Katzenfutter Senior | Test | Nassfutter | Trockenfutter | Ergänzungsfutter | sinnvoll

Katzenfutter im Test: Diese Nassfutter & Trockenfutter sind für Seniorenkatzen sinnvoll

Katzenfutter Senior | Test | Nassfutter | Trockenfutter | Ergänzungsfutter | sinnvoll
Miezi

Das richtige Katzenfutter kann viel zur Gesundheit älterer Katzen beitragen. Basenio.de gibt Tipps, wie Sie "Seniorenkatzen" optimal versorgen und verrät Ihnen die Testsieger bei Nassfutter & Trockenfutter.

| Steffen Gottschling

Katzen sind gemessen an ihrer Anzahl die beliebtesten Haustiere der Deutschen. Rund 14,7 Millionen sollen es laut dem Marktforschungsinstitut Statista sein, die in einem Haushalt hierzulande leben.

Wenn die „Stubentiger“ keine Freigänger sind, benötigen sie einen Futtermix, der ihnen die Nährstoffe bereitstellt, die sie sonst auf ihren Beutezügen in freier Wildbahn über die Nahrung aufnehmen. Leben Katzen ausschließlich in „Haustierhaltung“ können sie ein höheres Alter als ihre freilaufenden Artgenossen erreichen. Damit steigt allerdings auch die Wahrscheinlichkeit für alterstypische Erkrankungen, wie:

  • Arthrose
  • Diabetes mellitus
  • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
  • Chronisches Nierenversagen (CNI)
  • Kognitive Dysfunktionen

 

Die gesundheitlichen Folgen dieser Krankheitsbilder lassen sich mit einer angepassten Ernährung und bei Bedarf mit speziellem Ergänzungsfutter für Katzen lindern. Basenio.de gibt Ihnen Tipps, wie Sie ihrem „Katzensenior“ einen altersgerechten Futtermix zusammenstellen können.

Katzen und das Alter

Wie bei uns Menschen lässt das Alter einer Katze zunächst keine Rückschlüsse auf den körperlichen und geistigen Zustand zu. Manche älteren Tiere bleiben länger fit und altern gefühlt langsamer. Allerdings neigen „Freigänger“ dazu, schneller zu vergreisen. Sie verbrauchen mehr Energie und bei ihnen ist auch die Wahrscheinlichkeit höher, sich zu verletzen.

Daher ist es insbesondere bei jungen Katzen nur sehr schwer möglich, einen linearen Altersvergleich mit Menschen zu ziehen. Oft findet sich in der Literatur die Angabe, dass Katzen nach ihren ersten beiden Lebensjahren biologisch so alt sind wie ein 25-jähriger Mensch. Erst danach entspricht ein Katzenlebensjahr etwa drei bis vier Lebensjahren eines Menschen.

Spätestens nach ihrem 12. Geburtstag gelten Kater und Katze als Senior beziehungsweise Seniorin. Hauskatzen können 15 bis 20 Jahre alt werden. Manche „Samtpfote“ kann auch noch etwas älter werden.

Katzenalter

Menschenalter

1 Monat

6 Monate

6 Monate

10 Jahre

1 Jahr

15 Jahre

2 Jahre

25 Jahre

5 Jahre

36 Jahre

10 Jahre

56 Jahre

12 Jahre (Seniorenalter)

64 Jahre

15 Jahre

76 Jahre

20 Jahre

96 Jahre

Katzenfutter für ältere Katzen


Schon aus Gründen der Vorsorge sollten ältere Katzen regelmäßig tiermedizinisch untersucht werden. Dabei können auch mögliche Nährstoffmängel oder Defizite in Folge von alterstypischen Erkrankungen abgeklärt werden. Um deren Ursachen oder Symptome abzuschwächen, kann eine Ernährungsumstellung sinnvoll sein.

Sollen dabei dann auch Ergänzungsfutter gegeben werden, sollten Katzenbesitzerinnen und Katzenbesitzer dies idealerweise in Absprache mit dem Tierarzt planen. Falsch eingesetzt, könnten solche Futter mehr Schaden anrichten, als Hilfe zu sein

Muss das Futter umgestellt werden, sollte dies möglichst schrittweise erfolgen. Da Katzen recht eigenwillig sein können und zurecht den Ruf von „Gewohnheitstieren“ tragen, sollten Veränderungen nur langsam erfolgen.

Ein Problem bei vielen älteren Katzen ist die abnehmende Darmtätigkeit. Sie führt dazu, dass die aufgenommene Nahrung nicht mehr richtig verwertet werden kann. Hier können Ergänzungsfutter und Vitaminzusätze hilfreich sein, um den Nährstoffbedarf zu sichern. Futtermittel mit Muskelfleisch und Fisch enthalten viele Ballaststoffe, die gut für die Darmtätigkeit sind. Mit zunehmendem Alter steigt leider die Wahrscheinlichkeit, dass Katzen ihre Zähne verlieren. Statt fester Nahrung sollte dann weiches Futter gegeben werden.

 

Katze
Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit Ihrer Katze. (Quelle: Patricia Klamt)

Grundsätzlich sollte Katzenfutter einen hohen Fleischanteil haben, da die Tiere „Karnivore“ – also reine Fleischfresser – sind. Getreide-, Salz- und Zuckeranteile sollten möglichst gering oder besser gar nicht im Futter enthalten sein, raten die Experten der „Tierschutzliga Stiftung Tier und Natur“. Solche Futterbestandteile sind schlecht verdaulich und erhöhen das Risiko auf Katzendiabetes. Hohe Salzanteile können die Nierentätigkeit beeinträchtigen.

Da Katzen von Natur aus trinkfaul sind, sollte - wenn möglich - immer Nass- beziehungsweise Feuchtfutter gegeben werden. Das hat den Vorteil, dass die Tiere über die Nahrung auch Flüssigkeit zu sich nehmen. Ist die Nierenfunktion einer älteren Katze beeinträchtigt, sollte ein Futter mit nur wenig Phosphoranteil gegeben werden. Phosphor wird bei der Verdauung in Harnstoff umgewandelt. Der wird wiederrum über die Nieren ausgeschieden, die bei entsprechend hoher Belastung noch weiter gereizt würden.

Katzen müssen über die Nahrungsaufnahme die für sie essentielle Aminosulfonsäure „Taurin“ zu sich nehmen. Der tägliche Bedarf richtet sich nach dem Gewicht des Tiers. 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht gelten als bedarfsdeckend. Wiegt Ihre Katze also vier Kilogramm, benötigt sie 200 Milligramm Taurin am Tag.

Verschmähen ältere Katzen die Nahrungsaufnahme, kann es hilfreich sein, Nassfutter ein klein wenig zu erwärmen. So wird dessen Geruch intensiver und wieder spürbarer für den altersgeschwächten Geruchssinn der Katze.

Es bleibt die Empfehlung, dass erst bei Nährstoffmangel oder Krankheiten spezielle Futter und Ergänzungsfutter angeraten sind. Präventiv sollten solche Futtermittel nicht gegeben werden. Sprechen Sie dies idealerweise mit der behandelten Tierärztin oder dem behandelten Tierarzt ab. Sie können Tipps geben, welche Nährstoffe die Katze im Alter benötigt.

Katzenfutter im Test

Wer „Katzenfutter Test“ in der weltweit meistgenutzten Online-Suchmaschine „Google“ eingibt, erhält rund 280.000 Treffer. Viele davon werden wohl nicht sonderlich objektiv sein, sondern sind von eigenen Erfahrungen geprägt.

Doch gerade beim Thema Gesundheit können wissenschaftliche Methoden hilfreicher sein als die bloße Meinung Einzelner. Schließlich lässt sich mit geprüften Laborwerten stichhaltig beweisen, welche Bestandteile die Futtermittel haben.

Die Stiftung Warentest prüft in unregelmäßigen Abständen Katzenfutter. Die Vergleichskriterien sind:

  • Ernährungsphysiologische Qualität
  • Fütterungshinweise
  • Schadstoffe
  • Deklaration und Werbeaussagen
  • Nutzerfreundlichkeit der Verpackung

Testsieger beim Nassfutter wurde die Kauflandmarke „K-Classic“. Deren Katzenfutter „Zarte Häppchen in Gelee mit Geflügel & Herz“ erhielt mit der 1,3 die beste Note im Test. „Versorgt Katzen mit allen notwendigen Nährstoffen, auch die Fütterungshinweise sind top. Für eine Tagesration sind zweieinhalb Pouches erfordlich“, resümierten die Tester über den Testsieger.

Beim Trockenfutter schnitt die Marke „Bianca“ mit dem „Knuspermix mit Huhn & Ente“ am besten ab. Auch hier gab es mit der 1,3 die beste Note im Test. Die beiden kompletten Testberichte zu Nass- und Trockenfutter mit allen Gewinnern und Verlierern können kostenpflichtig über die Internetseite der Stiftung Warentest gelesen werden.

Auch die Stiftung Ökotest hat Nassfutter für Katzen getestet. Von den 21 geprüften Artikeln erhielten nur fünf die Note „gut“. Viele Produkte waren mit Hinblick auf Vitamin- und Mineraliengehalt überdosiert, bemängelten die Tester. So könne beispielsweise ein zu hoher Vitamin-A-Anteil auf Dauer zu einer Versteifung der Wirbelsäule bei Katzen führen, kritisierte Ökotest. Der komplette Testbericht mit allen Gewinnern, Verlieren und Futterempfehlungen kann kostenpflichtig auf der Internetseite der Stiftung Warentest gelesen werden.

Beide Testberichte enthalten allerdings keine expliziten Tipps und Bewertungen zu Futtermitteln für ältere Katzen. Hier bleibt also die Empfehlung, sprechen Sie mit dem Tierarzt, ob Ihre Katze besonderes Futter oder Ergänzungsfutter benötigt. Letztlich kann über die Ernährung viel zur Gesundheit der Tiere beigetragen werden.

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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling ist der leitende Redakteur der Ratgeber-Redaktion. Bevor er 2016 bei basenio.de begann, war er im Rundfunk und in der Online-Redaktion einer regionalen Tageszeitung tätig. Seine Themenschwerpunkte sind die Bereiche Pflege & Recht.

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