Seniorenbetreuung zu Hause | Privat | Deutsche | stundenweise | Preise

Seniorenbetreuung zu Hause für Privat - Deutsche Betreuer zu fairen Preisen (stundenweise) ab 15 € / h

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Sie suchen eine Seniorenbetreuung für zu Hause? In Deutschland kann Hilfe für ältere Menschen stundenweise gebucht werden. Die Leistungen und Preise der deutschen Betreuer können privat und über die Pflegekasse abgerechnet werden.

Inhaltsverzeichnis:

Die Seniorenbetreuung für private Haushalte ist ein Konzept, bei dem ältere Menschen in ihrer Wohnung sozial betreut werden. Bei dieser Betreuungsform steht also nicht die medizinische Versorgung im Vordergrund, sondern die zwischenmenschliche Beziehung. Ein Betreuer kümmert sich persönlich um Senioren und begleitet sie stundenweise über den Tag. Einkaufen fahren, Ausflüge unternehmen, eine Glühbirne auswechseln oder einfach nur Zeit miteinander verbringen, all diese Tätigkeiten fürs soziale Leben bereichern den Alltag der Senioren.

So erleben ältere Menschen weit mehr als nur das Gefühl an der Gesellschaft teilzuhaben, sondern sie sind mitten drin. Für viele ist diese Teilhabe ein Jungbrunnen, der ihre Lebenskraft bestärkt. Die Seniorenbetreuung ist Bestandteil einer ganzheitlichen Pflege und wird über das Pflegegeld und die Verhinderungspflege von den Kassen bezahlt.

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Auch das ist möglich bei der Seniorenbetreuung. Betreuerin und Seniorin puzzeln zusammen. (Quelle: © highwaystarz - Fotolia)

Die Pflegeversicherung

Seit 1995 gibt es in Deutschland die gesetzliche Pflegeversicherung. Im Elften Buch des Sozialgesetzbuches (SGB XI) sind die gesetzlichen Bestimmungen zur Pflegebedürftigkeit festgeschrieben. In §14 Abs. 1 SGB XI wird der Begriff Pflegebedürftig definiert. Hier heißt es:

„Pflegebedürftig im Sinne dieses Buches sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Es muss sich um Personen handeln, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbständig kompensieren oder bewältigen können. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, und mit mindestens der in § 15 festgelegten Schwere bestehen.“

Diese Definition gilt seit der Pflegereform 2017. Der Kreis der pflegebedürftigen Menschen wurde damit erweitert, da seither auch Demenzerkrankungen in den Bereich der Pflege zuzählen. Menschen mit diesem Krankheitsbild erhalten nun also auch Leistungen aus den Pflegekassen. Diese werden durch die Pflegeversicherung finanziert, die in Deutschland zu den Sozialversicherungen gehört. Derzeit (Stand 2017) liegt der Beitragssatz für die Pflegeversicherung bei 2,55 Prozentpunkten beziehungsweise bei 2,8 Prozentpunkten für Kinderlose.

Mit diesen Geldern finanzieren die Pflegekassen Leistungen für Pflegebedürftige. Es gilt dabei der Grundsatz: Häusliche Pflege hat Vorrang gegenüber der stationären Pflege. Die entsprechende Vorschrift findet sich in §3 SGB XI. Der Gesetzgeber unterstützt damit Maßnahmen, die dazu beitragen, dass pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich in ihrem eigenen Wohnumfeld verbleiben können. Mit dem Pflegegeld und den Pflegesachleistungen gibt es zwei Möglichkeiten, häusliche Pflege beziehungsweise Betreuung zu finanzieren. 

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Pflegegeld, das die Kassen bei häuslicher Pflege zahlen. Quelle: Eigene Darstellung/Bundesministerium für Gesundheit (Quelle: Eigene Darstellung/Bundesministerium für Gesundheit)

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Was zahlt die Pflegekasse für die Seniorenbetreuung?

Für die Seniorenbetreuung können in Deutschland Pflegegeld und Gelder der Verhinderungspflege ausgezahlt werden. Die Kassen zahlen auf Antrag das Geld an die Pflegebedürftigen, die damit ihre Betreuungskosten begleichen können. Um Pflegegeld zu beziehen, müssen Betroffene in ihrem Zuhause entweder von Angehörigen, Freunden oder Bekannten betreut werden. Der Kreis möglicher Betreuer ist also weit gefasst. Denn Freund oder Bekannter kann jeder werden. Wichtig ist, dass die Betreuer nicht gewerbsmäßig als Pflegefachkraft arbeiten. Fachkräfte, die gewerbsmäßig ihre Dienstleistungen anbieten, werden über die Pflegesachleistungen bezahlt.

Weitere Voraussetzung, um Pflegegeld zu erhalten, ist ein anerkannter Pflegegrad. Einen solchen muss man zunächst bei seiner Pflegekasse beantragen. Der Antrag kann formlos gestellt werden. Es gibt also kein verbindliches Dokument, das ausgefüllt werden muss. Allerdings bieten einige Kassen Musterformulare an. Beispiele für Musterformulare zum Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung:

Der Antragsteller wird dann durch einen Prüfer des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) untersucht. Dieser entscheidet, ob einen Pflegegrad vergeben werden kann. Die Richtlinie dafür hat sich ebenfalls mit der Pflegereform 2017 geändert. War früher entscheidend wie stark der Mensch beeinträchtigt ist, wird nun nachgesehen, wie selbstständig er noch ist. Gemessen an der vorhandenen Selbstständigkeit werden seit 2017 die Pflegegrade verteilt. Je selbstständiger ein Mensch ist, desto niedriger fällt der Pflegegrad aus.

Dieser Bewertung liegen sechs prüfbare Bereiche zu Grunde. So werden die Mobilität, die kognitiven & kommunikativen Fähigkeiten, Verhaltensweisen & psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Bewältigung & selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen & Belastungen und die Gestaltung des Alltagslebens & sozialer Kontakte untersucht. Stellt der MDK hierbei fest, dass ein Pflegegrad vergeben werden kann, stehen dem Antragsteller Leistungen aus der Pflegeversicherung zu. Der Bedürftige kann nun entscheiden, ob er Pflegegeld oder Pflegesachleistungen beziehen möchte. Entscheidet er sich für ersteres, bekommt er monatlich den entsprechenden Satz seines Pflegegrades ausgezahlt. Er kann frei entscheiden, für was er das Pflegegeld verwendet. Die Mittel sind also nicht zweckgebunden.

Voraussetzungen für Pflegegeld

  • Antrag (formlos) und Bewilligung eines Pflegegrads 
  • Pflege durch Angehörige, Freunde oder Bekannte
  • Pflege in häuslicher Umgebung des Bedürftigen

Die Verhinderungspflege für die Seniorenbetreuung

Die Seniorenbetreuung kann auch über die Verhinderungspflege finanziert werden. Diese kann jedoch nur der beantragen, der Pflegegeld bezieht. Wer Pflegesachleistungen erhält, ist hier also außen vor. Jährlich stehen dem Pflegebedürftigen bis zu 1.612 EUR für die Verhinderungspflege zu. Die entsprechende Regelung findet sich in §39 SGB XI. Dort ist im zweiten Absatz festgehalten, dass dieser „Leistungsbetrag“ mit Mitteln aus der Kurzzeitpflege um bis zu 806 EUR erhöht werden kann. So können jährlich durch den Pflegebedürftigen bis zu 2.418 EUR im Rahmen der Verhinderungspflege auf Antrag abgerufen werden.

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Für die Verhinderungspflege können dem Pflegebedürftigen jährlich bis zu 2.418 Euro zustehen. (Quelle: © Photographee.eu - Fotolia)

Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Antrag sind die Bedingungen, die auch beim Pflegegeld gelten – also ein Pflegegrad und häusliche Pflege. Es gibt allerdings weitere Voraussetzungen, die im Angebot der Verhinderungspflege inhärent sind. Die Leistung wird gezahlt, wenn der Pfleger beziehungsweise Betreuer des Bedürftigen „verhindert“ ist. Sei es durch Krankheit oder Urlaub, der Bedürftige wäre in diesem Fall auf sich allein gestellt. Damit dies nicht geschieht, hat der Gesetzgeber die Gelder für die Verhinderungspflege vorgesehen.

Der Pflegebedürftige kann sich eine „Ersatzpflege durch eine andere Pflegeperson“ organisieren, räumt §39 Abs. 1 SGB XI ein. Im gleichen Absatz sind die weiteren Voraussetzungen für die Verhinderungspflege beschrieben. So heißt es dort:   „Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat und der Pflegebedürftige zum Zeitpunkt der Verhinderung mindestens in Pflegegrad II eingestuft ist. Auch für den Ersatzpfleger gibt es Bedingungen.

Der Ersatzpfleger beziehungsweise -betreuer muss eine Privatperson sein, es darf also kein professioneller Pflegedienst (Unternehmen) engagiert werden. Die Privatperson darf nicht bis zum zweiten Grad mit dem Pflegebedürftigen verwandt oder verschwägert sein. Damit können Eltern, Kinder, Großeltern, Enkelkinder und Geschwister von der Verhinderungspflege ausgeschlossen sein.

Abgerechnet werden können nur Leistungen der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung. Dazu gehören unter anderem Anziehen, Hilfe beim Essen, Kochen, Gartenarbeit etc. Leistungen der medizinischen Pflege, wie etwa Spritzen setzen und Blutdruckmessen, werden nicht durch die Verhinderungspflege erstattet.

Voraussetzungen für Verhinderungspflege

  • Antrag auf Verhinderungspflege (formlos: Musterformulare AOK, Barmer, Knappschaft)
  • Empfänger von Pflegegeld
  • Mindestens Pflegegrad II
  • Pflegeleistung seit mindestens sechs Monaten in häuslicher Umgebung 
  • Ersatzbetreuer/-pfleger (privat) nicht bis zu zweiten Grades verwandt oder verschwägert
  • Nur Leistungen der Grundpflege & hauswirtschaftliche Versorgung

Übrigens, die Verhinderungspflege kann auch im Nachhinein ausgezahlt werden. Man kann den Antrag also auch erst nach dem „Ausfall“ des eigentlichen Pflegers beziehungsweise Betreuers stellen.

Pflegesachleistungen für gewerbsmäßige Dienstleister

Anders verhält es sich, wenn Bedürftige durch ambulante und gewerbsmäßige Pflegefachkräfte versorgt werden. Hier zahlen die Kassen direkt an den Dienstleister. Die Geldsätze sind wie beim Pflegegeld nach den fünf Pflegegraden gestaffelt. Wird der Pflegebedürftige in seiner häuslichen Umgebung versorgt, und hat einen der Pflegegrade von II bis V, hat er Anspruch auf eine pflegerische Betreuung und Hilfen bei der Haushaltsführung. Im Gegensatz zum Pflegegeld sind hier die Zahlungen zweckgebunden. Das Geld wird also für vorgeschriebene Leistungen erstattet.

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Geldsätze für die Pflegesachleistung aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. (Quelle: Eigene Darstellung/Bundesministerium für Gesundheit)

Es ist möglich, Pflegegeld und Pflegesachleistungen zu kombinieren. Bedürftige können sich also von Angehörigen, Freunden oder Bekannten pflegen lassen und zusätzlich auch professionelle Pflegefachkräfte engagieren. Werden beide Leistungen kombiniert, wird das Pflegegeld nur noch anteilig ausgezahlt. Es gilt: Der Anspruch auf Pflegegeld verringert sich, um den Prozentsatz der nicht ausgeschöpften Sachleistungen.

Ein Rechenbeispiel:

Ein Pflegebedürftiger hat den Pflegegrad III und bezieht Pflegesachleistungen (1.298 Euro). Von diesen verbraucht er nur 80 Prozent. Damit hat er nur 1.038,40 EUR in Anspruch genommen. Darauf kann er sich 20 Prozent des Pflegegeld-Satzes auszahlen lassen. Der Satz liegt bei einem Pflegegrad III bei 545 Euro monatlich. Davon 20 Prozent - sind 109 EUR über die der Pflegebedürftige frei verfügen kann. Insgesamt hat die Kasse dann 1.147,40 EUR gezahlt.

Für Pflegegeld und Pflegesachleistung wird keine Einkommenssteuer fällig (siehe §3 Nr. 1a Einkommenssteuergesetz).

Basenio-Tipp: Im Wust der Angebote ist es möglich, dass Bedürftige den Überblick verlieren. Sie haben ein Recht auf eine individuelle Beratung! Ansprechpartner sind die Pflegekassen, aber auch die Pflegestützpunkte in den Kommunen. Es gibt auch seriöse Pflegedienstleister und Seniorenbetreuungen, die kostenfreie Beratungen anbieten.

Basenio-Tipp: Pflegebedürftige haben einen Anspruch auf 40 EUR monatlich für Pflegehilfsmittel. So können zum Beispiel Einmalhandschuhe gekauft werden, ohne das dem Bedürftigen Kosten entstehen.

Alles gut in der Pflege?

Wie sieht es aktuell aus in der Pflege? Anfang 2017 gab es eine Pflegereform durch die Leistungen ausgeweitet wurden. Dennoch klafft noch immer eine große Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Die Pflegeversicherung deckt oft nur einen Teil der tatsächlichen Kosten ab. Manch ein Pflegebedürftiger muss mehrere Hunderte Euro selber aufbringen, um seine Versorgung abzusichern. Doch nicht nur beim Geld gibt es große Probleme.

Basenio.de sprach mit Rolf Höfert, Präsidiumsmitglied des Deutschen Pflegerats (DPR), über die aktuelle Lage in der Pflege. Derzeit sind allein in Deutschland drei Millionen Menschen pflegebedürftig. Die Prognosen sehen einen weiteren Anstieg auf 4 Millionen Menschen bis 2030, erklärt Höfert gegenüber basenio.de. Doch schon heute fehlen 150.000 Fachkräfte, um eine angemessene Pflege zu gewährleisten. Laut Höfert fehlen in Krankenhäusern 70.000 Fachkräfte, bei ambulanten Pflegediensten 80.000 Fachkräfte. Bis 2030 wird sich diese Lücke verdoppeln. „Uns werden 300.000 Fachkräfte fehlen“, prognostiziert das Präsidiumsmitglied des DPR.

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Aktuell fehlen in Deutschland 150.000 Fachkräfte in der Pflege. (Quelle: drubig-photo - Fotolia)

Die Herausforderungen werden also nicht kleiner. Mit der Pflegereform 2017 wurden auch demenziell Erkrankte gleichberechtigt in die Pflege aufgenommen. So beziehen heute anderthalb Millionen Menschen in Deutschland aufgrund eines solchen Krankheitsbilds Pflegeleistungen. In den Krankenhäusern sind durchschnittlich 25 Prozent der Patienten dement, weiß Rolf Höfert zu berichten. „Eine enorme Herausforderung für das Personal“, schiebt er hinterher.

Hoffnung setzt man beim DPR auf das Pflegeberufsgesetz. Noch im Juni 2017 verabschiedete die Regierungskoalition aus CDU und SPD das Gesetz, mit dem eine einheitliche Ausbildung in der Pflege umgesetzt werden soll. Bislang gibt es mit dem Altenpfleger, dem Krankenpfleger und dem Kinderkrankenpfleger drei unterschiedliche Ausbildungen. Die standardisierte Ausbildung soll dazu führen, dass Pfleger in den unterschiedlichsten Bereichen geschult und eingesetzt werden können. Davon verspricht man sich nicht nur einer bessere Pflegequalität, sondern auch eine Entlastung des Personals. Doch schon heute gibt es Angebote, die dem Pflegenotstand entgegenwirken.

Was leistet die Seniorenbetreuung?

Zum ganzheitlichen Konzept der Pflege gehören auch die Leistungen der Seniorenbetreuung. Wir haben uns bei Careship, einem aufstrebenden Anbieter in der Branche, nach den Angeboten informiert. Im Rahmen der Seniorenhilfe können hier Leistungen in sechs unterschiedlichen Bereichen stundenweise gebucht werden. Unter Gesellschaft leisten, Hilfe im Haushalt, Begleitdienste, Leichte Pflege, Einkauf & Erledigungen und Freizeitgestaltung können diverse Aktivitäten für die Seniorenbetreuung zu Hause gebucht werden. Nähere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite von Careship.

Basenio.de erkundigte sich bei der Seniorenhilfe über Preise und Leistungen:

Müssen Menschen, die Ihren Service in Anspruch nehmen, bestimmte Voraussetzungen mitbringen? Beispielsweise einen Pflegegrad?

„Grundsätzlich gibt es unsere Leistungen mit und ohne Pflegegrad. Es macht jedoch einen Unterschied bei der Abrechnung. Bei unseren Kunden mit Pflegegrad können wir den Service direkt mit der Pflegekrankenkasse über § 39 SGB XI abrechnen. Die dort normierte sogenannte Verhinderungspflege steht ab Pflegegrad II zur Verfügung und ermöglicht unseren Kunden ein Budget von bis zu 2.418 Euro jährlich für genau unseren Service. Ohne Pflegegrad müsste man unseren Service privat bezahlen. [Anm. d. Redaktion: Nimmt man die Seniorenbetreuung von Careship ohne Pflegegrad in Anspruch, werden stundenweise 15 Euro bis 25 Euro fällig.]

Können Sie uns verraten, wer sich bei Ihnen wegen der Betreuung meldet? Mehr die Senioren selbst oder deren Angehörige?

„Circa ein Drittel unserer Kunden sind Selbstbucher. Ein weiteres Drittel sind die sogenannten pflegenden Angehörigen (Ehepartner- Lebensgefährten) und ein weiteres Drittel sind die Kinder der Betroffenen.“ 

Wie viele Pfleger/innen haben sie aktuelle in Ihrer Datenbank?

„Wir haben derzeit in Berlin, Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf circa 500 Betreuer. Unsere Betreuer stärkste Stadt ist Berlin.“

Übernimmt Careship auch die Betreuung von demenziell Erkrankten?

„Die Betreuung von demenziell Erkrankten ist sogar ein Schwerpunkt von uns. Einige unserer Betreuer haben eine Demenz-Zusatzausbildung und wir bilden als Partner der Deutschen Alzheimer Gesellschaft auch zu dem Thema aus.“

Die deutsche Sprache ist Grundvoraussetzung, um als Betreuer für Careship in Deutschland zu arbeiten?

„Grundvoraussetzung, um bei uns Betreuer zu werden, ist die Anmeldung eines Klein-Gewerbes, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis, perfekte Deutschkenntnisse und Erfahrung im Pflegebereich.“

Online den Seniorenbetreuer für zu Hause buchen

Mit Careship setzt die Digitalisierung auch in der Pflegebranche ein. Über die Online-Plattform können Senioren sich einen Betreuer in ihrer Stadt auswählen. Verfügbare Betreuer sind auf der Internetseite mit einem Profilbild und einer Ortsangabe sichtbar. Findet man jemanden sympathisch, kann man auf das Bild klicken und erhält zu ihm nähere Informationen. Hier werden auch die Leistungen gezeigt, die der Betreuer durchführen kann.

Passt alles, kann man über Careship online eine Anfrage stellen, ob der Betreuer vorbeikommen kann. Kommt es zum persönlichen Treffen, können übrig gebliebene Fragen gestellt werden. So können Pfleger und zu Pflegender nebst Angehörigen eine Vertrauensbasis aufbauen.

Schon binnen weniger Tage kann der Seniorenbetreuer so die Versorgung bei den Bedürftigen zu Hause übernehmen. Dabei werden vor allem die sozialen Bedürfnisse angesprochen, um den Lebensmut der Menschen zu wecken beziehungsweise aufrecht zu erhalten.

Fazit

Die Seniorenbetreuung ist Teil einer ganzheitlichen Pflege. Dabei übernehmen geschulte Seniorenbetreuer die Versorgung älterer Menschen in deren Zuhause. Die Angebote reichen von Hausarbeiten bis zum Begleitservice. Nicht angeboten werden medizinische Pflegeleistungen wie Spritzen setzen, dafür braucht es immer ausgebildete Pflegefachkräfte.

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Die medizinische Pflege muss von ausgebildeten Fachkräften übernommen werden. (Quelle: photographee.eu - Fotolia)

Über die Pflegekassen können Bedürftige Leistungen der Seniorenbetreuung abrechnen. Je nach Pflegegrad sind die Gelder gestaffelt. Zusätzlich können auch Mittel aus der Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden. Wichtig ist, Pflegegrad, Pflegegeld und Verhinderungspflege müssen beantragt werden. Lassen Sie sich dazu unbedingt beraten! Der Gesetzgeber fördert die Pflege zu Hause und ermöglicht es Pflegebedürftigen, so lange es geht, in ihrer eigenen Umgebung zu verbleiben.

In Deutschland gibt es zu wenige Fachkräfte in der Pflege. Ein Präsidiumsmitglied des Deutschen Pflegerats mahnt auf Nachfrage von basenio.de an, dass aktuell 150.000 Fachkräfte in der Pflege fehlen. Bis 2030 geht man von 300.000 fehlenden Fachkräften aus. Die Seniorenbetreuung wird als „zielorientierter Ergänzungsfaktor“ gesehen.

Wer solche Leistungen privat für zu Hause und ohne Pflegegrad in Anspruch nehmen möchte, zahlt bei Careship zwischen 15 Euro und 25 Euro die Stunde. Hier können viele Angebote stundenweise gebucht werden. Besonders ist, dass über Careship eine individuelle und persönliche Betreuung stattfindet. Seinen Betreuer kann man komplett via Internet aussuchen und buchen.


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Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


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