Rentenbesteuerung | 2018 | Tabelle | Freibetrag

Rentenbesteuerung: Diese Freibeträge helfen, Steuern zu sparen

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(Quelle: © GordonGrand - Fotolia)

2005 wurde per Gesetz die Rentenbesteuerung in Deutschland geändert. Seither werden Renten aus der gesetzlichen Rente nach dem Prinzip der nachgelagerten besteuert. Was das bedeutet und wie Freibeträge Steuern sparen können, erklären wir hier.

Unter bestimmten Voraussetzungen müssen Rentner in Deutschland Einkommenssteuer auf ihre Altersrente zahlen. Grundsätze für diese Steuerpflicht wurden im Alterseinkünftegesetz festgeschrieben, das am 1. Januar 2005 in Kraft trat. Danach ist der Rentenempfänger steuerpflichtig, wenn sein Einkommen über dem steuerfreien Grundfreibetrag liegt.

Inhalt dieses Beitrags:

 

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Gesetzliche Altersrenten werden ab 2040 voll versteuert. Seit 2005 gibt es eine Übergangsphase, in der Renten nach einer festgelegten Staffelung steuerpflichtig sind. (Quelle: © Wolfilser - Fotolia)

Das deutsche Rentensystem

Das deutsche Rentensystem ist auf drei Säulen aufgebaut: die gesetzliche Rente, die betriebliche Altersvorsorge und die private Altersvorsorge. Die lassen sich grundsätzlich dadurch unterscheiden, dass sie in der Trägerschaft unterschiedlicher Institutionen liegen.

Die gesetzliche Rente ist staatlich organisiert, sie funktioniert nach dem Umlageverfahren. Damit ist gemeint, dass diejenigen, die aktuell Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen, die Rente der aktuellen Rentnergeneration finanzieren. Die Beiträge werden also von Generation zu Generation umgelegt. Der überwiegende Teil der Erwerbstätigen ist in der gesetzlichen Rente pflichtversichert. Hier zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen in die Rentenversicherung ein. Es gibt allerdings Beschäftigten- und Berufsgruppen, die ihre Altersversorgung außerhalb dieses Systems absichern. Die Beamtenversorgung, die Alterssicherung für Landwirte, die Künstlersozialversicherung und weitere berufsständige Versorgungswerke, etwa für Ärzte und Anwälte, haben eigene Regelsysteme. Allen gemein ist, dass sie grundsätzliche Rentenleistungen absichern.

Die zweite Säule, die betriebliche Altersvorsorge, gründet auf dem Prinzip der Kapitaldeckung. Hier erhält der Versicherte direkt aus seinen Beiträgen die daraus folgenden Leistungen, seine Einzahlungen haben also einen unmittelbaren Einfluss auf das, was ihm letztlich ausgezahlt wird. Dem Prinzip liegt zu Grunde, dass die Beiträge als Spareinlage auf dem Kapitalmarkt angelegt werden. Die Beiträge sind also durch eingezahltes Kapital gedeckt und werden zusätzlich noch verzinst. Die betriebliche Altersvorsorge wird, wie der Name schon nahelegt, von Unternehmungen getragen. Sie ist also nicht Bestandteil staatlicher Vorsorgeleistungen, sondern privat zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber organisiert. Allerdings fördert der Staat solche Vereinbarungen mit Zuschüssen und Steuerersparnissen.

Die private Altersvorsorge ist die dritte Säule im deutschen Rentensystem. Auch sie funktioniert nach dem Prinzip der Kapitaldeckung. Träger sind privatwirtschaftliche Unternehmungen, aber auch der Sparer selbst. Bei Versicherungsunternehmen können private Rentenversicherung abgeschlossen werden, die in Teilen auch staatlich gefördert werden. So lassen sich beispielsweise Beiträge zur privaten Alterssicherung steuerlich absetzen. Die private Altersvorsorge kann man aber auch in Eigenregie leisten. Manch einer setzt auf Betongold und kauft sich eine Immobilie als Ruhesitz. Mieteinnahmen erhöhen dann das Renteneinkommen.

 

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Die gesetzliche Rente ist nur ein Teil der Altersvorsorge in Deutschland. (Quelle: © vege - Fotolia)

So wird die Rente besteuert

Diese 3-Säulen-Konstellation im deutschen Rentensystem ist auch steuerrechtlich relevant. Das Alterseinkünftegesetz überträgt die Säulen der Altersvorsorge auf drei äquivalente Schichten, die jeweils unterschiedlich besteuert werden.

Basisversorgung

Darunter zählen Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, den landwirtschaftlichen Alterskassen, den berufsständischen Versorgungseinrichtungen und aus Basisrentenverträgen. In der Regel sind das solche Leistungen, die dauerhaft und regelmäßig gezahlt werden. In diesem Fall wird steuerrechtlich von einer „Leibrente“ gesprochen. Doch auch Teilrenten oder eine Rente, die als einmalige Leistung ausgezahlt wird, gehören ebenso in die Kategorie der Basisversorgung wie Verträge aus der privaten Rürup-Rente.

Rentenleistungen aus der Basisversorgung werden nachgelagert besteuert.

Staatlich geförderte Altersvorsorge

Hierzu gehören die betriebliche Altersvorsorge und die Riester-Renten, für die der Staat Anreize gibt, um sich zusätzlich fürs Alter abzusichern. So können beispielsweise Arbeitgeber bei der betrieblichen Altersvorsorge Zuschüsse von der Lohnsteuer verrechnen. Damit sinkt deren Steuerlast. Davon wiederum können Arbeitnehmer profitieren, wenn ihnen der Arbeitgeber zu den Leistungen aus der Basisversorgung zusätzlich eine betriebliche Altersvorsorge anbietet.

Rentenleistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge werden voll besteuert. Ausnahmen gibt es, wenn Beitragszahlungen nur teilweise gefördert oder steuerfrei waren. Dann wird die Auszahlung dieser Rentenleistung auch nur teilweise besteuert.

Auch Riester-Renten werden staatlich gefördert. Wer einen zertifizierten Riester-Vertrag abgeschlossen hat, bekommt Zulagen und kann Beiträge von der Einkommenssteuer absetzen.

Rentenleistungen aus der Riester-Rente werden voll besteuert.

Sonstige private Altersvorsorge

Das sind Rentenleistungen, die der dritten Säule des Rentensystems zugeordnet werden. Insbesondere sind hier aber private Rentenversicherungen gemeint, für die man vor seinem Renteneintritt Beiträge bezahlte. Auch kapitalbildende Lebensversicherungen sind Teil der privaten Altersvorsorge und werden ebenso steuerrechtlich durch das Alterseinkünftegesetz der dritten Schicht zugeordnet.

Rentenleistungen der privaten Altersvorsorge werden nur nach dem Ertragsteil besteuert.

Die nachgelagerte Besteuerung in der Basisversorgung

Durch das Alterseinkünftegesetz ist festgelegt, dass Altersrenten der Basisversorgung ab 2040 voll versteuert werden müssen, wenn sie über dem steuerfreien Grundfreibetrag liegen. Doch schon heute kann es sein, dass man auf seine Rente Einkommenssteuer zahlen muss. Seit 2005 steigt jährlich der steuerpflichtige Anteil des Renteneinkommens, während der steuerfreie Teil gleichermaßen sinkt. In der folgenden PDF "Rentenbesteuerung Tabelle" ist diese Staffelung abgebildet.

Datei herunterladen (Rentenbesteuerung Tabelle.pdf)

Doch der steuerpflichtige Anteil für den Rentenempfänger wird mit dem Jahr festgesetzt, in dem er erstmals Rente erhielt.

Beispiel für die Staffelung der Rentenbesteuerung:

Sven B. erhielt am 1. August 2009 erstmals seine monatliche Rente. Damit liegt sein steuerpflichtiger Anteil laut der gesetzlich festgelegten Staffelung bei 58 Prozent. Im Umkehrschluss sind 42 Prozent seiner Rente steuerfrei. Julia B., die Frau von Sven B., bekam erstmals im Juni 2011 Rente. Für sie gilt fortan ein steuerpflichtiger Anteil von 62 Prozent, während die restlichen 38 Prozent steuerfrei bleiben.

Dieser steuerfreie Teil ist der sogenannte Rentenfreibetrag. Er wird aus dem Renteneinkommen des Jahres berechnet, in dem man erstmalig komplett von Januar bis Dezember Rente bezogen hat und aus dem Prozentsatz des Jahres, in dem man zum ersten Mal Rente erhielt. Nach unserem Beispiel würde Sven Bs. Rentenbeitrag mit dem Renteneinkommen aus dem Jahr 2010 berechnet werden. Denn hier erhielt er erstmals über ein komplettes Jahr seine Rente. Bei seiner Frau Julia B. ist 2012 die Berechnungsgrundlage für den Rentenfreibetrag, da sie 2011 nur von Juni bis Dezember Rente bezog.

 

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Was bleibt über, wenn die Rente voll besteuert wird? (Quelle: © Astrid Gast - Fotolia)

Freibeträge senken Steuerlast

Beispiel für die Berechnung des Rentenfreibetrags:

Nehmen wir für unsere beiden Protagonisten folgenden jährlichen Rentenbezüge an: Sven B. 12.000 Euro und Julia B. 10.000 Euro. Die Jahresrente ist jeweils aus dem Jahr, in dem erstmals komplett Rente bezogen wurde. Für Sven B. also 2010, für Julia B. 2012.

 


Sven B.:

Jahresbruttorente * Prozentsatz der steuerfreien Anteile = Rentenfreibetrag

12.000 Euro * 42% = 5.040 Euro

Julia B.: 10.000 Euro * 38% = 3.800 Euro


 

Dieser Rentenfreibetrag, auf den sie keine Steuern zahlen, bleibt beiden bis zum Ende ihres Rentenbezugs erhalten. Jedoch ist die Differenz aus Jahresbruttorente und Rentenfreibetrag steuerpflichtig.

Mit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes wurde die nachgelagerte Besteuerung in der Rente eingeführt. Nach diesem Prinzip sind Beitragszahlungen für die Altersrente zu dem Zeitpunkt, an dem man sie einzahlt, steuerlich abzugsfähig. Sobald man dann allerdings Rente erhält, wird die als Einkommen versteuert. Wer also heutzutage Beiträge bezahlt, kann diese teilweise von der Einkommensteuer absetzen, muss dann aber später – also nachgelagert – auf seine Rente Steuern zahlen.

Sven Bs. Rente wurde seit 2009 mehrfach erhöht, sodass er 2017 eine Jahresbruttorente von 14.000 Euro bezog. Auch jetzt gilt noch sein Rentenfreibetrag in Höhe von 5.040 Euro. Zieht man den Rentenfreibetrag von seiner Jahresbruttorente ab, bleiben 8.960 Euro steuerpflichtige Einnahmen über. Damit liegt er über dem Grundfreibetrag, der regelmäßig durch den Gesetzgeber angepasst wird.

 

Grundfreibetrag
Die Entwicklung des Grundbeitrages in Deutschland seit 2015. (Quelle: eigene Darstellung)

 

Sobald das Einkommen abzüglich des Rentenfreibetrags über dem Grundfreibetrag liegt, muss man Einkommenssteuer bezahlen. Es gibt allerdings Ausgaben, die sich steuerlich absetzen lassen. So sinkt das Jahreseinkommen und damit auch die Steuerlast. Im Idealfall kann man das Einkommen so weit mit absatzfähigen Kosten reduzieren, dass man unter den Grundfreibetrag fällt. Im Ergebnis muss man dann keine Einkommensteuer bezahlen. Um das aber nachzuweisen, muss eben eine Steuererklärung gemacht werden. Nehmen wir hier wieder Sven B. und das Steuerbeispiel aus 2017. Für unser Beispiel legen wir fest, dass er 500 Euro von der Steuer absetzen kann.

 


Beispiel für Ausgaben von der Steuer absetzen:

Jahresbruttorente – Rentenfreibetrag – absatzfähige Kosten = Steuerrelevantes Einkommen

14.000 Euro – 5.040 Euro – 500 Euro = 8.460 Euro


 

Damit läge Sven B. unter dem Grundfreibetrag aus dem Jahre 2017 (8.820 Euro). In der Konsequenz braucht er nun keine Einkommenssteuer für 2017 zu bezahlen.

Allerdings wird sein Einkommen zusammen mit dem seiner Frau Julia berechnet. Auch ihre Rente stieg etwas an. Sie bekam 2017 eine Jahresrente von 11.500 Euro. Damit haben die beiden 2017 zusammen eine Rente in Höhe von 25.500 Euro erhalten. Ihr Grundfreibetrag lag in diesem Jahr bei 17.640 Euro. Da sie über dem Grundfreibetrag liegen, müssen sie eine Steuererklärung abgeben. Julia B. kann zudem 200 Euro von ihrer Steuer absetzen.

 


Jahresbruttorente - Rentenfreibetrag - absatzfähige Kosten = Steuerrelevantes Einkommen

25.500 Euro - 8.840 Euro - 700 Euro = 15.960 Euro


 

Damit liegen beide unter dem Grundfreibetrag und müssten keine Steuern bezahlen. Das kann sich allerdings mit jeder weiteren Rentenerhöhung ändern. Es ist durchaus möglich, dass ein Rentner, der heute 70 Jahre alt ist und keine Steuern zahlen muss, mit 75 Jahren steuerpflichtig wird. Denn jede Steuererhöhung wird zu 100 Prozent versteuert, hingegen bleibt der Rentenfreibetrag festgeschrieben. So erhöht sich immer mehr der Teil der Rente, der versteuert wird.

Der Grundfreibetrag steht einem automatisch zu. Das Finanzamt berücksichtigt ihn bei seiner Steuerberechnung, ohne dass man ihn gesondert in der Steuererklärung ausweisen muss.

Übrigens, der Einkommenssteuersatz ist in Deutschland progressiv. Je höher das Einkommen ist, desto höher steigt der Steuersatz. Auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums kann man seine Lohn- beziehungsweise Einkommenssteuer ausrechnen lassen. Dort wird auch der Steuersatz angezeigt.

 

Einkommenssteuerrechner
So sieht der Einkommenssteuer-Rechner auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums aus. (Quelle: Screenshot Bundesfinanzministerium/ https://www.bmf-steuerrechner.de/ekst/eingabeformekst.xhtml)

Das können Rentner von der Steuer absetzen

Was von der Steuer abgesetzt werden kann, ist in der Regel vorgegeben. Im Rahmen dieser Möglichkeiten können auch Rentner einige Kosten absetzen, die deren Steuerbelastung senken kann. Wichtig ist, dass diese Kosten nur vom Finanzamt akzeptiert werden, wenn man eine Steuererklärung macht.

Sonderausgaben:

Unterschieden werden hier „Vorsorgeaufwendungen“ und „andere Sonderausgaben“.

Vorsorgeaufwendungen im Sinne der Sonderausgaben sind:

  • Beiträge für die Altersvorsorge (private Rentenversicherungen, Riester-Rente)
  • Krankenkassen- & Pflegeversicherungsbeiträge
  • Versicherungsbeiträge (unter anderem Unfall und Haftpflicht)

 

„Andere Sonderausgaben“ sind:

  • Gezahlte Kirchensteuer
  • Spenden (Quittungen aufbewahren)
  • Mitgliedsbeiträge (Verein)
  • Unterhaltszahlungen an geschiedenen oder getrennt lebenden Partner

Durch das Finanzamt wird bei einer jeden Steuererklärung eine Pauschale für Sonderausgaben von 36 Euro vom Einkommen abgezogen. Die Pauschale verdoppelt sich auf 72 Euro, wenn Ehepaare ihre Steuererklärung gemeinsam abgeben. Wer also mehr Sonderausgaben hat, als die Pauschale beträgt, der sollte diese mit entsprechenden Belegen nachweisen und der Steuererklärung beilegen.

Werbekostenpauschale:

Der Lohnsteuerhilfeverein macht auf seine Internetseite darauf aufmerksam, dass auch Rentner Werbekosten vom Einkommen absetzen können. Dafür gibt es aktuell eine Pauschale in Höhe von 102 Euro. Die Pauschale muss nicht in der Steuererklärung eingetragen werden, das Finanzamt zieht sie automatisch ab. Angeben muss man jedoch die Kosten, wenn sie höher als die Werbekostenpauschale ist. Wie bei den Sonderausgaben verdoppelt sich die Pauschale, wenn Eheleute eine gemeinsame Steuererklärung abgeben.

Als Werbekosten können von der Steuer abgesetzt werden:

  • Kosten, die im Zusammenhang mit dem Antrag für die Rente entstanden (Rechtsberatung, Prozesskosten etc.)
  • Kontoführungsgebühren für ein Girokonto
  • Kosten für einen Steuerberater
  • Gewerkschaftsbeiträge
  • Kreditzinsen für die Nachzahlung von Rentenversicherungsbeiträgen

Außergewöhnliche Belastungen:

Hier gibt es leider keine allgemein verbindliche Liste, die mögliche Kosten ausweist, die als außergewöhnliche Belastung gelten. Allerdings wird durch das Einkommenssteuergesetz (EStG) allgemein umschrieben, was eine außergewöhnliche Belastung ist. Dort heißt es in § 33 Abs. 2 EStG: "Aufwendungen erwachsen dem Steuerpflichtigen zwangsläufig, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann."

  • Kosten, die im Zusammenhang mit einer Krankheit entstanden (Arztkosten; Fahrtkosten; Zuzahlungen für Medikamente, wenn die Krankenkasse die Kosten nicht übernommen hat)
  • Bestimmte Pflegekosten (Beiträge für private Pflegeversicherungen, Seniorenbetreuung – hier allerdings nur 20 Prozent der gesamten jährlichen Kosten und maximal 4.000 Euro pro Jahr, Pflegeheimkosten für Eltern – wenn Pflegeversicherung die Kosten nicht übernommen hat)
  • Beerdigungskosten
  • Kosten für eine Augenoperation

Behinderten-Pauschbetrag:

Ist ein in seiner Höhe gestaffelter Freibetrag. Je schwerer der Grad der Behinderung (GdB), desto höher ist der Freibetrag. Solche Kosten sollen im Zusammenhang mit einer Behinderung stehen und regelmäßig anfallen, damit sie mit dem Behinderten-Pauschbetrag von der Einkommenssteuer abgesetzt werden dürfen.

 

Behindertenpauschbetrag
Übersicht Behinderten-Pauschbetrag. (Quelle: eigene Darstellung)

 

Altersentlastungsbetrag:

Der Altersentlastungsbetrag ist ebenfalls ein gestaffelter Freibetrag. Die gesetzliche Grundlage für den Freibetrag ist in § 24 EStG festgeschrieben. Der Altersentlastungsbetrag läuft allerdings aus. Wer nach dem 1. Januar 1975 geboren wurde, kann ihn bei seinem Renteneintritt nicht mehr vom Einkommen absetzen.

Basenio-Tipp: Wem all die Rechnerei zu viel ist, für den gibt es vom Bundesfinanzministerium eine hilfreiche Übersicht. In der sind für jedes Jahr seit Einführung der Rentenbesteuerung die höchstmöglichen Jahresbruttorenten angegeben, bei denen Rentenbezieher keine Steuern zahlen müssen. Hier sind allerdings nur die Pauschalen abgesetzt worden. Wer also höhere Kosten steuerlich absetzen kann, der kann auch bei einer entsprechend höheren Rente noch steuerfrei bleiben.

Datei herunterladen (Steuerunbelastete Jahresbruttorente.pdf)

Steuer-Nachzahlungen können auch Rentnern drohen

Wer es versäumt, eine Steuererklärung abzugeben, obwohl sein Einkommen über dem Grundfreibetrag lag, dem kann eine Nachzahlung drohen. Richtig schwierig kann es werden, wenn man bereits seit mehreren Jahren steuerpflichtig gewesen war und keine Steuererklärung abgab. Wer dann nicht genügend von der Steuer absetzen kann, da er keine Nachweise etwa in Form von Quittungen hat, von dem kann das Finanzamt rückwirkend Geld einfordern. Dabei können auch Verzugszinsen für jeden Monat verlangt werden, in dem man steuerpflichtig war.

In solchen Fällen können also erhebliche Nachzahlungen anstehen. Wer den Betrag nicht mit einem Mal bezahlen kann, der kann mit dem Finanzamt eine Ratenzahlung vereinbaren. Alternativ kann man auch einen Kredit speziell für Rentner aufnehmen, um die Schulden beim Finanzamt auszugleichen. Hier sollte man die Konditionen abgleichen, um zu sehen, bei welcher Rückzahlungsvariante die geringsten Kosten entstehen.

Basenio-Tipp: Bei Cashper, einem maltesischen Finanzdienstleister der zur Novum Bank Gruppe gehört, können solche Rentnerkredite zu günstigen Konditionen in Anspruch genommen werden. Wer Fragen zum Angebot hat, kann sich unter der Rufnummer 069-120066650 direkt von Mitarbeitern des Finanzdienstleisters beraten lassen.

 

 


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Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


Kommentare

Dieser Beitrag ist wirklich mal eine Bereicherung für uns Senioren, wenn es um das Thema Steuern geht. Tolle INfos, weiter so!!!

Ich empfinde es als eine Frechheit, dass auf Renten Steuern gezahlt werden müssen.

Toller Bericht. Danke für die Tipps.

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