Kryptowährungen investieren | Geld verdienen

In Kryptowährungen investieren: 5 goldene Regeln, um Geld zu verdienen

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Tipps für ein Neueinsteiger, die in Kryptowährungen investieren möchten. Mit diesen 5 goldenen Regeln kommt man dem Ziel näher, mit Kryptowährungen Geld zu verdienen. Doch Vorsicht, das Verlustrisiko ist immens hoch.

Kryptowährungen sind in der Finanzbranche eine noch relativ junge Erscheinung. 2009 wurde mit Bitcoins erstmals eine solche Währung öffentlich gehandelt, die nur in digitaler Form existiert. Heute (Stand 2018) gibt es bereits über 4.500 verschiedene Kryptowährungen, in die investiert werden kann. Doch sollte man dabei auf einiges achten, um sein Geld nicht zu verlieren.

5 goldene Regeln für Investitionen in Kryptowährungen

1. Mehr als eine Kryptowährungen im Blick haben

Bitcoin ist derzeit die wohl bekannteste handelbare Kryptowährung. Doch die dahinter stehenden Technologien und Verfahren gelten bei Experten der Branche bereits als veraltet und zu langsam. Daher wurden in den letzten Jahren viele weitere solcher digitaler Währungen aufgebaut, denen diese „Mängel“ nicht inhärent sind. Ethereum und Litecoin sind nur zwei von inzwischen über Tausenden Kryptowährungen, die man inzwischen handeln kann. 2018 gab es sogar erstmals eine staatliche Initiative, die eine solche Währungsform ins Leben rief. Der venezolanische Petro ist eine Reaktion des südamerikanischen Landes auf die Hyperinflation, die die eigene Landeswährung im Wert verfallen ließ.

Im Internet gibt es Seiten, die Kryptowährungen in einer Liste übersichtlich darstellen. Oftmals finden sich dort auch aktuelle Kurse der einzelnen Währungen.

  • coinmarketcap.com
  • finanzen.net
  • plus500.de
  • bitinfocharts.com
  • investing.com

"Kryptowährungen sind digitale (Quasi-)Währungen mit einem meist dezentralen, stets verteilten und kryptografisch abgesicherten Zahlungssystem. […] Kryptowährungen haben sich in bestimmten Ländern als ernstzunehmende Alternative zur Zahlung unter Privatpersonen herausgebildet. Während man früher virtuelles Geld auch durch die Zurverfügungstellung von Rechenleistung und Netzinfrastruktur erhalten hat, muss man es heute meist mit konventionellen Mitteln erwerben.“ (Gabler Wirtschaftslexikon)

2. Kryptowährung auf Handelsplätzen oder Börsen handeln

Grundsätzlich müssen Kryptowährungen mit „echter“ Währung gekauft werden. Am sichersten können solche Geschäfte auf extra dafür eingerichteten Online-Börsen und -Handelsplätzen abgewickelt werden. Will man dort handeln, muss man sich in der Regel zuvor anmelden. Während Käufer und Verkäufer auf virtuellen Handelsplätzen direkt miteinander Geschäfte abschließen, sind Börsen bei An- und Verkäufen zwischen beiden Parteien als Mittler beteiligt.

Der Vorteil bei Börsengeschäften ist, dass man ohne großen Aufwand die gewünschte Währung kaufen beziehungsweise verkaufen kann. Man gibt dafür einfach ein Gebot ab und wartet, bis es jemand annimmt. Die Börse vermittelt dabei automatisch Angebote an Käufer und Verkäufer. Für diesen Service wird eine Gebühr erhoben.

Bekannte Börsenseiten auf denen Kryptowährungen gekauft oder verkauft werden:

  • Kraken
  • Bitfinex
  • Bitstamp
  • CEX.IO

Auf Handelsplätzen laufen die Geschäfte ohne eine zwischengeschaltete Instanz ab. Käufer und Verkäufer begegnen sich also direkt im virtuellen Raum, ohne das Angebote durch einen Dritten vermittelt werden. Man muss also immer selber nach einem passenden Gebot suchen. Bei einigen Handelsplätzen können Interessenten Kryptowährungen sogar untereinander tauschen. Auch auf die Online-Plattformen können bei einigen Anbietern Gebühren für eine Transaktion anfallen.

Bekannte Handelsplätze auf denen Kryptowährungen gekauft oder verkauft werden:

  • Bitcoin
  • Shapeshift
  • Changelly

Unsere Redaktion fand zum Thema Handel mit Kryptowährungen den sehr informativen und ausführlichen Beitrag „Bitcoin kaufen in Deutschland 2018: Wie kann man Bitcoins kaufen?“. Hier finden sich auch Tipps, wie man mit anderen Kryptowährungen handelt.

 

3. Wallets zur Sicherheit

Will man „echtes“ Geld verwahren, dann kann man es beispielsweise auf Konten einzahlen oder in ein Portemonnaie stecken. Ganz ähnlich können auch Kryptowährungen „eingelagert“ werden. Viele der Online-Börsen und –Handelsplätze bieten eine digitale Kontofunktion auf ihren Internetseiten an. Das hat einen großen Vorteil, aber auch einen nicht zu unterschätzenden Nachteil. Gut ist, dass man nur online gehen muss, um über die eingelagerte Währung zu verfügen. Schlecht ist, dass solche digitalen Konten durch Kriminelle ausgeraubt werden können.

Auch wenn es keine 100-prozentige Sicherheit gibt, so kann man sich doch gegen solche Diebstähle bis zu einem gewissen Maß absichern. Wie „echtes“ Geld können auch Kryptowährungen in einen Geldbeutel gesteckt werden, doch geht dies aufgrund ihrer digitalen Natur auch nur auf digitalen Speichermedien – sogenannten „Wallets“. Ein solches Wallet kann auf unterschiedlichen Gerätschaften eingerichtet werden. So ist es unter anderem möglich, seine Kryptowährung auf dem Smartphone, auf dem Computer oder einem externen Hardware-Drive zu sichern.

Zuvor muss allerdings ein spezielles Programm auf dem Speichermedium installiert werden, damit die Währung dort eingelagert werden kann. Diese Programme können online heruntergeladen werden. So kann beispielsweise für das Smartphone die entsprechende Software über den App-Store geladen werden.

4. Nicht alles Geld investieren

Wie bei fast allen Geldanlagen empfehlen Finanzexperten, dass man nicht all sein Kapital in eine Anlage steckt. Das gilt insbesondere auch für Kryptowährungen, da hier Totalverluste für Anleger möglich sind. Einerseits hat sich bis heute noch keine der Währungen als breit anerkanntes Zahlungsmittel in Deutschland durchgesetzt, andererseits steht einzig das Vertrauen in die Währung selbst als „Wert“ hinter ihr. Im Fachjargon spricht man von fehlendem intrinsischen Wert. Es gibt auch keine Garantien, dass man jemals seine Bestände in „echte“ Währungen zurücktauschen kann. 

So kommen die Experten des gemeinnützigen Finanzratgebers „Finanztip.de“ für die bekannteste Kryptowährung Bitcoin zum Urteil: „Es gibt einige gute Gründe, warum Sie die digitalen Münzen [Anmerkung der Redaktion: gemeint sind Bitcoins] auf keinen Fall als Geldanlage oder als Basis für die private Altersvorsorge nutzen sollten.“

Auch im Blogbeitrag „Bitcoin kaufen in Deutschland 2018: Wie kann man Bitcoins kaufen?“ wird es ganz ähnlich gesehen. „Investiert werden ausschließlich Summen, deren Verlust verkraftet werden kann und kein existenzielles Risiko für den Anleger darstellt. Gerade für die Altersvorsorge sind risikoreiche Anlagen eher von untergeordneter Bedeutung.“

 

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Es sind hochspekulative Geschäfte, wenn man auf Kursentwicklungen bei Kryptowährungen setzt. (Quelle: © JensHN - Fotolia)

5. Direktinvestment vs. Derivate: Was ist sicherer?

Anfangs war es bei digitalen Währungen nur möglich, direkt an Kursgewinnen zu partizipieren. Wer Gewinne machen wollte, musste die Coins tatsächlich kaufen und damit handeln. Inzwischen sind verschiedene Broker dazu übergegangen, Kryptowährungen in unterschiedliche Finanzprodukte einzubinden. Hierzu gehören:

  • CFDs
  • Zertifikate (ETNs)

Welchen Vorteil hat dieser „Umweg“? Derivate leiten sich aus den Kursen der einzelnen Kryptowährungen ab. Der Pluspunkt liegt darin, dass Anleger hier kein Geld verlieren, wenn Hacker sich in einer Kryptobörsen bedienen oder eine Wallet knacken. Und durch die Hebel lässt sich die Rendite skalieren.

Inzwischen werden auch Kryptofonds bei einigen Brokern salonfähig. Allerdings sind die derzeit existierenden Angebote nur bedingt für Privatanleger tauglich. Das wohl größte Hindernis sind die hohen Mindesteinlagen. Hinter den Kulissen wird allerdings fieberhaft an Lösungen gearbeitet. So wurden erst kürzlich Pläne veröffentlicht, in denen es ums Auflegen von Krypto-ETFs ging.

Eine weitere Option, wie Anleger vom Boom bei den Digitalwährungen profitieren, sind Anlagen Richtung Blockchain-Unternehmen. Provider entsprechender Hard- und Software gehören zu den „stillen“ Gewinnern des Booms – was sich auch auf die Performance der Wertpapiere auswirkt. 


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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


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