Girokonto | Schufa | ohne | trotz | Eintrag

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Girokonto ohne Schufa: Konto eröffnen trotz negativen Eintrags

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(Quelle: © Ralf Geithe - Fotolia)

In diesem Beitrag : Kann man ein Girokonto ohne Schufa eröffnen? Wie funktioniert das System Schufa? Welche Möglichkeiten hat man, wenn man einen negativen Schufa-Eintrag hat? Dies und mehr in diesem Beitrag.

Ohne Girokonto ist heute der Alltag nicht mehr zu bestreiten. Vermieter und Festnetzanbieter ziehen per Lastschrift ein, Renten und Gehälter werden schon lange nicht mehr in bar ausgezahlt. Kein Wunder also, dass die Zahl der Girokonten heute weit in die Millionen geht. Statistiker gehen deutschlandweit von etwa 98 Millionen Girokonten aus. Diese werden von Einzelpersonen oder Haushalten eröffnet und dienen in aller Regel dem täglichen Zahlungsverkehr.

Abgewickelt wird heute damit der bare und unbare Zahlungsverkehr. Letzterer umfasst – neben dem bereits genannten Lastschriftverfahren – auch Überweisungen (auch in Form von Daueraufträgen). So wichtig das Girokonto, so schwierig kann dessen Eröffnung sein. Speziell das Thema SCHUFA kann hier sprichwörtlich zum Zünglein an der Waage werden. Wie lässt sich ein Girokonto ohne SCHUFA eröffnen? Oder steht der einzelne Verbraucher hier vor einer unüberwindlichen Hürde.

SCHUFA: Schreckgespenst oder neutraler Beobachter

Sicher haben Sie die Bezeichnung SCHUFA im Alltag schon einmal gehört. Dahinter verbirgt sich die SCHUFA Holding AG - ehemals SCHUFA e. V. (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung). Das Unternehmen verfügt über Informationen zu etwa 67 Millionen Verbrauchern. Eine auf den ersten Blick beängstigende Zahl.

Kernfunktion der SCHUFA ist in erster Linie das Sammeln und Aufbewahren von Daten. Der Zweck: Kreditgeber werden so in die Lage versetzt, Kreditrisiken für individuelle Vertragspartner einzuschätzen. Hierfür wird das Zahlungsverhalten in der Vergangenheit bewertet. Die Daten erhebt die SCHUFA häufig nicht selbst. Neben Datenquellen, wie Schuldnerverzeichnisse der Amtsgerichte, sind es in erster Linie die Vertragspartner der SCHUFA, welche Informationen liefern. Hierzu gehören beispielsweise Banken und Sparkassen. Zu den gespeicherten Informationen gehört die Eröffnung eines Kontos oder die Aufnahme eines Darlehens.

Girokonto: SCHUFA-Klausel im Antrag obligatorisch

Prinzipiell wirkt die SCHUFA bei genauer Betrachtung in zwei Richtungen. Kreditgeber können Risiken meiden und bereits verschuldete Haushalte können nicht immer neue Zahlungsverpflichtungen (mit dem Risiko einer noch höheren Verschuldung) eingehen. Für die Kontoeröffnung wird die SCHUFA zum Problem, wenn Banken auf Negativeinträge, wie:

  • Kreditkündigungen
  • Kartenmissbrauch
  • Eidesstattliche Versicherungen usw.

kritisch reagieren – bis hin zur Ablehnung einer Eröffnung des Girokontos. Die Herausforderung aus Sicht des Verbrauchers besteht darin, dass in der Regel die Eröffnungsanträge fast immer eine SCHUFA-Klausel enthalten. Hiermit holen die Banken Ihre Einwilligung ein, um im Rahmen der Kontoeröffnung Daten an die SCHUFA übermitteln und einholen zu dürfen. Aber: Sie müssen an dieser Stelle nicht in die SCHUFA-Klausel einwilligen. Streichen Sie sie, wird dies der Eröffnung allerdings nur bedingt zuträglich sein.

Genauso wie Sie als Antragsteller den Passus zur Datenabfrage streichen können bzw. nicht unterzeichnen müssen, hat die Bank das Recht, Ihren Antrag auf die Kontoeröffnung abzulehnen. Bleibt die Frage, welche Möglichkeiten Haushalte heute haben, um mit der SCHUFA umzugehen?

Schufa, BITTE NUR VERWENDEN, WENN ES UM DIE SCHUFA GEHT!!! Bildrechte beachten!!!
Die Zentrale der SCHUFA Holding AG ist in Wiesbaden-Schierstein. (Quelle: SCHUFA Holding AG)

Guthabenkonto eröffnen: Ohne Dispo und EC-Karte

Gerade im Hinblick auf Negativmerkmale im eigenen SCHUFA-Datensatz wird es schwierig, ein Girokonto mit Dispo-Kredit, EC- und/oder Kreditkarte zu beantragen. An diesem Punkt kann zu Alternativen gegriffen werden. Eine Variante ist die Eröffnung eines Girokontos auf Guthabenbasis. Die Funktion ähnelt der Prepaid-Karte: Verfügt werden kann nur über Geld, welches vorher auf das Konto eingezahlt wird. Für den bargeldlosen Zahlungsverkehr und Abhebungen werden in der Regel Bankkarten ausgegeben.

Mittlerweile rechtsverbindlich ist Ihr Anspruch auf ein Basiskonto. Letzteres dient als Zahlungskonto und ist dem Girokonto vergleichbar. Für Banken besteht hier seit 2016 ein Kontrahierungszwang, Antragsteller dürfen nicht einfach abgelehnt werden. In jedem Fall sollte vor der Antragstellung verglichen werden, wie sich die Banken beim Girokonto bezüglich der Gebühren verhalten. Einen Überblick bietet hierzu das Verbraucherportal Qomparo.de.

Auslandskonten und Kontovermittler

Das Thema SCHUFA, Girokonto und Co. ist in den letzten Jahren – vor dem Hintergrund der Überschuldung von Haushalten – für Unternehmen und Personen interessant geworden, welche sich auf die Vermittlung entsprechender Dienstleistungen spezialisiert haben.

Leider ist es aus Sicht des Laien nicht einfach, seriöse Angebote von unseriösen Offerten zu trennen. Generell gilt die Faustregel, dass Banken Neukunden immer unter die Lupe nehmen werden. Generell ist Vorsicht angeraten, wenn vollmundige Versprechen gemacht werden oder im Vorfeld eine Aufwandsentschädigung gezahlt werden soll.

Girokonto und SCHUFA lassen sich unter einen Hut bringen

Girokonto ohne SCHUFA – in den letzten Jahren taucht diese Formulierung häufiger auf. Gerade Haushalte mit eingetragenen Negativmerkmalen haben – ähnlich Bankkunden, die den Kontakt zur SCHUFA auf ein Minimum beschränken wollen – Interesse an diesen Produkten. Bei deutschen Privatkunden-Banken und Sparkassen wird es schwierig, die Kontoeröffnung an der SCHUFA vorbeizuführen. Ob Offerten aus dem Ausland sich in der Praxis wirklich realisieren lassen, muss dem Einzelfall vorbehalten bleiben. Ein Zahlungskonto lässt sich heute aber auch mit negativer SCHUFA für jeden Bankkunden realisieren.


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