Kleinkredit | schnell | beantragen | ohne Schufa | Vergleich

Kleinkredite (500€,1000€ bis 3000€) - Die Top3-Anbieter im Vergleich 2017!

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Wir vergleichen einen Kleinkredit mit einem Dispositionskredit. Welches Modell ist besser geeignet, kurzfristige Finanzierungen zu ermöglichen? Wie schnell erhält man sie und wie werden sie beantragt?

Es ist ein geläufiger Spruch: „Warum ist am Ende des Gelds noch so viel Monat übrig?“ Auch wenn dies oft nur aus Flachs gesagt wird, so manch einer kam schon in solch eine prekäre Situation. Gerade bei außerplanmäßigen Ausgaben kann das Geld knapp werden. Eine unerwartete Autoreparatur oder ein Schadensfall, der nicht von der Versicherung gedeckt ist, können den Kontostand ins Minus abrutschen lassen. Noch schlimmer wird es, wenn man eh schon überschuldet ist. Die Unternehmensgruppe Creditreform veröffentlicht jährlich den sogenannten "SchuldnerAtlas". Online können Sie hier eine digitale Karte anschauen, die alle Regionen in Deutschland zeigt und das dortige Niveau der Überschuldung von Privatpersonen.

Gibt es keine Aussicht mehr, dass man seine Schulden bedienen kann, hilft oft nur noch die Privatinsolvenz. Hingegen sind bei überschaubaren Verbindlichkeiten Kredite eine Möglichkeit, liquide zu bleiben. Gerade wenn die Außenstände nur kurzfristig sind, sollte man eine ebenso kurze Finanzierung in Betracht ziehen. Zwei Kreditvarianten, die sich dafür eignen, sind der Kleinkredit und der Dispositionskredit.

Kredit
Dispositionskredit und Kleinkredit im Vergleich. (Quelle: eigene Darstellung)

Was ist ein Dispositionskredit und was ein Kleinkredit?

Dispositionskredite können Verbraucher erhalten, wenn Sie ihr Girokonto überziehen. Ist der Kontostand im Minus, bleibt man dennoch liquide. Für die Zeit, in der das Konto überzogen ist, werden Dispozinsen fällig. Die Höhe des Dispositionskredits wird vom Geldinstitut bestimmt. Oft richtet sich diese nach den monatlichen Einkünften des Kontoinhabers. Kleinkredite sind kurzfristige Finanzierungsmodelle, bei denen Geldinstitute geringe Darlehenssummen verleihen. In der Regel muss ein Kunde dabei mindestens 1000 Euro aufnehmen. Einige Anbieter bewerben sogenannte Kurzzeitkredite auch als Kleinkredite. Hier sind noch niedrigere Darlehen möglich. Kunden können wenige hundert Euro leihen und müssen diese mit Zinsen zurückzahlen. Ob also 500 Euro, 1000 Euro oder 3000 Euro, der Kreditnehmer bestimmt die Darlehenssumme. Einige der Geldinstitute, wie das in Berlin ansässige Unternehmen Vexcash, räumen ihren Kunden inzwischen ein, dass geliehene Summen mit wenigen Raten zurückgezahlt werden können.

Wie erhält man einen Dispositionskredit oder einen Kleinkredit?

Der Dispositionskredit – kurz Dispo – wird von der Bank eingeräumt. Man kann ihn also nicht beantragen, sondern nur bei Bedarf beanspruchen. Das geschieht automatisch, rutscht der Kontostand ins Minus. Anders verhält es sich bei einem Kleinkredit. Wollen Kunden sich auf diesem Weg Geld leihen, müssen Sie das Darlehen bei dem gewünschten Geldinstitut beantragen. Um einen positiven Bescheid zu bekommen, müssen die Antragsteller einige Kriterien erfüllen. So verlangen einige Unternehmen ein monatliches Mindesteinkommen.

Das Geld erhält man innerhalb weniger Tage. Dieser Vorgang lässt sich beschleunigen, wenn Kunden bereit sind, eine einmalige Gebühr zu zahlen. Die Beträge variieren zwischen den einzelnen Anbietern. Wir haben Anfang April 2017 auf die Angebote im Netz geschaut. Bei Vexcash werden dafür pauschal 39 Euro fällig. Cashper staffelt die Beträge je nach Höhe des Darlehens (zwischen 100 - 199 Euro sind es 39 Euro; zwischen 200 – 399 Euro sind es 69 Euro; zwischen 400 – 600 Euro sind es 99 Euro). Bei Xpresskredit fanden sich keine Preisangaben für den Service. Laut dem unabhängigen Verbraucherportal Finanztip gibt es auch hier eine ähnliche Staffelung wie bei Cashper. Wählt man die beschleunigte Auszahlung, hat man das Geld binnen weniger Stunden. Das versprechen die drei großen Anbieter in Deutschland.

Die Laufzeit

Beiden Kreditarten gemein ist die schnelle Verfügbarkeit. Es gibt jedoch Unterschiede hinsichtlich der Laufzeit. Da der Dispokredit nur einseitig vom Geldinstitut eingeräumt wird, kann dieses auch die Geschäftsbedingungen allein bestimmen. In der Regel läuft der Dispo nur so lange, bis das Girokonto wieder ausgeglichen ist. Die Bank kann allerdings jederzeit den Kredit kündigen. Anders verhält sich dies beim Kleinkredit. Hier gehen Kreditnehmer aktiv auf ein Geldinstitut zu. Damit sind im Vorfeld schon die Geschäftsbedingungen abgesteckt und der Kunde weiß, welche Konditionen er im Vertragsfall eingeht. Damit kennt er auch die Laufzeit des Kredits, beziehungsweise handelt diese selber aus. Bei Kleinkrediten kann das von einem bis zu wenigen Monaten sein.

Die Rückzahlung

Den Dispositionskredit zahlt man mit seinen Einkünften bzw. Einzahlungen auf das Girokonto ab. Ist der Kontostand ausgeglichen, ist auch die Laufzeit des Kredits beendet. Alles läuft also ganz automatisch. Bei Kleinkrediten verhält es sich ähnlich wie bei Ratenkrediten, das Darlehen wird mit vorher festgelegten Raten beglichen. Einige Anbieter bewerben auch Kurzzeitkredite als Kleinkredit. Bei solchen Darlehen muss in der Regel die geliehene Summe mit einem Mal zurückgezahlt werden. Allerdings gibt es inzwischen die Option, auch diese Gelder in Tranchen abzuzahlen. Die Höhe der Raten ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Wie hoch sie letztlich sind, ist von den Konditionen des Geldinstituts sowie der Laufzeit und Darlehenshöhe abhängig. Nimmt der Kunde den Kredit auf, wird er zuvor darüber informiert, welche Ratenzahlungen er leisten muss.

Die Zinsen

Vorweg, beide Finanzierungsmodelle haben relativ hohe Zinsen. Die Dispozinsen werden täglich erhoben. Solange das Konto im Minus ist, muss der Kreditnehmer auf den geschuldeten Betrag Zinsen zahlen. Da die Zinssätze hier sehr hoch sind, sollte der Dispo auch wirklich nur kurz in Anspruch genommen werden. Laut Stiftung Wartentest lagen die Sätze im Februar 2017 durchschnittlich bei elf Prozent. Auch bei Kleinkrediten ist das Zinsniveau relativ hoch. Durch den überschaubaren Zeitraum des Darlehensvertrags haben Kreditnehmer aber die Kontrolle über die Kosten. Nimmt man einen Kleinkredit mit 500 Euro und einem Zinssatz von 13,90 Prozent auf, müssen 505,79 zurückgezahlt werden. Bei Vertragsabschluss wissen die Kreditnehmer also, welche Kosten letztlich auf sie zukommen. So haben die Verbraucher anders als beim Dispokredit hier die volle Kostenkontrolle.

Fazit

In diesem Beitrag haben wir die zwei Finanzierungsmodelle Dispositionskredit und Kleinkredit miteinander verglichen, die bei kurzfristigen finanziellen Problemen helfen. Die Vorteile von Kleinkrediten sind die volle Kostenkontrolle des Kreditnehmers und die schnelle Verfügbarkeit über das Geld. Wenn der Kunde den Darlehensvertrag abschließt, weiß er, welche Zinsen, Gebühren und Raten zu zahlen sind. Wer es besonders eilig hat, kann mit einer Extra-Gebühr binnen weniger Stunden über das Geld verfügen. Dadurch wird der Kredit jedoch insgesamt teurer.

Dispokredite und Kleinkredite empfehlen sich, wenn kurzfristige Liquiditätsengpässe bestehen. Bei längerfristigen Schulden sollten andere Finanzierungsmodelle gewählt werden. Rahmen- oder Ratenkredite sind bei längeren Laufzeiten günstiger als die kurzen Darlehensmodelle.

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Wenn das Auto streikt, dann braucht es Geld für die Reparatur. (Quelle: golubovy - Fotolia)

Letztere machen jedoch wirtschaftlich keinen Sinn, wenn man nur für einige Tage Geld benötigt. Ihre langen Laufzeiten würden im Vergleich zu Dispo und Kleinkredit zu hohe Kosten verursachen. Mit Kleinkrediten lassen sich außerplanmäßige Ausgaben verhältnismäßig günstig finanzieren. Auch wenn das Geld zum Monatsende ausgeht, lassen sich mit solchen kurzfristigen Darlehen finanzielle Lücken füllen.


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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


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