Tablet fĂĽr Senioren | Rentner | Test & Vergleich | Tipps

Das richtige Tablet fĂĽr Senioren & Rentner - Basenio macht den Test & Vergleich und gibt Tipps, worauf Sie achten sollten

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(Quelle: Patricia Klamt)

Basenio.de hat den Test & Vergleich gemacht: Welche Tablets sind für Senioren und Rentner besonders gut geeignet. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Merkmale und Funktionen auf die es ankommt. So finden Sie schneller das richtige Gerät.

| Steffen Gottschling

Sie sind kleiner als ein Desktop-Computer und größer als ein Smartphone – Tablet-PCs. Rund 45% der Deutschen nutzen diese flachen und leichten Rechner, das zeigen die Zahlen der renommierten ARD/ZDF-Onlinestudie (2019). Bemerkenswert ist, dass die Nutzerzahlen im Seniorenalter nur leicht unter diesem Durchschnitt liegen. In der Altersgruppe der 50- bis 69-Jährigen nutzten 42% ein Tablet, bei den über 70-Jährigen noch jeder Fünfte.

Basenio.de, das Onlineportal für die Generation 50plus, hat sich bei Branchenkennern und Experten nach den Bedürfnisse und Interessen älterer Menschen im Hinblick auf Tablet-PCs erkundigt. Außerdem stellen wir Ihnen in unserem Ratgeber Hersteller von Senioren-Tablets vor und mögliche Alternativen.

Senioren nutzen Tablet & Co. zur Kommunikation und Unterhaltung

Es sind vor allem Kommunikationsmöglichkeiten, die bei Senioren das Interesse an der Technik geweckt haben. Das bestätigt auch Dagmar Hirche, die sich als Vorstandsvorsitzende des Vereins „Wege aus der Einsamkeit“ für die Verbesserung der Lebensumstände älterer Menschen und ihrer Stellung in der Gesellschaft einsetzt.

„Ein Teil unserer Vereinsarbeit sind Computerkurse für die Generation 65plus. Der Kontakt zu Familie und Bekannten ist Senioren wichtig, daher sind sie vor allem an Kommunikationsmöglichkeiten interessiert. 90% der Kursteilnehmer möchten sich mit WhatsApp vertraut machen“, verrät Dagmar Hirche. Nachrichten schreiben, Bilder versenden und per Video telefonieren, all das ist mit WhatsApp möglich.

WhatsApp auf Tablet installieren

Sie können WhatsApp über ein Tablet nutzen. Dazu müssen Sie entweder die Anwendung „WhatsApp Desktop“ installieren (für Windows 8.1 oder neuer, macOS 10.10 oder neuer) oder den Service „WhatsApp Web“ nutzen.

Auch beim Dienstleiter „Computerhilfe-Direkt“, der einen technischen Hilfsservice per Fernwartung anbietet, sieht man die Probleme älterer Menschen eher bei der Software als bei den Geräten selber. „Die häufigsten Probleme von älteren Menschen sind unter anderem Einrichtung und Umgang mit E-Mail-Programmen wie ‚Thunderbird‘ und ‚Outlook‘.

Zudem kommen häufig Probleme mit dem Betriebssystem oder dem Drucker. Aber auch einfachere Hindernisse, wie Schriftgrößen ändern oder ‚Pop-Up-Werbung‘ unterbinden, sind uns von älteren Nutzern bekannt“, erklärt Computerhilfe- Geschäftsführer Patrick Augst.

Tablet PC fĂĽr Senioren
Senioren nutzen Tablet-PCs vor allem dazu, um mit ihrer Familie und mit Bekannten in Kontakt zu bleiben. (Quelle: © Syda Productions – Adobe Stock)

Sind ältere Menschen erst einmal vertraut mit der Technik von Tablet PCs und anderen Geräten, beschränken sie sich in der Regel auch nicht mehr nur auf Kommunikationsanwendungen. „Sie schauen Krimis über Mediatheken und hören Podcasts. Youtube ist ebenfalls sehr gefragt. Manch einer fragt auch nach den Apps des öffentlichen Personalverkehrs, um die nächste Bahn oder den Bus nicht zu verpassen“, gibt Dagmar Hirche zu verstehen. Senioren, die noch viel unterwegs sind, nutzen zudem die Navigationsanwendungen von Google & Co.

Eine interessante Feststellung kann Dagmar Hirche in ihrer Arbeit mit älteren Menschen des Öfteren machen. „Die meisten Senioren wollen genau das gleiche Tablet oder Smartphone haben wie ihre Enkel oder Bekannten. Spezielle Tablets für Senioren wollen sie eigentlich nur, wenn diese in ihrem Bekanntenkreis auch genutzt werden.“

Doch gerade solche Senioren-Tablets erleichtern den Einstieg in die digitale Welt. Während es bei „Android-Tablets“ und „iPad“ Vorkenntnisse braucht, um sie vollumfänglich nutzen zu können, sind solche speziellen Tablets für Senioren auch für komplette Neuanfänger sofort bedienbar.

Die Nutzeroberfläche ist einfach gehalten und Menüs und Menüführung sind mit bekannten deutschen Begriffen beschriftet. Manche Anbieter schränken auch Funktionen ein, um die Anwendungssicherheit zu erhöhen, oder bieten stattdessen eigene Apps an.

Sie benötigen Hilfe beim Einrichten Ihres Computers oder Smartphones? Die Experten von Computerhilfe24 helfen Ihnen gerne. Hilfe direkt am Telefon.

Tablets für Senioren

Einige Anbieter haben auf ihren Senioren-Tablets zusätzlich spezielle Funktionen und Anwendungen für ältere Menschen installiert. So fördern eigens entwickelte Spiele und Rätsel die geistige Aktivität und werden zu einem unterhaltsamen Zeitvertreib. Ein Anbieter wirbt gar mit einer Notruffunktion, die einen Alarm bei gesundheitlichen Problemen auslöst.

Anbieter

Preise

Duka PC

  • 199 Euro Kaufpreis für das Tablet

Zum Kaufpreis kommen noch die Kosten für das Abonnement

  • 9,99 EUR/Monat (Mini-Abo)
  • 17,99 EUR/Monat (Basis-Abo)

Media4Care

Dazu kommt eine einmalige Bereitstellungsgebühr in Höhe von 19,90 EUR

Libify

  • 29,90 EUR/Monat (Miete | Mindestlaufzeit 6 Monate)

Bei anerkanntem Pflegegrade übernimmt die Pflegekasse 23 EUR/Monat. Damit bliebe ein Eigenanteil in Höhe von 6,90 EUR/Monat.

Kostenpflichtige Zusatzfunktionen

  • Alltagsassistent 5 EUR/Monat
  • Sturzsensor 10 EUR/Monat
  • Videonotruf + Familien-App
    5 EUR/Monat

Dazu kommt eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 49,00 EUR.

Ordissimo

Aktuell kein Tablet im Angebot

Notebook/Laptop:

  • 399 EUR - 14 Zoll Notebook
  • 499 EUR - 15 Zoll Notebook
  • 699 EUR - 17 Zoll Notebook

Duka


Das dänische Unternehmen Duka bietet ein handelsübliches Tablet der Marke HP an, worauf eine eigens entwickelte Benutzeroberfläche installiert ist. Die soll es dem Anwender so simpel wie möglich machen, das Tablet zu bedienen. Das Gerät selber kann gekauft werden, die Benutzeroberfläche (Software) ist mit einem zusätzlichen kostenpflichtigen Abonnement erhältlich.

Dazu gehört, dass Duka das Tablet mit einer abnehmbaren Tastatur kombiniert. So wird das Gerät zu einer Mischung aus „Tablet“ und „Laptop“. Es kann also über die Tastatur oder aber direkt über den Bildschirm bedient werden. Der Bildschirm ist 10 Zoll groß und hat eine Auflösung von 1280x800. Um sich mit dem Internet zu verbinden, muss das WLAN (Wireless Local Area Network) auf dem Tablet aktiviert werden.

Bei jedem Start wird zunächst das Betriebssystem Windows geladen, bevor die Benutzeroberfläche von Duka angezeigt wird. Diese ist mit großen Kacheln aufgebaut, welche mit deutschen Begriffen beschrieben sind. So heißt beispielsweise der Mediaplayer „Musikspieler“ und Word „Textverarbeitung“. Über eine Windows-Schaltfläche kann jederzeit von der Duka-Benutzeroberfläche in die „normale“ Windows-Ansicht gewechselt werden.

Klickt beziehungsweise wählt der Nutzer ein Programm an, wird auch das Menü der Anwendung im vereinfachten Design von Duka angezeigt. Das betrifft allerdings nur die Anwendungen, die vom dänischen IT-Unternehmen selber entwickelt worden. Anwendungen wie Facebook, Skype oder WhatsApp behalten ihre eigene Oberfläche. Da das Duka-Tablet über eine Kamera verfügt, können Sie über das Gerät auch per Video telefonieren. Dafür muss jedoch eine entsprechende Anwendung, wie Skype, installiert sein.

Bei technischen Problemen und Fragen können sich Nutzer an den Duka-Kundendienst wenden. Dieser ist in Deutschland telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9 Uhr und 16 Uhr erreichbar. Die Techniker können bei Bedarf von der Ferne auf das Tablet zugreifen und an Problemlösungen arbeiten. Den Kundenservice gibt es jedoch nur gegen Aufpreis. Kunden können zwischen einem Mini-Abo und einem Basis-Abo wählen. Der Leistungsumfang unterscheidet sich in der persönlichen Beratungsleistung (Kundenservice), der nur im Basis-Abo inbegriffen ist.

Zum Leistungsumfang gehören zusätzlich eine Duka-Email und ein Virenschutz. Es gibt keine Vertragsbindung, das Abonnement kann jederzeit zum Monatsende gekündigt werden.

Unsere Einschätzung: Das HP-Tablet ist nicht auf dem neuesten Stand der Technik. Gut ist jedoch, dass der Nutzer zwischen der Windows-Oberfläche und der von Duka mit einem „Klick“ wechseln kann. Die von Duka entwickelten Anwendungen lassen sich allein schon wegen der deutschen Menüführung recht einfach bedienen. Schwierig könnte es jedoch werden, wenn Duka-fremde Anwendungen installiert werden. Facebook, WhatsApp und Co. haben eine andere Menüführung, die für Ungeübte eine Hürde darstellen kann.

Im folgenden Video sehen Sie einen kurzen Testbericht des Computermagazins „Computerbild“ zum Tablet für Senioren von Duka.

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Media4Care


Das in Berlin ansässige Unternehmen Media4Care [ausgesprochen Media-vor-kehr] bietet ein Tablet für Senioren mit komplett vorinstalliertem Programm-Paket an. Das Gerät selber ist keine Eigenentwicklung. Media4Care rüstet handelsübliche Android-Tablets diverser Hersteller mit seiner besonderen Software aus.

Auffällig daran ist die intuitiv bedienbare Nutzeroberfläche, die aus großen Kacheln aufgebaut ist. Die können direkt über den 10 Zoll großen Bildschirm per Berührung (Touch) angewählt werden. Es ist über „Bluetooth“ auch möglich, eine Tastatur mit dem Gerät zu verbinden. Netzzugang ist durch eine SIM-Karte, wie sie in mobilen Telefonen verwendet wird, oder WLAN möglich.

Die Software auf dem Senioren-Tablet ist eine komplette Eigenentwicklung von Media4Care. Sie ist so einfach gestaltet und aufbereitet, dass sie ohne jegliche Vorkenntnisse bedient werden kann. Die Programme und Anwendungen sind so ausgewählt, dass sie den Interessen und Bedürfnissen älterer Menschen entsprechen:

  • Familienportal
    (per Video telefonieren, Textnachrichten und Bilder empfangen und versenden)
  • Passwort geschützter Internetzugang
    (Wikipedia, YouTube und Tagesschau-App sind frei zugänglich)
  • Spiele
    (z. B. Rätsel mit denen das Gedächtnis trainiert werden kann)
  • Fotoalbum
    (Fotos verwalten und anschauen)
  • Filme, Themen, Bilder und Texte
    (zum unterhaltsamen Zeitvertreib)


Alle Programme sind vorinstalliert und können schon bei der ersten Inbetriebnahme des Tablets genutzt werden. Über das Menü „Einstellungen“ lassen sich einige der Anwendungen gezielt auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Nutzers anpassen. Wer dabei Hilfe benötigt, kann die Online-Hilfe oder den telefonischen Kundenservice von Media4Care nutzen. Zudem gehört eine kurze Gebrauchsanleitung zum Lieferumfang des Senioren-Tablets.

Die Anwendungen werden regelmäßig über „Updates“ mit neuen Inhalten bestückt. So bekommen die Senioren beispielsweise neue Rätsel und Spiele auf ihr Tablet. Um über das Tablet Videoanrufe zu empfangen und zu starten, müssen die Kontaktpersonen jeweils auf ihre Endgeräte die kostenfreie App „Familienportal von Media4Care“ installieren und den Kontakt zum Tablet einspeichern.

Hinweis: Registrieren auf Familienportal

Die App lässt sich zwar installieren, jedoch erhalten ausschließlich registrierte Nutzer Zugang zum Familienportal. Dazu muss die E-Mail-Adresse des jeweiligen Kontakts im Tablet eingegeben werden. Die Einladung erhalten Sie dann an die betreffende E-Mail-Adresse und können sich über einen Link im Familienportal registrieren.


Das Gerät ist ausschließlich per Miete erhältlich. Es werden drei unterschiedliche Mindestlaufzeiten angeboten. Je kürzer die Mindestlaufzeit, desto höher die Miete. Der Mietvertrag kann im Anschluss monatlich gekündigt oder verlängert werden.

Das Mietmodell hat den Vorteil, dass der Update-Service inklusive ist. In der Miete ist auch eine Geräteversicherung inbegriffen. Sollte das Tablet einmal herunterfallen und Schaden nehmen, wird es von Media4Care kostenfrei ausgetauscht.

Unsere Einschätzung: Dieses Tablet lässt sich einfach bedienen und bietet zudem viel Sicherheit. Insbesondere die Kommunikationsmöglichkeiten sind seit einem Update im Mai 2020 verbessert und laufen nun auch stabiler. Das Media4Care-Tablet für Senioren bietet zudem viele Unterhaltungsangebote.

Spiele und Rätsel haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, wodurch die Spannung hochgehalten werden kann. Ein kleines Manko fanden wir in unserem Test jedoch. Die sonst so intuitive Nutzeroberfläche des Tablets mit dem „Home-Button“ verschwindet, wenn der Nutzer ins Web wechselt. Allerdings erscheint an gleicher Stelle dann ein kleines Kreuz, mit dem der Nutzer wieder zurück ins Menü gelangt.

Im folgenden Video erklärt basenio-Redakteur Steffen Gottschling die Funktionen des Media4Care-Tablets.

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Libify


Ein Tablet mit einem integrierten Notrufsystem bietet „Libify“ an. Das 2010 gegründete Unternehmen hat seinen Firmensitz in München und ist auf eben solche Notrufsysteme spezialisiert. Und so wundert es nicht, dass Technik und Anwendungen so gestaltet sind, dass sie im Notfall leicht bedienbar sind.

Der Bildschirm des Geräts ist gerade einmal 7 Zoll groß und kann per Berührung mit dem Finger bedient werden. Das Notruf-Tablet kann über eine SIM-Karte oder WLAN mit dem Netzwerk verbunden werden und kann zudem via Bluetooth Daten empfangen und übertragen. Libify empfiehlt ausdrücklich, dass das Gerät immer am Stromnetz angeschlossen sein soll. Bei Stromausfall läuft es über eine interne Batterie jedoch bis zu 24 Stunden weiter.

Dieses Tablet ist nur als Teil des Angebots „LIBIFYhome“ erhältlich. Zum Leistungsumfang in der Grundausstattung gehören:

  • 24-h-Notrufzentrale
  • Alle Gesprächskosten inklusive
  • Kostenlose Testnotrufe
  • Fernwartung und Support
  • Persönlicher Notfallplan


Wer mit dem Tablet per Video telefonieren sowie Textnachrichten und Bilder empfangen möchte, muss die „Familien-App“ auf dem Gerät freigeschalten lassen. Die kann für zusätzlich 5,00 EUR pro Monat genutzt werden.

Diejenigen, die mit dem Tablet dann über ein anderes Gerät in Kontakt treten möchten, müssen sich die App herunterladen. Download und Anwendung sind für die Teilnehmer kostenfrei.

Hinweis: Anmelden im Familienportal


Ist die App auf Ihrem Endgerät installiert, müssen Sie Ihren Namen, Ihre Telefonnummer und die Nummer des Tablets bei der Registrierung eingeben. Ihre Kontaktdaten werden dann automatisch an die Nummer des Tablets weitergeleitet. Anmerkung: Die Nummer des Tablets steht auf der Rückseite des Geräts.

Nachrichten und Anrufe werden automatisch auf dem Bildschirm angezeigt, der auch eine Wetteranzeige enthält. Weitere Anwendungen sind auf dem Notruf-Tablet nicht vorgesehen. Der Fokus liegt hier also eindeutig auf der Notruf-Funktion. Die kann per Knopfdruck oder per Sturzsensor aktiviert werden und löst einen Alarm in der Libify-Notrufzentrale aus, die dann entsprechende Schritte veranlasst.

Unsere Einschätzung: Der integrierte Hausnotruf ist ein Alleinstellungsmerkmal des Libify-Tablets. Durch die Funktion können Krankenkassen unter bestimmten Umständen bis zu 23 Euro der monatlichen Kosten für Tablet übernehmen. Allerdings ist der 7-Zoll-Bildschirm recht klein. Wer mit dem Tablet einen Videoanruf starten oder empfangen möchte, muss dafür extra bezahlen. Leider gibt es auch keine zusätzlichen Unterhaltungsangebote auf dem Gerät, sodass dessen Leistungsumfang im Vergleich zu anderen Tablets recht gering ist.

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Ordissimo


Seit 2005 ist „Ordissimo“ auf dem Markt. Das französische IT-Unternehmen hat sich darauf spezialisiert „einfache und unkomplizierte Computer“ zu entwickeln. Dabei haben die Entwickler Software und Hardware (materiellen Einzelteile des Computers) im Blick. Zu den Angeboten gehören aktuell zwar keine Tablets, aber dafür unterschiedlich große Laptops (Notebooks) und Smartphones.

Die Tastatur für Ordissimo-Laptops unterscheidet sich von herkömmlichen Tastaturen, denn jede Taste hat nur genau eine Funktion. Soll beispielsweise eine Textstelle kopiert werden, gibt es speziell dafür die Taste „Kopie“. So braucht es dafür nicht die übliche Tastenkombination aus „CTRL“ und „C“. Auch das @-Zeichen hat seine eigene Taste auf der Tastatur. Die Laptops können über eine Computermaus und die Tastatur bedient werden, eine Touchscreen-Funktion ist nicht vorgesehen.

„Das Betriebssystem ist eine proprietäre und patentierte Eigenentwicklung von Ordissimo, die auf Debian Linux basiert“, lässt ein Unternehmenssprecher auf basenio-Nachfrage wissen. Auch die Benutzeroberfläche und einige Anwendungen wurden von den Entwicklern des französischen IT-Unternehmens in Eigenregie programmiert.

So stehen dem Nutzer unter anderem ein einfach zu bedienendes Textverarbeitungsprogramm und ein E-Mail-Programm zur Verfügung. Für die Videotelefonie ist Skype integriert. Eine Webcam ist im Gerät eingebaut.

Auch der Unterhaltungsfaktor soll auf den Ordissimo-Laptops und Smartphones nicht zu kurz kommen und so haben die Franzosen auch einige Spiele vorinstalliert. Fotos können empfangen und gesendet werden.

Ordissimo bietet einen kostenfreien Update-Service an, mit dem die Programme aktualisiert werden. Liegt ein Update an, wird ein entsprechender Vermerk auf dem Bildschirm angezeigt. Der Nutzer muss dann nur noch auf die Schaltfläche „Aktualisieren“ klicken und erhält die neuen Daten auf den Rechner. Die Verbindung zum Internet wird über WLAN hergestellt.

Die Ordissimo-Laptops können gekauft werden. Da die Updates kostenfrei sind, müssen Kunden auch keine monatlichen Abonnements abschließen.

Unsere Einschätzung: Da Ordissimo aktuell kein Tablet anbietet, ist ein Vergleich zu anderen Angeboten nicht möglich. Allerdings sind Laptop und Smartphone des französischen Herstellers durchaus gute Alternativen. Die Menüführung ist einfach und sollte auch für ungeübte Nutzer kein Problem darstellen. Wer mit den Geräten einen Videoanruf starten oder empfangen möchte, der sollte mit Skype vertraut sein. Ein zusätzliches Plus sind die vorinstallierten Unterhaltungsprogramme.

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Seniorengerechte Nutzeroberfläche auf Standard-Tablets

Als Alternative zu einem komplett seniorengerechten Gerät bieten einige Hersteller reine Software-Lösungen an. Die Anwendungen können auf ein Standard-Tablet installiert werden, wodurch dieses eine einfach zu bedienende Nutzeroberfläche und Menüführung erhält.

Anbieter

Preis

Asina

  • Kostenfrei (Freemium)
  • Premium-Spar (99,00 EUR/Jahr)
  • Premium-Flex (29,00 EUR/3 Monate)

Nepos

  • Kostenfrei

Asina


Ursprünglich hatte Asina ein Senioren-Tablet mit einer eigens entwickelten Nutzeroberfläche im Paket angeboten. Doch das IT-Unternehmen aus dem sächsischen Glashütte hat vor einigen Jahren beschlossen, keine Tablets mehr anzubieten. Die Nutzeroberfläche (Launcher) wurde jedoch weiterentwickelt und kann auf Tablets und Smartphone heruntergeladen und installiert werden. Allerdings läuft die App nur auf fast allen Android-Geräten – ausgenommen sind Tablets von „Amazon Fire“.

Die technischen Einschränkungen führen jedoch dazu, dass alle Anwendungen, die über Google funktionieren, auch über die Asina-Software genutzt werden können. So lassen sich WhatsApp, Skype, Facebook & Co. über den „Google-Playstore“ herunterladen und werden als große Kacheln in der Nutzeroberfläche eingefügt und angezeigt.

Die Oberfläche ist so aufgebaut, dass genau 15 Kacheln auf den Tablet-Bildschirm passen. „Wir möchten mit Asina eine Oberfläche anbieten, die einfach, intuitiv und ohne Angst etwas falsch zu machen, bedient werden kann“, lässt das IT-Unternehmen aus Glashütte auf basenio-Nachfrage wissen.

Damit eine Anwendung ausgewählt oder gestartet werden kann, muss der Nutzer die entsprechende Kachel auf dem Bildschirm berühren. Die Asina-Software arbeitet so, dass Aktionen erst dann ausgeführt werden, wenn der Nutzer das Symbol auf dem Bildschirm wieder loslässt.

Asina bietet zur Nutzeroberfläche auch noch weitere eigene entwickelte Anwendungsprogramme an:

  • Gesundheit (Medikamentenplan, Verwaltung der Digitaldaten, Tagebuch)
  • Kommunikation (Telefonbuch, E-Mail-Programm/Client)
  • Unterhaltung (Internetbrowser, digitales Fotobuch, Merkliste, Kiosk)

Alle Apps ähneln sich vom Aufbau her. Dadurch versprechen sich die Entwickler, dass Senioren sich in allen Asina-Anwendungen zurecht finden und diese bedienen können.

Sollte es doch einmal zu Anwendungsproblemen kommen, gibt es eine Möglichkeit, von der Ferne auf das Tablet zuzugreifen und zu helfen. Über die Asina-Internetseite können sich Vertrauenspersonen des Seniors registrieren (mein asina) und so Zugriff auf das Tablet erhalten. Sie können dann beispielsweise neue Programme installieren, Telefonkontakte hinzufügen oder den Medikamentenplan aktualisieren.

Tipps zur Installation

Damit sich das Tablet in Kombination mit der Asina-Software leichter anwenden lässt, sollten Sie die Android-Einstellungen auf dem Tablet wie folgt einstellen:

• Passwörter deaktivieren
• Wischfunktion deaktivieren
• Automatische Ausschaltzeit (Ruhezustand) auf 30 Minuten setzen
• Schriftgröße erhöhen
• Automatisches Drehen des Bildschirms deaktivieren

Die Asina-App kann aktuell (Stand Juni 2020) nur über die Asina-Internetseite heruntergeladen werden.

Asina bietet drei Versionen seiner App an, die sich in Leistungsumfängen und Nutzungsdauer unterscheiden.

  • Freemium
    (kostenfrei, Platz für 14 Kacheln, unbegrenzte Laufzeit)
  • Premium-Spar
    (99 EUR/Jahr, Platz für 15x99 Kacheln, Telefonsupport, E-Mail-App)
  • Premium-Flex
    (29 EUR/3 Monate, Platz für 15x99 Kacheln, Telefonsupport, E-Mail-App)

In der Freemium-Variante kann Asina kostenlos verwendet werden. „Wir schränken den Funktionsumfang nur gering ein, indem wir zum Beispiel die E-Mail-App nur Premium-Nutzern zugänglich machen oder die Anzahl der Kacheln beschränken. Außerdem blenden wir in regelmäßigen Abständen Werbung für die Premium-Pakete ein.

Um Asina auszuprobieren und einfache Anwendungsfälle wie ‚Oma braucht eine Oberfläche für WhatsApp und Fotos‘, reicht die kostenlose Variante. Die Premium-Version ist werbefrei, enthält 99 Seiten, die man mit Apps belegen kann, die E-Mail-App und Premium-Support“, erklärt ein Sprecher des IT-Unternehmens auf basenio-Nachfrage.

Unsere Einschätzung: Die Stärke Asinas ist auch gleichzeitig eine kleine Schwäche. Die App ist offen gegenüber Google-Anwendungen – es lassen sich alle Programme installieren und nutzen. Wer allerdings ein iPad oder ein Amazon-Fire-Tablet besitzt, kann die Asina-App nicht installieren. Zudem bietet die Freiheit gegenüber Google-Anwendungen auch Gefahrenpotentiale.

So können versehentlich Programme installiert werden oder der Nutzer verliert bei entsprechend vielen Programmen den Überblick. Allerdings ist hier die Funktion „Ferngriff“ sehr praktisch. Eine Vertrauensperson kann über Anwendungen wie „Teamviewer“ von der Ferne auf das Tablet zugreifen und helfen.

Im folgenden Video wird noch das einstige Asina-Tablet beworben, welches nicht mehr erhältlich ist. Allerdings wird im Video auch die Nutzeroberfläche der Asina-App gezeigt, die sich auf Android-Tablets installieren und nutzen lässt.

Youtube Video

Nepos


Auch „Nepos“ hatte einst ein Tablet im Angebot, welches eine vereinfachte Nutzeroberfläche hatte. Das IT-Unternehmen mit Sitz in Berlin hat jedoch seine Strategie geändert und bietet seine Nutzeroberfläche inzwischen ausschließlich online an. Über die Seite nepos.de kann der Service kostenfrei genutzt werden. Die Anwendung muss nicht installiert werden, sondern läuft direkt über den Browser. Der Service ist also über ein herkömmliches Tablet nutzbar, sofern es einen Internetzugang hat.

Was ist ein Browser?

Browser sind Computerprogramme zur Darstellung von Internetseiten. Bekannte Browser sind:
• Google Chrome
• Microsoft Edge
• Firefox


Die Nepos-Nutzeroberfläche enthält eine freie Internetsuche über Google und fünf Symbole, die für bestimmte Services stehen. Aktuell sind dies:

  • Kommunikation
  • Unterhaltung
  • Nützliches
  • Kundendienst
  • Einkaufen


So finden sich beispielsweise hinter dem Symbol für „Unterhaltung“ Nachrichten, Radioprogramme und Spiele. Die Services und Angebote sind von Nepos ausgewählt und vorgegeben. Über eingeblendete Schaltflächen kommt der Nutzer vor und zurück in den jeweiligen Menüs.

Auch eine E-Mail-Funktion ist vorgesehen. Die kann jedoch nur genutzt werden, wenn sich der Nutzer auf der Seite mit einer Mailadresse registriert. Weitere Kommunikationsmöglichkeiten wie Chats und Videotelefonie sind aktuell nicht möglich.

Unsere Einschätzung: Die Funktionen und Anwendungen auf nepos.de sind aktuell noch sehr begrenzt. Gerade bei den Kommunikationsmöglichkeiten ist ohne Chat und Videotelefonie noch viel Luft nach oben. Ein weiteres Problem – um überhaupt zu Nepos zu gelangen, muss der Nutzer das Tablet beziehungsweise iPad so bedienen können, dass er ins Internet kommt. Die technischen Hürden sind also für Ungeübte recht hoch, um den Service und die Angebote nutzen zu können.

Nepos | Browser fĂĽr Senioren
Die Nutzeroberfläche von Nepos soll es älteren Menschen leichter machen, sich im Internet zurecht zu finden. (Quelle: Screenshot nepos.de)

Sind Android & Apple auch für ältere Menschen geeignet?

„In der Praxis zeigt sich, dass sich ältere Menschen stigmatisiert fühlen können, wenn sie solche speziellen Tablets für Senioren nutzen“, weiß Dagmar Hirche, aus ihrer Vereinsarbeit zu berichten. Wer jedoch ein handelsübliches Android-Tablet oder iPad bedienen möchte, der braucht dafür digitale Grundkenntnisse.

Android & iOS

Android und iOS (neuere Version iPadOS) sind Betriebssysteme, mit denen ein Tablet-PC genutzt werden kann. Das iOS-Betriebssystem ist speziell für Geräte des Herstellers „Apple“ entwickelt und kann nur darauf verwendet werden. Apple-Tablets werden als „iPad“ bezeichnet. Android ist ein Betriebssystem von Google. Es kann auf vielen Tablets unterschiedlicher Hersteller verwendet werden.

„Manch einer drückt viel zu stark auf den Bildschirm, weil er es von einer Schreibmaschine gewöhnt ist“, verrät Dagmar Hirche. Senioren sind meist auch etwas langsamer, wodurch sie Probleme bei der Anwendung bekommen. Wenn sich beispielsweise der Bildschirm nach kurzer Zeit automatisch verdunkelt, wissen sie nicht, warum das geschieht. Hier braucht es in vielen Fällen einiges an Geduld und Wiederholung, um ältere Menschen mit der Technik und vor allem auch mit dem Internet vertraut zu machen.

Soll es trotz solcher Unwägbarkeiten ein „normales“ Android-Tablet oder iPad werden, lassen sich dennoch bestimmte Details berücksichtigen, die älteren Menschen bei der Anwendung helfen. Ein Tablet mit einem randlosen Bildschirm mag schick sein, doch durch einen breiten Rand lässt sich das Gerät sicherer halten. Eine Schutzhülle kann zudem die Stoßfestigkeit erhöhen. Wenn der zukünftige Tablet-Besitzer Probleme mit dem Sehvermögen hat, sollte der Bildschirm mindestens 10 Zoll groß sein. Auf kleineren „Displays“ sind Schriften schlechter lesbar und Bilder schlechter erkennbar.

Tipp: Android oder iPad?

Das beste System ist das, welches Sie selber am besten beherrschen. Wenn Sie mit Android vertraut sind, sollten Sie auch für Ihre Eltern oder Großeltern ein Android-Gerät wählen. Gleiches gilt für Apple-Nutzer. Bei möglichen Anwendungsproblemen können Sie dann selber helfen und Ihren Lösungsweg zeigen.

Tablets im Test

Haben Sie sich auf ein Betriebssystem festgelegt, muss noch das passende Android-Tablet beziehungsweise iPad ausgewählt werden. Dabei können die Testberichte der Verbraucherorganisationen Stiftung Warentest und der Fachmagazine „Chip“ und „Computerbild“ hilfreich sein. Hier schauen sich Branchen-Experten die Geräte anhand bestimmter Kriterien genauer an und bewerten diese.

Stiftung Warentest


Die Verbraucherorganisation testet in unregelmäßigen Abständen Tablet-PCs. Dabei unterscheiden die Tester zwischen kleinen (bis 8,4 Zoll Bildschirmgröße) und großen (ab 9,7 Zoll Bildschirmgröße) Geräten. Der ausführliche Tablet-Testbericht kann gegen eine geringe Gebühr auf der Interseite der Stiftung gelesen werden. Der aktuelle Test ist aus dem Dezember 2019.

Testsieger bei kleinen Tablet-PCs

Produkte

Qualitätsurteil

Apple iPad Mini (2019)

WiFi + Cellular (64 GB)

Gut (2,0)

Display ist besonders gut

Huawei MediaPad M5 8,4 LTE (SHT-AL09)

Gut (2,0)

Display ist besonders gut

Samsung Galaxy Tab Active 2 (SM T395N)

Gut (2,2)

Wassergeschützt; praktischer Eingabestift


Testsieger bei großen Tablet-PCs

Produkte

Qualitätsurteil

Apple iPad Pro 11“ (2018)

WiFi + Cellular (256 GB)

Gut (1,7)

Funktion und Display-Qualität wurden besonders gelobt

Apple iPad Pro 12,9“ (2018)

WiFi + Cellular (256 GB)

Gut (1,7)

Funktion und Display-Qualität wurden besonders gelobt

Samsung Galaxy Tab S4 LTE (SM-T835)

Gut (1,8)

Gute Akkuleistung, hochauflösendes Display

Chip


Das Technikmagazin Chip ist das größte Verbraucherportal Deutschlands. Laut eigener Aussage testet man jährlich rund 1.000 Produkte und Services der Technik-Branche. Die Test-Jury besteht aus Diplom-Ingenieuren und Fachinformatikern. Im Tablet-Test (Bestenliste vom Juni 2020) werden alle Gerätegrößen einbezogen, es wird also nicht zwischen groß und klein unterschieden.

Die Top-5 Tablets

Produkte

Qualitätsurteil

Apple iPad Pro 12,9“ 256 GB LTE (2020)

Sehr gut (1,3)

Display und Leistung erhielten jeweils eine 1,0

Apple iPad Pro 12,9“ 256 GB LTE (2018)

Sehr gut (1,3)

Display und Leistung erhielten jeweils eine 1,0

Apple iPad Pro 11“ 256 GB LTE (2018)

Sehr gut (1,3)

Besten Noten bei Leistung 1,0 / Display 1,2

Apple iPad Air 3 256 GB LTE

Sehr gut (1,5)

Beste Noten bei Display 1,2 / Leistung 1,3

Samsung Galaxy Tab S6 128 GB LTE

Sehr gut (1,5)

Beste Noten bei Display 1,3 / Leistung 1,4

Computerbild


Die auflagenstärkste und meistverkaufte Computerzeitschrift Deutschlands führt ebenso eigene Produkttests von Tablet-PCs durch. Der aktuelle Test ist aus dem April 2020.

Die Top-5 Tablets

Produkte

Qualitätsurteil

Apple iPad Pro 11“ 256 GB LTE (2018)

Gut (2,0)

Sehr gutes Display

Apple iPad Mini (2019)

Gut (2,1)

Sehr gute Leistung

Apple iPad Air (2019)

Gut (2,1)

Sehr gute Leistung

Apple iPad Pro 10,5“

Gut (2,1)

Sehr gute Leistung und sehr gutes Display

Samsung Galaxy Tab S6

Gut (2,1)

Sehr gutes Display

iPad | GefĂĽhrter Zugriff
Bei allen größeren Testberichten sind die iPads von Apple die Gewinner. Insbesondere Display und Leistung überzeugten die Tester. (Quelle: basenio.de)

Nutzeroberfläche auf Bedürfnisse anpassen

Bei Apple und einigen Herstellern von Android-Tablets lässt sich ein vereinfachter Modus aktivieren, der die Anzeige vergrößert und die Bedienung erleichtern soll. Auf dem iPad lässt sich über: "Einstellungen > Bedienungshilfen"

der sogenannte „geführte Zugriff“ einschalten. Ist die Option aktiviert, ist das Gerät auf eine einzige App beschränkt. Es lässt sich zudem festlegen, welche App-Funktionen für den Nutzer verfügbar sein sollen.

Auch bei einigen Herstellern, die mit Android als Betriebssystem arbeiten, kann der Bildschirm der Tablets nach Wunsch angepasst werden. Sehhilfen, Hörhilfen und weniger Symbole können bei Bedarf aktiviert beziehungsweise eingestellt werden.

Letztlich bleibt bei solchen Lösungen das Problem, dass der Zugang zum Internet ein kritischer Moment bleibt. Hier können ungeübte Nutzer schnell überfordert sein. Dennoch ist der vereinfachte Modus eine gute Alternative zu kostenpflichtigen „Launcher“-Apps (siehe Asina).

Über welche technische Ausstattung das Tablet verfügen sollte, kommt letztlich dann auch darauf an, wie der Senior es nutzen möchte. Für schöne Fotos braucht es eine entsprechend gute Kamera, für viele Bilder einen großen Speicher. Da mit zunehmendem Alter die Sehkraft schwächer werden kann, sollten die Bildschirme eine möglichst hohe Auflösung haben.

Seminare & Hilfe für ältere Menschen

Wie lässt sich WhatsApp installieren? Wo muss ich drücken, damit ich ein Bild verschicken kann? Und wie hieß gleich nochmal die Seite, auf der die vielen Videos zu sehen sind? Diese und andere Fragen hört Dagmar Hirche vom Verein „Wege aus der Einsamkeit“ oft in ihren Computerseminaren von Senioren. Dazu werden oft auch Ängste älterer Menschen im Umgang mit der Technik und spürbar.

Was für den geübten Nutzer kein Problem darstellt, kann für Senioren zu einer großen Hürde werden. Das betrifft nicht nur den Umgang mit dem Tablet selber, sondern auch die Fähigkeit sich im Internet zurecht zu finden. Das Stichwort heißt hier Medienkompetenz. Dagmar Hirche weiß aus ihrer Erfahrung, dass es dafür auch Geduld braucht. Und so muss der eine oder andere Schritt in digitale Welt mehrfach geübt werden. „Wir wiederholen in unseren Kursen dann so oft, bis es eben sitzt“, gibt die Vorstandsvorsitzende zu verstehen.

Solche Kurse werden auch von anderen Einrichtungen und Bildungsträgern angeboten. Basenio.de zeigt Ihnen ausgewählte Angebote:

  • Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Senioren (Bagso) bietet Informationen und einen Veranstaltungskalender für solche Kurse auf wissensdurstig.de an
  • Beim Verein „Wege aus der Einsamkeit“ können Senioren kostenfrei an Kursen teilnehmen. Auf der Internetseite finden sich zudem hilfreiche Lehrvideos.
  • In Volkshochschulen können Senioren an Computerkursen für ältere Menschen teilnehmen.
  • Auch in lokalen Seniorenvereinen werden Computerkurse angeboten.
  • Kommerzielle Bildungsträger bieten gegen entsprechende Gebühr Kurse an.

Ein Tablet für Senioren: Unsere Empfehlung

Die in unserem Test vorgestellten Tablets für Senioren sind von der Hardware (technische-physikalische Teile) her ganz normale handelsübliche Tablet-PCs. Ihre Vorzüge stecken in der Software (Programme), die es für ältere Menschen leichter macht, ein Tablet zu bedienen.

Während bei der Gestaltung der Nutzeroberfläche nur geringe Unterschiede beim Design auszumachen waren, trennt sich die sprichwörtliche „Spreu vom Weizen“ bei den zusätzlichen Angeboten zur Kommunikation und Unterhaltung.

Einzig Media4Care hat ein eigens entwickeltes Programm für Videotelefonie und Nachrichtenaustausch. Das lief in unserem Test einwandfrei. Wenn das Tablet online ist, werden Anrufe oder Nachrichteneingänge automatisch angezeigt. Oberfläche und Nutzbarkeit sind am ehesten noch vergleichbar mit der Nachrichtenfunktion auf Facebook. Andere Anbieter haben dafür WhatsApp oder Skype vorinstalliert. Hier könnte es problematisch werden, wenn die Senioren nicht mit den Funktionen der Programme vertraut sind. Sieger ist hier also Media4Care.

Bei den Unterhaltungsangeboten liegen Media4Care und Ordissimo vorne. Media4Care hat die größere Auswahl an Spielen und Rätseln, die gibt es aber eben nur im kostenpflichtigen Abonnement. Ordissimo hat auf seinen Geräten weniger Spiele und Unterhaltungsanwendungen installiert, die sind jedoch kostenfrei. So teilen sich hier den ersten Platz Media4Care und Ordissimo.

Das LIBIFYhome-Tablet fällt wegen seines kleinen Bildschirms und des spartanischen Programmangebots im Test ab. Allerdings ist es das einzige getestete Tablet mit einer Notruffunktion. Dadurch erhält Libify in dieser Kategorie die beste Bewertung.


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Steffen Gottschling ist der leitende Redakteur der Ratgeber-Redaktion. Bevor er 2016 bei basenio.de begann, war er im Rundfunk und in der Online-Redaktion einer regionalen Tageszeitung tätig. Seine Themenschwerpunkte sind die Bereiche Pflege & Recht.


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