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Fachkräftemangel in der Pflege – Ausbildung gegen Pflegenotstand in der Altenpflege in Deutschland

In der Pflegebranche gibt es schon heute einen Fachkräftemangel. Die Altenpflege bietet sichere berufliche Perspektive. Die GOBI bildet Altenpflegerinnen und Altenpfleger aus.

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist eines der elementaren Probleme in den nächsten Jahren. Es muss verstärkt in die Ausbildung von Fachkräften investiert werden, um den aktuellen Mangel entgegenzuwirken. Die "Private Medizinische Berufsfachschule Gotha", kurz GOBI, bietet hierfür eine qualifizierte Ausbildung.

Altenpflegerinnen bzw. Altenpfleger arbeiten heute und auch künftig in einer Branche, der eine hohe gesellschaftliche Bedeutung zukommt. Angesichts einer weiter alternden Bevölkerung in Deutschland kommen enorme Aufgaben auf die Menschen in Pflege zu. Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass im Dezember 2013 2,63 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig waren.

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Der Fachkräftemangel in der Pflege soll abgebaut werden. (Quelle: Kzenon - Fotolia)

Laut einer Prognose der Behörde steigt die Zahl der Pflegebedürftigen weiter. 2050 könnten demnach bei gleichbleibender Entwicklung 4,5 Millionen Menschen pflegebedürftig sein. Selbst optimistischere Einschätzungen gehen von 3,7 Millionen Menschen aus. Der Fachkräftebedarf an Altenpflegerinnen und Altenpflegern wird allein deswegen zunehmen, sowohl bei stationären als auch bei ambulanten Dienstleistern. Wer sich also jetzt in dem Beruf ausbilden lässt, hat gute Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz.

Reform der Pflege

Der Gesetzgeber hat bereits vor einigen Jahren auf den Pflegenotstand in Deutschland reagiert. Eine große Reform soll die Verhältnisse an die Bedürfnisse anpassen. Der Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe (CDU), brachte die Pflegereform mit seinem Haus und den Stimmen der großen Koalition auf den Weg. Bereits zum 1. Januar 2015 trat das Pflegestärkungsgesetz I (PSG I) in Kraft. Damit wurden die Leistungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige ausgeweitet. Des Weiteren wurde der Bedarf an Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen erhöht, also mehr Pfleger für Bedürftige. Zudem wurde die Förderung bei der Tages- und Nachtpflege ausgebaut.

Die Pflegereform verläuft Schrittweise. Mit dem Pflegestärkungsgesetz II (PSG II) geht man noch ein Stück weiter. In Kraft trat es am 1. Januar 2016. einige Punkte sind erst am 1. Januar 2017 wirksam. Eine grundlegende Änderung ist, dass an Demenz Erkrankte hinsichtlich der Hilfsbedürftigkeit mit körperlich Pflegebedürftigen gleichgestellt wurden. Lob gab es dafür von Rolf Höfert, dem Vorstandsvorsitzenden des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Thüringen. In der Thüringer Allgemeine nannte er die Anpassung: „„einen wichtigen Schritt auf einem guten Weg“.

Weitere  Eckpunkte der Reform sind ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, ein neues Begutachtungssystem, fünf Pflegegrade anstatt der bisher geltenden drei Pflegestufen und die Zusicherung, dass aktuelle Leistungsempfänger mit den neuen Vorgaben nicht schlechter gestellt werden.

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Das Begutachtungssystem wird durch das Pflegestärkungsgesetz II geändert. (Quelle: Pixabay)

Durch den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff gibt es einen Paradigmenwechsel. War bisher der körperliche Unterstützungsbedarf hauptsächlich ausschlaggebend dafür, ob man Leistungen erhielt, ist nun die vorhandene Selbstständigkeit der Betroffenen das entscheidende Kriterium. Je weniger man noch selbstständig ist, desto höher wird der Pflegegrad.

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Mit dem Pflegestärkungsgesetz II gibt es nun fünf Pflegegrade statt der bisherigen Pflegestufen. (Quelle: eigene Darstellung)

Aus oben stehender Grafik wird ersichtlich, wie die neuen Pflegegrade aufgebaut sind. Welchen Pflegegrad die Betroffenen erhalten, legen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung und anderer beauftragter Organisationen fest. Sie bestimmen den Pflegegrad anhand von sechs Kriterien. Auch hier lobt Höfert den neuen Weg: „Die personenbezogene Bedarfseinschätzung wird jetzt endlich Realität“, gab er in der Thüringer Allgemeine zu Protokoll. Das PSG II sichert allen Leistungsbeziehern zu, die 2016 in einer Pflegestufe waren, dass sie nicht schlechter gestellt werden.

Vom Bundeskabinett wurde am 28. Juni 2016 das nun schon dritte Pflegestärkungsgesetz beschlossen. Es soll ab 1. Januar 2017 in Kraft treten. Über die Eckpunkte informiert das Bundesministerium für Gesundheit auf seiner Internetpräsenz. Durch die Änderungen verspricht man sich, dass ab 2017 mehr Pflegestützpunkte entstehen, die Hilfesuchende beraten.

Mit den Pflegestärkegesetzen werden Leistungen und Umfang der Pflege ausgebaut. Um den Ausbau zu finanzieren, wurden die Sätze zur Pflegeversicherung angehoben. Wer sich zusätzlich absichern möchte, kann eine private Pflegeversicherung abschließen.

 

Pflegeversicherungssatz
Beim Pflegeversicherungssatz kommen bei Kinderlosen zusätzlich 0,25 Prozentpunkte hinzu. Diese Regelung gilt seit dem 1. Januar 2005. (Quelle: eigene Darstellung)

 

Gründe und Lösungen für Fachkräftemangel in der Pflege

In der Pflege herrscht Notstand! Seit Jahren wird der Fachkräftemangel beklagt. Gründe gibt es viele. In diesem Beitrag des ARD-Mittagmagazins wird die Situation in Bayern geschildert.

Die Probleme, Fachkräfte zu gewinnen, gibt es nicht nur in Bayern. Über den aktuellen Stand 2016 in der Pflege gibt der Pflegereport der Barmer GEK Auskunft. „Die Menschen bekommen offenbar nicht immer die Pflege, die sie brauchen, sondern die, die vor Ort verfügbar ist“, heißt es dort von Dr. Christoph Straub, dem Vorstandsvorsitzenden der Barmer GEK.

Auch in Thüringen gibt es hohen Bedarf an Pflegefachkräften. Laut einem Bericht der Thüringer Allgemeine schätzt die Liga der Freien Wohlfahrtsverbände, dass im Freistaat rund 4500 Fachkräfte fehlen. Harte Arbeitsbedingungen und geringe Entlohnung sind offenkundig die großen Baustellen, die es zu bewältigen gibt, will man qualifiziertes Personal gewinnen.

Seitens der Politik und Interessensvertretern wurde 2013 ein Thüringer Pflegepakt beschlossen, der dazu beitragen soll, eine „qualitativ hochwertige, wirtschaftlich angemessene Pflegeversorgung im Freistaat zu sichern.“ Drei Jahre später freut man sich über erste Fortschritte. 2000 neue Arbeitsverhältnisse entstanden und nochmal so viele Menschen befanden sich 2016 in einer Ausbildung für einen Pflegeberuf. Durch die Pflegereform steigt der Bedarf an Fachkräften jedoch weiter. Die Branche wird also auch künftig weiter wachsen und mehr Menschen einen Arbeitsplatz bieten.

Lösung für Pflegekrise

Vorschläge, den Pflegenotstand zu beseitigen, gibt es einige. Dabei ist immer zu beachten, dass viele davon interessengeleitet sind. Zum Thema gibt es auch aktuelle Literatur. In dem Buch: „Fachkräftemangel in der Pflege“ – Konzepte, Strategien, Lösungen“ setzen sich die Autoren mit den Problemen auseinander.

Im Hier und Jetzt unternehmen die handelnden Akteure einige Anstrengungen, um den Fachkräftemangel abzubauen. Der Beruf der Altenpflegerin bzw. des Altenpflegers muss weiter aufgewertet werden, denn eines ist klar: Der Bedarf an Pflegekräften nimmt zu.

Wer sich also nach einem Arbeitsplatz umschaut, bei dem er täglich mit Menschen zu tun hat und der sicher ist, wird in der Pflegebranche ein Zuhause finden. Die „Private Medizinische Berufsfachschule Gotha“ (GOBI) qualifiziert seit 1991 Menschen in sozialen und medizinischen Berufen. Die Schule bietet eine dreijährige Ausbildung zum/r staatlich geprüften Altenpfleger/in mit Berufserlaubnis an. Anwärter sollten entweder einen Realschulabschluss, die Fachhochschulreife oder einen Hauptschulabschluss mit einer abgeschlossenen zweijähriger Berufsausbildung haben. Darüber hinaus können sich Interessierte bewerben, die eine Erlaubnis haben, in der Altenpflege oder Krankenpflege zu arbeiten. Das schließt auch deren gesundheitliche Eignung ein.

Die Ausbildung wird gefördert. Die Details über mögliche Förderungen finden sich auf der Internetseite der GOBI. Dort gibt es auch sämtliche Informationen rund um die Ausbildung. Bewerbungen kann man ganz bequem über die Seite oder über ein Kontaktformular an die Schule senden. Helfen und damit das eigene Leben bestreiten, ein starkes Argument für einen Job in der Altenpflege. Bei GOBI bildet man nicht nur Altenpflegerinnen und Altenpfleger aus, es gibt noch mehr qualifizierte Abschlüsse. Erzieher, Kinderpfleger, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Masseure & medizinische Bademeister gehören zum Ausbildungsangebot der renommierten Ausbildungsstätte.


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Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


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