Tastenhandy | bestes | Test | für Senioren

Tastenhandy im Test 2018: Das sind die besten Handys für Senioren

Bild zum Artikel: Tastenhandy | bestes | Test | für Senioren
(Quelle: © Peter Maszlen - Fotolia)

Es gibt sie noch immer am Markt - Tastenhandys. Und es sprechen einige Gründe dafür, dass die klassischen Mobiltelefone noch erhältlich sind. In unserem Test haben wir Vorzüge herausgefunden, die insbesondere für Senioren vorteilhaft sind.

Mobile Kommunikation ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. In einigen Altersgruppen hat das Smartphone sogar den Laptop oder PC bezüglich der täglichen Nutzungsdauer überholt. Wie viele Nutzer gibt es inzwischen deutschlandweit? Der Branchenverband BITKOM beschäftigt sich mit der mobilen Nutzung – und kommt zu einigen Überraschungen. Insgesamt lag die Zahl der Smartphone-Nutzer Anfang 2018 bei 57 Millionen. Heißt: Nur 2 von 10 Deutschen haben kein Smartphone benutzt. Wirklich überraschend ist allerdings der Trend bei den Senioren. Seit 2016 von BITKOM in den Untersuchungen zum Smartphone-Markt dokumentiert, ist der Nutzeranteil über 65 Jahre deutlich gestiegen. Gleiches gilt übrigens auch für Tablet-PC, die kleine flache Computer sind. 

Inzwischen sind es mehr als zwei Fünftel. Ist das Smartphone aber immer die beste Wahl? Während Jugendliche und junge Erwachsene kaum Probleme mit den modernen Geräten haben, können ältere Nutzer an ihre Grenzen stoßen. Vor allem die Haptik der Geräte - also der Tastsinn - ist für sie ungewohnt. Moderne Smartphones haben keine greifbaren Ziffertasten, sondern werden über die virtuelle Tastatur auf dem digitalen Display bedient. Weniger technikaffine Senioren können mit solchen Geräte durchaus überfordert sein.

Doch einige Hersteller stellen noch immer leichtbedienbare Tastenhandys her. Dafür sprechen gleich mehrere Gründe.

 

Senioren, telefonieren, Telefon, Handy, Smartphone, Kommunikation, Frau, Paar, Technik
Senioren bevorzugen nicht per se klassische Tastenhandys. Viele ältere Menschen nutzen die Vorzüge der neuen Handy-Generation mit iPhone und Smartphone. (Quelle: © zinkevych - Fotolia)

Bekannte Hersteller von Tastenhandys

Zu den Top-Marken im Segment der Tastenhandys gehören heute unter anderem:

  • Nokia
  • Doro
  • Panasonic
  • Swisstone
  • Emporia

Hier zwei aktuell erhältliche Tastenhandys, die wir in unserem Test verglichen haben:

 Emporia PrimeDoro 5030
Preis25 Euro bis 115 Euro32 Euro bis 45 Euro
Displaygröße2,4 Zoll (6,1 cm)1,7 Zoll (4,32 cm)
Auflösung320 x 240 Pixel160 x 128 Pixel
SIM-GrößeMini-SIMMicro-SIM 
Notruf-TasteKurzwahl-Tastenja
Sonderfunktionkeine AngabenHörgerätekompatibel

 

Die Computer-Bild-Redaktion hat das Nokia 3310 getestet. Das Mobiltelefon ist eine Neuauflage des 2000 erschienen Originals. 

Was zeichnet ein Tastenhandy aus?

Mobile Kommunikation ist allen Altersgruppen inzwischen wichtig. Allerdings fokussieren sich Entwickler innovativer Geräte meist auf eine Zielgruppe, die mit den neuen digitalen Technologien aufgewachsen ist. Die können problemlos Touchscreen und Applikationen nutzen. Doch es gibt auch Handy-Nutzer, die sich diesen neuen Technologien verweigern oder lieber auf altbewährtes zurückgreifen.

Wer in Elektronik-Fachmärkten aufmerksam unterwegs ist, wird auch noch Geräte finden, die an eine fast schon vergessene Zeit erinnern. Die Rede ist von Handys mit Tasten und Displays, die so gar nicht in das gewohnte Bild passen wollen.

Die Rede ist von Tastenhandys. Deren auffälliges Merkmal sind die großen Ziffern-Tasten und das – im Vergleich zu Smartphones – fast schon kleine Display. In der Praxis wirken solche Telefone fast schon deplatziert. Dabei gibt es einen sehr guten Grund, warum sich Tastenhandys nach wie vor am Markt halten.

 

Besondere Eigenschaften der Tastenhandys:

  • Ziffern-Tasten zur Bedienung
  • einfaches Display
  • Sonderfunktionen – wie Notruftaste

 

Hinsichtlich der Kosten sind pauschale Aussagen schwierig, da es auch hier unterschiedliche technische Ausstattung gibt. Sehr einfache Geräte, die sich in ihrem Funktionsumfang auf wesentliche Features beschränken, sind am Markt im Preissegment zwischen 50 Euro bis 100 Euro zu finden.

Natürlich sind auch deutlich höhere Preise darstellbar – wenn die Geräte Sonderfunktionen beinhalten sollen. Speziell trifft diese Aussage auf Seniorenhandys zu. Hier liegen die Preise schnell zwischen 150 Euro bis 250 Euro.

Warum sind solche Geräte für Senioren sinnvoll?

Senioren pauschal auf Tastenhandys festzulegen, wird ihren geistigen und motorischen Fähigkeiten nicht gerecht. Gerade die Statistik des Branchenverbands BITKOM zeigt doch, dass auch ältere Menschen immer noch mit neuer Technik klarkommen – und auch den Willen haben, deren Herausforderungen zu meistern.

Hinsichtlich ihrer Haptik sind die Geräte so angepasst, dass sie auch bei gewissen motorischen Einschränkungen noch problemlos benutzt werden können. Parallel bieten die Geräte heute einige Sonderfunktionen, wie zum Beispiel eine Notruffunktion. In Verbindung mit der Ortungsfunktion bietet sich deren Einsatz zum Beispiel bei Demenzerkrankten an. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist die Kombination aus Tastenhandy und Telemedizin. Solche speziellen Funktionserweiterungen machen Senioren unabhängiger und fördern auf diese Weise in erheblichem Umfang die Lebensqualität. Ein weiterer Vorzug der "klassischen" Mobiltelefone - sie verbrauchen weniger Strom. Daher ist die Akkuleistung meist höher und sie können unter Umständen viele Tage benutzt werden, ohne das sie aufgeladen werden müssen.

Aber: Wie gut oder schlecht die Geräte im Alltag funktionieren, kann individuell sehr unterschiedlich sein. Tastenhandys, welche bei motorischen Einschränkungen optimal sind, sind – so das Ergebnis einer Stiftung-Warentest-Untersuchung (kostenpflichtig: 1,50 Euro) – nicht automatisch bei verminderter Hörleistung optimal.

Alternativen zum Tastenhandy

Das Thema Tastenhandy dürfte in Zukunft – da auch in Deutschland eine deutliche Verschiebung der Alterspyramide stattfindet – an Aktualität noch einmal zulegen. Auch Hersteller moderner Smartphones haben diesen Trend im Blick.

Wie gemeinsame Schnittmengen aussehen, ist bereits heute sichtbar. Ein Lösungsansatz ist zum Beispiel die „Launcher App“. Mit deren Hilfe kann die Nutzeroberfläche ersetzt und das Smartphone zugänglicher gemacht werden. Ein anderer Ansatz besteht in voreingestellten Modi, mit denen sich das Gerät auf Knopfdruck in ein seniorentaugliches Handy mit einfacher Menüführung verwandeln lässt. Eingabestifte vereinfachen die Bedienung der Geräte noch einmal zusätzlich.

 

Telefon, Smartphone, telefonieren, Alter, Notruf, Frau
Smartphones sind mitunter schwieriger zu handeln. (Quelle: © Africa Studio - Fotolia)

 

Fazit: Tastenhandys für Mobilität im Alter

Senioren gehören immer seltener zum alten Eisen. Und wollen selbst so lange wie möglich selbständig mobil bleiben. Dazu gehört die Möglichkeit, unterwegs kommunizieren zu können. Moderne Smartphones passen auf der anderen Seite nicht immer optimal zu den Bedürfnissen der Senioren. Ein Beispiel ist die Bedienung mittels virtueller Tastatur. An dieser Stelle bieten einige Hersteller Lösungen an – etwa Tastenhandys, die mit Sonderfunktionen wie Hörgerätekompatibilität ausgestattet sind. 


DIESEN BEITRAG: Kommentieren Drucken
Bewerten:
Teilen:

Mehr von Basenio Redakteur
Profilbild von Basenio Redakteur

Unsere basenio-Redaktion schreibt Informations- und Servicebeiträge für Menschen ab 50plus und deren Angehörige. Gerne können Sie unseren Redakteuren Fragen stellen, die wir in einem weiteren Beitrag für Sie beantworten.


Kommentar schreiben

Sicherheitscode