Starker Schweißgeruch | Achselgeruch | Ursachen | Was hilft

Unangenehmer und starker Schweißgeruch – Was hilft wirklich gegen die Ursachen von Achselgeruch?

Die Ursachen eines starken Schweißgeruchs können vielfältig sein. Ob durch falsche Ernährung oder Medikamente bei Krankheit, in diesem Beitrag erhalten Sie wichtige Tipps, worauf Sie bei unangenehmem Körpergeruch achten sollten.

| Marian Freund

Hormonelle Veränderung und die Ernährung nehmen erheblichen Einfluss auf den körpereigenen Geruch. Zudem können Krankheiten und Medikamente den Körpergeruch intensivieren. Aspekte, die vor allem bei älteren Menschen stärker in den Vordergrund treten. Auch die Körperhygiene zur Vermeidung starker Gerüche wird im Alter umständlicher, weil unsere Fähigkeit zur Bewegung sinkt.

Wie Körpergeruch entsteht

Der Körpergeruch eines Menschen verändert sich im Laufe der Jahre. Das hängt damit zusammen, dass sich mit zunehmendem Alter die Hormonproduktion verlangsamt. Die Haut produziert weniger Fett und Schutzstoffe und auch das Sekret der Drüsen ändert sich. Intensiver Körpergeruch entsteht, wenn Schweiß auf dem Körper von Bakterien zersetzt wird. Schweiß selbst besteht zu 99 Prozent aus Wasser. Das restliche Prozent teilen sich Harnstoffe und -säuren sowie Ammoniak, Zucker und Eiweiß. Diese Stoffe sind Grundnahrungsmittel für Hautbakterien.

Beginnen diese, den Schweiß zu zersetzen, entsteht ein unangenehmer Geruch. Bakterien fühlen sich vor allem an warmen und feuchten Stellen wohl, wie zum Beispiel in den Achselhöhlen, an den Füßen und in den Hautfalten. Je wärmer und feuchter, desto schneller vermehren sie sich.

Welche Hautbakterien sich auf dem Körper befinden und wie ein Mensch deshalb riecht, hängt einerseits von den Genen ab, andererseits beeinflusst der Lebensstil, das heißt, die individuelle Hygiene, die Ernährung und Lebensumstände, wie Übergewicht oder Krankheiten, den Duft. Solche Effekte können durch hitzige Temperaturen noch intensiver werden. Die nachfolgenden Tipps, sollen zeigen, was Sie gegen starken Schweißgeruch oder andere Gerüche am besten tun können.

Hygiene-Tipps

Verliert die Haut im Alter an Elastizität, bilden sich vermehrt Hautfalten, in denen Bakterien sich noch besser vermehren können. Die tägliche Hygiene ist deshalb sehr wichtig, denn sie beugt nicht nur der unangenehmen Geruchsbildung vor, sondern auch Infektionen und anderen Krankheiten.

Bei Blasenschwäche beispielsweise ist es wichtig, den Intimbereich täglich zu reinigen, damit sich die Keime nicht vermehren können. Auch unter den Armen und an den Füßen sollte man sich täglich waschen.

Eine ausgiebige Körperwäsche unter der Dusche oder in der Wanne reicht zwei bis drei Mal pro Woche, da sonst die Haut zu trocken wird. Im Allgemeinen sollten bei anfälliger und trocken-gereizter Haut pflegende Produkte, z. B. Cremes, benutzt werden. Um die tägliche Hygiene zu vereinfachen, ist es wichtig, die Utensilien im Badezimmer anzupassen.

Eine ebenerdige Dusche beispielsweise, ist einer Badewanne oder einer Duschkabine mit hohem Einstieg vorzuziehen, da sie mit zunehmendem Alter zu unüberwindbaren Hürden werden können. Eine geräumige Duschkabine ermöglicht zudem Platz für einen Duschhocker, einem der wichtigen Hilfsmittel im Badezimmer. Schließlich kann man sich im Sitzen mehr Zeit zum Abbrausen nehmen und muss keine Angst haben, auf dem nassen Boden der Duschkabine auszurutschen.

Schweißgeruch und die Ernährung

Mit der richtigen Ernährung werden Gesundheit und Körpergeruch gleichermaßen positiv beeinflusst. Allgemein zählen Obst und Gemüse sowie viel Flüssigkeit in Form von Wasser zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine gesunde Ernährung im Alter. Es gibt allerdings einige Lebensmittel, die unangenehmen Körpergeruch intensivieren. Dazu zählen Alkohol, Kaffee sowie schwarzer und sehr starker Tee. Scharfes Essen oder auch schwer Verdauliches regen ebenso die Schweißproduktion an und sollten je nach persönlichen Körpereigenschaften weniger genossen werden.

Gerüche von Lebensmitteln wie Knoblauch, Zwiebeln und Lauch werden über die Haut ausgedünstet und bieten so einen idealen Nährboden für Bakterien. Auch frittierte Produkte, ältere Milchprodukte und Fertigbackwaren enthalten Öle und Fette, die einen unangenehmen Geruch verursachen können. Kreuzblütler wie Kohl und Broccoli entgiften den Körper, lassen aber bei der Verdauung auffällig riechende Gase entstehen.

Medikamente und Krankheiten führen zu Gerüchen

Einige Krankheiten und Medikamente verursachen einen bestimmten Geruch. Das liegt daran, dass sie Einfluss auf den Stoffwechsel haben. Da dieser sich mit dem Alter ändert, verändert sich auch das "Aroma" des Körpers. Krankheiten und Medikamente beeinflussen den Stoffwechsel und die daraus resultierenden Gerüche.

Menschen, die beispielsweise unter einer Nierenfehlfunktion leiden, riechen oftmals leicht nach Urin. Der Geruch nach alter Kleidung hingegen ist ein Indiz für Magnesiummangel. Riecht ein Mensch stark nach Ammoniak, deutet das auf eine Fehlfunktion der Leber hin. Zink- und Vitamin-B1-Mangel äußert sich in Mundgeruch.

Um unangenehme Gerüche, die Resultat von Krankheiten sind, zu beseitigen, sollte die Krankheit behandelt und die Lebenssituation angepasst werden. Entsteht der Geruch beispielsweise durch einen Vitaminmangel, hilft eine leichte Ernährungskorrektur.

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Fehlende Vitamine können unangenehmen Körpergeruch hervorrufen und durch eine gezielte Nahrungsergänzung ausgeglichen werden. (Quelle: pixabay)

Alltagstipps gegen starken Schweißgeruch

Um unangenehme Gerüche und die Bildung von Bakterien zu vermeiden, sollte man täglich frische Kleidung tragen. Wer in jungen Jahren zur starken Schweißbildung neigte, sollte im Alter weite Kleidung und Textilien aus Baumwolle und Naturfaser tragen.

Auch Stress führt zu unangenehmen Gerüchen, da Angst das Hormon Cortisol freisetzt und die Schweißproduktion anregt. Man sollte Stress, so gut es geht, vermeiden oder bewusst für Senioren geeignete Pflegeprodukte benutzen bzw. eine zusätzliche Körperwäsche nach einer stressigen Situation einplanen.

 

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Marian Freund schreibt als freier Redakteur für basenio.de.

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