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Krankentransport – Wer übernimmt die Kosten?

Die Inanspruchnahme eines Rettungsdienstes kann durchaus hohe Kosten verursachen. Im nachfolgenden Beitrag möchten wir Ihnen alle wichtigen Informationen zu möglicher Kostenübernahme und Zuzahlung bei Krankentransporten näher bringen.

Vor allem, wenn man selbst davon betroffen ist, ist es interessant sich einmal kurz mit den Rechtsgrundlagen zu Krankentransporten zu beschäftigen. So kann man herausfinden wer wann welche Transportkosten übernimmt. Denn wenn kein gesetzlicher Kostenträger dafür aufkommt, müssen Sie diese häufig aus eigener Tasche zahlen.

Was genau ist ein Krankentransport?

Der Krankentransport kann auch als Krankenbeförderung bezeichnet werden und wird mit einem Krankentransportwagen oder alternativ einem Notfallkrankenwagen bzw. einem Rettungswagen durchgeführt. Begleitet wird dieser von ausgebildetem Rettungsfachpersonal, da er als eine Variante der Rettungsdienste verstanden werden kann. Laut dem Normblatt DIN 13050 zum Rettungswesen wird der Krankentransport definiert als „ein Transport, der die Beförderung von Erkrankten, Verletzten oder sonstigen hilfsbedürftigen Personen, die keine Notfallpatienten sind und die fachgerechte Betreuung in einem Krankenkraftwagen durch dafür qualifiziertes Personal umfasst“.

Krankentransport, Patientenfahrdienst, Behindertenfahrdienst – Was ist der Unterschied?

Ein Krankentransport ist eine medizinisch notwendige Verlegung eines nicht akut Verletzten bzw. nicht schwer Erkrankten. Für den Transport benötigt der Betroffene ein spezielles Kraftfahrzeug, da er auch dessen besondere Ausstattung oder die Betreuung des Fachpersonals angewiesen ist.  Außerdem beschreibt der Krankentransport eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse, sodass anfallende Kosten von diesem übernommen werden, wenn der Transport medizinisch bedingt und notwendig ist.

Patientenfahrdienste werden häufig auch als nichtqualifizierte Krankentransporte bezeichnet, was bereits impliziert, dass nur geringere Anforderungen an Personal und Ausrüstung gestellt werden können. Das bedeutet das weder während der Fahrt weder eine medizinische Betreuung erfolgt noch eine spezielle medizinische Ausstattung vorhanden ist. Im Vergleich zu Krankentransporten sind Patientenfahrdienste deutlich günstiger, die Kosten werden jedoch auch nur in Ausnahmefällen von der Krankenkasse übernommen.

Behindertenfahrdienste werden teilweise von der Sozialhilfe übernommen jedoch nicht von der Krankenversicherung. Zudem können diese Fahrdienste nur von schwerbehinderten Personen in Anspruch genommen werden, denen die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht zugemutet werden kann.

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Krankentransport in einem Rettungswagen (Quelle: https://pixabay.com/de/krankenwagen-krankenhaus-wagen-537966/)

Kostenübernahme von der gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Fast immer ist die gesetzliche Krankenversicherung der passende Ansprechpartner, wenn es um die Kostenübernahmen von Krankentransporten geht. Dies ist im § 60 des fünften Sozialgesetzbuches geregelt. Darin steht welches Fahrzeug für den Transport eingesetzt wird und dass die Kosten notwendiger Krankentransporte von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Diese Transporte werden zuvor von einem Arzt verordnet, wenn der Senior während der Fahrt von qualifiziertem Personal betreut werden muss. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass Krankenfahrten zu ambulanten Behandlungen nur von der gesetzlichen Krankenkasse gezahlt werden, wenn sie im Vorfeld vom Arzt verordnet und mit der GKV genehmigt wurden.

Kostenübernahme von der Deutschen Rentenversicherung (DRV)

Obwohl die GKV in den meisten Fällen für die Kostenübernahme zuständig ist, werden manche Krankentransporte auch von der Deutschen Rentenversicherung gezahlt. Diese ist zuständig für die Transportkosten, die bei der Verlegung in eine Rehabilitationsklinik anfallen. Die DRV übernimmt dabei die Hin- und Rückfahrtkosten inklusive der Gepäckbeförderung. Werden für den Transport öffentliche Verkehrsmittel benutz zahlt die DRV jeweils den günstigsten Fahrpreis für die Verbindung, bei einem Transport mit einem PKW jeweils eine Wegstreckenentschädigung für die gefahrenen Kilometer. Dauerte die Reha länger als 8 Wochen, so werden zusätzlich zweimal im Monat die Kosten für eine sog. Familienheimfahrt erstattet.

Kostenübernahme & Zuzahlung der Pflegekasse

Für die Fahrtkosten, die bei einem Transport ins Pflegeheim entstehen, kann bei der Pflegekasse ein Antrag auf Kostenerstattung gestellt werden. Diese Fahrtkosten können nach § 45b des elften Sozialgesetzbuches zur sozialen Pflegeversicherung  als zusätzliche Betreuungsleistungen ausgegeben werden. Eine Kostenübernahme ist nur möglich, wenn der Senior bereits einer Pflegestufe zugeteilt wurde, doch selbst dann werden die Kosten leider nicht immer erstattet.


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Isabelle Kocher ist seit März 2015 für Basenio tätig. Sie hat im Bachelor Anglistik und Germanistik studiert und sich anschließend für den Masterstudiengang Angewandte Linguistik entschieden. Diesen wird sie im Herbst 2017 mit sehr gutem ...


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