Pflegevorsorge | Private Pflegeversicherung | Mit staatlicher Förderung

Darum lohnt sich eine private Pflegeversicherung mit staatlicher Förderung als Pflegevorsorge!

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Eine private Pflegevorsorge lohnt sich in jedem Fall. Wir haben Ihnen in diesem Beitrag alle Informationen zu Antragstellung etc. zusammengestellt, damit Sie einen Überblick über das wichtige Thema der Pflegevorsorge erhalten.

Wird ein Mitglied der Familie zu einem Pflegefall, bedeutet dies für die Angehörigen nicht nur eine emotionale, sondern auch eine finanzielle Belastung. Die gesetzliche Pflegeversicherung unterstützt die Betroffenen in diesem Fall zwar mit einer Grundversorgung, jedoch reicht diese bei weitem nicht aus. Die anfallenden Kosten summieren sich schnell, sodass Senioren auf ihre Ersparnisse zurückgreifen, Sozialhilfe in Anspruch nehmen oder ihre Kinder um Unterhalt bitten müssen. Um dies zu verhindern, lohnt es sich, rechtzeitig in eine private Pflegeversicherung zu investieren, wie sie beispielsweise die Barmenia in Erfurt anbietet. Da der Staat diese Meinung teilt, fördert er die private Vorsorge mit 60,00 € pro Jahr.

Profitieren Sie von der Pflege-Vorsorgeförderung

Die staatliche Förderung der Pflegevorsorge wurde Anfang 2013 ins Leben gerufen. Das Motiv dahinter war und ist, die Eigenverantwortung der Bundesbürger zu stärken, sodass sie mehr Vorsorge für ihre Zukunft und einen möglichen Pflegefall leisten. Durch die Zulage von 60,00 € im Jahr sollte somit gleichermaßen der Anreiz als auch die Möglichkeit geschafft werden, eine Pflege-Zusatzversicherung abzuschließen, selbst für Menschen mit einem geringeren Einkommen.

Beim Abschluss einer privaten Pflegeversicherung erhält nun der Versicherte eine monatliche staatliche Zulage in Höhe von 5,00 €. Diese Leistungen bleiben gleich, egal ob der Pflegebedürftige vollstationärer, teilstationärer oder häuslicher Pflege bedarf. Weiterhin bietet die Pflege-Zusatzversicherung für jede Pflegestufe Leistungen an, wobei das Pflegemonatsgeld für Pflegestufe III mindestens 600,00 € beträgt.

Jede Person, welche die Voraussetzungen für staatliche Zulage erfüllt, kann einen Vertrag bei der Versicherung ihrer Wahl abschließen. Dabei darf weder eine Gesundheitsprüfung gefordert werden, noch ein Aufnahmehöchstalter festgesetzt werden. Die staatliche Zulage wird nach dem Vertragsabschluss von der Versicherung beantragt. Die Barmenia übernimmt dabei alle Formalitäten und reduziert den Zulagenbetrag automatisch von dem zu zahlenden Beitrag. Zudem können Sie bei Barmenia Pflege + die Assistance-Leistungen der Johanniter-Unfall-Hilfe nutzen, die beispielsweise bei der Installationen eines Hausnotrufsystems, der Vermittlung von Pflegediensten und bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit hilft.  

Wie kann die Förderung beantragt werden?

Generell gibt es kein Standard-Verfahren, um die Förderung zu beantragen, da diese an die private Pflegeversicherung gekoppelt ist. Personen, die bereits versichert sind, müssen deshalb Eigeninitiative ergreifen und bei ihrem Anbieter einen Antrag stellen. Wünschen Sie eine für Sie wichtige private Pflegeabsicherung, dann wählen Sie ein Versicherungsunternehmen, schließen mit diesem einen Vertrag zur privaten Pflegevorsorge ab und erhalten im Pflegefall automatisch die staatlichen Zuschüsse. Einige Versicherer, unter anderem die Barmenia, bieten auch die Möglichkeit zum Onlineabschluss.

Pflegeversicherung Grafik
Wie kann die Förderung beantragt werden? | Pflegevorsorge | Pflegeversicherung (Quelle: basenio)

Die Voraussetzungen dafür sind, dass Sie bei Abschluss des Vertrages mindestens 18 Jahre alt sind, in der sozialen oder privaten Pflegeversicherung versichert sind und noch keine Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung beziehen oder bezogen haben. Weiterhin muss der monatliche Eigenanteil des Versicherten mindestens 10,00€ betragen und das Pflegemonatsgeld bei Pflegestufe III auf 600,00€ vereinbart sein. Das Pflegemonatsgeld beträgt somit 100% bei Senioren mit Pflegestufe III, 60% bei Pflegestufe II, 30% bei Pflegestufe I und bei 10% Pflegestufe 0.

Außerdem muss beachtet werden, dass die Leistungen nicht sofort bezogen werden können, sondern eine Wartezeit von maximal fünf Jahren besteht. Außer bei Unfällen können somit erst fünf Jahre nach Beginn der Einzahlung Leistungen in Anspruch genommen werden. Danach ermöglicht die private Pflegeversicherung jedoch die Lücke zwischen den Zuschüssen der gesetzlichen Pflegeversicherung und den tatsächlichen Pflegekosten zu schließen.


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Profilbild von Isabelle Kocher

Isabelle Kocher ist seit März 2015 für Basenio tätig. Sie hat im Bachelor Anglistik und Germanistik studiert und sich anschließend für den Masterstudiengang Angewandte Linguistik entschieden. Diesen wird sie im Herbst 2017 mit sehr gutem ...


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