Pflegekräfte aus Polen & Osteuropa | Kosten | Legal | Haushaltshilfe

Warum sind Pflegekräfte aus Polen und Osteuropa zu empfehlen?

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(Quelle: Fotolia)
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Sie benötigen 24 Stundenpflege für Ihre Angehörigen Zuhause? Dann empfehlen sich unter anderem Pflegekräte aus Polen und Osteuropa. Worauf man dabei achten sollte und welche Vermittler wir empfehlen, finden Sie in unserem nachfolgenden Beitrag.

Irgendwann erwischt es uns alle. Die Beine wollen nicht mehr so richtig, die Sehkraft lässt nach, ein selbständiges Alltagsleben wird immer schwerer. Der Weg ins Heim droht. Vor diesem Schritt gibt es die Möglichkeit, einen Pflegedienst in Anspruch zu nehmen. Doch der hat seine Grenzen, ist oft auf wenige Kurzbesuche am Tag beschränkt. Was, wenn schon der Toilettengang allein zum Problem wird? Was, wenn das Laufen durch die Wohnung schwer fällt und Stürze drohen? Ist das Heim oder Rund-um-die Uhr-Betreuung durch Angehörige wirklich die einzige Alternative? „Nein“, sagt der Unternehmer Helmut Lettau aus dem thüringischen Gebesee. Der 62-Jährige hat das Portal www.pflegekräfte-aus-polen.info gegründet. Auf diesem Wege können sich Senioren eine Pflegerin oder einen Pfleger aus Osteuropa zur Betreuung ins eigene Haus holen. „Das ist ein Weg, um den Gang ins Heim zu verhindern, um mehr Lebensqualität zu wahren und sie teilweise sogar wieder zurückzuerlangen“, sagt Lettau. Viele Senioren trauen sich teilweise nicht mehr alleine nach draußen – aus Angst vor Stürzen oder unüberwindbaren Barrieren. „Durch eine Ganztagsbetreuung können die Menschen wieder leichter am sozialen Leben teilhaben und Freunde, Nachbarn oder die Familie besuchen“, sagt Lettau. Zudem sei dies eine Entlastung für die Angehörigen, die sich aus beruflichen Gründen oft nicht um Vater oder Mutter kümmern können oder kümmern wollen, aber ihre Lieben nicht ins Heim geben möchten.   

Kontaktvermittlung zu osteuropäischen und polnischen Pflegekräften

Auf der Internetseite www.pflegekraefte-aus-polen.info können Sie sich zunächst über  die rechtlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen an die Betreuung und nicht zuletzt die Preise informieren. Dann nehmen Sie unter 036201/390 871 kostenfrei Kontakt zu einer Beraterin auf. Dort wird in einem ersten Gespräch herausgefunden, in welcher Situation sich der Betreuungsbedürftige befindet, bei welchen Dingen er oder sie Hilfe benötigt, ob in der Wohnung oder im Haus genügend Platz für den Einzug einer Betreuerin vorhanden ist. „Ganz wichtig ist es, ein exaktes Charakterprofil der Senioren zu bekommen“, erläutert Helmut Lettau. Ist der Mensch eher bestimmend oder zurückhaltend? Welche Interessen hat er? Welche Vorlieben? Welcher Beruf wurde ausgeübt? Dafür sind oft einige längere Telefongespräche nötig, schließlich sollen die Betreuerinnen wissen, was auf sie zukommt. „Eine zartbesaitete Frau können wir nicht zu einem kleinen Alleinherrscher schicken, der im Befehlston spricht“, weist Lettau auf die Wichtigkeit einer guten Vermittlung hin. Die Mitarbeiterinnen seien nach vielen Jahren Berufserfahrung dafür exzellent geschult. Nur eine von 20 Frauen würde nach der zweiwöchigen Probezeit wieder abgezogen. Um eine solch hohe Quote zu halten seien die Mitarbeiterinnen in Osteuropa, die die Frauen anwerben enorm wichtig, sagt Lettau. Durch Zeitungsannoncen wird auf die Firma aufmerksam gemacht, Interessierte werden zu Seminaren in Hotels eingeladen, auf denen der Chef teilweise auch selbst Vorträge hält.

Kosten erst nach Probezeit

Wenn eine passende Frau gefunden wurde, wird ein Telefongespräch zwischen Senioren und Familie mit der künftigen Betreuerin arrangiert. Schließlich soll die Kommunikation auf Deutsch nicht zur Hürde werden. „Ohne ein Mindestmaß an Sprachkenntnissen geht es nicht“, stellt Lettau klar. Ist auch diese Hürde genommen, wird ein Termin für eine zweiwöchige Probezeit vereinbart. Zum persönlichen Kontakt, um Eigenheiten und Rituale kennenzulernen und einfach zu sehen, ob die Chemie stimmt. Erst nach erfolgreicher Probezeit kommen Kosten auf Sie zu. Diese hängen davon ab, wie viele Personen in einem Haushalt leben und wie viele betreut werden müssen. So ist es logisch, dass die Betreuung von einer pflegebedürftigen Person weniger aufwendig ist, als die Betreuung von zwei im Haushalt lebenden Menschen. 1445 Euro kostet Sie die Betreuung für eine Person im Monat sowie einmalig 714 Euro Vermittlungsgebühren und eine Fahrtkostenpauschale von 40 Euro. 1564 Euro kostet Sie die Betreuung von zwei Personen, wobei nur eine Hilfe benötigt wird. Für zwei hilfebedürftige Personen sind 1810 Euro in Monat zu entrichten (Weitere Informationen zu den Kosten).
Auf zwei bis drei Monate ist die Betreuung allerdings begrenzt. Zum einen, weil die Frauen danach wieder nach Hause fahren sollen, um den Kontakt zu eigenen Familie zu halten. Zum anderen, um den Problemen einer Scheinselbständigkeit zu entgehen. Die Betreuerinnen aus Osteuropa sind nämlich nicht angestellt, sondern arbeiten auf selbständiger Basis. Von ihrem Honorar müssen sie lediglich die Krankenversicherung selbst bezahlen, der Rest des Geldes ist für sie.

Mindeststandards und legale Beschäftigung der Pflegekräfte

Helmut Lettau legt auch viel Wert darauf, dass es den Frauen gut geht. Ein eigenes Zimmer, Fernsehen, Internetanschluss sind mittlerweile Standard. „Ich habe einen Ruf zu verteidigen“, sagt der Unternehmer. „Gegenüber den Senioren, denn 70 Prozent der Aufträge kommen durch Empfehlung zu Stande. Aber auch gegenüber den Frauen. „Wenn sich herumsprechen würde, dass die Frauen schlecht behandelt werden, wäre das für meine Firma ein großes Problem.“  
Und so wird der Unternehmer mit seinen Mitarbeitern weiter die besten Betreuerinnen für deutsche Senioren heraussieben und vermitteln. Er ist von seinem Geschäftsmodell überzeugt – nicht allein aus unternehmerischen Gründen. „Die private Betreuung zu Hause ist das absolute Gegenmodell zum Altersheim, wo nach meiner Überzeugung eher kasernenartig gelebt wird“, sagt er. Schon jetzt könne er kaum den Bedarf an Betreuerinnen decken, Angebot und Nachfrage hielten sich gerade so die Waage. „Der Markt wird sich weiter in diese Richtung entwickeln“, ist Helmut Lettau überzeugt.

Haben Sie selbst bereits Erfahrungen mit Pflegekräften aus Osteuropa gemacht? Dann schreiben Sie gerne Ihre Kommentare unter diesen Beitrag, um mit Ihnen über dieses Thema zu disskutieren.


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Thomas Fritz (Jg. 1982) ist ein freier Journalist aus Leipzig, der seit 2010 in der Branche tätig ist und bundesweite Auftraggeber hat. Nicht die tagesaktuelle Berichterstattung, sondern gut recherchierte Hintergrundberichte, Porträts und Reportagen sind sein ...


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