Internet Sicherheit | Sicher surfen im Internet

Sicherheit im Internet - Worauf muss man beim sicheren Surfen im Internet achten und wie kann ich mich schützen?

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(Quelle: Timm Hendrich)

Der Anteil der Senioren im Internet wächst immer weiter. Bis ins Jahr 2015 werden laut Statista 56 % aller Senioren ab 65 Jahren das Internet in den USA nutzen. Doch es verbreitet sich zunehmend Unsicherheit, vor allem bei den älteren Nutzern.

Hiobsbotschaften wie Datenklau von Passwörtern, Bankdaten oder Kreditkartendaten geistern nahezu alltäglich durch die Medien. Ganz nebenbei werden scheinbar alle Internetnutzer zusätzlich von Regierungen und Großkonzernen ausspioniert. Gerade unerfahrenere Internetanwender können durch das große Ausmaß an Cyberkriminalität verunsichert sein. In einer Umfrage gab mehr als ein Drittel (36 %) der deutschen Nutzer an, gerade beim Online-Shopping oder anderen Transaktionen, ein unsicheres Gefühl dabei zu haben. Wer auf einige wenige Punkte Acht gibt, hat jedoch im Internet wenig zu befürchten.

Worauf muss ich achten?

Egal, ob jung oder alt, der wichtigste und entscheidende Punkt in Sachen Internetsicherheit ist der gesunde Menschenverstand! Würde man einem Fremden auf der Straße seine PIN samt Bankkarte übergeben - wahrscheinlich nicht. Im Internet geschieht dies mit Kreditkartennummern oder Passwörtern alltäglich. Als Nutzer sollte man sich genau überlegen, wo man seine persönlichen Daten eingibt. Ein Blick auf die Internetadresse entlarvt häufig gefälschte Seiten im Internet. So genannte Phishing-Angriffe versuchen in Form von gefälschten Webseiten oder E-Mails, an die persönlichen Daten des Nutzers zu kommen. Der Kreditkartenanbieter oder das Bankinstitut würden niemals per E-Mail nach der PIN oder Passwort fragen. Ist man sich unsicher, sollte man die Daten einfach lieber nicht eingeben und auf Nummer sicher gehen. Hat man die Auswahl, sollte man Waren und Dienstleistungen im Internet per Rechnung kaufen, so muss man seinen Bankdaten nicht an verschiedenste Anwender senden und kann trotzdem vom Online-Shopping profitieren. Fürs Online-Banking bei seiner Hausbank sollte man sich ein Lesezeichen anlegen oder die Adresse per Hand ins Adressfeld eingeben. Auf das Klicken von Links in E-Mails oder Webseiten mit Verweisen zur Bank sollte man wiederum verzichten. Solche Verlinkungen können einen auf gefälschte Seiten bringen, die dem Original zum Verwechseln ähnlich sind.

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Hand verdeckt Tastatur während Passwort-Eingabe (Quelle: Patricia Klamt)

Wie kann ich mich schützen?

Die Hauptbedrohung durch Schad-Software zielt auf Windows ab. Ein kleiner Teil geht zusätzlich auf das mobile Betriebssystem Android, dass in vielen Smartphones und Tablets verwendet wird. Windows-Nutzer sollten in jedem Fall ein Antivirus-Sicherheitsprogramm installieren, da hier die Bedrohung an Schad-Software am höchsten ist. Egal, wie alt der Rechner oder wie unerfahren der User ist, der Großteil der Programme führt einen ohne nötige Vorkenntnisse durch Installation und Programmnutzung. Einfache Sicherheitsprogramme können heute mehr als nur Viren erkennen. Sie entfernen jegliche Art von Schad-Software, schützen die Privatsphäre und warnen vor gefälschten Webseiten oder E-Mails. Wer sich für große Programmversionen entscheidet, hat zudem bei vielen Programme noch die Möglichkeit, Sicherheitskopien anzufertigen, Daten zu verschlüsseln oder eine Kinderschutzfunktion zu aktivieren. In der Regel reicht allerdings ein einfaches Antivirusprogramm, um sich vor den größten Gefahren im Internet zu schützen.

Wie finde ich das richtige Sicherheitsprogramm?

Gerade unerfahrene und unsichere Nutzer sollten im Zweifel auf ein kostenpflichtiges Programm zurückgreifen, da hier die Hilfe- und Supportleistungen in der Regel besser sind, als bei den kostenlosen Programmen. Aufgrund der im Vergleich guten Datenschutzgesetzgebung, macht es in jedem Fall Sinn einen europäischen oder besser noch deutschen Hersteller zu wählen. Im aktuellen Jahrgang der Sicherheitsprodukte konnte der Bochumer Hersteller G Data mit seiner Internet Security Suite 2015 überzeugen. Ein guter deutschsprachiger Kundenservice steht auch unerfahrenen Nutzern mit Hilfe zur Verfügung.

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Sicher im Internet surfen (Quelle: Fotolia)

Da das Internet in Sachen älterer Nutzer noch Nachholbedarf hat, zeigt der Fall einer 114jährigen Facebook-Nutzerin. Bei der Anmeldung lässt Facebook nur Anmeldungen bis zu einem Alter von 99 Jahren zu, so musste sich die Amerikanerin 15 Jahre jünger machen, als sie eigentlich ist. Erfreulicherweise ist sie damit jedoch nicht alleine, denn ganz junge Nutzer müssen über ihr Alter ebenso lügen – eine Anmeldung bei Facebook ist erst ab 13 Jahren möglich.


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Timm Hendrich ist Experte der Redaktion von netzsieger.de, ein Vergleichsportal mit kostenlosen Produkttests. Er lebt seit 2003 in Berlin. Erste redaktionelle Erfahrungen sammelte er in der Medienbranche, vor allem in der Musikredaktion von MTV/VIVA und in der ...


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