Fertighaus | Bungalow | Preise | schlüsselfertig | bis 100.000 Euro

Fertighaus-Bungalow (schlüsselfertig & barrierefrei) - Preise & Vergleich bis/ab 100.000 €

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(Quelle: © Gina Sanders - Fotolia)

Bungalows als Fertighäuser sind geeignete barrierefreie Eigenheime. Warum das so ist und mit welchen Preisen Kunden für schlüsselfertige Häuser rechnen müssen, verraten wir in diesem Ratgeber. Außerdem geben wir Tipps zur Finanzierung.

Altersstudien belegen, dass ein Großteil der Deutschen den Lebensabend im eigenen zu Hause bleiben möchte. Pflege- und Seniorenheimen steht man eher ablehnenden gegenüber. Doch mit fortschreitendem Alter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden. Dann kann es unter Umständen keine Alternativen zur stationären Unterbringung geben. Auch akute Ereignisse können dazu führen, dass Menschen ihren Alltag aufgrund körperlicher und geistiger Einschränkungen nicht mehr alleine bestreiten können. Ein Schlaganfall oder ein Unfall können beispielsweise das Leben auf so gravierend Weise verändern. Deshalb ist es ratsam, sich frühzeitig Gedanken darüber zu machen, wie sich die Wohnsituation im Ernstfall gestalten lässt.

Vor allem Menschen, die im Eigenheim leben, können sich nur schwer mit dem Gedanken anfreunden, ihr Zuhause im Alter zu verlassen und sich in eine Form des betreuten Wohnens zu begeben. Das muss auch nicht nötig sein, wenn das Eigenheim barrierefrei umgestaltet wird. Meist sind nur wenige zentrale Umbauarbeiten erforderlich, um Senioren auch mit den ersten gesundheitlichen Einschränkungen noch viele eigenständige Jahre im eigenen Haushalt zu ermöglichen. Wer einen Umbau scheut, kann alternativ ein neues Haus nach altersgerechten Vorgaben bauen. Ein solcher Neubau kann aus den Verkaufserlösen des alten Eigenheims finanziert werden. 

 

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Zur einer altersgerechten Wohnung gehört ein barrierefreies Bad. So können Aufstehhilfen um die Toilette herum angebracht werden. (Quelle: basenio)

Prognosen zeigen: Es braucht mehr barrierefreien Wohnraum

Körperliche Einschränkungen sind in Deutschland weit verbreitet. Nach Auskunft des Internetportals behinderung.org leben in Deutschland derzeit ungefähr sieben Millionen Menschen mit einer Behinderung, die so schwer ist, dass sie ihren Alltag einschränkt. Das entspricht fast neun Prozent der Bevölkerung. Ganz gleich, ob die Behinderung altersbedingt oder auf eine altersunabhängige physische oder psychische Erkrankung zurückzuführen ist, ein barrierefreier Wohnsitz ist in der Regel unerlässlich, um den Betroffenen einen selbstbestimmten Alltag zu ermöglichen.

Schon heute ist in Deutschland barrierefreie Wohnraum knapp. Laut einer Studie, die von einem Wohnbauunternehmen und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund durchgeführt wurde, gibt es hierzulande 800.000 solcher Wohneinheiten. Viel zu wenig meinen die Studienautoren. Ihren Schätzungen nach braucht es aktuell etwa 2,75 Millionen barrierefreie Wohnungen. Die Aussichten sind noch drastischer, wenn man die Auswirkungen des demografischen Wandels mit einbedenkt. Die Zahl älterer Menschen wird künftig zunehmen, damit ändern sich auch die Bedürfnisse auf dem Wohnungsmarkt.

Berücksichtigt man diese Fakten, wird barrierefreies Bauen auf jeden Fall eine wertvolle Investition für die Zukunft. Viele Bauherren entscheiden sich deshalb auch in jungen Jahren bereits dafür, vorauszuplanen und von Anfang an barrierefrei zu bauen. Barrierefreie Immobilien werden in den nächsten Jahren zunehmend an Wert gewinnen, und sind deshalb nicht nur eine gute Vorbereitung auf den eigenen Lebensabend, sondern auch eine hervorragende Investition in die finanzielle Altersvorsorge.

Wenn im Fachbereich Immobilien von nachhaltigem Bauen gesprochen wird, ist damit inzwischen längst nicht mehr nur eine Ausrichtung an ökologischen und wirtschaftspolitischen Gesichtspunkten gemeint. Auch der Aspekt des barrierefreien Bauens spielt heute eine wichtige Rolle, wenn es um die Nachhaltigkeit von Immobilien geht. Als Vorsorge für den eigenen Lebensabend noch einmal barrierefrei zu bauen, kann deshalb für ältere Menschen eine wirtschaftlich und auch psychologisch sinnvolle Alternative zum Umbau einer Bestandsimmobilie oder zum Umzug in ein betreutes Wohnkonzept darstellen.

 

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Barrierefreie Neubauten können schlüsselfertig übergeben werden. (Quelle: © Jeanette Dietl - Fotolia)

DIN-Normen für Barrierefreiheit

Wer sich im Alter noch einmal als Bauherr versuchen und ein barrierefreies Eigenheim errichten möchte, sollte auf kompetente Unterstützung von ausgewiesenen Experten setzen. Die Planung und Umsetzung des barrierefreien Neubaus sollte in Zusammenarbeit mit einem Fachmann durchgeführt werden, da so gewährleistet werden kann, dass sämtliche Vorgaben und Richtlinien für moderne Immobilien im barrierefreien Stil eingehalten werden.

Grundlage für die Planung und den Bau einer barrierefreien Immobilie sind die DIN-Vorschriften für Wohnen und Barrierefreiheit, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erarbeitet und kontrolliert. Im Wesentlichen kommen drei Grundverordnungen zum Tragen:

  • DIN 18040-1 für öffentlich zugängliche Gebäude
  • DIN 18040-2 für Wohnungen und Wohngebäude
  • E DIN 18040-3 für öffentlichen Verkehrsraum

Alle relevanten Informationen und aktuellen Änderungen präsentiert das zuständige Bundesministerium auf seiner eigens dafür eingerichteten Internetpräsenz „Zuhause im Alter“.

Für die Planung und den Bau eines barrierefreien Eigenheimes ist die DIN 18040-2 von besonderem Interesse. Wer sich als Bauherr um die Zusammenarbeit mit einem auf barrierefreies Bauen spezialisierten Architekten bemüht, kann eine schlüsselfertige Rundumlösung nach neuesten Standards erhalten, die die Wohnsituation auch im Alter auf eine solide Basis stellt. Interessante Aspekte zu diesem Thema erläutert Prof. Hestermann von der FH-Erfurt für Architektur und dem Architekturbüro hks Architekten im großen Experteninterview mit basenio.de.

Schlüsselfertige Baukonzepte sind in vielfältigen Varianten planbar und lassen sich optimal auf die persönlichen Bedürfnisse abstimmen. Vom einstöckigen Bungalow mit überschaubarer Wohnfläche, über Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung zur Unterbringung einer Betreuungsperson, bis hin zu Mehrgenerationenhäusern, in denen eine Betreuung durch Angehörige langfristig optimal gestaltet werden kann, ist alles möglich.

Kosten & Preise für barrierefreie Fertighäuser

Für den barrierefreien Hausneubau werden gerne Bungalows empfohlen, denn hier ist die komplette Wohnfläche auf einer Etage gebaut. Der Grundriss muss dabei großzügige Räumlichkeiten vorsehen, in denen auch Rollstuhlfahrer manövrieren können. Auch Türen und Flure müssen so breit geplant sein, dass ein Rollstuhl durchfahren oder wenden kann.

Basenio.de hat sich bei einem renommierten Baudienstleister, der Wilms AG, erkundigt, mit welchen Kosten Kunden rechnen müssen, wenn sie ein barrierefreies Massivhaus bauen. Dort sind Kosten für ein Massivhaus fix: Der Gesamtpreis steht also von Anfang an fest – inklusive Roh- und Innenausbauarbeiten. Die Preise variieren bei der Wilms AG je nach Wohnfläche und Ausstattung. Sollen die Räumlichkeiten gänzlich barrierefrei sein, entstehen dann in der Regel nur geringe Zusatzkosten.

Haustyp (Name)WohnflächePreis ab
Bungalow (Marina)66 qmauf Nachfrage
Bungalow (Sophia)118 qmauf Nachfrage

 

Auf der Internetseite der Wilms AG werden Konzepte für barrierefreie Massivhäuser vorgestellt. Interessierte können sich hier über verschiedene Wohnhaustypen im schlüsselfertigen Konzept informieren. Mit einem weiteren Klick können auch Grundrisszeichnung angeschaut werden, die Bauinteressierten erste Ideen für Ihre Planung geben.

Wer den Preis für einen dort vorgestellten Massivhaus-Bungalow erfahren möchte, kann dies ganz bequem über das Kontaktformular auf der Seite erledigen. Hier gibt der Interessent Namen, E-Mail-Adresse und seine Frage ein und erhält dann die gewünschten Informationen direkt von einem Mitarbeiter des Baudienstleisters. Das hat den Vorteil, dass keine unrealistischen Preisvorstellungen erzeugt werden. Interessierte bekommen einen genau auf sie abgestimmten Baupreis für das M genannt.

Weitere Preise für barrierefreie Häuser:

In einer Netzrecherche hat die basenio-Redaktion nach weiteren Angeboten für barrierefreie Fertighäuser gesucht. Dabei haben wir den Bungalow mit der kleinsten und der größten Wohnfläche im Angebot aufgeführt:

Auf variohaus.de:

Haustyp (Name)WohnflächePreis ab:
Bungalow (New Design V Small)68,06 qm115.638 Euro
Bungalow (Solution 78 V10)140,82 qm199.078 Euro

Auf scanhaus.de

Haustyp (Name)WohnflächePreis ab:
Bungalow (SH 83 B)80,17 qm124.900 Euro
Bungalow (SH 180 WB)180,57 qm216.900 Euro

Auf fertig-haus.de

Haustyp (Name)WohnflächePreis ab:
Bungalow (78 - Trend)76,84 qm110.210 Euro
Bungalow (131 - Trend)130,60 qm154.940 Euro

Basenio-Hinweis: Ein solcher Preisvergleich ist eigentlich schon im Grunde verkehrt, denn die Hauskosten sind immer von den Wünschen der Kunden abhängig. Dazu kommen auch noch regionale Unterschiede, verschiedene Bauleistungen und viele andere Faktoren, die den Preis bestimmen. Daher ist dieser Preisvergleich auch nicht aussagekräftig. Unsere Redaktion hat ihn dennoch gemacht, um zumindest Annäherungswerte zu zeigen. An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nur der individuelle Kostenvoranschlag ein realistisches Preisszeanrio abbilden kann.

 

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Preise und Kosten für ein Hausbau sollten nicht von Ab-Preisen im Internet verglichen werden. Stattdessen sollte immer von mehreren Baufirmen ein Kostenvoranschlag eingeholt werden. (Quelle: eyetronic - Fotolia)

Barrierefrei bauen: Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen

Auch ökonomische Gesichtspunkte sprechen häufig für den Neubau einer barrierefreien Immobilie als Altersvorsorge. Zum einen kann je nach aktueller Wohnsituation ein Neubau sinnvoller und auch günstiger sein als ein vollständiger Umbau. Vor allem ältere Bestandsbauten kommen nicht immer für jede Form der barrierefreien Umgestaltung in Frage und können deshalb im Alter keinen eigenständigen Alltag nach modernsten Standards gewährleisten. Außerdem kann eine Vielzahl kleiner Umbauarbeiten höhere Kosten hervorrufen als ein Neubau, sofern dieser im günstigen Komplettpaket erworben werden kann.

Als Investition in die finanzielle Altersabsicherung ist ein barrierefreier Neubau ebenfalls ein ganz zentraler Baustein. Aufgrund des wachsenden Bedarfs an barrierefreiem Wohnraum ist für entsprechende Immobilien ein enormer Wertzuwachs zu erwarten, der sie zu einer attraktiven Kapitalanlage macht. Sollte die Immobilie später doch einmal veräußert werden müssen, da der Gesundheitszustand einen Verbleib in den eigenen vier Wänden nicht mehr zulässt, ist mit Renditen zu rechnen.

Übrigens ist es auch möglich, eine barrierefreie Immobilie mit den Vorteilen eines modernen Energieeffizienzhauses zu kombinieren. Das senkt nicht nur die Betriebskosten einer selbst bewohnten Immobilie, die positive Energiebilanz steigert auch den Wert der Immobilie enorm und es ist möglich, zusätzliche Förderungen in Anspruch zu nehmen, die für den Bau eines Energieeffizienzhauses beispielsweise von der KfW-Bank zur Verfügung gestellt werden.

Wer sich dafür entscheidet, im Alter noch einmal als Bauherr tätig zu werden, möchte natürlich vor allem die Finanzierung auf eine sichere Basis stellen. Die Möglichkeiten für einen Immobilienkredit sind im Alter häufig eingeschränkt, vor allem im Hinblick auf persönliches Einkommen und den Rückzahlungszeitraum. Besonders gut aufgestellt sind Bauherren, die ein hohes Eigenkapital einbringen können, beispielsweise wenn bereits ein Eigenheim vorhanden ist, das im Rahmen des Neubaus zu Finanzierungszwecken veräußert werden kann. Häufig kann der Verkaufserlös die Kosten für die neue Immobilie sogar in großem Umfang abdecken.

Es gibt aber auch zahlreiche Fördermöglichkeiten, die für den Bau einer barrierefreien Immobilie in Anspruch genommen werden können und die die finanzielle Belastung deutlich senken können. 

Fördermaßnahmen für Bauvorhaben sind nicht auf Bundesebene geregelt, sondern werden von jedem Bundesland selbst übernommen. Finanz- und Fördermittel werden lediglich durch den Bund verteilt. Ansprechpartner sind für jedes Bundesland deren zuständige Behindertenbeauftragten. Die Voraussetzungen für eine Förderung sind sehr individuell, auch die EU stellt Fördermittel für Bauprojekte zur Verfügung. Ob eine Förderung allerdings in Frage kommt, sollte immer vor konkreten Baumaßnahmen bei den zuständigen Behörden und Beratungsstellen erfragt werden. (auf behinderung.org)

Besonders beliebt sind Fördermittel der KfW-Bank, die Bauprojekte im Rahmen der Schaffung von barrierefreiem Wohnraum mit besonderen Förderungen bezuschusst. Dazu wird ein günstiger Kredit in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit zur Verfügung gestellt, der unabhängig vom Alter in Anspruch genommen werden kann. Der Kredit kann auch mit anderen Finanzprodukten der KfW-Bank kombiniert werden, zum Beispiel im Rahmen der energieeffizienten Sanierung. Ausführliche Informationen gibt es unter https://www.kfw.de.

Auch eine Förderung des Bauvorhabens im Rahmen des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes ist möglich. Dabei kommen Riestersparverträge als Baukapital im Rahmen des Wohn-Riester in Frage. Träger dieser Fördermöglichkeit ist der Bund selbst. Über Fördermöglichkeiten informiert das Bundesfinanzministerium unter https://www.bundesfinanzministerium.de.

Je nach Bundesland gibt es zahlreiche weitere Fördermöglichkeiten in Form von speziellen Baudarlehen. Vielfach sind auch Versicherer und private Stiftungen beteiligt, wenn es darum geht, Bauherren bei der Schaffung barrierefreien Wohnraumes zur Eigen- oder Fremdnutzung zu unterstützen. Wer sich mit der Finanzierung eines Neubaus im barrierefreien Stil beschäftigt, sollte sich unbedingt bei der für das jeweilige Bundesland zuständigen Behörde und den ausgewiesenen Beratungsstellen informieren. Mit einem soliden Finanzierungskonzept kann der Bau einer barrierefreien Immobilie den Neuanfang für die persönliche Altersvorsorge auf eine sichere Grundlage stellen.


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