Übungen gegen Schwindel | bei | Lagerungsübungen | Gleichgewichtsübungen

6 effektive Übungen gegen Schwindel - Diese Lagerungs- & Gleichgewichtsübungen können helfen

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Diese 6 Übungen gegen Schwindel können dabei helfen, die Symptome zu lindern bzw. loszuwerden. Was hinter Schwindelsymptomen stecken kann und wie die richtige Therapie gefunden werden kann, erklären wir in diesem Ratgeber gegen Schwindel.

Wenn die Welt Kopf steht und man das Gefühl hat, alles dreht sich, ist meist Schwindel schuld daran. Dieses Symptom kann harmlos sein und aufgrund von Hitze oder Stress auftreten. Aber auch ernsthafte Erkrankungen können sich dahinter verbergen.

Harmlose Schwindelattacken

Schwindel kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Meistens entsteht er durch Irritationen im Innenohr. Es können aber auch ernsthafte Erkrankungen dahinterstecken. Dies ist jedoch nicht der alleinige Grund dafür, warum die meisten Betroffenen einen Arzt konsultieren. Mitunter kann das Beschwerdebild den Alltag sehr stark beeinträchtigen. Nicht selten gehen mit dem unangenehmen Gefühl des Drehens auch Sehstörungen, Ohrgeräusche, Ohrensausen, Kopfschmerzen und Übelkeit einher.

Die Auslöser von eher harmlos anzusiedelndem Schwindel können vielfältig sein. Vor allem ältere Menschen bekommen Schwindel durch Hitze. Aber auch Stress oder ein zu schnelles Aufstehen können für die unangenehmen Erscheinungen verantwortlich sein. Liegt keine Grunderkrankung vor, ist Schwindel meistens harmlos. Kommt er jedoch häufiger vor, empfiehlt es sich, ein Schwindeltagebuch zu führen. Dank der genauen Protokollierung, wann welche genauen Beschwerden auftreten, kann gemeinsam mit dem Hausarzt erörtert werden, ob zur weiteren Abklärung der Besuch bei einem Facharzt sinnvoll ist.

 

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Ein Schwindelprotokoll kann dem Facharzt helfen, die Ursachen für Schwindelattacken zu finden. (Quelle: © Stasique_Photography - Fotolia)

Therapie von Ursache abhängig

Eine Standardtherapie bei Schwindel gibt es nicht. Zunächst einmal sollte immer abgeklärt werden, um welche Art von Schwindel es sich handelt und ob eine Grunderkrankung vorliegt. Allgemein gelten widersprüchliche Informationen, die von Sinnesorganen an das Gehirn gesendet werden, als ursächlich. In den meisten Fällen liegt ein gutartiger Lagerungsschwindel vor. Fast ebenso häufig sind Erkrankungen des Innenohrs als Ursache ausfindig zu machen.

Daneben können auch die Menièresche Erkrankung oder eine Entzündung der Gleichgewichtsorgane vorliegen. Weitere mögliche Ursachen sind Durchblutungsstörungen, Tumore und Basilaris-Migräne.

Ist eine Störung im Gleichgewichtsorgan die Ursache für den unangenehmen Schwindel, kann dem mit bestimmten Übungen begegnet werden. Mit Hilfe von Gymnastikübungen und einer Kortison-Therapie ist innerhalb weniger Wochen alles überstanden. Im Akutfall sollten Betroffene versuchen, sich hinzusetzen oder zu legen, um sich vor einem Sturz zu bewahren. Anschließend sollte ein bestimmter Punkt fixiert werden. Hält man sich an diesem fest, tritt eine beruhigende Wirkung ein. Schnelle Bewegungen im Kopfbereich gilt es zu vermeiden, da dies den Schwindel verschlimmert. Patienten sollten zudem tief und ruhig atmen, um ihr Gehirn optimal mit Sauerstoff zu versorgen.

6 Übungen bei Schwindel

Es gibt viele Möglichkeiten, sich bei Schwindel selbst zu helfen. Vorher sollte jedoch abgeklärt werden, ob keine organischen Ursachen zugrundeliegen. Ist dies der Fall, können bestimmte Übungen dem Schwindel entgegenwirken.

Übungen mit den Augen:

1.) Die erste Übung ist relativ einfach und kann überall durchgeführt werden. Hierfür den Zeigefinger ca. 20 cm von der Nase entfernt halten. Den Zeigefinger nun langsam 20 cm links und dann 20 cm langsam nach rechts bewegen. Dabei sollten die Augen auf den Zeigefinger gerichtet sein. Der Kopf darf den Bewegungen nicht folgen!

Wiederholungen: 10 Stück

2.) Grundlage der zweiten Übungen ist wieder der Zeigefinger, welcher 20 cm von der Nase entfernt gehalten wird. Anstatt diesen nach links und rechts zu bewegen, wird er jetzt langsam 20 cm nach oben und danach 20 cm nach unten bewegt. Auch hier sollten die Augen dem Finger folgen – ohne dass der Kopf seine Position verlässt!

Wiederholungen: 10 Stück

Übungen mit dem Kopf:

3.) Um Schwindel loszuwerden, den Kopf langsam nach links drehen und einen Gegenstand für etwa 20 Sekunden mit den Augen fixieren. Das Gleiche in die andere Richtung.

Wiederholungen: 10 Stück

4.) Bei der zweiten Übung wird nach dem gleichen Prinzip wie eben vorgegangen. Einzige Ausnahme ist, dass sich der Kopf nun nach oben und dann nach unten bewegt.

Wiederholungen: 10 Stück

Lagerungsübungen:

5.) Auch Lagerungsübungen sind gut gegen Schwindel. Setzen Sie sich auf die Bettkante und lassen Sie dabei die Füße nach unten hängen. Legen Sie sich auf die rechte Schulter und zählen Sie bis 30. Sobald die Zeit um ist, richten Sie sich langsam wieder auf. Nun das Gleiche mit der linken Seite wiederholen.

Wiederholungen: 10 Stück

6.) Die zweite Lagerungsübung wird im Sitzen durchgeführt. Im aufrechten Sitz drehen Sie den Kopf zunächst für 15 Sekunden leicht nach rechts und dann für 15 Sekunden leicht nach links.

Wiederholungen: 10 Stück

Stress als Ursache ausschließen

Regelmäßig auftretender Schwindel muss kein Symptom einer schweren Erkrankung sein. Stress begünstigt Schwindel, weswegen Betroffene zunächst einmal einen kritischen Blick auf ihren Alltag und ihr Umfeld werfen sollten. Zentrale Fragen dabei sollten sein:

  • Bin ich im Alltag häufig Stress ausgesetzt?
  • Habe ich das Gefühl, genügend Freizeit zur Erholung zu haben?
  • Bekomme ich ausreichend Schlaf?
  • Leide ich unter der ständigen Angst, etwas nicht zu schaffen oder meinen Aufgaben im Alltag nicht gerecht zu werden?

Wer diese Fragen mit "Ja" beantwortet, sollte aktiv versuchen, seinen Lebensstil zu ändern. Eine Umstrukturierung des Alltags ist dabei ebenso sinnvoll wie das Erlernen von Entspannungsverfahren. 


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