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7 Tipps für sicheres Online-Banking

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Online-Banking wird in Deutschland immer beliebter. Ursachen liegen in der zunehmenden Sicherheit, aber auch in der Gewöhnung. Hier finden Sie 7 Tipps, die Online-Banking noch sicherer machen. Dazu aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Der deutsche Bankensektor steckt seit Jahren in der Krise. Ausdruck dieser Krise ist, dass Geldinstitute fusionieren und ihr Filialnetz ausdünnen. Die Ursachen dafür liegen auch in der Digitalisierung, die den Kunden neue Möglichkeiten an die Hand gibt, ihre Bankgeschäfte zu erledigen. Heute braucht man nicht mehr in die Bank gehen, um Geldbeträge zu überweisen. Solche Transaktionen können ganz bequem und sicher von zu Hause aus erledigt werden.

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Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts hatten 2016 rund 53% der Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren ihre Bankgeschäfte online erledigt. (Quelle: oneinchpunch - Fotolia)

Studie zur Filialdichte von Banken

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist die drittgrößte Bank Deutschlands und untersucht in Kooperation mit der Universität Siegen seit vielen Jahren die Entwicklungen der Filialdichte von Banken in Deutschland. Dazu wertet sie die Anzahl von Filialen von Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Kreditbanken aus, die Mitarbeiter beschäftigen und in Vollzeit geöffnet sind. Ausgeschlossen von der Analyse ist die Deutsche Postbank, da deren Daten zur Filialdichte nicht frei zugänglich sind.

Laut der aktuellen Studie der KfW und der Universität Siegen (PDF), welche Ende 2017 veröffentlicht wurde und den Veränderungsprozess der Jahre 2000 bis 2015 beleuchtet, wurde seit dem Jahr 2000 ein Viertel der Zweigstellen geschlossen. Während es zu Beginn des Analyse-Zeitraums deutschlandweit noch 38.082 Bankfilialen gab, waren es 2015 nur noch 27.886 - das entspricht einem Rückgang von 27 Prozent innerhalb von 15 Jahren.

Untersucht wurde auch, ob sich Tendenzen für gewisse Regionen feststellen lassen und Filialen etwa vermehrt in der Stadt oder auf dem Land geschlossen werden. Ein Vergleich der Daten zeigt, dass das Filialnetz in ländlichen Regionen mit 27 Prozent Rückbau stärker betroffen ist als das in urbanen Gegenden (23 Prozent). Auch sind über 94 Prozent der Kreise und kreisfreien Städte von Filialschließungen betroffen - unverändert ist die Filialdichte etwa in Cottbus, Emden und Hamburg. In wenigen Regionen in Deutschland wurde das Filialnetz ausgebaut: in Frankfurt an der Oder mit einem Plus von 59 Prozent und im Landkreis Fürth mit einem Plus von 56 Prozent.

Bedürfnisse der modernen Gesellschaft

Während Kunden früher eine Bankfiliale persönlich aufsuchen mussten, um ihre finanziellen Angelegenheiten zu erledigen, können sie das heutzutage bequem von zu Hause aus tun. Mittlerweile kann man nicht nur beim Online-Banking seine Bankgeschäfte selbstständig und jederzeit regeln, Geldinstitute wie die norisbank bieten auch sogenannte Online-Kredite mit Online-Zusage an.

Solche innovativen Software-Technologien bedienen genau die Nachfrage der modernen Gesellschaft, in der die Menschen ständig Zugriff auf ihre Bankangelegenheiten haben möchten. Auch fordern sie immer konkreter individuelle Angebote sowie eine ständige Erreichbarkeit. Auch für internetaffine Senioren ist der Trend zum Online-Banking ein großer Vorteil, denn dadurch müssen sie sich nicht zu einer weit entfernten Bankfiliale ihres Kreditinstitutes aufmachen.

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Auch ältere Menschen nutzen zunehmend die Möglichkeit, ihre Bankgeschäfte online abzuwickeln. (Quelle: zinkevych - Fotolia)

Tipps zum sicheren Umgang mit sensiblen Daten

Auch wenn insbesondere Senioren und Menschen mit eingeschränkter Mobilität von Online-Dienstleistungen ihres Kreditinstitutes profitieren, sollte man dennoch ein paar Ratschläge für den sicheren Umgang mit Online-Geschäften beachten. Um die Menschen für das Thema zu sensibilisieren, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine Broschüre (PDF) herausgegeben.

  1. Virenscanner: Die Voraussetzung für jegliche Transaktionen im Internet sollte ein aktueller Virenscanner sein, der den Computer automatisch auf Malware prüft.
  2. Sichere Internetverbindung: Man sollte auf ein verschlüsseltes WLAN und sichere Übertragungsprotokolle achten - erkennbar am https.
  3. Zugangsdaten nicht speichern: Ähnlich wie bei anderen Programmen, die Passwörter benötigen, sollten die Zugangsdaten niemals auf dem eigenen Computer gespeichert werden. So kann ein Missbrauch solcher Daten durch Hacker verhindert werden.
  4. Geeignetes Authentifizierungsverfahren: Beim Online-Banking kann man für Transaktionen wie Überweisungen zwischen verschiedenen Authentifizierungsverfahren wählen. Jedes hat seine Vor- und Nachteile und sollte zu den eigenen Gewohnheiten passen.
  5. Limit setzen: Um Kontrolle über die Bewegungen auf dem eigenen Konto zu haben, ist es ratsam, sich einen Höchstbetrag für tägliche Transaktionen im Online-Banking-Portal zu setzen. So vermeidet man auch, dass Betrüger größere Summen vom Konto abbuchen können.
  6. Nicht auf Phishing-Mails eingehen: Keine Bank wird ihre Kunden per E-Mail dazu auffordern, PINs, TANs, Kreditkartennummern oder Zugangsdaten anzugeben oder Links zu öffnen. Bekommt man eine solche Mail, sollte man direkt die Bank kontaktieren.
  7. Sicherheit geht vor: Wenn einem trotz aller Sicherheitsmaßnahmen etwas beim Online-Banking verdächtig vorkommt, sollte man sicherheitshalber den Zugang sperren. Die Online-Banking-Portale haben in der Regel eine Funktion zum Sperren, alternativ kann man die Bank auch telefonisch kontaktieren.

Online-Banking in Deutschland

In Deutschland erledigten 2016 laut Zahlen des Statistischen Bundesamts 53% aller Bundesbürger zwischen 16 und 74 Jahren ihre Bankgeschäfte online. Im Vergleich dazu waren es sechs Jahre zuvor nur 43%. Damit sind die Deutschen über dem europäischen Durchschnitt. Der lag den offiziellen Zahlen nach bei 49%. Die Daten des Bundesamts geben auch einen Einblick über demografische und ökonomische Verhältnisse von Online-Banking-Nutzern.

Auffällig ist, dass vor allem die junge Generation Bankgeschäfte online abwickelt. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen hatten 2016 rund 74% der Bundesbürger das Internet hierfür genutzt. "Mit zunehmendem Alter sank der Nutzeranteil, bei den 65- bis 74-Jährigen betrug er noch 28%", heißt es in der Mitteilung des Statistischen Bundesamts.

Die Zahlen zeigten auch, "je höher der Bildungsabschluss und je höher das Haushaltseinkommen, desto höher der Nutzeranteil."

 


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