Balkonpflanzen | winterhart | ganzjährig | Tipps

Pflege-Tipps für winterharte & ganzjährige Balkonpflanzen

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(Quelle: Jenny Röck)

Balkonpflanzen sind eine Zierte. Hier finden Sie Pflege-Tipps für winterharte & ganzjährige Sorten. Wir zeigen, wie Azaleen, Rebhuhbeere und Löwenmaul prächtig auf dem Balkon gedeihen. Dazu gibt es Tipps für die Überwinterung.

Wer keinen eigenen Garten, sondern nur einen Balkon hat, sehnt sich oft nach einer üppigen Blütenpracht um sich herum. Doch auch wenn auf Balkonen meist begrenzt Platz ist, lässt sich eine Entspannungsoase voller blühender Schönheiten problemlos verwirklichen. In unserem Beitrag geben wir Ihnen einige Tipps, mit welchen Sie das ganze Jahr über Freude an Ihren Balkonpflanzen haben. Außerdem stellen wir Ihnen winterharte Pflanzen, Winterblüher und ganzjährige Pflanzen vor, mit denen Sie ohne großen Aufwand eine wunderschöne Flora auf Ihrem Balkon genießen können.

Winterharte Pflanzen

Winterharte Pflanzen halten auch frostige Temperaturen aus, ziehen sich aber im Winter zurück und kommen erst im Frühjahr mit neuen Trieben wieder heraus. Wenn Sie eine winterharte Pflanze in einem Topf überwintern möchten, sollten Sie ihn im Herbst mit Filz umwickeln und die Erde mit Tannenzweigen bedecken. Stellen Sie sie am besten an die Hauswand, wo es möglichst überdacht und windgeschützt ist. In frostfreien Perioden sollten Sie die Pflanzen gießen. Wenn der Frost vorbei ist und der Frühling kommt, können Sie die Pflanze zurück schneiden, sodass sie neu austreibt.

Azalee

Die Azalee gehört zur Gattung des Rhododendrons, bleibt aber im Gegensatz zu dem riesig werdenden und buschigen Garten-Strauch eher klein und zierlich. Bestimmte Arten wie zum Beispiel die Garten-Azalee können ohne Probleme den Winter im Freien verbringen. Die Blütezeit der Azalee ist von Mai bis Juni und die Farben strahlen in Rot, Lila, Orange, Weiß und Rosa.

Basenio-Tipp: Rhododendron-Gewächse brauchen einen sauren Boden, deshalb sollten Sie immer spezielle Rhododendronerde und einen speziellen Dünger verwenden. Wenn Sie keinen Spezialdünger zur Hand haben, können Sie kalkfreies Gießwasser mit etwas Essig säuern.

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Azaleen blühen von Mai bis Juni. (Quelle: Jenny Röck)

Clematis

Die Clematis ist eine Kletterpflanze und wirkt besonders schön an Hauswänden oder Balkonumrandungen. Die Clematis ist nicht sehr kälteresistent, kann aber Temperaturen bis 0 Grad Celcius problemlos aushalten. Wenn es zu eisigen Temperaturen und Frost kommt, sollten Sie sie aber besser im Keller überwintern lassen. Dort sinken die Temperaturen in der Regel nicht unter den Gefrierpunkt, sondern bleiben für die Pflanze angenehm kühl. Je nach Sorte haben Sie ab April/Mai bis in den Herbst hinein eine üppige Blütenpracht in lilafarbenen, blauen, weißen, dunkelroten und gemusterten Farben.

Basenio-Tipp: Schneiden Sie Ihre Clematis nach der Blüte ab, so wird die Blütenpracht im darauffolgenden Jahr noch üppiger.

Rebhuhnbeere

Die Rebhuhnbeere oder auch Scheinbeere ist besonders im Winter beliebt, denn Sie bringt auch in den grauen und kalten Monaten Farbtupfer auf Ihren Balkon. Die buschige und eher niedrige Pflanze blüht nur in den Frühlingsmonaten, etwa im April und im Mai. Kommt der Herbst, bildet die Scheinbeere kleine, rote beerenartige Früchte, die den ganzen Winter an der Pflanze bleiben. Mit einigen Tannenzweigen und einer Lichterkette kombiniert, bringen Sie im Winter während der Weihnachtszeit eine besondere Dekoration auf Ihren Balkon.

Torfmyrte

Wie die Rebhuhnbeere verhält sich auch die Torfmyrte. Die bringt ebenfalls im frühen Sommer kleine, wunderschön Blüten hervor, die im Herbst durch kleine Beeren ersetzt werden. Die Torfmyrte gibt es in roten, rosafarbenen, weißen und lilafarbenen Tönungen.

Winterblüher

Winterblüher können im Gegensatz zu winterharten Pflanzen sogar die Kraft aufbringen, trotz kalter Temperaturen, rauer Witterung und wenig Sonne, zu blühen. Einige Pflanzen, wie zum Beispiel der Winter-Jasmin, haben ihre Haupt-Blütezeit im Winter und mögen die tiefen Temperaturen.

Winter-Jasmin

Winter-Jasmin blüht in den Winter hinein und ziert deshalb auch noch in der kalten Jahreszeit Ihren Balkon. Die Blütezeit ist von Dezember bis April, damit ist diese Jasmin-Art ein sogenannter Winterblüher. Besonders elegant wirken die kleinen, fünfblättrigen Blüten in Weiß. Sie fügen sich im Winter perfekt in die kühle und bläuliche Stimmung ein. Die Jasmin hat viel Kraut und kleine, zarte Blüten. Sie eignet sich also perfekt, um Lücken in Balkonkästen auszufüllen.

Erika

Die Erika verbinden viele als allererstes mit Gräbern, denn sie werden gerne genutzt, um sie im Winter zu dekorieren. Doch Sie sollten diesen Klassiker nicht darauf reduzieren: die zarten, aber robusten Pflänzchen, eignen sich hervorragend, um einen Balkon ohne großen Aufwand schön zu bepflanzen.

Erika - oder auch Heidekraut - ist ein echtes Multitalent. Die Sorte „Winter Beauty“ zum Beispiel blüht von November bis April. Das heißt, sie bleibt Ihnen über den Winter bis in den Frühling hinein erhalten und lässt sich hervorragend mit Frühblühern kombinieren.

Erikas stechen vor allem durch ihre intensiven Farben hervor. Wer keine weißen Blüten möchte, oder nach einem Kontrast zu anderen Pflanzen sucht, der findet sicher eine Erika in seiner Lieblingsfarbe. Von saftigem Hellgrün, über sanftem Rosa, bis zu intensivem Blutrot wirken sie einfarbig oder in Farbkombinationen als echter Hingucker.

Christrose (Schneerose)

Die Christrose wird auch Schneerose genannt und blüht von Januar bis April. Sie kann bis zu 25 Jahre alt werden. Allerdings fängt sie auch erst nach einigen Jahren an zu blühen, deshalb sollte man sie beim Gärtner kaufen und nicht selbst groß ziehen. Die Christrose blüht in weißen und lilafarbenen Farbtönen.

Unkomplizierte Frühblüher

Im Frühling entfalten Frühblüher ihre volle Pracht. Nachdem die Blütezeit für Winterblüher langsam zu Ende geht, schlüpfen langsam die zarten Triebe der Frühblüher aus der Erde.

Sie sind eine unkomplizierte Methode, sich im Frühling an einer bunten Blütenpracht zu erfreuen. Die Zwiebeln können bereits im Herbst, zwischen Ende September und Anfang November, in Balkonkästen eingesetzt werden. Dabei brauchen sie nicht sonderlich viel Platz und können gut in Gruppen drapiert werden. Besonders beliebte Frühblüher sind Schneeglöckchen, Krokusse, Hyazinthen, Traubenhyazinthen und Narzissen (Osterglocken).

Ist der Frühling vorbei und die Blumen verblüht, können Sie die Zwiebeln einfach im Balkonkasten stecken lassen. Setzen Sie Sommerpflanzen einfach darüber oder daneben. So müssen Sie im Herbst nicht daran denken, die Zwiebeln wieder in die Erde zu stecken.

Ganzjährige Blüher: Das Löwenmaul

Sie lieben bunte Blütenpracht und möchten sich gleichzeitig nicht großartig um Ihre Pflanzen kümmern? Oder sind Sie Anfänger im Garten und suchen nach einer unkomplizierten Blume, die einem so manchen Fehler verzeiht? Dann sollten Sie sich das Löwenmaul zulegen. Die wunderschöne, mehrfarbige Blume ist perfekt für alle, die keine Zeit oder Lust haben, viel Zeit in ihre Balkonpflanzen zu investieren.

 

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Im Frühjahr kann man Löwenmäulchen säen. (Quelle: Jenny Röck)

Löwenmaul säen

Ab Februar im Frühbeet oder ab April im Freiland können Sie die kleinen Samen säen, die man günstig in jedem Supermarkt bekommt. Nehmen Sie dazu Anzuchterde, säen Sie die Samen flach ein und bedecken Sie sie nur leicht mit Erde. Danach angießen und abwarten. Bereits nach einigen Tagen kann man die ersten Sprösslinge sehen. Wenn die kleinen Pflänzchen das zweite Blätterpaar ausgebildet haben, können Sie sie in Ihre Balkonkästen pikieren.

Durchgängige Blütenpracht

Das Löwenmaul kann einiges aushalten: Sobald sie im Juni anfangen zu blühen, hören sie auch nicht mehr damit auf. Sie halten die Hitze im Hochsommer genauso aus wie milde Wintertemperaturen. Wenn die Temperaturen nicht weit ins Minus sinken, blühen sie sogar noch bis in den Dezember hinein. Da die Löwenmäulchen zweijährig sind, können Sie verblühte Teile einfach abschneiden. Im März des nächsten Jahres treiben sie von neuem aus.

Löwenmaul-Samen sichern

Ein Löwenmäulchen bildet viele einzelne kleine Blüten aus. Sobald diese verblüht sind, bleiben grüne Knubbel aus, in welchen sich neue Samen befinden. Sobald diese braun geworden sind, können Sie sie abschneiden und aufbrechen. Darin befinden sich eine Menge neuer Samen, die Sie im nächsten Frühjahr einfach wieder aussäen können.


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Profilbild von Jenny Röck

Jenny Röck ist 2016 nach Erfurt gezogen, nachdem sie ihr Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien abgeschlossen hat. Bei basenio.de ist sie freie Mitarbeiterin und verfasst ab und zu Artikel für unseren Ratgeber. Sie interessiert ...


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