Was ist ein RSS-Feed | RSS Reader | E-Mail Client

Was ist ein RSS-Feed, RSS-Reader & E-Mail-Client?

Bild zum Artikel: Was ist ein RSS-Feed | RSS Reader | E-Mail Client
(Quelle: Vadim Guzhva - Fotolia)

Manch Interneteinsteiger fragt sich, was ist ein RSS-Feed, RSS-Reader oder E-Mail-Client? Wir erklären diese Begriffe anhand von althergebrachten Beispielen.

„Das Internet ist für uns alle Neuland.“ Mit diesem bildhaften Vergleich antwortete Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer Pressekonferenz, am 19. Juni 2013, den anwesenden Pressevertretern. Gefragt wurde sie nach dem damals aufgedeckten Spionageskandal, bei dem US-Geheimdienste mit dem Computer-Programm „Prism“ weltweit Menschen überwachten und ausspähten. Unabhängig der politischen Botschaften und der damals heiteren Reaktionen auf Merkel, sind solche Gleichnisse mit althergebrachten Bildern und Begriffen oft eine Hilfe, um Neues zu verstehen. Daher werden Sie in diesem Beitrag oft solchen Analogien finden.

Der RSS-Feed 

Sie interessieren sich für ein bestimmtes Thema im Netz, und möchten dazu auf dem Laufenden gehalten werden? Dann ist ein RSS-Feed dafür sehr nützlich. RSS steht für "Really Simple Syndication" (engl.), was zu gut deutsch „sehr einfache Zusammenfassung“ heißt. Sobald es eine Änderung beziehungsweise Neuigkeit zum Thema gibt, werden Sie durch den RSS-Feed sekundenschnell darüber informiert. Im Prinzip funktioniert diese technische Hilfe wie das gute alte Zeitungsabonnement. Der Leser bestellt die Zeitung und erhält sie jeden Morgen an seiner Tür oder im Briefkasten. Doch anders als dieses klassische Abo, ist die „Lieferung“ per RSS-Feed für den Leser in der Regel kostenfrei. Übrigens bieten viele Nachrichtenportale diesen elektronischen Service im Netz an. So können Sie zum Beispiel auf der Seite der Süddeutschen Zeitung gleich mehrere Feeds bestellen, und sich zu den ausgewählten Themen informieren. Auch die Tagesschau der ARD hat diesen Service für Ihre Leser. Die „Feeds“ bestehen ausschließlich aus Text, haben also keine grafischen Elemente oder Animationen. Oft haben sie einen Titel, einen Textanriss und einen Verweis auf die Internetseite, von der der Text stammt. Mit einem Klick auf den Feed kommt man dann zu dem kompletten Beitrag.

RSS-Feed
Das sind Vorteile, die ein RSS-Feed bietet. (Quelle: eigene Darstellung)

Der wohl größte Vorteil ist aber, dass Leser nicht jede Internetseite einzeln besuchen müssen, um nachzuschauen, ob es Neuigkeiten gibt. Alle Feeds können zentral über ein Programm eingesehen werden. Der Nutzer spart also Zeit, da er statt vieler nur eine Seite besuchen muss. Damit der Leser einen RSS-Feed nutzen kann, braucht er allerdings ein Programm, womit er die Informationen abrufen kann. Den RSS-Reader. Um bei unserem Beispiel mit der Zeitung zu bleiben, der Leser muss auch an die Informationen gelangen. Also den Briefkasten öffnen, die Zeitung herausnehmen und sie dann lesen. In der virtuellen Welt des Internets ist dies der RSS-Reader. Das englische Wort "Reader" heißt übersetzt Leser.

Einfachheitshalber erklären wir zwei Wege, wie Sie ein solches Programm installieren. Eine Möglichkeit ist die Anwendung über den Browser. Also das Programm, mit dem Sie ins Internet gelangen. Auch hier stammt der Begriff aus dem englischen Sprachraum. „To browse“ [dt. ausgesprochen: tu braus] lässt sich ins Deutsche als stöbern, schmökern oder umsehen übersetzen. Mit diesem Programm lässt sich das Internet wortwörtlich durchstöbern. Bekannte Browser sind:

Inzwischen können RSS-Reader über viele Browser direkt genutzt werden. Dabei entscheidet der Nutzer selbst, wo er die Informationen hingeschickt haben möchte. Im Mozilla Firefox wird standartmäßig die Option als „Lesezeichen“ angeboten.

RSS-Feed, RSS-Reader, basenio
Hier sind die RSS-Feeds in den „Lesezeichen“ abgelegt (siehe roter Pfeil). Der Mozilla Firefox kann die Textdateien direkt auslesen. (Quelle: eigene Darstellung)

Es gibt aber auch die Option, dass sich mit RSS-Readern die RSS-Feeds auslesen lassen. Solche Programme müssen auf Ihrem Gerät zuvor installiert sein. Bekannte RSS-Reader (teils kostenfrei, teils kostenpflichtig) sind:

  • Tiny Tiny RSS
  • Feedly
  • NewsBlur
  • Fever

RSS-Feeds per E-Mail

Für Sie als Nutzer gibt es auch die Möglichkeit, die Informationen der RSS-Feeds in Ihren E-Mails zu empfangen. Der Begriff E-Mail lautet ausgesprochen "electronic mail" (engl.). Auf Deutsch übersetzt: elektronische Post. Hier handelt es sich also um die digitale Form der klassischen Postsendung. Statt in einem Briefkasten oder Postfach landet die Sendung in einem E-Mail-Konto. Wie beim Briefkasten brauchen Sie auch für die E-Mail eine Anschrift, damit der Empfänger weiß, wohin er die Botschaft schicken kann. Diese digitalen Adressen erkennt man an dem At-Zeichen „@“.

Internet, E-Mail, Post, Kommunikation, schreiben, Mail
Das At-Zeichen. (Quelle: Brian Jackson - Fotolia)

Inzwischen ist es Usus, dass Internetnutzer mehrere E-Mail-Adressen haben. So können private und geschäftliche Post voneinander getrennt werden. Auch hier gibt es digitale Vorzüge im Vergleich zum althergebrachten Briefkasten. Zu Letzterem müssen Sie immer vor die Tür gehen und nachschauen, ob Post gekommen ist. In der digitalen Variante werden Sie informiert, wenn Sie Post bekommen. Dafür gibt es die sogenannten E-Mail-Clients. Mit solchen Programmen lassen sich alle Ihre E-Mail-Adressen verwalten. Überhaupt machen die Clients es erst möglich, dass Sie die elektronische Post schreiben, lesen, empfangen und versenden können. Es gibt auch noch jede Menge weitere Vorteile, die solche Programme bieten.

Selbst wenn man gerade nicht im Internet aktiv ist, kann man auf seine „Post“ zugreifen. Nutzer sparen zudem auch viel Zeit. Stellen Sie sich vor, Sie haben vier verschiedene Briefkästen und für jeden der Kästen einen Schlüssel. Sie müssten erst mit jedem Schlüssel zu jedem Briefkasten gehen, ihn öffnen und nachsehen ob Post angekommen ist. Über den E-Mail-Client haben Sie all Ihre Postfächer bzw. Briefkästen mit einem Schlüssel im Blick. Auch unliebsame Werbung können Sie blockieren. Ähnlich wie mit dem „Werbung-verboten-Aufkleber“ am Briefkasten können sie unerwünschte Post ausschließen. Der bekannteste E-Mail-Client dürfte wohl Microsofts Outlook sein. Doch es gibt viele kostenfreie Alternativen, die leicht zu handhaben sind. Letztlich ist das beste Programm das, mit welchem der Nutzer im Umgang vertraut ist. Testen Sie sich hier ruhig aus, und finden dabei Ihren persönlichen E-Mail-Client.

RSS-Feed über E-Mail-Client empfangen

Doch nicht nur Mails lassen sich mit dem Programm verwalten. Auch RSS-Feeds können empfangen werden. Dafür genügen wenige Klicks und der Client fungiert als RSS-Reader. Wir zeigen es Ihnen am Beispiel von Outlook. Gehen Sie in die Kontoeinstellungen, die sie unter dem Menüpunkt „Extra“ oder „Datei“ finden. Es öffnet sich ein kleines Bildschirmfenster. Dort wählen Sie den Punkt RSS-Feeds. Nach dem Klick auf „Neu“ werden Sie aufgefordert, einen Pfad anzugeben. Tragen Sie dort die Internetadresse der Seite ein, von der Sie den RSS-Feed haben möchten. Wollen Sie Nachrichten von basenio.de, dann tragen Sie in das Outlook-Fenster www.basenio.de ein. Speichern und schon erhalten Sie die Feeds dieser Seite.


DIESEN BEITRAG: KommentierenDrucken
Bewerten:
Empfehlen:

Mehr von Steffen Gottschling
Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


Kommentar schreiben

Sicherheitscode