Smartphones vs. Seniorenhandy

Achtung: Smartphones ersetzen Seniorenhandys - Infos zum Mega-Trend

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(Quelle: Steffen Gottschling)

Laut einer Studie telefonieren Senioren mehr und mehr mit einem Smartphone. Außerdem nutzen sie die Geräte, wenn sie online gehen. Was bei der Wahl des richtigen Handys und des richtigen Tarifs beachtet werden sollte, erfahren Sie hier.

Die ARD/ZDF-Onlinestudie zeigt einen klaren Trend. Immer mehr Senioren telefonieren und gehen online mit einem Smartphone. Speziell für die ältere Generation gibt es Geräte, die sich einfach bedienen lassen. Ein Tarifvertrag erleichtert zudem das Telefonieren.

 

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Auch Best-Ager wollen die modernen Kommunikationsmittel nutzen. (Quelle: Fotolia)

Zwei grundlegende Entscheidungen müssen beim Handykauf getroffen werden. Welche Funktionen soll das Gerät haben und mit welchem Tarif nutzt man es? Beides sollte idealerweise an den Bedürfnissen des jeweiligen Nutzers angepasst sein. Einige Handyhersteller haben sich deswegen in den letzten Jahren speziell auf die Wünsche von Senioren eingestellt und für diese Zielgruppe Handys entwickelt.

 

Doch das Nutzerverhalten der älteren Generation ändert sich seit einiger Zeit und so auch deren Ansprüche. Laut der ARD/ZDF-Onlinestudie 2016 entdecken Best Ager, also Menschen ab 50plus, zunehmend das Internet. Die Studie zeigt zudem, dass Handys und Smartphones inzwischen die meistgenutzten Geräte beim Online-Gehen sind. Auch in Sachen Funktionalität werden die Ansprüche der Senioren immer größer, und so wundert es kaum, dass die „Generation 50plus“ mehr und mehr ein „normales Handy“ einem „Seniorenhandy“ vorzieht. Dennoch gibt es Geräte und Funktionen, die sich speziell an diese immer größer werdende Zielgruppe in Deutschland richten.

Handys für Senioren

Dass Senioren früher die sogenannten Barrenhandys anderen Geräten, wie Klapp-, Sliderhandys oder Smartphones, vorzogen, lag vermutlich an deren klassischen Design, welches an die Festnetzapparate angelehnt war. Doch der Trend in der ARD/ZDF-Onlinestudie zeigt eine klare Tendenz in Richtung Smartphone. Schreckte einst die moderne Technik ab, sind die Senioren heute selbstbewusster. Zwar stehen bei ihnen immer noch Telefonieren und Textnachrichten schreiben an erster Stelle, doch steigt ihr Interesse an weiteren Funktionen der modernen Kommunikationstechnologie.

Bei Emporia und Doro, zwei Herstellern von Seniorenhandys, erkennt man seit 2012 den Trend, dass die älteren Nutzer gerne auch Kameras, Navigationsdienste und Messenger-Dienste wie WhatsApp nutzen. Darüber hinaus weist die Onlinestudie von ARD und ZDF aus, dass ältere Menschen mehr und mehr das Internet entdecken. Bei den 50- bis 59-Jährigen sind bereits 89 Prozent online. Erstmals gibt es bei den über 60-Jährigen mehr Onliner als Offliner. 57 Prozent der Generation Ü-60 nutzen das Netz.

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Auch bei Senioren löst das Smartphone immer mehr die klassischen Barrenhandys ab. (Quelle: © kropekk_pl - Pixabay.com)

Mit gesteigertem Interesse an den Funktionen wachsen auch die Ansprüche an die Geräte. Hierbei spielt die einfache Bedienung eine ebenso große Rolle wie Zusatzfunktionen, die sich auf die Sicherheit der Senioren ausrichten. Grundsätzlich sollten sie ein großes Display haben, das einen möglichst starken Kontrast hat, damit die Symbole klar zu erkennen sind. Die Bedienung sollte intuitiv, also leicht verständlich sein. Hier hilft ein übersichtliches Menü, welches die Grundfunktionen hervorhebt. Ein Fallsensor erkennt, wenn der Nutzer gestürzt ist und sendet automatisch eine Nachricht an eine zuvor bestimmte Person. Eine ähnliche Funktion hat eine Notruftaste. Sie ist meist auf der Rückseite des Handys angebracht und sendet einen Notruf ab, wenn sie gedrückt wird. Über GPS kann der Nutzer dann gefunden werden. Eine höhere Lautstärke kompensiert nachlassende Hörfähigkeit. Mögliche Hörgeräte sollten mit dem Handy kombinierbar sein. Digitale Varianten lassen sich via Bluetooth mit Handys verbinden. Wer es genau wissen möchte, ob sein Handy mit dem Hörgerät zusammenpasst sollte auf den sogenannten HAC-Standard achten - Standards wie die M- und T-Ratings oder die ETSI ETS 300 381 Norm.

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(Quelle: Steffen Gottschling)

Einige Hersteller haben das Design der Barrenhandys mit dem der Smartphones gemixt. Diese Geräte verfügen über ein Tasturfeld, das vor dem eigentlichen Touchscreen liegt. Damit können die Nutzer wie gewohnt Nummern und Zeichen eingeben. Eine sehr gute Auswahl an verschiedenen Seniorenhandys findet man bei testberichte.de.

Den richtigen Tarif finden

Dass einige Senioren Smartphones ablehnen, liegt auch in deren Angst, dass das mobile Telefonieren zu hohe Kosten verursacht. Daher sollte man sich im Voraus genau über die Kosten und Möglichkeiten des Tarifs informieren. Da nun auch die Älteren die Vorzüge des mobilen Internetzes schätzen, sollte der Tarif auch darauf zugeschnitten sein.

 

Grundsätzlich stehen bei der Tarifwahl die beiden Alternativen Vertrag und Prepaid-Karte zur Verfügung. Dabei lässt sich allerdings keine allgemeingültige Aussage treffen, welche Option die bessere ist. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Bei Verträgen sind meist die Minutenpreise günstig oder man hat eine Flatrate. Das Handy kann auch bei Vertragsabschlüssen subventioniert werden, so erhält man ein modernes Gerät zu einem günstigeren Preis. Grundgebühr, Vertragsbindung und eine unübersichtliche Kostenkontrolle – was passiert, wenn man über die Vertragskonditionen hinaus Dienste nutzt? – sprechen gegen einen Vertrag.

 

Bei Prepaid-Abschlüssen fällt die Grundgebühr weg. Heißt, nutzt man das Handy nicht, fallen auch keinerlei Kosten an. Die Nutzer haben die volle Kostenkontrolle, weil sie ihr Guthaben im Blick haben. Nachteile sind oft höhere Minutenpreise als bei Verträgen und meist nur eingeschränkte Zusatzdienste. Prepaid-Kunden müssen auch immer wieder ihr Guthaben zukaufen. Es kann passieren, dass kein Guthaben mehr verfügbar ist, wenn ein wichtiges Gespräch ansteht. Gerade bei Senioren kann dies in Notsituationen wichtig werden.

Bevor also ein Vertrag abgeschlossen wird, sollte man sich darüber im Klaren sein, was für ein Nutzertyp man ist. Die folgende Grafik ist als kleine Hilfe zu verstehen:

Grafik, Seniorenhandy
(Quelle: Steffen Gottschling)

 

Zugegeben, die Suche nach dem Tarif kann kompliziert sein. Im Internet gibt es hilfreiche Portale, die ihnen dabei helfen. Dort kann man die verschiedenen Angebote miteinander vergleichen und einen günstigen und an die eigenen Bedürfnisse angepassten Tarif finden. Sehr einfach gewinnt man eine Übersicht auf www.preis24.de. Schnell und unkompliziert lassen sich die Informationen über Handys und Verträge hier abrufen.

Wer sich gerne noch weiter über die Vor- und Nachteile von Prepaid-Angeboten und Verträgen mit Smartphone informieren möchte, der kann sich in diesem Ratgeber-Beitrag zum Thema durchlesen.


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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


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