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Wohnmobil gebraucht kaufen - Tipps & Checkliste für Senioren

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(Quelle: Axel Zawischa)

Worauf sollte man achten, wenn man ein Wohnmobil gebraucht kaufen möchte? Ein Experte gibt Tipps, die vor allem Senioren bei der Fahrzeug-Wahl helfen. Eine Checkliste macht den Gebrauchtkauf sicherer. So kommen Sie zum Ihrem Wohnmobil.

Wohnmobile liegen im Trend. Immer mehr Menschen entdecken den Reiz am mobilen Eigenheim – und das ganz altersunabhängig. Senioren, Best-Ager, Familien und jüngere Menschen schätzen die Freiheit und Flexibilität, die ein Wohnmobil bietet. Das Wohnmobil bei den Deutschen beliebt sind, zeigen die Zahlen der Neuzulassungen.

Laut dem Caravaning Industrie Verband (CIV) wurden allein in den ersten Monaten dieses Jahres fast 50% mehr Reisemobile abgesetzt als im gleichen Vorjahreszeitraum. Neben bekannten Marken wie Fiat, Citroen, Ford und Daimler gibt es Hersteller, die sich auf den Bau von Wohnmobilen spezialisiert haben. Auch hier seien mit Hymercar, Bürstner und Knaus nur einige genannt.

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Auch 2018 stieg die Anzahl an Neuzulassungen für Wohnmobile. (Quelle: Axel Zawischa)

Auf dem Wohnmobil-Markt gibt es unterschiedliche Fahrzeug-Typen. So können Campingbusse, Kastenwagen, Alkoven, Integrierte oder Teilintegrierte Mobile gekauft werden. Viele Modelle liegen beim Neukauf im hohen Preissegment. Wer die „puritanische“ Variante wählt, wird dennoch mit über 30.000 Euro rechnen müssen. Nach oben gibt es dann fast keine Grenzen mehr. Die preislich attraktivere Alternative sind gebrauchte Mobile.

Wie wird der Preis eines gebrauchten Wohnmobils ermittelt?

Wer ein gebrauchtes Wohnmobil kaufen möchte, der sollte sich zuvor mit einigen Details beschäftigen, denn wie bei jedem Gebrauchtkauf gibt es auch hier Fallstricke. Zuerst einmal sollten Sie sich darüber im Klaren sein, wie genau der Wert eines gebrauchten Fahrzeugs ermittelt wird: Entscheidend ist der Marktwert, der beschreibt, zu welchem Preis das Wohnmobil aktuell auf dem Markt gehandelt wird.

Dabei sind vor allem der Zustand, das Alter und die Ausstattung ausschlaggebend für den Preis. Zusätzlich kann es zu regionalen Preisschwankungen kommen. Wenn Ihnen ein paar Kratzer an der Karosserie oder ähnliche leichte Beschädigungen nicht so wichtig sind, können Sie erheblich sparen. Denn der Wert von Gebrauchtfahrzeugen kann schon im ersten Jahr um 25 Prozent abnehmen, und nach vier bis fünf Jahren beträgt er üblicherweise nur noch die Hälfte des Neupreises. Zu weiteren Details gibt dieser Ratgeber von CosmosDirekt umfassend Auskunft.

Die meisten, die sich ein Wohnmobil anschaffen wollen, haben wenig Ahnung von den üblichen Marktpreisen. Eine professionelle Fahrzeugbewertung ist daher oft sinnvoll, weil man so davor bewahrt wird, aus Naivität einen deutlich zu hohen Preis zu zahlen. Üblicherweise wird ein unabhängiger Gutachter für die Bewertung zurate gezogen.

Es gibt aber auch Online-Portale, die eine Fahrzeugbewertung anbieten. So stellt beispielsweise der ADAC auf seiner Website ein solches Bewertungs-Tool zur Verfügung, das können allerdings nur Mitglieder kostenlos nutzen. Eine Online-Fahrzeugbewertung ist vor allem dann hilfreich, wenn Sie sich unverzüglich ein Bild vom Wert Ihres gewünschten Wohnmobils machen möchten. Jedoch werden bei solchen Online-Bewertungen Verschleißerscheinungen nicht berücksichtigt, sodass Sie die Online-Preiskalkulation nur für eine erste Orientierung in Sachen Kaufpreis nutzen sollten. Eine genauere Bewertung erhält man durch Automobilclubs oder einen unabhängigen Sachverständigen.

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Innenraum eines Wohnmobils. (Quelle: Axel Zawischa)

Checkliste für Wohnmobile hilft beim Gebrauchtkauf

Wer sich alleine auf die Suche nach einem gebrauchten Wohnmobil macht, dem sei eine Checkliste empfohlen. Mit so einer Liste lassen sich im Vorfeld Wünsche für das Fahrzeug festhalten und bei der Besichtigung abgleichen. Hat man mehrere Reisemobile mit der Liste angeschaut, lassen sich die Fahrzeuge auch leichter vergleichen.

Die Checkliste sollte so aufgebaut sein, dass Kategorien und deren möglichen Ausprägungen beziehungsweise Variationen aufgeführt sind. So kann beispielsweise für die Kategorie Bad die Größe und die Belüftung entscheidend sein. In einer Schriftzeile darunter oder daneben können diese Merkmale aufgeschrieben werden.

Auch hier finden sich im Netz Vorlagen für solche Checklisten. Suchen Sie dafür mit den Stichwörtern „Checkliste“ und „Wohnmobil“. In unserer Netzrecherche fanden wir detaillierte Listen beim ADAC und auf Campofant. Die Listen können als PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Wer eine eigene Checkliste kreieren möchte, der kann diese Listen auch als Vorlage nutzen. Schließlich hat jeder Fahrzeughalter seine eigenen Vorlieben, die ihm wichtig sind. Älteren Menschen können Einstieg und Komfort wichtiger sein als eine gute Musikanlage. Worauf Best-Ager und Senioren beim Gebrauchtkauf achten sollten, haben wir einen Experten gefragt.

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Dieses Wohnmobil (Kastenwagen) kann bei basenio.de gemietet werden. (Quelle: Axel Zawischa)

7 Tipps für den Gebrauchtkauf eines Wohnmobils

Basenio.de sprach mit Axel Zawischa, dem Betreiber der Seite wohnmobil-mieten-thueringen.de, darüber, was man beim Gebraucht-Wagenkauf bei Wohnmobilen beachten sollte. Hier seine sieben Tipps, die insbesondere für ältere Menschen hilfreich sind:

Tipp 1: Rundumsicht
Ist der Blick nach Vorne, zur Seite und nach Hinten frei? Bieten Außen- und Rückspiegel genügend Sicht aufs Umfeld? Eine Rückfahrkamera mit Signalgeber macht das Einparken leichter.

Tipp 2: Sicherheits-Ausstattung
Hier gehören Airbag für Fahrer und Beifahrer dazu. Ein elektronisches Sicherheitsprogramm (ESP) ist heute leider noch nicht bei allen Herstellern Standard, sollte aber unbedingt bei ihrem Wohnmobil vorhanden sein. Hat das Wohnmobil eine Gasanlage, sollte ein Crash-Sensor diese absichern. Der macht es möglich, dass das Ventil für die Anlage auch während der Fahrt geöffnet sein kann. Bei einer Erschütterung in Folge eines Unfalls wird das Ventil jedoch sofort geschlossen und es besteht keine Explosionsgefahr.

Tipp 3: Leichter Einstieg und Barrierefreiheit
Trittstufen können beim Einstieg helfen. Durch die zusätzliche Stufe muss man nicht die komplette Höhe überwinden, wenn man in das Fahrzeug einsteigt. Das spart Kraft. Auch im Wohnmobil sollte darauf geachtet werden, dass der Raum möglichst barrierefrei ist. So sollte der Zugang zum Bad ohne Schwelle auskommen.

Tipp 4: Schlafplätze leicht zugänglich
Auch hier spielt die Höhe eine Rolle. Achten Sie darauf, dass die Betten sich leicht aufbauen lassen und vor allem nicht so hoch beim Einstieg sind.

Tipp 5: Komfort und Betrieb
Komfortausstattungen wie Standheizung und Kühlschrank benötigen eine Energieversorgung. Das ist mit Gas und/oder Strom möglich. Am besten ist es, wenn beides kombiniert möglich ist.

Tipp 6: Automatikschaltung
Eine Automatik erleichtert den Fahrbetrieb. Das lästige Schalten entfällt und man kann sich gänzlich auf den Verkehr konzentrieren.

Tipp 7: Unterhaltungskosten
Zu den Reisekosten (zum Beispiel Sprit und Stellplatzmiete) gesellen sich Versicherungen und Ausgaben für den Betrieb des Wohnmobils. Das kann sich im Laufe das Jahres schnell auf über 3.000 Euro summieren. Daher sollte man diese Kosten unbedingt schon beim Kauf mit einkalkulieren.


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