Alt werden | glücklich sein | werden | lernen | Tipps

Alt werden & glücklich sein - 7 beste Tipps vom Experten

Alt werden | glücklich sein | werden | lernen | Tipps
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"Alter ist nur eine Zahl", heißt es so schön. Doch was Alt werden für uns bedeutet und wie Sie es schaffen glücklich und entspannt zu altern, lesen Sie in unserem Ratgeber.

| Lisa Matz

„Man ist so alt wie man sich fühlt“ – doch ab einem gewissen Alter, muss man sich und dem Körper die Jahre eingestehen, die er auf dem Buckel hat. Auch wenn es heute heißt, 50 ist das neue 40 und mit 60 gehört man noch lange nicht zum alten Eisen, ist glücklich und fit alt werden eine weitere Herausforderung des Lebens, die einem nicht einfach in den Schoß fällt. Wer das Älterwerden als Gewinn sieht und nach dem Motto lebt: das Beste kommt noch, der steigert nachweislich seine Lebenserwartung und wird auch in der zweiten Lebenshälfte noch ein erfülltes Leben führen.

"Man ist so alt wie man sich fühlt" - doch welches Alter zählt?

Im Ausweis steht unser chronologisches Alter, anhand des körperlichen Zustands bemisst sich das biologische Alter, wie alt wir uns fühlen, besagt das gefühlte Alter und die Gesellschaft weist uns das soziale Alter zu.

 

Fakt ist, dass die Menschen in Deutschland und den übrigen Industriestaaten immer älter werden. Mit dem Renteneintritt bleiben also noch viele Jahre übrig – die bestenfalls aktiv, gesund, selbstbestimmt und glücklich geführt werden wollen. Alt werden, bestenfalls den Alterungsprozess ausbremsen und dabei glücklich sein, davon träumt jeder. Wir von basenio.de verraten Ihnen Tipps wie Sie mit Gelassenheit, körperlicher und geistiger Fitness, guter Laune und voller Tatendrang den Lebensabend genießen.

Was bedeutet alt werden?

Leider ist Altwerden in der Gesellschaft oft mit unschönen Bildern verknüpft: Falten, Brille, graue Haare, Haarverlust, Hörgerät, Zahnersatz, Vorsorgeuntersuchungen und Gehhilfen. Dazu kommen Meldungen über den Fachkräftemangel in deutschen Altersheimen und Rentnern, die trotz lebenslanger Tätigkeit ihre Rente mit Minijobs aufstocken müssen – da kann es schwer fallen gelassen in die Zukunft zu blicken. Bei vielen hat sich dieses negative Altersbild von Krankheit, Verfall und Einsamkeit festgesetzt. Aber alt werden gehört zum Leben dazu – und hat auch viele guten Seiten: man hat wieder Zeit für sich und seine Interessen, die Familie und Freunde, langgehegte Träume und kann von seiner Lebenserfahrung und Gelassenheit zehren und mit einem lächelnden Auge die schnelllebige Gesellschaft beobachten.

Andererseits muss man mit dem Eintritt in die Rente auch erst wieder seinen Platz in dieser Gesellschaft finden. Mit der Frage wie man glücklich alt wird, beschäftigt sich das Deutsche Zentrum für Altersfragen. Im Rahmen von wissenschaftlichen Befragungen, der Deutschen Alterssurvey (DEAS), werden etwa 6.000 Menschen im Alter zwischen 40 und 85 Jahren zu ihrer Lebenssituation, ihrem beruflichen Status oder ihrem Leben im Ruhestand interviewt. „Wie empfinden ältere Menschen ihren Ruhestand?“ und „Wie verändert sich ihre Sichtweise auf das Alter und Älterwerden?“ – diese und weitere gesellschaftlich wichtige Altersfragen versucht die Forschung so zu beantworten, berichtet Professor Dr. Clemens Tesch-Römer, Leiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen, um so auch der Politik genau aufzuzeigen wie es den Menschen geht und wo Handlungsbedarf besteht. Die gute Nachricht ist, dass sich in diesen Umfragen jüngst zeigte, dass in Deutschland nahezu zwei Drittel der über 70-jährigen die Lebenszufriedenheit als hoch einschätzen. Sie sind zufriedener mit ihrem Leben als die Menschen mittleren Alters. Bringt das Alter also doch Gelassenheit und Zufriedenheit?

So interpretiert zum Beispiel der Komödiant Rüdiger Hoffmann das Älterwerden:

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Wie gehen wir mit dem "Altwerden" um?

Wie wir altern, ist nur zu 20 bis 25 Prozent genetisch angelegt, berichtet Dr. Peter Tessarz vom Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in einem Interview mit der AOK Plus. Auch Umwelteinflüsse, der Lebensstil, Stress aber auch das psychische Befinden und die Einstellung zum Älterwerden haben einen großen Einfluss darauf, wie alt wir werden und wie wir uns dabei fühlen.

Unser Tipp: 

Sie sind nicht allein! Neben basenio.de gibt es noch weitere Portale wie Alterix die sich auf das Altwerden spezialisiert haben. Dort finden Sie alle möglichen Themen und Ratschläge für alle die mal älter werden.

 

Der Lebensweg wird häufig mit einem Berg verglichen: Kindheit, Schulzeit und Ausbildung stehen auf der Seite des Aufstiegs, auf dem Gipfel angekommen ist wer Karriere macht und eine Familie gründet und ab da geht es nur noch abwärts. Nicht nur dass man sich damit abfinden muss, dass das äußere Erscheinungsbild sich verändert, auch Krisen wie Scheidung oder Krankheit nehmen mit dem Alter zu. Bis zur Lebensmitte steigere der Mensch seine Möglichkeiten und sein Glück, lautet die verbreitete Ansicht, schreibt Tobias Esch, Professor für Integrative Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsförderung im Magazin für Naturwissenschaft Spektrum.  „Das Bild der auf- und absteigenden Lebenstreppe stimmt mit der Realität allerdings kaum überein“, weiß Professor Esch. Menschen sind zwar in ihrer Kindheit und Jugend besonders glücklich, erleben aber im Alter ein zweites Hoch. „Wir sprechen daher von einer U-Kurve des Glücks.“ Während das Erwachsenenalter mit Familie und Beruf viele Herausforderungen und Stress bereithält, erfahren viele Menschen im fortgeschrittenen Alter jenseits der 60 einen Zustand nachhaltiger Zufriedenheit – statt Stress und Terminen, stehen Ruhe und Entspannung auf dem Programm. Doch ist jeder seines Glückes eigener Schmied, die Lebenszufriedenheit hängt vom eigenen Tun ab.

 

Die Doku „Glücklich altern“ von Kurt Langbein und Stefan Wolner (3sat, 2017) blickt auf die neuen Alten, die Generation von Senioren in Österreich, Deutschland und Skandinavien, die länger leben und länger gesund bleiben. Was braucht es um glücklich zu altern und wie kann unsere Gesellschaft mit der Herausforderung umgehen, dass bereits 2023 jeder Dritte 60 Jahre und älter sein wird?

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Was ist Glücklichsein?

Alter und Glücklichsein sind also keinesfalls Gegensätze. Auch im Alter kann man noch Glücklichsein. Doch was versteht man eigentlich darunter? Der Zustand des Glücklichseins bedeutet für den Großteil die subjektive Empfindung, welche durch persönliches Handeln wie beispielsweise Erfolge oder Höchstleistungen hervorgerufen wird. Glücklich zu sein hängt davon ab, wie man sein Leben gestaltet bzw. wie erfolgreich es verläuft.

 

Glücklich sein hat nichts mit Wohlstand zu tun

 

Erfolg heißt jedoch nicht, dass man reich sein muss. Viele wohlhabende Menschen sind trotzdem unglücklich. Jeder definiert Erfolg und das damit verbundene Glück anders. Auch in vermeintlicher Armut können Menschen glücklich sein, nämlich dann, wenn sie ihren Wohlstand nicht durch Materielles definieren.

 

Glück heißt nicht, dass man rund um die Uhr fröhlich sein muss

 

Auch glückliche Menschen erleben Zeiten, in denen sie traurig und unglücklich sind.

Forscher*innen fanden heraus, dass Menschen eine gewisse Grundlinie, also eine Art „Glücks-Sollwert“, den sogenannten „set-point“ haben. Dieser aus der Psychologie stammende Begriff beschreibt unser allgemeines Level an Wohlbefinden. Bei jedem Menschen ist der Glücks-Sollwert verschieden. Diejenigen mit einem hohen Glücks-Sollwert sind in der Regel glücklicher als die mit einer weniger optimistischen Grundeinstellung.

Unglückliche und unerwünschte Ereignisse lassen unser Glücks-Niveau sinken, während aufregende Dinge unser Glücks-Niveau deutlich über unseren set-point steigen lassen. Wenn diese positiven oder negativen Ereignisse vorüber sind, pendelt sich unser Glücks-Gleichgewicht wieder auf seinem natürlichen Level ein. Das zeigt auch ein allseits bekanntes Beispiel aus dem Alltag: manche von uns fühlen sich nach einem wunderschönen Urlaub erst einmal etwas niedergeschlagen, wenn sie sich wieder im Alltag einfinden.

 

Glücklich sein ist kein stetig anhaltender Zustand, sondern eine stetige Reise

 

Viele Menschen sind der Ansicht, dass Glücklichsein ein Ziel ist, das sie erlangen, sobald sie einen gewissen Punkt von ihrer großen To-Do-Liste abhaken können: Ein neues Auto, eine Partnerschaft, Kinder oder eine Urlaubsreise.

Jedoch wird dabei oft vergessen, im Hier und Jetzt zu leben, und genau das ist einer der Schlüssel zum Glück: Es als eine Reise zu betrachten und nicht als Ziel, was man erreichen kann. Viele Dinge, welche uns Glück und Zufriedenheit bringen funktionieren nur dann, wenn wir sie regelmäßig betreiben und sie nicht als einmalige Tätigkeiten angesehen werden. Beispiele dafür sind bewusst empfundene Dankbarkeit z.B. beim Schreiben eines Dankbarkeits-Tagebuchs, beim Sport treiben oder der Meditation.

Natürlich bringen besondere Ereignisse wie eine Geburtstagsfeier oder ein neues Auto kurzfristiges Glück. Jedoch lässt dieses Gefühl mit der Zeit wieder nach und pendelt sich auf den ursprünglichen Wert ein.

 

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Alt werden als Fluch? Warum soll das so sein? (Quelle: © Robert Kneschke - Fotolia)

Wie wird man im Alter glücklich?

Glücklichsein kennt kein Alter. Da Glück kein Ziel ist, sondern eine permanente Reise, kann jeder Mensch in jedem Lebensabschnitt das gewünschte Glück erreichen. Sie fragen sich, wie das funktioniert? Wir haben diese hilfreichen Tipps für Sie um Glücklich zu Altern und Strategien um gesund und fit zu bleiben.

 

1. Du bist was du isst - Gesunde Ernährung

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Glück im Alter hängt sehr von der Gesundheit ab und eine gesunde Ernährung ist entscheidend für einen gesunden Körper, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestätigt, auch für die Lebenserwartung. Demnach sind in Deutschland ernährungsbedingte Krankheiten für zwei Drittel aller Todesfälle verantwortlich, heißt es im Gesundheitsmagazin Familie der AOK Plus mit dem Schwerpunkt: Gesund älter werden. Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für die Funktionsfähigkeit unserer Zellen um Krankheitserreger oder Giftstoffe abzuwehren. Viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch, Fett und Zucker, dafür Hülsenfrüchte und fettarme Milchprodukte sollten auf dem Plan stehen. Laut dem Zellforscher Dr. Tessarz ist das sogenannte Intervallfasten besonders wirksam. Dafür macht man zwischen der letzten und der ersten Mahlzeit des Tages eine Pause von 16 Stunden. Durch den dadurch herbeigeführten Energiemangel, verändert die Zelle ihren Stoffwechsel in eine Art Selbstreinigungsprogramm. Das wirkt dem altersbedingt schlechter gewordenen Regenerationsprozess entgegen.

 

2. Wer rastet der rostet – in Bewegung bleiben

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Man ist nie zu alt für ein bewegtes Leben. Nachweislich wirkt sich die körperliche Ertüchtigung positiv auf die Abwehrkräfte des Körpers aus, senkt den Stress und somit das Risiko für Herzinfarkte und beugt Diabetes, Übergewicht und Osteoporose vor. Gleichzeitig kann man so auch den körperlichen Veränderungen, die das Altern mit sich bringen, etwas entgegenwirken und länger fit und jung aussehen. Außerdem macht jede Sporteinheit auch glücklich, schließlich wird dabei das Glückshormon Endorphin freigesetzt. Aber nicht nur Sport bringt Bewegung ins Leben. Sie sollten auch sonst in Bewegung bleiben und sich Ziele setzen, etwas vornehmen, denn „wer rastet, der rostet“ in vielerlei Hinsicht. Natürlich sind auch Müßiggang und Entspannung im Alter erlaubt, aber auch diese Pausen kann man sich gezielt vornehmen und so noch mehr genießen. Versuchen Sie jeden Tag etwas für Ihre Ziele zu tun.

 

3. Jung bleiben beginnt im Kopf

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„Wir wissen aus über 50 Studien, dass unsere Erwartungen ans Älterwerden nicht nur maßgeblich beeinflussen, wie wir älter werden, sondern auch wie alt wir werden“, sagt Professor Hans-Werner Wahl, Gerontologe und Alternsforscher der Universität Heidelberg im Interview mit der AOK Plus. Wer positiv auf das Alter und das Älter werden blickt, lebt also glücklicher und länger! Das Geheimnis liegt also auch darin, die Vergangenheit und schlechte Erfahrungen hinter sich zu lassen und stattdessen im Hier und Jetzt zu leben und auch offen und neugierig für Neues zu sein. Das Alter bietet vor allem viel Zeit: jetzt wo Beruf und Kindererziehung nicht mehr den Tagesablauf diktieren wird es Zeit für neue Herausforderungen, neue Routinen, neue Erfahrungen. Es ist nie zu spät um etwas Neues zu lernen – das hält auch geistig fit.

 

4. Besser zweisam als einsam – Pflegen Sie soziale Kontakte

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Der Mensch ist ein soziales Wesen und Freude, Liebe und Glück vermehren sich, wenn man sie teilt. Deswegen ist es vor allem im Alter wichtig soziale Kontakte zu pflegen. Je älter wir werden, desto weniger neue Kontakte knüpfen wir, die Kinder sind aus dem Haus, die Anzahl der Freunde verringert sich. Deshalb ist es umso wichtiger die bestehenden Kontakte zu pflegen, Zeit genug für gemeinsame Aktivitäten sollte man haben. Aber natürlich ist es auch immer schön neue Kontakte zu knüpfen, auch dafür ist man nie zu alt.

5. Sorgen Sie lieber vor als nach

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Mit dem Alter kommt auch die Angst: die Angst davor zum Pflegefall zu werden, schwer zu erkranken, große Einschränkungen der Mobilität oder des Geistes akzeptieren zu müssen und auch die Angst vor dem Tod. Statt sich von diesen Ängsten lähmen zu lassen, sollten Sie sie lieber angehen und konkrete Pläne erarbeiten. Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen und überlegen Sie gemeinsam, wie man vorsorgen kann. Bestenfalls müssen diese Notfallpläne nicht in die Tat umgesetzt werden. Dennoch geben sie Ihnen die Sicherheit glücklich und unbeschwert in die Zukunft zu blicken.

 

6. Gelassenheit und Dankbarkeit

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Ein wichtiger Schritt zum Glücklichsein ist das Akzeptieren von Dingen, die man nicht ändern kann. Denken Sie einmal darüber nach, was es Ihnen bringt, sich beispielsweise über das Verhalten oder die Meinung von anderen Menschen aufzuregen. Nichts. Sie sollten sich deshalb auf Dinge konzentrieren, die in Ihrer Hand liegen und auf das Positive in ihrem Alltag.

Auch ein Blick in die Vergangenheit sollte nicht von Wehmut, sondern von Dankbarkeit geprägt sein. Statt zu Fragen was nicht so gut gelaufen ist, sollten Sie lieber die vielen guten Entscheidungen, die Sie getroffen haben, hervorheben. Ein Resümee zu ziehen kann durchaus heilsam sein, denn wer mit seinem Leben im Reinen ist, kann entspannt und glücklich alt werden.

 

7. Tun Sie, was Sie glücklich macht

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Die Gesellschaft schreibt einem oft vor, was Richtig oder Falsch ist. Oftmals wird man schief angeschaut, wenn man gegen den Strom schwimmt. Doch um glücklich zu sein, ist es wichtig zu wissen, was Sie selbst wollen. Dafür ist es egal, ob von der Gesellschaft akzeptiert wird, was Sie für Ihr eigenes Leben für Richtig empfinden. Versuchen Sie herauszufinden, was Sie glücklich macht und leben Sie danach. Vermeiden Sie Menschen, die Sie runterziehen und umgeben Sie sich mit Personen, die sie unterstützen und wertschätzen. Um herauszufinden, was Sie wirklich glücklich macht, müssen Sie Ihren Gedanken freien Lauf lassen und schauen, wo diese Sie hinführen. Entspannung und Meditation helfen nicht nur bei negativen Gedanken, sondern auch bei Stress und schlechten Gefühlen.

Atmen Sie dafür tief durch die Nase in Ihren Bauch ein und dann langsam wieder durch Ihren Mund aus. Versuchen Sie dabei Ihren ganzen Körper zu entspannen. Lassen Sie alle Gedanken zu und beobachten Sie diese. Regelmäßiges Meditieren hat einige Vorteile. Sie stärken Ihr Selbstwertgefühl, lernen sich besser kennen und werden entspannter. Es muss Ihnen bewusst sein, dass die wichtigste Beziehung in Ihrem Leben die Beziehung zu Ihnen selbst ist. Versuchen Sie also, Ihre Bedürfnisse zur Priorität zu machen und sagen Sie ruhig auch mal Nein.

Wie wird man gelassen alt?

Gelassen alt werden ist keine Kunst, denn Gelassenheit kann trainiert werden. Nur wenn man Gelassenheit trainiert, wird man gelassener.

Viele lernen einfach aus ihren Erfahrungen. Sie fallen ein paarmal »auf die Schnauze«, um es drastisch zu formulieren, und merken auf die harte Tour, dass sie keine Chance haben, gegen den Stress zu gewinnen. Er macht sie auf Dauer fertig.

 

Erfahrung macht gelassener

 

Viele Menschen lernen aus ihren eigenen Erfahrungen. Sie merken, dass sie einige Ereignisse nicht ändern können, sondern nur darauf reagieren können. Wie Sie reagieren, liegt in Ihrer Hand. Sie können sich also aufregen oder aber akzeptieren, dass Sie nichts an der Situation ändern können.

In stressigen Situationen greift das Sprichwort: in der Ruhe liegt die Kraft. Sie alleine entscheiden, wie viel Stress Sie sich machen oder machen lassen.

 

Selbst über das Schicksal entscheiden

 

„Jeder ist des eigenen Glückes Schmied“.

Jeder hat grundsätzlich die Chance, sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Als Kind hat man nur begrenzte Freiheit und ist daher weniger verantwortlich für das, was mit einem passiert. Ab einem gewissen Alter kann jedoch jeder für sich selbst entscheiden. Sie entscheiden, was Sie tun möchten, wie und wo Sie leben möchten, wie Sie auf Ereignisse reagieren und mit welchen Menschen Sie sich umgeben.

Was macht alte Menschen glücklich?

Während in anderen Lebensabschnitten Dinge wie ein toller Job oder viele Reisen glücklich machen, sind im Alter andere Punkte für das Glücklichsein wichtig.

 

Gute Beziehungen

 

Egal ob gepflegter Kontakt zu den Kindern, Enkeln oder Freunden - besonders im Alter sind gute Beziehungen wichtig. Man fühlt sich schnell einsam oder so, als wäre die beste Zeit des Lebens schon vorbei. Doch dem ist nicht so. Sie entscheiden, wann die beste Zeit ist. Wenn Sie diese mit Ihrer Familie und Ihren Freunden erleben können, ist das umso schöner. Denn Glück verdoppelt sich wenn man es teilt.

 

Selbstständigkeit im Alter

 

Selbstbestimmtheit ist ein weiterer wichtiger Faktor für die Zufriedenheit von älteren Menschen. Dabei geht es vor allem darum, eigenständig persönlich relevante Entscheidungen treffen zu können. Aber auch alltägliche Dinge können im Alter etwas schwieriger werden, wie beispielsweise Einkaufen fahren oder Rasenmähen.

Unser Tipp:

Passen Sie die eigenen Ansprüche an das Mögliche an, das erhöht Ihre Zufriedenheit. Anders ausgedrückt: Wenn Sie ständig damit hadern, was im Alter nicht mehr funktioniert, übersehen Sie, was noch alles möglich ist.

 

Fehlentscheidungen im Leben akzeptieren

Sie würden gewisse Entscheidungen gern rückgängig machen oder sich wünschen, anders auf bestimmte Situationen reagiert zu haben? Hören Sie auf darüber nachzudenken, denn ändern können Sie das jetzt sowieso nicht mehr. Seien Sie stattdessen dankbar dafür, dass Sie reflektieren können und jetzt anders handeln würden bzw. daraus gelernt haben.


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Profilbild von Lisa Matz

Lisa Matz ist als freie Journalistin für basenio.de tätig. Als Studentin im Fachbereich Business Administration hat sie theoretische und praktische Kenntnisse in wirtschaftlichen Fragen. In ihren privaten Passionen Reisen und Mode schreibt sie leidenschaftlich ...

Kommentare


Für mich bedeutet alt werden, die erworbene Weisheit nutzen. Einschränkungen akzeptieren und damit Leben. Gucken was noch geht, die vorhandenen Fähigkeiten nutzen und erhalten. Sich über Kleinigkeiten freuen. Die Jahreszeiten genießen. Dankbar sein für das was gewesen ist und neue Träume entwickeln und Leben. Es ist nicht mehr alles möglich, aber dennoch gibt es auch im Alter noch viele Möglichkeiten. Neugierig bleiben und ausprobieren.

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