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Weihnachtsbaum, Christbaum, Tannenbaum selber schlagen - Tipps 2017

Ein Weihnachtsbaum darf zu Heiligabend in keinem Wohnzimmer fehlen. Welche Baumarten sich besonders gut als Christbaum eignen und wie, wo und wann Sie Ihren Tannenbaum selber schlagen oder kaufen können, erfahren Sie in unserem Beitrag.

Wenn Sie nicht auf Ihren echten Weihnachtsbaum verzichten möchten, können Sie aus einer großen Vielfalt von Bäumen wählen. Noch vor einigen Jahrzehnten wurden diese aus heimischen Wäldern bezogen – heutzutage werden diese speziell für das Weihnachtsfest gezüchtet und üblicherweise in einem Alter von 8 bis 12 Jahren geschlagen. Eine lange Zeit über galten Blau- und Rotfichten als beliebtester Weihnachtsbaum, heutzutage greift der Großteil jedoch auf eine Nordmanntanne zurück. Aber auch Kiefern, Fichten, Douglasien und viele andere Gattungen eignen sich als Weihnachtsbaum. Die wichtigsten möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

Diese Nadelbäume schmücken sich als Weihnachtsbaum

Der klassische Weihnachtsbaum - die Nordmanntanne

Wie bereits erwähnt gilt die Nordmanntanne als beliebtester Weihnachtsbaum. Sie zeichnet sich vor allem durch ihren geraden Stamm, ihren gleichmäßigen Wuchs und ihre weichen Nadeln aus, die es auch Ihren Kindern möglich machen, gefahrenlos Schmuck anzubringen. Nordmanntannen eignen sich vor allem auch deshalb hervorragend als Weihnachtsbaum, da sie ihre Nadeln erst nach mehreren Wochen verlieren. Mit einem Mindestalter von etwa 12 bis 15 Jahren benötigt sie jedoch am längsten, um ausgewachsen zu sein, was sich im Preis niederschlägt.

Weihnachtsbaum, Nordmanntanne, Weihnachten
Nordmanntannen finden sich in den meisten Wohnzimmern wieder. (Quelle: © WerbeFabrik - Pixabay.com)

Die Blaufichte als Weihnachtsbaum

Blaufichten galten lange Zeit als beliebtester Baum, mussten ihren Platz jedoch schließlich der Nordmanntanne überlassen. Blaufichten zeichnen sich vor allem, wie der Name schon sagt, durch ihre bläuliche Färbung aus, die je nach Art und Witterung mal stärker, mal schwächer sichtbar ist. Ihre stabilen Äste machen es möglich, auch schwereren Schmuck sowie echte Kerzen anzubringen. Preislich gesehen ordnet sie sich neben der Nordmanntanne ein.

Die Edeltanne (Nobilistanne)

Edeltannen zeichnen sich besonders durch ihre farbliche Abgrenzung zu anderen Nadelbäumen aus, da die Unterseite der Nadeln silbrig erscheint. Außerdem besticht sie durch ihren Geruch nach Orangen. Wenn Sie diesen noch verstärken möchten, können Sie die Harztaschen am Stamm mit einem spitzen Gegenstand öffnen. Darüber hinaus kennzeichnet sich eine Edeltanne durch ihre lange Haltbarkeit, ihre weichen Nadeln und ihren gleichmäßigen, festen Wuchs, der ein einfaches Schmücken ermöglicht. Preislich lässt sich die Edeltanne auf Niveau der Nordmanntanne einordnen.

Weihnachtsbaum, Edeltanne, Weihnachten
Edeltannen eignen sich ebenso gut als Weihnachtsbäume. (Quelle: © Huskyherz - Pixabay.com)

Die Fichte zu Weihnachten

Fichten unterscheiden sich nicht nur preislich von anderen Nadelbäumen – sie sind als preiswerteste Gattung bekannt –, sondern ebenso in ihrem Wuchs. Dieser ist zumeist ungleichmäßig und erschwert somit das Schmücken. Außerdem besitzt sie nur kurze Nadeln, die nach wenigen Tagen bereits beginnen, abzufallen. Dementsprechend benötigen Fichten mehr Pflege als andere Baumarten und sollte erst wenige Tage vor dem Fest geschlagen werden. Nichtsdestotrotz ist eine Fichte für all jene mit einem kleineren Budget bestens als Weihnachtsbaum für die Feiertage geeignet.

Die Kiefer

Kiefern werden wegen ihrer äußeren Erscheinung seltener als Weihnachtsbäume genutzt als andere Nadelbäume. Durch ihre langen, bis zu 15 Zentimeter langen Nadeln und ihren ungleichmäßigen Wuchs können sie schlechter geschmückt werden. Ihr angenehmer Duft und ihre lange Haltbarkeit eignen sie sich jedoch ebenso gut als Weihnachtsbaum wie andere Arten und ist besonders pflegeleicht.

Die Douglasie (Douglastanne)

Auch Douglasien bestechen durch ihre weichen Nadeln, die es ermöglichen, Ihren Weihnachtsbaum problemlos schmücken zu können. Die eher dünnen Äste beschränken dies jedoch auf leichten Schmuck. Besonders an einem Baum wie diesen ist sein Zitrusduft, der eine wunderschöne Atmosphäre schafft. Preislich gesehen liegt sie unterhalb der Blaufichte, hält sich jedoch vergleichbar lange.

BaumartVorteileNachteile
Nordmanntanne

+ gleichmäßiger Wuchs

+ weiche Nadeln

+ angenehmer Duft

+ Haltbarkeit

- Wachstumszeit

- Preis

Blaufichte

+ gleichmäßiger Wuchs

+ Stabilität

+ angenehmer Duft

- spitze Nadeln

- Preis

Edeltanne

+ gleichmäßiger Wuchs

+ weiche Nadeln

+ angenehmer Duft

+ Haltbarkeit

- Preis
Fichte+ Preis

- ungleichmäßiger Wuchs

- kurze Nadeln

- Haltbarkeit

Kiefer

+ angenehmer Duft

+ Haltbarkeit

- ungleichmäßiger Wuchs

- lange Nadeln

Douglasie

+ weiche Nadeln

+ angenehmer Duft

+ Haltbarkeit

- dünne Äste

- Preis

Weihnachtsbaum selber schlagen – Tipps & Tricks

Haben Sie sich auf eine Baumart geeinigt, können Sie diesen sogar selbst schlagen. Etwa 25000 Bäume finden jedes Jahr auf diesem Wege in unzählige heimische Wohnzimmer. Aber aufgepasst – es ist nicht erlaubt, den nächstbesten Wald aufzusuchen und mit der Arbeit zu beginnen. Heutzutage ist es üblich, dass spezielle Gebiete für heranwachsende Weihnachtsbäume genutzt werden, die zu bestimmten Tagen wenige Wochen vor Weihnachten geöffnet werden.

Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie das richtige Werkzeug bei sich tragen. Nutzen Sie eine Kettensäge nur dann, wenn Sie bereits Erfahrung mit deren Umgang besitzen, lassen Sie ab von Laubsägen. In jedem Falle sollte Ihre Säge dazu vorgesehen sein, Holz sägen zu können. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen möchten, bringen Sie zusätzlich eine Axt mit.

Zudem sollten Sie im Vorfeld ausmessen, wie groß Ihr Weihnachtsbaum maximal sein darf – häufig wirken diese Bäume kleiner, als sie in Wirklichkeit sind. Nehmen Sie zur Sicherheit ein Metermaß mit, damit Ihre Tanne, Fichte oder Douglasie am Ende auch in Ihr Wohnzimmer passt.

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Egal, für welche Baumart Sie sich entscheiden, geschmückt sieht jeder Baum noch ein wenig festlicher aus. (Quelle: © echels - Pixabay.com)

Weihnachtsbaum kaufen – wann, wie, wo?

Wer nicht selbst tätig werden möchte, kann ebenso gut einen der zahlreichen Weihnachtsbaum-Verkäufe nutzen. Diese finden häufig in den Wochen vor den Festtagen statt und werden nicht selten zu kleinen Weihnachtsmärkten umfunktioniert. Etwa 28 Millionen Weihnachtsbäume werden dabei jedes Jahr auf diesem Wege verkauft. Ungefähr 80 Prozent stammen dabei aus der Region, während der Rest von Nachbarländern wie beispielsweise Dänemark bezogen wird.

Regionale Herkunft wird durch ein Herkunftssiegel bescheinigt. Damit wird gewährleistet, dass Ihr Weihnachtsbaum nur kurze Transportwege hinter sich bringen musste und nur geringe Umweltbelastungen entstanden. Wer noch umweltfreundlicher handeln möchte, dem könnten Öko-Weihnachtsbäume zusagen. Diese werden ebenso mit einem Siegel gekennzeichnet und von etwa 260 zertifizierten Forstbetrieben in Deutschland verkauft.

Fazit: Ihr persönlicher Geschmack zählt

Für den perfekten Weihnachtsbaum gibt es kein einheitliches Erfolgsrezept – es kommt ganz darauf an, was Sie persönlich bevorzugen. Wenn Sie Ihren Baum auswählen möchten, können Sie selbst tätig werden. Ansehnliche Exemplare erhalten Sie jedoch auch ebenso gut beim Weihnachtsbaumverkauf in Ihrer Nähe. Welche Baumsorte es schließlich sein soll, hängt ganz von Ihrem persönlichen Geschmack und dem Ihnen zur Verfügung stehenden Budget ab. In jedem Fall gilt jedoch: Ein Weihnachtsbaum, egal wie groß, ob geschmückt oder nicht, mit echten Kerzen oder künstlichen, trägt maßgeblich zur Weihnachtsstimmung bei und lässt die Geschenke unterhalb noch ein wenig schöner aussehen.


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Profilbild von Sandra Fuchs

Sandra Fuchs ist seit März 2015 für basenio tätig. In ihrer Freizeit liest sie gerne ein gutes Buch oder verbringt einen ruhigen Abend auf der Couch.


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