mobile Treppenlift durch einen Motor, der von einem Akku versorgt wird. 

Ein mobiler Treppenlift (auch Treppensteiger oder Treppenraupe genannt) dient häufig als Ergänzung zum herkömmlichen Treppenlift, der fest an einer bestimmten Treppe installiert oder verbaut wird. Manchmal wird er auch nötig, wenn die Treppe im Haus zu schmal oder zu gewunden ist, um einen festen Treppenlift einzubauen – und mitunter ist der Einbau aus Feuerschutzgründen nicht möglich.

Treppenverlauf

Einen mobilen Treppensteiger können Sie überall dort verwenden, wo Sie gerade unterwegs sind. Damit gewinnen mobilitätseingeschränkte Menschen wie Rollstuhlfahrende mehr Bewegungsfreiheit auch außer Haus. Einfache Treppensteighilfen können auch dazu dienen, den Einbau eines „richtigen“ Treppenlifts hinauszuzögern. 

Allgemein eignet sich eine mobile Treppensteighilfe für alle Menschen, die Probleme beim Treppensteigen haben. Ob sich ein mobiler Treppenlift vor allem an ältere Menschen mit ersten Einschränkungen an Hüfte und Knien richtet oder an Menschen mit einer Gehbehinderung, die im Rollstuhl sitzen, das hängt von der jeweiligen Art des mobilen Treppenlifts ab. 

Wir stellen Ihnen in den folgenden Abschnitten die verschiedenen Möglichkeiten vor, die Sie mit einem mobilen Treppensteiger erhalten.

Elektrische Treppensteighilfe für den Rollstuhl

Mit einem mobilen Treppensteiger gewinnen Sie Ihre Beweglichkeit zurück. (Quelle: © didesign - AdobeStock)

Die einfachste Variante des mobilen Treppenlifts ist der elektrische Treppensteiger. Er unterstützt Menschen, die an den Rollstuhl gebunden sind, beim Überwinden von Treppen in Innen- und Außenräumen. Diese Geräte werden am Rollstuhl befestigt, sobald man eine Treppe hinauf oder hinab gelangen möchte. 

Der Vorteil: Sie können in Ihrem eigenen Rollstuhl sitzenbleiben. Das ist auch für die betreuende Person einfacher, da kein schweres Heben zu erledigen ist. Der elektrische Treppensteiger ist je nach Modell schnell und einfach angebracht. Mit Unterstützung eines Elektromotors, der verschiedene Steiggeschwindigkeiten bietet, gelangen Sie mühelos von einer zur nächsten Ebene. Eine zweite Person, die den Treppensteiger an den Handgriffen bedient und sichert, ist allerdings zwingend nötig.

Elektrischer Treppensteiger mit integriertem Sitz

Sind Sie nicht dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen, passt ein Treppensteiger mit integriertem Sitz vielleicht besser zu Ihren Bedürfnissen. Diese Geräte bieten Ihnen eine bequeme Sitzmöglichkeit mit Bauchgurt zur Sicherung, während sie ansonsten nach demselben Prinzip funktionieren wie die elektrischen Treppensteighilfen für Rollstühle: Ein Elektromotor treibt ein System aus mehreren über- und nebeneinander angeordneten Rädern an, die auf diese Weise Treppenstufen von variabler Höhe überwinden können. 

Eine zweite Person ist auch hier notwendig, um den Treppensteiger während der Arbeit zu steuern und zu sichern. 

Treppenraupe

Ein elektrischer Treppensteiger mit Raupensystem kann auch allein bedient werden. (Quelle: © Михаил Решетников - AdobeStock)

Eine Alternative zum Rädersystem der meisten mobilen Treppenlifte sind Raupen: Hier wird die Treppe über eine durchlaufende Raupenkette bewältigt, die von drei bis vier elektrisch betriebenen Rädern bewegt wird. Es gibt sogar Treppenraupen für Selbstfahrer: Diese können von der Person im Rollstuhl allein bedient werden, ohne dass eine zweite Person unterstützen muss. 

Das folgende Video zeigt anschaulich, wie ein mobiler Treppensteiger funktioniert:

Youtube Video

Vorteile & Nachteile von Treppensteighilfen

Mobile Treppensteighilfen bieten unbestritten eine ganze Reihe von praktischen Vorteilen: 

  • Sie sind überall einsatzbereit, da sie nicht fest verbaut werden müssen.
  • Sie sind sehr einfach zu bedienen und verlangen keine große Körperkraft von der bedienenden Person.
  • Sie können zu Hause genutzt werden, ohne dass Umbauten oder Anpassungen nötig werden.
  • Sie sind für alle gängigen Rollstühle geeignet.
  • Sie sind relativ leicht.
  • Sie sind einfach am Rollstuhl zu befestigen und bieten ein hohes Maß an Sicherheit. 
  • Sie sind meist kostengünstiger als ein herkömmlicher Treppenlift.
  • Sie können wie klassische Treppenlifte auch gemietet oder gebraucht gekauft werden.
  • Sie eignen sich sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich (wobei es Modelle gibt, die speziell für die Verwendung draußen entwickelt wurden).


Einige Nachteile haben mobile Treppensteighilfen allerdings, an die Sie bei der Kaufentscheidung denken sollten, um eine kluge Entscheidung zu treffen:

Bei den allermeisten Modellen ist eine zweite Person nötig, die das Gerät bedient. Leben Sie allein, müssen Sie also gezielt nach einer mobilen Treppensteighilfe suchen, die Sie allein verwenden können.

Der Elektroantrieb macht außerdem das regelmäßige Aufladen des Akkus notwendig. Mobile Treppensteiger für den Außenbereich sind oft mit Kfz-Ladegeräten ausgestattet, um immer einsatzfähig zu sein. Trotzdem: Geht der Akku doch einmal kaputt, wird das zu einem großen Problem.

Ein mobiler Treppensteiger ist zwar sehr flexibel, aber nicht für alle Treppenarten geeignet. Schmale und enge Treppen sind schwierig, als minimale Treppenbreite werden meistens 70 cm angegeben. Um den mobilen Treppensteiger am Rollstuhl befestigen und ihn wieder abmontieren zu können, benötigen Sie am Anfang und am Ende der Treppe ein Mindestmaß an Platz.

Schließlich ist nicht von der Hand zu weisen, dass bei einem solchen mobilen Gerät auch das Sturzrisiko höher ist. Der Steigungsgrad von maximal 35° darf keinesfalls überschritten werden. Moderne Geräte haben jedoch eine Vielzahl an eingebauten Sicherheitsmechanismen, um die Unfallgefahr zu minimieren: einen elektrischen und mechanischen Überlastschutz, automatische Stufenkantenbremsen, ein Sicherheitsgurt und rutschfeste Handgriffe sorgen für maximale Sicherheit. Jeder mobile Treppenlift trägt außerdem das TÜV-Siegel und das CE-Zeichen für geprüfte Qualität.

Treppensteiger als Alternative zum Treppenlift

Ein mobiler Treppensteiger eignet sich unter Umständen gut als Alternative zum klassischen Treppenlift. Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie und Ihre Lebenssituation zu, sollten Sie zumindest überlegen, ob dieses Gerät für Ihre Bedürfnisse besser geeignet ist:

  • Sind Sie auf einen Rollstuhl angewiesen?
  • Ist der Einbau eines Treppenlifts in Ihrem Haus nicht oder nur mit Schwierigkeiten möglich?
  • Wohnen Sie zur Miete?
  • Sind Sie auf eine kostengünstige Variante angewiesen?
  • Benötigen Sie an mehreren Treppen im Haus Unterstützung beim Treppensteigen?
  • Sind Sie sehr aktiv und viel unterwegs?
  • Können Sie auf die Unterstützung einer anderen Person zurückgreifen, die Sie auf Ihren Wegen begleitet?
Checklist Treppensteiger als Alternative
Checkliste zum Ausdrucken - Treppensteiger als Alternative zum Treppenlift (© basenio.de)

Alles in allem ist ein mobiler Treppensteiger vor allem für Menschen ideal, die viel unterwegs sind. Aber auch wenn Sie nur leicht in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind, können Sie im eigenen Zuhause einen mobilen Treppenlift verwenden und dabei viel Geld und Mühe sparen, die Sie für den Einbau eines klassischen Treppenlifts aufbringen müssten.

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Preise für Treppensteighilfen

Der niedrigere Preis für Treppensteighilfen ist eines der Hauptargumente, wenn Sie nicht sicher sind, welche Variante für Sie eher in Frage kommt. Für einen mobilen Treppensteiger müssen Sie keine Schienen an Treppengeländern installieren, es sind keine Eingriffe in die Bausubstanz nötig und die Geräte sind fertig vormontiert. Das macht sie preislich deutlich attraktiver als klassische Treppenlifte.

Was kostet ein Treppenlift?

In unserem Ratgeber "Treppenlift mit Einbau kaufen - Kosten" finden Sie aktuelle Preise für Treppenlifte.

 

Im Neukauf müssen Sie für einen mobilen Treppensteiger ab etwa 3.000 Euro investieren – mit integrierter Sitzeinheit kostet er ca. 3.500 Euro. Kaufen Sie ein solches Gerät gebraucht, wird es noch günstiger: Sie sparen hier nochmals bis zu 50 Prozent des Preises, verzichten dafür in der Regel aber auf eine Garantie und müssen für Reparaturen selbst aufkommen. 

Auch zur Miete sind mobile Treppensteiger erhältlich. Die monatlichen Beiträge liegen bei ca. 120 Euro, dazu kommen noch Kosten für die Anlieferung und Einweisung bzw. die Abholung am Ende der Mietzeit. Diese Variante lohnt sich vor allem, wenn Sie den Treppensteiger für einen überschaubaren Zeitraum benötigen, etwa nach einer Operation.

Förderung von Treppensteigern durch die Krankenkasse

Was viele Menschen nicht wissen: Anders als ein fest verbauter Treppenlift gilt eine Treppensteighilfe als Pflegehilfsmittel und ist offiziell im Pflegehilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen gelistet. Das heißt: Sofern Sie einen Pflegegrad haben, wird Ihnen die Pflegekasse auf Antrag den Großteil der Kosten erstatten. 

Als Rollstuhlfahrer haben Sie gute Chancen auf eine Kostenübernahme; mindestens die Gebühren für das Rezept müssen Sie allerdings selbst tragen. 

Wird Ihr Antrag auf Kostenübernahme abgelehnt, können Sie den Treppensteiger als „Maßnahme zur Verbesserung des Wohnumfelds“ erneut zur Prüfung bei der Pflegekasse einreichen. Hier stehen die Aussichten auf einen Zuschuss von maximal 4.000 Euro pro Person (mit Pflegegrad) sehr gut. 

Ohne Pflegegrad können Sie bei einem Förderprogramm Ihrer Bundeslandes oder bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Zuschuss oder einen zinsgünstigen Kredit beantragen.

Übrigens: Wenn die Kosten für den Treppensteiger bezahlt werden, bleibt er offiziell im Besitz der Krankenkasse.

Tipps zum Zuschuss der Kranken-/Pflegekasse

Sie möchten einen Zuschuss Ihrer Krankenkasse oder Pflegekasse? In unserem Ratgeber "Treppenlift von Krankenkasse & Pflegekasse" gibt unsere Redaktion, wie Sie einen Zuschuss  bis zu 4.000 EUR erhalten können.

 

Zusammenfassung

Ein mobiler Treppensteiger kann im Alltag eine große Hilfe sein – nicht nur für Menschen im Rollstuh, sondern auch für diejenigen mit geringeren Einschränkungen der Mobilität. Die mobile Treppensteighilfe hat den großen Vorteil, dass sie leicht und flexibel an verschiedenen Orten verwendet werden kann, sie eignet sich also sehr für aktive Menschen, die weiterhin am öffentlichen Leben teilhaben wollen. 

Als Pflegehilfsmittel wird ein mobiler Treppensteiger von den Pflegekassen anders eingestuft als ein klassischer Treppenlift. Das hat Auswirkungen auf die Finanzierung; die Kosten für Treppensteighilfen können prinzipiell fast vollständig von der Krankenkasse übernommen werden. Generell ist ein mobiler Treppenlift aber deutlich günstiger in der Anschaffung und im Betrieb als ein klassischer Treppenlift oder ein Plattformlift.

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