Pflegekräfte aus Polen & Osteuropa | legal beschäftigen | Altenpflege | Pflegedienst

Die legale Beschäftigung osteuropäischer Pflegekräfte

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(Quelle: Patricia Klamt)

Sie möchten von den Vorteilen einer polnischen oder osteuropäischen Pflegekraft profitieren? Dann sollten Sie darauf achten diese legal zu beschäftigen.

Die Beschäftigung polnischer und osteuropäischer Pflegekräfte bietet viele Vorteile. Senioren werden rund um die Uhr von herzensguten Betreuerinnen versorgt, die noch dazu eine geringere finanzielle Vergütung als vergleichbare deutsche Pflegekräfte verlangen. Viele Pflegebedürftige und Angehörigen zögern jedoch ausländische Pflegekräfte einzustellen, da sie sich nicht sicher sind wann dies legal bzw. illegal ist. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen hier zeigen, worauf Sie bei einer Beschäftigung einer polnischen oder osteuropäischen Arbeitskraft achten müssen, damit dieses Arbeitsverhältnis legal ist.

Im Ausland beschäftigte Pflegekräfte

Die Dienstleistungsfreiheit ist eine der vier Grundfreiheiten des Europäischen Binnenmarktes und gestattet es osteuropäischen Firmen ihre Dienste in anderen EU-Staaten anzubieten. Geregelt ist dies seit dem 01.05.2014 in dem Artikel 56 des AEUV. Dadurch erhalten zum Beispiel polnische Pflegekräfte die Möglichkeit legal in Deutschland zu arbeiten. In Kraft tritt diese Regelung jedoch nur wenn die Tätigkeit in Deutschland nicht auf Dauer ausgeübt wird. Die polnische Pflegerin behält deshalb weiterhin ihren Wohnsitz in Polen, da sie sich nur vorübergehend in Deutschland befindet und nicht länger als 12 Monate die Seniorenbetreuung übernimmt.

Osteuropäische Pflegekräfte dürfen demnach Aufträge zur Haushaltshilfe oder Pflegehilfe in Deutschland annehmen. Diese können entweder selbstständig oder bei einer Dienstleistungsfirma beschäftig sein. In beiden Fällen müssen sie jedoch eine gültige Krankenversicherung und das A1-Formular besitzen. Dieser amtliche A1-Vordruck besagt, dass die Rechtsvorschriften des Herkunftslandes zur sozialen Absicherung gelten und nicht die deutschen. Bezüglich der Krankenversicherung sollten Sie wissen, dass die polnische Versichertenkarte NFZ (Narodowy Fundusz Zdrowia) mit der deutschen Versichertenkarte gleichgesetzt werden kann.

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Polnische & osteuropäische Pflegekräfte können legal in Deutschland angestellt werden. (Quelle: Fotolia_69495888_Subscription_Senior with her elder© Alexander Raths)

Vermittlung durch das Arbeitsamt

Pflegekräfte aus Polen und Osteuropa können selbstständig arbeiten, von einer Dienstleistungsfirma entsendet werden oder vom Arbeitsamt vermittelt werden. Diese Haushaltshilfen sind versicherungspflichtig und werden Vollzeit beschäftigt. Sie helfen dem Pflegebedürftigen im Bereich der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung. Die medizinische Versorgung des Senioren dürfen sie jedoch nicht übernehmen, da sie keine ausgebildeten Pflegekräfte sind und diese Arbeiten außerhalb ihres erlaubten Tätigkeitsfeldes liegen. Im Sozialgesetzbuch § 14 Abs. 4 SGB XI können Sie noch einmal genau nachlesen in welchen Bereichen die osteuropäische Haushaltshilfe den Pflegebedürftigen unterstützt. Sollte bei dem Senioren eine medizinische Behandlung nötig sein, rate ich dazu den ambulanten Pflegedienst hinzuziehen und ihn mit diesen Aufgaben zu betreuen.

Genauso wie bei deutschen Pflegerinnen, umfasst die Arbeitswoche polnischen Pflegerinnen 38,5 Stunden. Darüber hinaus erhalten sie das tariflich festgelegt Gehalt sowie eine angemessene Unterkunft. Um diese osteuropäischen Pflegekräfte legal beschäftigen zu können, müssen Sie als Arbeitgeber fungieren und in diesem Zusammenhang einige bürokratische Hürden meistern. Als erstes müssen Sie beim Arbeitsamt bzw. der Agentur für Arbeit den Vordruck der Einstellungszusage und einen gültigen Arbeitsvertrag (EZ/AV) abgeben. Erst nachdem dies geprüft wurde, kann die Pflegekraft, Haushaltshilfe oder Betreuerin anreisen. Nach ihrer Ankunft in Deutschland muss sie sich sofort bei der Meldebehörde registrieren und eine Lohnsteuerkarte beantragen. Im Anschluss müssen Sie beim Arbeitsamt die Arbeitserlaubnis-EU abholen und Ihre Pflegerin bei einer Krankenkasse zur Sozialversicherung anmelden. Ich empfehle Ihnen außerdem eine Unfallversicherung abzuschließen, bevor die polnische Pflegekraft mit ihrer Arbeit beginnt.

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Möglichkeiten zur legalen Beschäftigung polnischer & osteuropäischer Pflegekräfte (Quelle: © Isabelle Kocher)

Meine Erfahrung mit der Vermittlung osteuropäischer Pflegekräfte

Bei der Vermittlung polnischer und osteuropäischer Pflegekräfte durch das Arbeitsamt bzw. die ARGE ist vieles zu beachten. Sie müssen verschiedenste Behörden besuchen, mehrere Formulare ausfüllen und generell einen großen Aufwand betreiben um diese Pflegerinnen legal zu beschäftig. Einfacher geht dieser Prozess von statten, wenn Sie sich an eine deutsche Dienstleistungsfirma wenden. Ich selbst vermittle bereits seit dem Jahre 2003 bundesweit Pflegekräfte aus Polen und Osteuropa an deutsche Senioren bzw. ihre Angehörigen. Auf meiner Internetseite können Sie sich kostenfrei von mir und meinem Team beraten lassen und unkompliziert eine geeignete Haushaltshilfe für sich oder Ihre Angehörigen finden.

Indem Sie professionelle Dienstleistungsfirmen wie die meinige engagieren, müssen Sie sich keine Sorge um rechtliche Probleme oder die Legalität der Beschäftigung ihrer osteuropäischen Pflegekraft machen. Spätestens nach zwei Wochen schicken wir Ihnen eine passende Betreuerin von deren Qualität Sie sich während einer Probezeit selbst überzeugen können. Zudem wechseln sich unsere Pflegekräfte alle drei Monate ab, sodass sie nachdem sie mehrere Monate in Deutschland gearbeitet haben, sich in der Heimat erholen können. Dadurch können sie danach wieder mit neuer Energie und Motivation zu Ihnen zurückzukehren.

 

 


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Helmut Lettau vermittelt seit 2003 bundesweit Pflegekräfte aus Polen und Osteuropa an deutsche Angehörige. In dieser Zeit hat er nicht nur hunderte von Betroffenen begleitet, sondern sich als wahrer Experte auf dem Gebiet der 24-Stunden-Pflege bzw. der ...


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