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Welche Tipps sollten Frauen und Männer für eine glückliche Beziehung befolgen?

Eine Beziehung zu führen kann lange Zeit ohne Probleme funktionieren. Doch was ist, wenn man sich zum ersten Mal ernsthaft damit befassen muss, seine Partnerschaft zu retten? Dieser Beitrag hilft Ihnen verschiedene Situationen zu meistern.

Lange Beziehungen können etwas Wunderbares sein, gleichzeitig aber auch größere Herausforderungen mit sich bringen. Von schleichend aufkommenden Zweifeln über sexuelle Unzufriedenheit bis hin zu blockierter Lust reicht das Spektrum. Nachfolgend finden Sie vier typische Probleme und dazu passende Lösungsvorschläge, um Ihrer Ehe wieder neuen Schwung zu verleihen.

1. Zweifel an langen Beziehungen

Wenn eine Beziehung über viele Jahre oder gar Jahrzehnte hält, ist das für viele Menschen leider kein Grund zur Freude. Stattdessen steigen immer häufiger Zweifel auf. Besonders im fortgeschrittenen Alter ist das der Fall. Fragen wie „Habe ich sexuell etwas verpasst?“ oder „Haben wir uns zu früh füreinander entschieden?“ plagen und bedrücken. Dabei ist es nicht unnormal, dass Beziehungen regelmäßig in Frage gestellt werden. Dieses Verhalten ist nicht schlecht oder falsch. Es kann sogar helfen Probleme rechtzeitig zu erkennen, um Beziehungen wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Jedes Paar hat mit Höhen und Tiefen zu kämpfen. Die Tiefs sind aber kein Grund zur Sorge, solange sie erfolgreich gemeistert und nicht die Regel sind.

Lösung: Nehmen Sie die Zweifel als solche an und interpretieren Sie nicht zu viel hinein. Nutzen Sie die Gelegenheit stattdessen, um das Erlebte in der Beziehung Revue passieren zu lassen. Prüfen Sie, ob die Zweifel auf Unzufriedenheit gründen oder lediglich auf das normale Maß zurückzuführen sind. Wer jedoch ständig unzufrieden ist und zweifelt, sollte sich ernsthaftere Gedanken über seinen Standpunkt machen.

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Auch in langjährigen Beziehungen können irgendwann Zweifel am richtigen Partner aufkommen. (Quelle: Fotolia_83594054)

2. Beunruhigende Fantasien

Wer nachts verunsichert aufwacht, weil der Traum von Sex mit einem anderen Menschen als dem Partner geprägt war, fragt sich verständlicherweise, ob dieser Traum das Ende der Beziehung bedeutet. Viele schämen sich aufgrund derartiger Fantasien und fühlen sich überaus schlecht ihrem Partner gegenüber. Schließlich fühlt es sich an, als hätte man seine bessere Hälfte hintergangen. Doch diese Gefühle sind meist unnötig. Im Beziehungsratgeber des Onlineportals Seitensprung Fibel wurden hierzu Tipps von Werner Bartens zusammengefasst, Autor des Spiegel-Bestsellers „Was Paare zusammenhält“. Unter anderem wird erklärt: „Es wäre eher unnatürlich, wenn Sie gar keine erotischen Fantasien hätten. Sogar, dass wir uns regelmäßig nach potenziellen Sexpartnern umschauen, ist normal – weil es in unserem evolutionären Erbe steckt.“ Es steckt also in unseren Genen und kann als natürliche Verhaltensweise gedeutet werden, wenn in der Fantasie andere Personen eine Rolle spielen. Derartige Gedanken sind noch lange kein Grund anzunehmen, dass Ihre Beziehung Defizite aufweist.

Lösung: Nehmen Sie Träume möglichst gelassen hin und verwenden Sie Ihre Fantasien, um das Sexleben in Ihrer Partnerschaft positiv zu verändern. Möglicherweise deuten die Träume auf verborgende Wünsche hin. Sprechen Sie mit Ihrem Partner, um diese auszulegen.

3. Sex im Wandel

Das Sexualverhalten unterliegt gleichermaßen einem Wandel, wie die Persönlichkeit selbst. Während es mit Mitte Zwanzig eher auf das Ausprobieren unterschiedlichster Stellungen und Durchhaltevermögen geht, stehen nach 50 andere Dinge im Fokus. Der Leistungsdruck nimmt in dieser Lebensweise deutlich ab, was Paare als etwas Positives betrachten sollten. Die Liebe und Verbundenheit mit dem Lebenspartner ist in langen Beziehungen, die bis zu diesem Alter gehalten haben, stärker denn je. Diese Tatsache trägt dazu bei, dass sich der Sex in dieser Altersgruppe in zahlreichen Beziehungen sogar um ein Vielfaches verbessert. Kommt es zu Schwierigkeiten im Bett, ist das aber noch lange kein Grund zum Aufgeben. In unserem Artikel „Wie verändert sich der Sex im Alter?“ haben wir bereits einige Tipps erörtert, die helfen können das Sexleben in Schwung zu bringen.

Lösung: Wenn sich Sex in langen Beziehungen nach und nach ändert und zum Beispiel die Häufigkeit nachlässt, ist das kein Grund gleich die ganze Partnerschaft in Frage zu stellen. Veränderungen sind normal. Statt in Zweifeln zu versinken, ist es hilfreich Neues auszuprobieren. Ein offenes Gespräch mit dem Partner bringt Klarheit. Oft kämpft auch der Partner unbemerkt mit seinen sexuellen Veränderungen und ist erleichtert, wenn sich das Gegenüber dazu öffnet. Sind körperliche Beschwerden schuld an sexuellen Problemen, gibt es auch hierfür geeignete Lösungen. Der Hausarzt ist zunächst der richtige Ansprechpartner. Das Zentrum der Gesundheit hat online für verschiedene gesundheitliche Fragestellungen Antworten arrangiert, die in Bezug auf die Sexualität bei der Orientierung behilflich sein können.

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Genau, wie sich Partner in einer Beziehung entwickeln, ändert sich auch der Sex. (Quelle: https://pixabay.com/de/f%C3%BC%C3%9Fe-bett-schlafen-verliebt-sex-224680/)

4. Zu viel Nähe: Machen Sie sich rar!

In langen Beziehungen wird der Partner leider oft als etwas Selbstverständliches hingenommen. Konflikte sind vorprogrammiert. Hinzu kommt, dass gerade in langen Beziehungen im zunehmenden Alter die Gefahr besteht, dass einer der Partner unbemerkt in die Elternrolle und der andere in die Kindsrolle schlüpft. Dies hat unweigerlich zur Folge, dass nicht nur sämtliches Verlangen auf Sex blockiert wird, sondern auch die allgemeine Anziehungskraft schwindet. Ein Übermaß an Nähe, bemuttern und kümmern ist schädlich für jede Beziehung.

Lösung: Machen Sie sich rar! Soll heißen, dass Sie sich und Ihrem Partner wieder mehr Freiräume und Platz zum Selbstständig sein geben. Sehen Sie sich wieder, wie zu Beginn der Partnerschaft, als eigenständige Persönlichkeiten. Etwas, dass sie immer sind und sein werden. Ständig alles zusammen unternehmen, muss nicht sein. Besser wäre es, wenn wieder vermehrt konkrete Dates in die Beziehung eingebaut werden. Die gemeinsam vereinbarte Zeit gehört dann aber ausschließlich dem Paar als solches.

Fazit

Langjährige Beziehungen verändern sich genauso, wie die Partner als Individuum. In die damit einhergehenden Zweifel und Konflikte sollte aber nicht mehr hineininterpretiert werden, als nötig. Vielmehr geht es darum die Veränderungen anzunehmen und passende Lösungswege auszuprobieren.


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Mein Name ist Marian Freund und ich studiere Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketing an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena. Derzeit bin ich als Praktikant für basenio tätig und lerne den Arbeitsalltag in einer Agentur kennen. In meiner Freizeit ...


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