Besteuerung der Rente | Rentenfreibetrag | Flexi Rente 2017 | neue Infos

Was ändert sich bei der Rente 2017? Infos zum Rentenfreibetrag & der Flexi-Rente

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(Quelle: Fotolia - Wolfilser)

Zum Jahreswechsel hat sich bei der Rente einiges geändert. Hier erfahren Sie alles zur Besteuerung der Rente, der Rentenfreibetrag und der neuen Flexi-Rente.

2017 wird sich bei der Rente wieder einiges verändern. Ab Juli sollen die rund 20 Millionen Rentenbezieher mehr Ruhegeld erhalten. Wie hoch das Niveau steigt, wird im Frühjahr entschieden. Allerdings sinkt der Rentenfreibetrag weiter ab. Damit erhöht sich der Teil der Rente, der versteuert werden muss. Kommen jedoch größere oder außerplanmäßige Kosten auf Pensionäre zu, gibt es die Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen. Das könnte zum Beispiel bei einer Baufinanzierung der Fall sein. Inzwischen bieten viele Geldinstitute solche speziellen Darlehen an. Bei der Masse an Angeboten kann man jedoch schnell den Überblick verlieren. Um einen günstigen und fairen Kredit zu erhalten, empfehlen wir, sich bei einem unabhängigen Finanzdienstleister beraten zu lassen. In Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind die Experten der Finanzdienstleistung Poller gerne für Sie tätig. Das bei der Rente auch künftig noch einiges an die Demografie und aktuelle Entwicklungen angepasst werden muss, zeigt dieser Videobeitrag der ZDF-Sendung: Berlin direkt.

 

Der Rentenfreibetrag

Dieser Freibetrag ist der Teil der Rente, der nicht besteuert wird. Durch das Alterseinkünftegesetz wurde festgelegt, dass sein Niveau bis 2040 stufenweise auf 0 sinkt. Dann ist die komplette Rente steuerpflichtig, sofern sie über dem Grundfreibetrag liegt. Auf der Online-Präsenz der Deutschen Rentenversicherung findet sich ein anschauliches Beispiel, wie der Rentenfreibetrag die Besteuerung der Rente beeinflusst. Wie viel Ihrer Rente letztlich versteuert wird, ist abhängig vom Jahr Ihres Renteneintritts. Als das Alterseinkünftegesetz 2005 in Kraft trat, lag der Rentenfreibetrag bei 50 Prozent. Alle Pensionäre, die also 2005 oder zuvor Rente bezogen, müssen die Hälfte ihres Ruhegelds versteuern. Hier sei nochmal daran erinnert, dass dies nur gilt, wenn das zu versteuernde Einkommen nicht über dem Grundfreibetrag liegt (siehe Beispiel bei der Deutschen Rentenversicherung). Mit Jahresbeginn 2017 sank der Rentenfreibetrag auf 26 Prozent. Rentner, die ab diesem Jahr ihr Altersgeld beziehen, müssen also 74 Prozent davon versteuern. Die Höhe des Satzes bleibt bis zum Ende der Rentenbezüge unverändert. 2016 war der Rentenfreibetrag übrigens noch bei 72 Prozent. Wer also im letzten Jahr das reguläre Renteneintrittsalter erreichte, muss auch dieses und die kommenden Jahre immer nur 72 Prozent seiner Bezüge versteuern.

Der Bundesfinanzhof, das oberste Gericht für Steuer- und Zollsachen in Deutschland, entschied mit dem Urteil X R 15/07, dass diese nachgelagerte Besteuerung verfassungskonform ist. Eine Ausnahme davon geht aus der sogenannten Öffnungsklausel hervor.

Rente 2017 – Das ändert sich

2016 gab es einen starken Anstieg der Renten in Ost und West. In den neuen Bundesländern erhielt man 5,95 Prozent mehr Ruhegeld, im Westen waren es 4,25 Prozent. In diesem Jahr gibt es zwar erneut höhere Renten, die Zuwächse sollen aber mit bis zu 2 Prozent deutlich geringer sein. Durch die Erhöhungen werden aber viele Pensionäre steuerpflichtig. Liegt deren Rente über dem Grundfreibetrag, müssen sie ihr Ruhegeld versteuern. Der Grundfreibetrag ist jedoch zum Jahreswechsel ebenfalls gestiegen. Lag er 2016 noch bei 8.653 Euro für Alleinstehende, ist er 2017 bei 8.820 Euro. Ehepartner können ihre Einkünfte zusammen veranschlagen, sodass ihr Grundfreibetrag doppelt so hoch ist, also 17.640 Euro. Auf den Betrag können jedoch noch individuell Werbungskosten und Sonderausgaben aufgeschlagen werden. So können auch Renten, die über dem Grundfreibetrag liegen, noch unversteuert bleiben. 2015 haben laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung 4,5 Millionen Rentner Steuern auf ihre Ruhegelder zahlen müssen. Damit ist knapp ein Viertel aller Rentenempfänger steuerpflichtig. Es gibt jedoch einige Steuervorteile für Pensionäre und Rentner. Der Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. hat diese in einer Übersicht zusammengetragen. Diese finden Sie auch in unserer nachfolgenden Grafik:

 

Steuervorteile für Rentner
Das sind die Steuervorteile, die Rentner beanspruchen können. (Quelle: Fotolia)

Steuerpflichtige Rentner müssen in ihrer Einkommenssteuererklärung die Anlage R ausfüllen, Pensionäre die Anlage N. Dadurch, dass die Rentenversicherungsträger und privaten Versicherer die gezahlten Renten bei den Finanzämtern ausgeben, schreiben letztere die steuerpflichtigen Ruhegeldbezieher zumeist an.

Die Flexi-Rente

Ab 2017 wurde die Flexi-Rente eingeführt. „Ziel ist es, den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand zukünftig flexibler zu gestalten und gleichzeitig die Attraktivität für ein Weiterarbeiten über die reguläre Altersgrenze hinaus zu erhöhen“, heißt es auf der Online-Präsenz der Deutschen Rentenversicherung. Bei diesem Modell werden eine Teilrente und Teilzeitarbeit kombiniert. Wer vor dem Renteneintrittsalter also schon eine Teilrente bezieht, kann dennoch weiter arbeiten. So kann der Frührentner bis zu 6.300 Euro jährlich hinzuverdienen, ohne dass diese Einkünfte auf die Rente angerechnet werden. Alles darüber liegende Verdienste werden mit 40 Prozent auf die Teilrente angerechnet. Näheres dazu ist auf der Internetseite der Bundesregierung zu lesen.

Wer sich über Riester-Rente und Rürup-Rente noch zusätzlich absichern möchte, der muss seit 1. Januar 2017 von den jeweiligen Anbietern mit einem Produktinformationsblatt über Chancen und Risiken aufgeklärt werden. Diese sind verbindlich in Klassen festgelegt und so für den Interessierten nachvoll- und vergleichbar.

Versicherung, Vertrag
Durch die Flexi-Rente kann man in Teilzeit arbeiten und erhält zusätzlich eine Teilrente. (Quelle: https://de.fotolia.com/id/104278045)

Fazit

Mit dem Jahreswechsel von 2016 auf 2017 hat sich bei der Rente einiges verändert. Zwar stiegen die Rentenleistungen, andererseits wurden durch diese Erhöhungen viele Ruhegelder steuerpflichtig. Der Rentenfreibetrag änderte sich ebenfalls, sodass im neuen Jahr von neuen Vollrenten 74 Prozent für die Steuer angerechnet werden. Mit der Flexi-Rente wurde ein neues Modell eingeführt, welches Teilzeitarbeit und Teilrente kombiniert. Wer eine größere Anschaffung plant oder außerplanmäßige Ausgaben erwartet, muss dafür nicht seine komplette Rücklagen verwenden. Die Experten der Poller-Finanzdienstleistung können günstige Kredite vermitteln, die speziell für Senioren zugeschnitten sind. Da das Unternehmen unabhängig arbeitet, kann man eine Vielzahl von Angeboten vergleichen und im Gespräch mit Ihnen die besten Konditionen ermitteln.


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Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


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