Intensivpflege | stationär | ambulant | Kosten

Ambulante & stationäre Intensivpflege: Patienteninformationen zu Kosten und Leistungen

Intensivpflege | stationär | ambulant | Kosten
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Die Versorgung pflegebedürftiger Menschen kann sich durchaus kompliziert darstellen. Besonders, wenn es sich um eine Intensivpflege handelt. Alle wichtigen Informationen dazu möchten wir Ihnen in diesem Beitrag vorstellen.

| Isabelle Kocher

Wenn Menschen schwer erkranken, benötigen sie in der Regel eine intensive Pflege. Das bedeutet, dass sie speziell ausgebildetes Pflegepersonal benötigen, welches sich rund um die Uhr um sie kümmert. Diese Intensivpflege kann entweder stationär, ambulant oder in Intensivpflege-WGs erfolgen. Basenio.de informiert Sie hier zu diesen drei Versorgungsformen sowie zu der Intensivpflege im Allgemeinen und ihrer Kostenübernahme.

Was bedeutet Intensivpflege?

Eine Intensivpflege wird nötig, wenn Menschen sich nicht mehr selber um sich kümmern können. In der Regel braucht es dann eine 24-Stunden-Betreuung. Um dabei eine Versorgung rund um die Uhr zu ermöglichen, arbeiten häufig mehrere Pflegedienste, verschiedene Therapeuten und gegebenenfalls Familienangehörige zusammen.

Das Personal besteht dabei aus Kranken- oder Altenpflegern mit Zusatzausbildungen oder speziellen Fortbildungen, da jederzeit eine lebensbedrohliche Situation eintreten kann, welche sofortiges Handeln erfordert.

Die stationäre Intensivpflege

In der Regel gilt der Grundsatz ambulant vor stationär des Kranken- und Pflegeversicherungsgesetz, wonach Pflegebedürftige bevorzugt zu Hause gepflegt werden sollen. Damit möchte der Gesetzgeber die Krankenhäuser entlasten.

Wer daheim jedoch nicht die Möglichkeiten zur 24-Stunden-Pflege hat, kann sich auch an eine stationäre Einrichtung wenden. Bei der stationären Pflege werden demnach die Pflegebedürftigen umfassend betreut und von den dortigen Fachkräften versorgt. Für die Angehörigen ist in diesem Fall die Hauptaufgabe die Wahl des richtigen Pflegeheimes. Diese Entscheidung wird erleichtert, indem man sich an dieser Checkliste orientiert.

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Diese Aufgaben müssen bei einer Intensivpflege übernommen werden (Quelle: eigene Darstellung)

Die ambulante Intensivpflege

Die Vorteile einer ambulanten Pflege sind einfach: Pflegebedürftige können weiterhin zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung wohnen bleiben. Bevor die häusliche Pflege beginnt, sollte man sich jedoch mit einigen Fragen auseinandersetzten:

  • Ist ein Raum vorhanden, der groß genug für Geräte und andere Hilfsmittel ist oder bin ich einverstanden mit möglichen Umbaumaßnahmen zum barrierefreien Wohnen?
  • Macht es mir etwas aus, dass aufgrund der ambulanten Intensivpflege oft medizinisches Personal in meiner Wohnung ist, was meine Privatsphäre einschränken könnte?
  • Haben Angehörige Zeit und Energie um sich ebenfalls an der Pflege zu beteiligen?

Außerdem eignet sich die ambulante Intensivpflege nicht für jeden Patienten. Eine gute Alternative ist sie jedoch für Beatmungspflichtige oder Querschnittgelähmte sowie für Patienten mit Tumorerkrankungen, Schädel-Hirn-Traumata, Herzrhythmusstörungen oder einem Wachkoma.

Intensivpflege-Wohngemeinschaft

Der Vorteil einer Intensivpflege-WG gegenüber einer stationären Einrichtung ist, dass hier die Atmosphäre familiärer ist und engere Beziehungen zum Pflegepersonal aufgebaut werden können, da diese hier nur wenige Patienten betreuen müssen. Denn Anzahl der Bewohner variiert demnach zwischen 4 und 12 Personen.

Dabei hat jeder Senior sein eigenes, barrierefreies Zimmer, teilt sich jedoch mit seinen Mitbewohnern Bad, Küche und Gemeinschaftsraum. Eine spezielle Form dieser Intensivpflege-WGs nennt sich Beatmungs-WG, in welcher auch Beatmungspatienten einen Platz finden, die nicht in eine Klinik wollen und zu Hause nicht genügend Raum haben.

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Für eine ambulante (häusliche) oder stationäre Intensivpflege ist immer ausreichend Platz nötig! (Quelle: https://pixabay.com/de/krankenhaus-a-e-notfall-1477433/)

Kosten für Intensivpflege

Bei der Versorgung von schwerstkranken Patienten können die Krankenkasse oder die Pflegekasse helfen, wenn dem Senioren eine Pflegestufe zugeteilt wurde. Eine Kombination aus beiden ist möglich, in welchem Fall die Pflegeversicherung die Kosten der Grundpflege trägt und die Krankenkasse Zuzahlungen oder Leistungen der Behandlungspflege übernimmt. Sollten die finanziellen Mittel dennoch nicht ausreichen und das vorhandene Vermögen bereits ausgeschöpft sein, kann auch Sozialhilfe in Anspruch genommen werden.

Bei der häuslichen Pflege werden die Kosten weitestgehend von Kranken- und Pflegekasse getragen. Da jedoch die Preise innerhalb der Pflegekasse variieren, kann es sein, dass eine Eigenbeteiligung anfällt. Beteiligen Sie sich selbst an den pflegerischen Leistungen, können Sie zudem entscheiden, ob Sie Pflegegeld, Pflegesachleistungen oder eine Kombination aus beiden in Anspruch nehmen wollen.

Bei den WGs zahlt ebenfalls die Kasse, da es sich dabei rechtlich gleichermaßen um eine häusliche Versorgung handelt. Berücksichtigt werden muss jedoch, dass hier im Gegensatz zu der ambulanten Pflege zusätzliche Kosten für die Miete anfallen.


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