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Was müssen Sie bei der Nutzung eines öffentlichen WLANs beachten?

Das Internet gehört heute für viele Deutsche zum Alltag. Auch mobil nimmt die Nutzung stetig zu. Dabei werden unterwegs immer häufiger öffentliche Netzwerke für den Internetzugang genutzt. Was dabei zu beachten ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was ist es und wo kommt es her? In den ersten Jahren nach seiner Einführung löste das Wort "Internet" bei vielen Senioren Unverständnis aus. Mittlerweile aber wissen immer mehr ältere Menschen die Vorteile des World Wide Webs für sich zu nutzen. Dank WLAN funktioniert das sogar so gut wie immer und überall. Doch insbesondere bei der Nutzung eines öffentlichen WLAN-Netzes ist Vorsicht geboten. Denn hier lauern ungeahnte Gefahren.

WLAN-Nutzung: Sicheres Surfen im Internet auch unterwegs

Überall im Haus im Internet surfen zu können, und das auch noch ohne lästige Kabel – mit sogenanntem WLAN ist das problemlos möglich. Das drahtlose lokale Netzwerk (WLAN ist englisch und steht für Wireless Local Area Network) sendet Funksignale aus, die je nach Stärke eine sehr hohe Reichweite bei der Nutzung des Internets ermöglichen. Was sich zunächst als Vorteil erweist – schließlich hat man im ganzen Wohnbereich Internetzugang –, kann in Bezug auf die Sicherheit schnell zum Nachteil werden. Denn um fremde Daten ausspionieren zu können, braucht ein Dritter lediglich ein Empfangsgerät, das sich innerhalb der Reichweite des WLAN-Netzes befindet. Nutzt man das drahtlose lokale Netzwerk zu Hause, kann man mit einer ganzen Reihe gezielter Sicherheitsvorkehrungen schon im Vorfeld unbefugten Zugriff verhindern. Greift man dagegen auf öffentliche WLAN-Netze, beispielsweise in einem Cafè, Hotel oder einem der öffentlichen Plätze in der Innenstadt zurück, gestaltet sich das schon deutlich schwieriger.

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Symbole, wie dieses zeigen Ihnen, dass kostenloses WLAN an bestimmten Orten zur Verfügung steht. (Quelle: https://pixabay.com/de/wifi-netz-frei-zugang-wlan-640404/)

Die Schattenseiten des öffentlichen WLAN

Denn hier läuft die Kommunikation häufig komplett unverschlüsselt ab. Deshalb sollte man immer ganz genau hinschauen, in welches WLAN-Netz man sich einklinkt. Selbst Hotspots mit bekannten Firmennamen können eine Fälschung sein, mit der Dritte persönliche Nutzerdaten stehlen wollen. Aus diesem Grund sollte man grundsätzlich darauf verzichten, sensible Daten, beispielsweise fürs Online-Banking, über fremde Netze weiterzugeben. Wenn es sich dennoch nicht vermeiden lässt, sollte ein WLAN-Netz gewählt werden, bei dem die Angabe eines Passworts erforderlich ist. Ist die Reichweite der WLAN-Verbindung begrenzt, spricht auch das für ein vergleichsweise sicheres Netz. Denn so können Daten nicht außerhalb des Geschäfts oder Cafés durch Unbefugte abgegriffen werden.

Besonderer Schutz für Smartphone-Besitzer

Wer ein Smartphone besitzt, sollte die WLAN-Funktion nur dann einschalten, wenn er sie tatsächlich benötigt. Damit entzieht man Unbefugten nämlich eine mögliche Angriffsfläche. Grundsätzlich sollte man im öffentlichen WLAN-Netz immer darauf achten, sensible Daten nur über eine verschlüsselte Verbindung (wie zum Beispiel "https") weiterzugeben – wenn es schon unbedingt unterwegs geschehen muss. Öffentliche Netzwerke ohne jegliche Verschlüsselung sollten gar nicht erst in Betracht gezogen werden. Denn hier kann theoretisch jeder einzelne Schritt, der online erfolgt, von anderen mitverfolgt werden. Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik BSI empfiehlt im Vorfeld der Nutzung eines öffentlichen WLAN Netzwerkes die Datei- und Verzeichnisfreigaben zu deaktivieren. Denn der genutzte Hotspot könnte so konfiguriert sein, dass das eigene Gerät auch für andere Nutzer im Netzwerk sichtbar ist – und das will schließlich keiner.

Immer auf dem neuesten Stand sein

Ob man nun ein öffentlich zugängliches oder ein privates WLAN nutzt, es gilt: Wer im Internet surft, muss sein Gerät entsprechend schützen. Eine gute Sicherheitssoftware ist für jeden Internetnutzer ein absolutes Muss und mit der beste Schutz vor schädlichen Programmen und unberechtigten Zugriffen. Das Betriebssystem, das für die Steuerung der Grundfunktionen von Computer, Tablet oder Smartphone verantwortlich ist, sollte immer auf dem aktuellen Stand sein. Dazu bieten Hersteller regelmäßig entsprechende Updates an, die mit wenigen (Maus-)Klicks durchgeführt werden können. Das trägt enorm dazu bei, mögliche Sicherheitslücken im System zu schließen.

Augen auf beim Online-Kauf

Wer das Internet vor allem dazu nutzt, Einkäufe zu erledigen, sollte dabei stets eine gesunde Portion Skepsis an den Tag legen. Denn gerade hier ist es unvermeidbar, sensible Daten wie Kontoverbindung, Adresse etc. an den Shop-Betreiber weiterzugeben. Auch das sollte ausnahmslos über eine verschlüsselte Verbindung geschehen. Es ist zudem kein Geheimnis, dass sich in der E-Commerce Branche einige schwarze Schafe tummeln, die es auf das Geld ahnungsloser Käufer abgesehen haben. Hier kann schon ein kurzer Blick ins Impressum dabei helfen, einen unseriösen Anbieter zu entlarven. Weitere wichtige Informationen darüber, wie man sich beim Surfen im Internet am besten schützt, finden Senioren in der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) herausgegebenen Broschüre "Nie zu alt fürs Internet!".

Fazit:

Der Ausbau des öffentlichen WLANs schreitet immer weiter voran. Die Nutzung des Internets soll auch unterwegs noch viel einfacher und besser zugänglich werden. Doch besonders beachten, müssen Anwender dabei weiterhin die Sicherheit Ihrer Daten. Jeder Nutzer eines mobilen Endgerätes kann und sollte selbst Vorkehrungen treffen, die Ihm beim sicheren Surfen im Internet unterstützen. Am wichtigsten ist es zu erkennen, welche öffentlichen WLAN-Netzwerke man benutzt und welche Aktivitäten Sie darüber durchführen. Wer wissen möchte, wie er sein Smartphone oder ein anderes internetfähiges Gerät am besten schützen kann, findet hier weitere, nützliche Tipps.


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Mein Name ist Marian Freund und ich studiere Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketing an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena. Derzeit bin ich als Praktikant für basenio tätig und lerne den Arbeitsalltag in einer Agentur kennen. In meiner Freizeit ...


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