Welche Brille passt zu mir | Frauen | Herren

Welche Brille passt zu mir? Tipps für modische Frauen & Herren

Welche Brille passt zu mir | Frauen | Herren
Jenny Sturm - Fotolia

Welches Brillengestell passt zu welcher Gesichtsform? Basenio.de gibt Tipps, wie Frauen und Herren ab 50plus eine passende und schöne Brille finden.

| Basenio Redakteur

Brillen sind heute längst mehr als nur eine Sehhilfe, bei vielen gelten sie gar als modisches Accessoire. Doch damit sie auch stilsicher wirken, sollten bei der Farb- und Formwahl des Brillengestells einige grundsätzliche Stiltipps beachtet werden. Basenio.de, das Onlineportal für die Generation 50plus, hat sich bei Brillen Rottler, einem Fachhändler für Brillen und Hörgeräte, nach diesen Grundsätzen erkundigt.

Um die richtige Stärke der Brillengläser zu bestimmen, sollten Verbraucher immer einen Sehtest vor dem Brillenkauf machen lassen. Optiker bieten solche Tests in der Regel kostenfrei an. Auch bei Augenärzten können solche Sehtests durchgeführt werden.

Welche Brille passt zu meiner Gesichtsform?

Für jedes Gesicht gibt es eine passende Brille, die den natürlichen Typ unterstützt. Entscheidend ist dabei in der Regel die Gesichtsform. Sie lässt sich mit dem passenden Brillengestell ins sprichwörtlich rechte Licht rücken. Daher empfehlen Experten, dass zunächst die Gesichtsform bestimmt werden sollte. Danach richtet sich dann die Wahl der Brille.

Brille, Gesichtsform
Diese Brillengestelle passen zu diesen Kopfformen. (Quelle: basenio.de)

 

  • Ovales Gesicht: Diese Gesichtsform gilt als besonders harmonisch und mit der Brillenform kann man diesen Eindruck entweder unterstreichen oder aber einen Kontrast setzen. Markanter erscheint das Gesicht, wenn man ein eckiges Modell trägt, etwa von der Marke Polo. Im Gegensatz dazu wirkt das Gesicht bei einer runden Brille weicher.
  • Rundes Gesicht: Es empfiehlt sich, eher zum eckigen als zum runden Modell zu greifen, denn eckige Brillen geben eine prägnante Kontur. Dezente Fassungen betonen zudem weniger stark die Breite des Gesichtes.
  • Rechteckiges Gesicht: Um das Gesicht weniger lang und schmal wirken zu lassen, eignen sich runde und minimalistische Brillen. Die kantig wirkenden Züge sehen so weicher aus. Markante Fassungen, die die Länge des Gesichts optisch unterbrechen, lassen es kürzer erscheinen.
  • Trapezförmiges Gesicht: Sind Stirn und Schläfenbereich eher schmal und die Kieferpartie breiter, dann kann die richtige Brille dies optisch ausgleichen. Empfehlenswert ist vor allem die Nylorbrille mit einer schmeichelnden Teilrandfassung.
  • Herzförmiges Gesicht: Um der oberen Gesichtspartie die Dominanz zu nehmen, sollte man ein filigranes Brillenmodell wie die minimalistische Metallbrille wählen. Ideal sind Brillen mit runden oder ovalen Gläsern.

Welcher Farbtyp sind Sie?

Bei Farbwahl des Brillengestells kommt es vor allem auf persönliche Vorlieben an. Doch auch hier ist es mit etwas „Fingerspitzengefühl“ und Hintergrundwissen zu Farbe und Hauttypen möglich, die Brille an den eigenen Stil anzupassen. Grundsätzlich werden vier Hauttypen unterschieden, bei denen bestimmte Farben ausdrucksstark wirken.

  • Frühlingstyp: Die Haut hat einen warmen Teint mit einem pfirsich- bis goldfarbenen Unterton. Die Augenfarbe ist meist hell. Daher werden für das Brillengestell auch warme Farben empfohlen. Gelb-, Orange- und Rottöne gehören zu den warmen Farben ebenso, wie Braun, Ocker und Gold.
  • Sommertyp: Auch wenn der Sommer die wärmste Jahreszeit ist, bei den Farben sollten Sommertypen eher auf kühle Töne setzen. Sommertypen haben eine rosig zarte Harte, die bläuliche Nuancen enthält. Daher sollte auch das Brillengestell mit einer kühlen Farbe gewählt werden. Grau- und Blautöne sind empfehlenswert.
  • Herbsttyp: Ist das Pendant des Frühlingstyps in der kalten Jahreszeit. Herbsttypen haben eine blasse Haut mit einem Goldstich und die Augen haben oft braune Farbe in allen Schattierungen. Die Palette der Augenfarbe reicht aber auch von Olivgrün bis Grüntürkis. Das Brillengestell sollte eine warme Farbe haben. Empfohlen werden Erdtöne wie Rostrot, Orange, Khaki oder Olivgrün.
  • Wintertyp: Wie der Sommertyp zeichnet sich auch hier die Haut mit einem hellen Teint aus. Es gibt allerdings auch Wintertypen, deren Haut einen olivfarbenen Unterton hat. Im Sommer bräunt deren Haut sehr schnell. Die Augen haben meist strahlende Blau- und Brauntöne. Ein kühles Rot oder Pink kann hier beim Brillengestell punkten. Aber auch alle Blautöne sind empfehlenswert.

 

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Brillen für Damen & Herren

Die Empfehlungen für Farb- und Formwahl sind unabhängig vom Geschlecht. Es kommt also auf die persönlichen Vorlieben an. Erlaubt ist, was gefällt. Es ist dennoch empfehlenswert, sich bei der Wahl des Brillengestells fachkundig beraten zu lassen.

Idealerweise sollten Sie bei der Auswahl einer Brille auch eine beziehungsweise einen Vertrauten dabei haben. So erhalten Sie auch eine Einschätzung mit persönlichem Bezug, ob Ihnen das Gestell steht.

Statistik zur Altersweitsichtigkeit

Etwa 65 Prozent der Deutschen leiden unter einer Fehlsichtigkeit, wobei die am weitest verbreiteten Sehschwächen die Kurzsichtigkeit und die Weitsichtigkeit sind. Im fortgeschrittenem Alter sind viele Menschen jedoch von der sogenannten Altersweitsichtigkeit betroffen - Veränderungen kann man mitunter schon mit Mitte 40 wahrnehmen.

Dass es sich dabei um ein weitverbreitetes Phänomen handelt, belegt eine Broschüre (PDF) des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands e.V.. So sind mehr als 93 Prozent der deutschen Bevölkerung im Alter über 60 Jahren auf eine Sehhilfe angewiesen.

Bei der Altersweitsichtigkeit, die Augenärzte auch als "Presbyopie" bezeichnen, ist entgegen allgemeiner Annahme nicht ein Kraftverlust der Augenmuskulatur die Ursache, sondern die Fähigkeit der Linse sich zu krümmen. Erst durch diese Fähigkeit kann die Linse scharfe Bilder auf der Netzhaut des Auges projizieren. Entscheidend ist dabei die Brennweite, auf die sie sich einstellen muss.

Lesen wir ein Buch, dann muss die Linse sich so krümmen, dass wir die Buchstaben in der Nähe lesen können. Steht ein Schild weit entfernt, muss sich die Linse an die Distanz anpassen, damit die Buchstaben für uns erkenntlich werden. Dieser Vorgang wird in der Fachsprache als Akkommodation bezeichnet.

Durch Akkommodation lässt sich die Linse durch die Augenmuskeln leicht stauchen, um Varianz in der Brechkraft zu erzeugen. Während die Linse in jungen Jahren noch sehr elastisch ist, verliert sie diese Fähigkeit mit dem Alter in immer stärkerem Maße. Die Brechkraft wird geschwächt und kann im Nahbereich das Licht nicht mehr auf der Netzhaut bündeln - die Welt erscheint unscharf.

Brille gegen Fehlsichtigkeit

Abhilfe schaffen kann in solchen Fällen eine Lesebrille, die die fehlende Brechkraft der Linse ausgleicht. Doch bevor man einen Optiker aufsucht, sollte man sich unbedingt von einem Augenarzt untersuchen lassen, um mögliche Krankheiten auszuschließen. Augenärzte stehen in Anbetracht einer alternden Gesellschaft vor einer großen Herausforderung.

Experten rechnen damit, dass altersbedingte Augenkrankheiten um etwa 20 Prozent zunehmen werden - das entspricht etwa 36 Prozent mehr Behandlungsfällen als heute. Doch die Zahl der ambulant tätigen Augenärzte in Deutschland wird auch in Zukunft bei etwa 5.800 stagnieren, sehen Prognosen vor. Dabei ist eine flächendeckende augenärztliche Grundversorgung wichtig, denn viele Augenkrankheiten sind gut behandelbar, sofern sie frühzeitig erkannt werden.

Kontaklinsen & Augenoperationen

Fehlsichtigkeiten lassen sich auch mit anderen Hilfsmitteln korrigieren. Kontaktlinsen werden direkt ins Auge gesetzt, wo sie auf der natürlichen Tränenflüssigkeit "schwimmen". Erfahrungswerte zeigen jedoch, dass ältere Menschen Probleme haben, sich die kleinen Linsen direkt ins Auge zu legen.

So mag es nicht wundern, wenn nur zehn Prozent der Menschen mit einer Sehschwäche hierzulande auf Kontaktlinsen setzen. Der Großteil - die restlichen 90 Prozent - der Bundesbürger setzt sich eine Brille auf die Nase.

Auch eine Operation kann Sehschwächen beheben. Diese wird mit einem medizinischen Laser durchgeführt, mit dem mikroskopisch genau Teile des Auges ausgeschnitten werden, um sie zu operieren. Es gibt allerdings Patientengruppen und Krankheitsbilder, die von solchen Eingriffen ausgeschlossen sind.

 

  • Minderjährige
  • Brechkraft des Auges variierte stark in den letzten Jahren
  • Schwange und während der Stillzeit
  • Bei Augenkrankheiten, wie grauer Star, Glaukom
  • Bei chronischer Hornhauterkrankung
  • Systemtischen Immunerkrankungen
  • Diabetiker


Auf den Kosten für solche Operationen bleiben gesetzlich Versicherte fast immer alleine sitzen, da Krankenkassen keine Zuschüsse dafür erstatten. Die Kassen sehen in der Regel keine medizinische Notwendigkeit für solche mit Risiken verbundenen Operationen.


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