Seniorenhandy | Whatsapp | Empfehlung | Info

Seniorenhandy mit WhatsApp: Empfehlung & Info für Neueinsteiger

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(Quelle: © Sara Michilin - Fotolia)

Ein Seniorenhandy mit WhatsApp macht die Kommunikation einfach. Doch wie funktioniert's? Empfehlungen & Infos zu Geräten und dem Service von WhatsApp. Leicht verständlich für Neueinsteiger erklärt. So kann das Seniorenhandy älteren Menschen helfen.

Jede Generation wird durch gesellschaftliche und politische Veränderungen geprägt. Diese werden auch durch technische Innovationen ausgelöst. So kann unter anderem die Art der Kommunikation beziehungsweise das Kommunikationsverhalten generationsspezifisch geprägt sein. Während bei der Gruppe der jungen Erwachsenen ein Großteil der Kommunikation über Online-Dienste abläuft, greifen Menschen im hohen Alter noch eher auf "analoge" Kommunikationsmittel wie den Brief zurück. Doch auch bei Senioren steigt der Anteil derer, die sich mit digitalen Medien ausstatten.

Inhalt dieses Beitrags:

Immer mehr Senioren sind laut Studie im Netz

Dieser Trend wird aus der ARD/ZDF-Onlinestudie ersichtlich. Immer mehr ältere Menschen nutzen ein Smartphone, um mit Verwandten und Bekannten zu telefonieren (Individualkommunikation). Aber auch das Internet wird für die Generation 60plus immer interessanter. Laut der Studie gehen immer mehr ältere Menschen online. Waren es 2015 noch 50,4 Prozent der über 60-Jährigen, die im Netz unterwegs waren, stieg der Anteil 2017 auf 74,2 Prozent. Die Studie zeigt auch, welche Dienste die Menschen im Internet nutzen. Bei den Älteren sind Kommunikationsformen beliebt, bei denen sie miteinander sprechen beziehungsweise schreiben können. Vor allem WhatsApp sticht bei diesen Online-Diensten hervor. Die Applikation (Anwendung) kann auf Smartphones genutzt werden.

 

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Auch bei ältere Menschen steigt der Anteil von Smartphone-Nutzern. (Quelle: © Africa Studio - Fotolia)

 

Auch Senioren profitieren von einem Smartphone

Nicht jedes mobile Telefon ist für Senioren geeignet. Ist das Display – der Bildschirm – zu klein, dann können Menschen mit einer Sehschwäche nur wenig auf der Anzeige erkennen. Lässt im Alter die Sehkraft nach, Stichwort Alterssichtigkeit, kann dies ein Problem werden. "Klassische" Mobiltelefone waren mit größeren Tasten und kleinem Funktionsumfang leicht zu bedienen. Doch bei der heutigen Smartphone-Generation sind Computerchips verbaut, die enorme Leistungen möglich machen. Daher sind die Geräte meist auch vollgepackt mit komplexen technischen Anwendungen. Hochauflösende Kameras, sensible Sensoren und empfindliche Displays überfordern so manchen Telefonnutzer.

Wer also ein solches Smartphone bedient, muss sich zunächst an die Technik gewöhnen. Denn eines ist gewiss, Smartphones haben Potential, Menschen Sicherheit zu bieten. Daher sollten sich ältere Menschen & Senioren diesen mobilen Telefonen nicht gänzlich verschließen. Es gibt Anbieter, die spezielle Seniorenhandys in Form der aktuellen Smartphone-Generation entwickelt haben. Die kommen mit einer intuitiven Bedienoberfläche daher, die durch große Symbole und Schriftzüge leicht zu erkennen ist.

 

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Über diese Funktionen und Ausstattung sollte eine Seniorenhandy beziehungsweise Seniorentelefon verfügen. (Quelle: © dikobrazik - Fotolia/eigene Darstellung)

 

Senioren können also ebenso von einem Smartphone profitieren. Hinzu kommen angepasste Applikationen, welche für den gesundheitlichen Bereich oder andere Bedürfnisse verwendet werden können. Neben dem passenden technischen Gerät ist auch die richtige Wahl des Tarifs für ein Smartphone wichtig, um die Kosten niedrig zu halten.

Auswirkung von Smartphones auf Senioren

Verwenden Kinder Smartphones zu häufig, wird dies eher als negativ aufgefasst. Handtieren hingegen Senioren mit einem Smartphone, kann sich dies positiv auswirken. Denn befassen sich ältere Menschen mit neuartiger Technik, hält dies wiederum geistig fit. Eine Studie des internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse zeigt auf, dass die Nutzung von Computern und Smartphones durch Senioren deren geistiges Alter um vier bis acht Jahre verringern kann. Grund dafür ist, dass verschiedene Areale im Gehirn stimuliert werden, die sich durch die technischen und digitalen Herausforderungen aktivieren.

Hierzu können auch zahlreiche kostenlose Apps beitragen. Apps, die die kognitiven Fähigkeiten verbessern können oder auch Spiele, welche die Reaktion testen, wirken sich äußerst positiv aus. Zudem können durch Smartphones soziale Kontakte zu weit entfernten Verwandten und Bekannten spielend gehalten werden. Dank Telefonie über das Internet können sie kostengünstig auch in anderen Ländern Verwandte und Bekannte erreichen. Auch soziale Netzwerke wie Facebook lassen sich einfach handhaben, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.

 

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Moderne Kommunikationsgeräte verbinden die Familie nah und fern. (Quelle: Fotolia)

WhatsApp ist nicht nur bei Senioren beliebt

Die ARD/ZDF-Onlinestudie zeigt, dass WhatsApp der meist genutzte Dienst bei den sogenannten Social-Media-Kanälen (soziale Netzwerke) und Messenger-Diensten ist. Darunter sind Internetdienstleistungen zu verstehen, bei denen sich Menschen miteinander digital verbinden und austauschen können. WhatsApp war einst ein reiner Instant-Messaging-Dienst, über den Text- und Bildnachrichten verschickt werden konnten. Inzwischen sind die Leistungen des Dienstes erweitert worden. So trägt die Anwendung Charakteristika, die auch Social-Media-Kanäle ausmachen. WhatsApp hat inzwischen Gruppenunterhaltungen möglich gemacht und erweitert dort die Funktionen stetig.

Doch wie kommt man zu WhatsApp? Die Applikation kann direkt auf der Internetseite von WhatsApp heruntergeladen werden. Wichtig ist, dass man die WhatsApp-Variante herunterlädt, die zum jeweiligen Endgerät (Android, Tablet, iPhone etc.) passt. Ist der Dienst auf dem Gerät installiert, kann man eigentlich schon loslegen. Die App zieht aus allen gespeicherten Kontakten auf dem Endgerät die Telefonnummern. Sind die Kontakte auch bei WhatsApp angemeldet, sind sie sofort sichtbar, wenn die App startet. 

Auf dem Startbildschirm der App ist ein Kamerasymbol dargestellt und die drei Funktionen Chat, Status und Anrufe. Mit der Kamera können Bilder aufgenommen werden, die sich dann gleich über den Dienst verschicken lassen. Im Chat können Bilder, Texte und Sprachnachrichten verschickt werden. Wer also ein Bild versenden will, drückt auf die Kamera im Dialogfeld. Für Sprachnachrichten drückt man das abgebildete Mikrofon. WhatsApp startet dann die Aufnahmen. Lässt man das Mikrofon los, stoppt die Aufnahme und sie wird direkt versendet. Für Textnachrichten drückt man ins Dialogfeld und es öffnet sich eine virtuelle Tastatur. Jetzt kann man seine Nachricht an den gewünschten Kontaktpartner verschicken.

Seit 2017 können auch Statusmeldungen für alle Kontakte erstellt werden. Erscheint ein kleiner Punkt neben „Status“, kann man dort eine Meldung anschauen. Die Option Anruf lässt Bildtelefonie zu. Aber Vorsicht, diese Funktion braucht viel Datenvolumen.

All diese technischen Möglichkeiten machen WhatsApp zu einem kompakten Medium. Ein Dienst, der mehrere Kommunikationsmöglichkeiten zulässt. So wundert es kaum, dass die ARD/ZDF-Onlinestudie herausfand, dass WhatsApp der am meisten genutzte Dienst bei den Messenger und Social-Medias ist. Täglich wird die Applikation von 55 Prozent der Nutzer angewendet. Damit liegt sie weit vor Facebook, das eine Tages-Reichweite von 21 Prozent hat. Weltweit wird WhatsApp nach eigenen Aussagen von über einer Milliarde Menschen genutzt.

Tipps für die alltägliche Smartphone-Nutzung

Obwohl Smartphones als nicht gesundheitsschädlich eingestuft werden, müssen Personen im gehobenen Alltag dennoch ein paar Dinge besonders beachten. Trägt man ein Hörgerät, können die elektromagnetischen Felder des Smartphones dessen Funktionen beeinträchtigen. Eventuell führt dies nicht nur zu einer schlechteren Wahrnehmung, sondern auch zu unerwünschten Störgeräuschen. Moderne Hörgeräte verfügen bereits über eine ausreichende Abschirmung und können ohne Probleme mit einem Smartphone verwendet werden.

Ähnliches gilt für Träger eines Herzschrittmachers. Zwar sollten alle Geräte störfest gegenüber äußerlicher Strahlung sein, ein Sicherheitsabstand von 20 Zentimeter ist aber dennoch zu empfehlen. Dies gilt vor allem für ältere Herzschrittmachermodelle. Um das Smartphone gut in den Alltag integrieren zu können, sollten wichtige Rufnummern in den Favoriten des Smartphones eingespeichert werden. Die Favoriten ersetzen die bisherigen Kurzwahltasten.

Ein Nachteil eines Smartphones ist allerdings der Akku, denn dieser entleert sich trotz größerer Kapazität schneller als der Akku eines herkömmlichen Mobiltelefons. Damit das Smartphone einsatzbereit bleibt, muss dieses regelmäßig nachgeladen werden. Auch Smartphones bieten die Möglichkeit, eine Notruf-Taste zu generieren. Drückt man die Taste, wird ein Notruf abgesendet. Neue Smartphone Modelle bieten sogar die Möglichkeit, den Standort des Nutzers zu übermitteln.


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