Hohenwarte | Stausee Weg | Drachenschwanz | Altenroth

Wandern auf dem Hohenwarte Stausee Weg: Seeblick - Drachenschwanz - Altenroth

Bild zum Artikel: Hohenwarte | Stausee Weg | Drachenschwanz | Altenroth
(Quelle: Steffen Gottschling)

Ein einfacher Wanderweg: Wandern auf dem Hohenwarte Stausee Weg vom Seeblick bei Drognitz, über den Drachenschwanz, bis zum Vorwerk Altenroth. Eine ausführliche Wegbeschreibung mit vielen Bildern und einem Video.

Wanderroute: Die Tour vom Parkplatz „Seeblick“ vor Drognitz, über den Hohenwarte Stausee Weg, vorbei am Drachenschwanz, bis zum Vorwerk Altenroth hat eine Länge von circa vier Kilometern.

Ich bin mit dem Auto zu meiner Wanderung angereist. Eine wunderbare Parkgelegenheit gibt es am Wanderparkplatz „Seeblick“, der direkt an der L2385 zwischen Drognitz und Reitzengeschwenda zu finden ist. Hier gibt es mehrere Pkw-Stellflächen, auf denen man kostenfrei parken kann. Zur Orientierung steht hier eine Schautafel, auf der die nähere Umgebung mit Wanderwegen zum Stausee Hohenwarte abgebildet ist. Eine schicke Schutzhütte und eine Sitzgelegenheit machen den Parkplatz zu einem idealen Startpunkt für die Wandertour.

 

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Der Parkplatz Seeblick vor Drognitz. Unterhalb dieser Sitzgelegenheit kann man kostenfrei parken. (Quelle: Steffen Gottschling)

 

Von dort geht’s neben der Landstraße nach Drognitz. Vom Parkplatz aus kann man den kleinen bereits schon sehen. Man läuft also nur wenige Meter neben der Straße her.

 

Drognitz, Straße, Ortseingang, Verkehrsschild, Schnee
Der Ortseingang Drognitz. Vom Parkplatz „Seeblick“ läuft man nur wenige Meter neben der Landstraße bis hier her. (Quelle: Steffen Gottschling)

 

Schon an der ersten Kreuzung im Ort steht ein Wegweiser, der Einkehrmöglichkeiten und Wanderwege zeigt. Von hier aus kommt man mit dem Auto auch zum Campingplatz Hopfenmühle.

 

Wegweißer, Wandern, Drognitz, Campingplatz, Verkehrsschild, Straße
Die erste Kreuzung in Drognitz. (Quelle: Steffen Gottschling)

 

Das Ziel „Vorwerk Altenroth“ wird hier noch nicht ausgewiesen. Dafür ist aber der Stausee Weg Hohenwarte angezeigt. Ein roter Kreis auf weißem Hintergrund zeigt Wanderern den Weg um den kompletten Stausee. Hier einige Daten zum Hohenwarte Stausee Weg:

 

Hohenwarte
Der Hohenwarte Stausee Weg in Zahlen. (Quelle: eigene Darstellung)

 

Kurz hinter der Kreuzung endet die asphaltierte Straße und wird zu einem geschotterten Weg. Bei der nächsten Weggabelung muss man nach rechts laufen, um auf den Hohenwarte Stausee Weg zu gelangen. Es ist kleiner Pfad, der am Rande des Ortes verläuft.

 

Wegweißer, Wandern, Hohenwarte
An diesem Wegweiser bin ich nach rechts auf den Hohenwarte Stausee Weg abgebogen. Gerade aus geht es zum Campingplatz Hopfenmühle. (Quelle: Steffen Gottschling)

 

Folgt man diesem Weg, gelangt man auf die „Alte Altenrother Straße“, die auf direktem Weg zum Zielort führt. Doch sollte man seine Augen auf dem kurzen Weg offen halten. Schon bald rückt linker Hand der Stausee Hohenwarte ins Sichtfeld. Der Weg ist breit und wird durch ein Holzzaun zum Abhang begrenzt. Es geht dabei stetig leicht bergab.

Auf dem Weg zu meinem Ziel, dem Vorwerk Altenroth, komme ich an einem der schönsten Ausblicke der Hohenwarte vorbei: Dem Panoramablick auf den Drachenschwanz.

 

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Der Drachenschwanz im Hohenwarte Stausee (im Februar 2018 zugefroren). Diesen grandiosen Panoramablick hat man vom Hohenwarte Stausee Weg. (Quelle: Steffen Gottschling)

Die Legende vom Drachenschwanz in der Hohenwarte

Der Drachenschwanz ist eine Landzunge, die in den Stausee ragt. Um die Gestalt dieser schmalen Landfläche gibt es eine Legende. Danach soll hier früher ein Drache gehaust haben. Jenes sagenhafte Ungetüm wurde an dieser Stelle von Riesen getötet und seine Überreste sind bis heute als Drachenschwanz hier zu sehen. Sage hin oder her, der Ausblick darauf ist grandios.

Nur wenige Meter weiter kommt die gleichnamige Schutzhütte. Hier kann man eine Rast machen. Allerdings ist der Ausblick von der Hütte auf den Stausee durch den dichtbewachsenen Hang versperrt.

 

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Die Drachenschwanzhütte am Hohenwarte Stausee. Drinnen kann man eine Rast machen. Außerdem findet man dort eine große Wanderkarte. (Quelle: Steffen Gottschling)

 

Da der Weg im Winter nicht beräumt wird, ist er sehr glatt. Das kann für Ungeübte anstrengend werden. Ich mache hier nur eine kurze Rast und laufe weiter meinem Ziel entgegen. Und das ist nicht mehr fern. Schon bald mündet der Weg wieder auf eine asphaltierte Straße, auf der Altenbeuthen, der Campingplatz Droschkau und mein Ziel Altenroth erreichbar sind.

 

Altenroth, Ortseingang, Straße, Verkehrsschild
Der Ortseingang Altenroth. (Quelle: Steffen Gottschling)

 

Auf der nur wenig befahrenen Straße laufe ich nach Altenroth hinein. Die kleine Siedlung ist Teil der Gemeinde Altenbeuthen. Die Straße führt direkt zu Thüringens einziger Autofähre, die zwischen Altenroth und Linkenmühle verkehrt. Der Fährbetrieb ist allerdings nicht ganzjährig. 

  • vom 29. März bis 30. April  von 9  bis 18 Uhr
  • vom 01. Mai  bis 30. September von 8 bis 20 Uhr
  • vom 01. Oktober bis 04. November von 9 bis 18 Uhr *Angaben für 2018 von der Webseite KomBus'

 Neben der Siedlung erstreckt sich eine größere Wiese, auf der man sich im Sommer sonnen kann. Die freizugängliche Badestelle liegt unterhalb der Liegewiese.

 

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Im Winter sieht die Wiese an der Badestelle nicht so verlockend aus. Dennoch kann man sich auf dieser Sitzbank in der Sonne ausruhen. (Quelle: Steffen Gottschling)

 

Von dieser Stelle aus ist schon mein Ausflugsziel sichtbar. Ein alter Anhänger trägt eine Plane, die den Weg zum „Vorwerk Altenroth“ zeigt. Hier bekommt schon einen stilistischen Hinweis auf das, was einen im Erlebnishof erwartet.

  

Holzhaus, Vorwerk Altenroth
Der Planwagen zeigt die Richtung zum „Vorwerk Altenroth“ an. (Quelle: Steffen Gottschling)

 

Das „Vorwerk Altenroth“ ist Gaststätte und Pension in einem und das alles im rustikalen Flair eines Landguts. Für kleine Abenteurer gibt es Rinder, Schweine, Ponys und Hühner zu sehen. Mich beschmuste zur Begrüßung eine kleine Katze, die hier auch ihr Zuhause hat.

„Das Vorwerk Altenroth“

Bei so einer freundlichen Begrüßung trete ich gerne in die Gaststätte ein. Und die ist urgemütlich. „Bis auf die Stühle ist alles aus Holz gebaut, das in dieser Region geschlagen wurde“, sagt mir etwas später Inhaber Rolf Schnitter. In der Ecke der Gaststube ist ein großer Kamin, der ordentlich einheizt. Und obwohl an diesem Sonntag im Februar offiziell gar nicht geöffnet war, werde ich herzlich begrüßt und wird mir ein Platz angeboten. Hinter der Theke befüllt mir Inhaberin Heide Seiffert ein großes Glas Bier. Zum Essen gibt es für den kleinen und großen Hunger etwas. Im Angebot sind auch hausgemachter Kuchen und regionale Spezialitäten.

Schnell merke ich, dass das hier ein tolles Ausflugsziel ist. Im Sommer soll dann auch die Terrasse fertig sein, in deren Schatten man entspannt Eis schlecken und kühle Getränke trinken kann. Während des Gesprächs mit den Inhabern erfahre ich auch, dass man im „Vorwerk Altenroth“ übernachten kann. Ganzjährig lassen sich zwei große und zwei kleine Doppelzimmer buchen.

 

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Das „Vorwerk Altenroth“ ist ein wunderschönes Ausflugsziel an der Hohenwarte. Im Vordergrund sieht man die überdachten Terrassen, die bis zur Saisoneröffnung fertig sein sollen. (Quelle: Steffen Gottschling)

 

Aufgewärmt, und sehr gut mit Getränken und Essen bewirtet worden, verabschiede ich mich und mache mich auf den Rückweg nach Drognitz. Dabei fällt mir auch das wunderschöne Baumhaus im „Vorwerk Altenroth“ auf. Und bei einem letzten Blick auf den Erlebnishof verspreche ich mir, hier kommst du auf jeden Fall bald wieder her.

 

Holzhaus, Vorwerk Altenroth
Auf dem Erlebnishof „Vorwerk Altenroth“ gibt es auch ein großes Baumhaus. (Quelle: Steffen Gottschling)

 

Im Video: Meine Eindrücke vom Vorwerk Altenroth

Wem die Tour zu kurz ist, dem empfehle ich noch den Weg nach Altenbeuthen. Von hier aus kann man zur Wysburg und zur Ziemestalbrücke wandern. Die Wysburg ist eine geschliffene Burgruine, zu der man steil hinauf gehen muss. Die Ziemestalbrücke ist ein eisernes Viadukt, über das einst Bahnverkehr lief. Heute ist der Bahnverkehr jedoch eingestellt, man kann sie dennoch mit einer Draisine befahren. 

Ganz in der Nähe der Hohenwarte liegt auch die Feengrote bei Saalfeld. In unseren Erlebnisgeschenken können Sie hier eine außergewöhnliche Tour tief unter der Erde buchen.

 


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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


Kommentare

Kann ihre Eindrücke nur bestätigen.Im Sommer ist es herrlich hier. In der Kleinen Gaststätte Am Vorwerk Altenroth macht das Rasten noch richtige Freude. Mit guter thürinischer Kost für den kleinen und großen Hunger kann der Wandertag zum Erlebnis werden. Es gibt in dieser Stauseeregion viel zu sehen und zu erleben wenn man aktiv ist und mit wachen Augen durch die Saaleregion wandert.

Viele Grüße

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