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TV-Geräte bei Stiftung Warentest: Das sind die Testsieger & -verlierer 2017 im Überblick

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In diesem Beitrag: Hier sehen die Testsieger & -verlierer im 2017er Test der Stiftung Warentest. Wo sind die Schwächen, wo die Stärken? Außerdem geben wir eine kurze Übersicht, welche TV-Geräte derzeit am Markt gekauft werden können.

In 97,9 Prozent aller deutschen Haushalte steht mindestens ein TV-Gerät. Allein dieser Wert zeigt, wie wichtig die „Flimmerkiste“ hierzulande ist. Auch bei der durchschnittlichen Sehdauer lässt sich erahnen, welche Stellung der Fernseher in der Unterhaltungselektronik einnimmt. Die wohl aussagekräftigste Studie hierfür ist das AGF-Fernsehpanel. Den Daten zufolge schaut der Deutsche täglich 223 Minuten fern. Seit 2010 liegt dieser Wert übrigens konstant über 220 Minuten pro Tag. Die Daten zeigen auch, je älter Menschen sind, desto mehr schauen sie TV. Bei den über 60-Jährigen läuft das Gerät durchschnittlich 312 Minuten pro Tag, also etwas mehr als fünf Stunden. Grund genug für basenio.de selber einmal nachzuschauen. Wir stellen die Testsieger aus der aktuellen Ausgabe der Stiftung Warentest (10/2017) vor.

Das sind die Testsieger & Testverlierer 2017 bei den TV-Geräten

Stiftung Warentest testete Geräte in fünf Größenkategorien. Die „kleinen“ TV-Geräte haben eine Bildschirmdiagonale von 81 Zentimetern, die mittelkleinen 102 bis 109 Zentimeter Bilddiagonale, die mittelgroßen von 124 bis 127 Zentimetern, die großen von 140 bis 147 Zentimetern und die ganz großen mit einer Bilddiagonale von 165 Zentimetern. In das Gesamturteil gingen die Bildqualität, der Ton, die Handhabung, die Vielseitigkeit und die Umwelteigenschaften der Fernseher ein.

Testsieger klein: Metz Cosmo 32

Bei den kleinen Geräten spricht Stiftung Warentest für nur einen der getesteten Fernseher ein Kauftipp aus. Der Metz Cosmo 32 konnte mit einer Gesamtnote 2,3 die Tester überzeugen. Laut den Testern gibt es bei fast allen getesteten Kleingeräten erhebliche Schwächen beim Ton. Nur der Metz Cosmo kam mit einer 2,3 beim Ton gut weg. Andere Geräte waren hier höchstens befriedigend. Die beste Einzelnote erreichte der kleine Testsieger aus dem Hause Metz bei der Vielseitigkeit. Hier sprachen die Tester eine 2,0 aus.

Testverlierer klein: Philips 32PFD4132

Die holländische Elektronikmarke kann mit diesem kleinen TV-Gerät die Tester nicht überzeugen. Im Gesamturteil gab es nur ein Ausreichend (4,2). Verantwortlich dafür ist vor allem die Tonqualität. Mangelhaft (5,4) wurde die akustische Wiedergabe benotet. „Er verfälscht Töne, der Bass klingt schwach, das Hörerlebnis ist schrill und unangenehm“, heißt es im Testbericht. Seine beste Note erhielt bei den Umwelteigenschaften. Hier vergab man eine 2,1.

Testsieger mittelklein: LG 43UJ6309

Bei den TV-Geräten mit einer Bildschirmdiagonale zwischen 102 und 109 Zentimetern gab es keine negativen Ausrutscher. Die getesteten Fernseher schnitten alle mit gut ab. Ganz vorne liegt der LG 4343UJ6309 (Gesamtnote 2,1). Seine Bestnoten erreicht er bei Ton und Vielseitigkeit jeweils mit einer 1,8. Einzig die Bildqualität fällt im Gesamturteil etwas ab. Mit einer 2,4 ist er dennoch gut bewertet worden. Laut Stiftung Warentest ist er auch das „Leichtgewicht“ unter den mittelgroßen Geräten.

Testverlierer mittelklein: Sony-43XE8005

Nicht viel schlechter als der Testsieger schneidet der Testverlierer ab. Der Sony-Fernseher erhielt eine 2,4. Verantwortlich dafür ist die nur befriedigende Handhabung des Geräts. Hier gab es nur eine 2,9. Gebrauchsanleitung und Hilfen sind den Testern nicht gut genug gewesen. Bei der Vielseitigkeit bekam dieser Fernseher mit der 1,7 seine Bestnote.

Testsieger mittelgroß: LG 49SJ8109 & 49UJ7509 sowie Samsung UE49MU7009 & UE49MU8009

Zwei Modelle der Marke LG und zwei Modelle von Samsung erhielten alle die Note Gut (Gesamtnote 1,9) und wurden somit Testsieger der Kategorie 124 bis 127 Zentimeter Bildschirmdiagonale. Besonders in der Handhabung konnten beide Modelle mit einer Note von 1,7 überzeugen. Auch der Ton wurde bei beiden mit einer guten 1,8 bewertet. Bei der BIldqualität bekam der LG 49SJB109 die Note 2,1 und der LG 49UJ7509 eine 2,2. Damit schneiden sie in Sachen 'Bild' genau so wie die "Testverlierer" ab. 

Testverlierer mittelgroß: Philips 49US7272 & Philips 49US7502

Am schlechtesten bewertet aber dennoch mit einer guten Bewertung (Gesamtnote 2,5) schnitten die beiden Modelle von Philips ab. Bei der Bildqualität können sie mit den Testsiegern mithalten (Note 2,2), allerdings erhielten beide Fernseher in den Kategorien Ton und Handhabung nur ein befriedigend. 

Testsieger groß: LG 55SJ8109, Samsung QE55Q7F & LG OLED55B7D

Die Gewinner der großen Fernseher mit einer Bilddiagonale von 140 bis 147 Zentimetern sind unter den Geräten mit LCD die Modelle LG 55SJ8109 und Samsung QE55Q7F. Beide schnitten mit der Note Gut (1,7) ab und konnten vor allem in der Kategorie Ton mit der Note „sehr gut“ punkten. Der Fernseher von Samsung schwächelt allerdings in der Handhabung – für das Bedienen mit Fernbedienung und am Gerät gab es hagelte es die Noten „befriedigend“ und „ausreichend“. Bei den Geräten mit OLED wurde der LG OLED55B7D zum Sieger gekürt. Er bekam für die Tonqualität und die Vielseitigkeit jeweils die Note „sehr gut“ und stach so seine Konkurrenten aus.

Testverlierer groß: Philips 55PUS7502

Am schlechtesten der großen Geräte wurde das Modell 55PUS7502 von Philips bewertet. Mängel zeigt er vor allem beim Ton und der Handhabung. Bis auf die USB-Funktionen, die ein „sehr gut“ erhielten, konnte er hier nicht überzeugen. Doch auch er schneidet mit einer Gesamtbewertung von 2,5 nicht schlecht ab. Bild, Vielseitigkeit und Umwelteigenschaften erhalten gute Noten.

Testsieger ganz groß: LG 65SJ8509

Sieger der Kategorie 165 Zentimeter Bildschirmdiagonale kommt wieder einmal aus dem Hause LG. Er erhält die Gesamtnote „gut“ (1,8) und punktet vor allem mit sehr gutem Ton. Aber auch Bild und Handhabung können sich sehen lassen.

Die Stiftung Warentest hat rund 400 Fernseher in ihrer Datenbank. Die Testurteile und Bewertungen können auf der Internetseite der gemeinnützigen Verbraucherorganisation eingesehen werden. Hier finden Sie alle Geräte im Überblick. Den kostenpflichtigen Testbericht kann man für fünf Euro einsehen.

Die Stiftung Warentest hat rund 400 Fernseher in ihrer Datenbank. Die Testurteile und Bewertungen können auf der Internetseite der gemeinnützigen Verbraucherorganisation eingesehen werden. Hier finden Sie alle Geräte im Überblick. Den kostenpflichtigen Testbericht kann man für fünf Euro einsehen.

Pärchen, Senioren, Oma, Opa
In die "Röhre" wird heute kaum noch geguckt. Neue TV-Techniken lösen die alten Geräte ab. (Quelle: https://de.fotolia.com/id/80344017)

Was für TV-Geräte gibt es?

Sprach mit früher beim Fernseher davon, in die Röhre zu gucken, gilt das heute kaum noch. Die alten Röhrenfernseher verschwinden immer mehr aus den Haushalten. Die Flachbildschirme verdrängen die alten Geräte immer mehr. Handelsüblich sind LCD-, Plasma-, OLED- und LED-Fernseher. Doch was steckt hinter den Abkürzungen und was stellt man sich da eigentlich in die Wohnung?

LCD-Fernseher: Liquid Crystal Display

LCD-Anzeigen gibt es schon seit den 1970er-Jahren. Damals in Taschenrechnern, Digitaluhren oder in Wetterstationen. Über Flüssigkeitskristalle und Polarisationsfilter wird das Bild erzeugt. Mehr zur genauen Funktionsweise finden Sie hier.

Plasma-Fernseher:

Hier wird das Bild durch Leuchtstoffe aufgebaut. Die entstehen, wenn Plasma (ionisiertes Gas) Gas entlädt. Dieses Video veranschaulicht die Funktionsweise:

OLED-Fernseher: Organic Light Emitting Diode

Organische Leuchtdioden leuchten von sich aus. Bei Bedarf können sie den Betrieb aber einstellen, so entsteht ein sattes und tiefes Schwarz. Hier mehr Informationen zu Funktionsweise und Geschichte der OLEDs.

LED-Fernseher: Light-Emitting Diode

Mittels lichtemittierende Dioden wird hier das Bild erzeugt. Derzeit gilt die LED-Technik als weitbereiteste unter den Fernsehern. Weitere Informationen zur Technik finden Sie hier


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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


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