Betreuung für Senioren | ältere Menschen | zu Hause | privat

Betreuung für Senioren & ältere Menschen privat zu Hause durch Prosenior

Bild zum Artikel: Betreuung für Senioren | ältere Menschen | zu Hause | privat
(Quelle: Africa Studio - Fotolia)

Was leistet eine Betreuung für Senioren beziehungsweise ältere Menschen? Wir stellen das deutsche Unternehmen Prosenior vor, das osteuropäische Betreuer privat nach Hause zu den Senioren vermitteln. Alle Leistungen & Kosten hier im Überblick.

Wenn die Eltern oder der Partner pflegebedürftig werden, dann benötigen sie oft besondere Zuwendung. Es braucht dann viel Zeit und Empathie, sich den veränderten Bedürfnissen bei körperlichen und geistigen Einschränkungen anzupassen. Einst intime Bereiche wie die Körperhygiene und Toilettengänge können ohne Hilfe nicht mehr alleine geschafft werden. Bei demenziell Erkrankten sind in der Pflege zudem Verständnis und Geduld gefragt. Kurzum, es braucht qualifizierte Kenntnisse, um einen pflegebedürftigen Menschen zu betreuen.

Senioren zu Hause helfen

Aber auch wenn ein älterer Mensch keinen Pflegegrad besitzt, kann er Aufmerksamkeit und Hilfe im Haushalt schätzen. Einsamkeit kann die Lebensqualität stark einschränken und den Lebensmut senken. Oft hilft es dann schon, wenn jemand täglich nach dem Rechten schaut. Gibt es allerdings Einschränkungen, die auch im Alltag Barrieren aufbauen, dann braucht es eine intensivere Hilfe. Kochen, putzen und viele andere Tätigkeiten, die täglich anfallen, können für Betroffene zu einem unmöglichen Kraftakt werden.

 

Pflegeberatung, Senioren, Rente, Blumen, Ehe, Testament, Versicherung, beraten
Betreuer für Senioren kümmern sich privat um ältere Menschen in deren Wohnung. (Quelle: © Robert Kneschke - Fotolia)

 

Ambulante Pflegedienste übernehmen in der Regel nur die medizinische Pflege und haben für solche Aufgaben keine Zeit – Stichwort Pflegenotstand. Auch die Nachbarschaftshilfe kann nicht immer und zu jeder Zeit für den pflegebedürftigen Senior da sein. Das zeigt auch der Deutsche Alterssurvey (DEAS), eine Studie zum Thema Leben in der zweiten Altershälfte. In der Anonymität der Großstadt haben nur 39,4 Prozent der in der Studie befragten Senioren Kontakt zu ihren Nachbarn. Im ländlichen Raum sind es knapp unter 50 Prozent.

Sind dann auch keine Angehörigen vor Ort, kann der Umzug in eine stationäre Wohnbetreuungsform alternativlos werden. Schließlich gehört eine eigene Haushaltsführung zu den Eckpfeilern eines selbstbestimmten Lebens. Doch selbst wenn Angehörige die Betreuung übernehmen, kann es zu Problemen kommen. Der Faktor Zeit ist gerade für Berufstätige ein Erschwernis. So fand die Hans-Böckler-Stiftung heraus, dass die Pflege zu Hause etwa 54,4 Stunden pro Woche in Anspruch nimmt. Für voll Berufstätige ist es kaum möglich, neben ihren Verpflichtungen auf Arbeit so eine Vollzeit-Pflege zu übernehmen.

 

Pflege, Zeitmanagement, Hauptpflegeperson
Für die Pflege zu Hause braucht es viel Zeit. 54,4 Stunden werden im Schnitt benötigt. (Quelle: Hans-Böckler-Stiftung, Böckler Impuls - https://www.boeckler.de/109051_109067.htm)

Die Pflege in der eigenen Wohnung wird von der Mehrzahl der Senioren gewünscht. Das zeigen viele Studien, die sich mit dem Thema auseinander gesetzt haben. So zeigt unter anderem der Pflegereport der AOK, dass Senioren-Wohngemeinschaften und sogenannte 24-Stunden-Betreuungen bei vielen älteren Menschen sehr geschätzt werden.

Betreuung für Senioren zu Hause

Die 24-Stunden-Betreuung – oder synonym Seniorenbetreuung – ist ein Angebot, bei dem eine Betreuungskraft in der Wohnung des Betreuten wohnt. Das gibt den Senioren Sicherheit und schützt sie vor Einsamkeit. Doch die Betreuungskräfte machen noch viel mehr. Sie bereiten das Essen zu, übernehmen leichte pflegerische Tätigkeiten (Hygiene), putzen - kurzum: Sie helfen bei der Haushaltsführung. Aber auch außerhalb der Wohnung unterstützen die Betreuer ältere Menschen. Bei Arzt- und Spaziergängen begleiten sie die Senioren und verbringen sogar, wenn gewünscht, Urlaubszeit auf Reisen mit den älteren Menschen.

Viele dieser Seniorenbetreuungen arbeiten mit Menschen aus dem osteuropäischen Ausland. Diese sind in der Regel in ihren Heimatländern gut ausgebildete Pflegekräfte, die allerdings nach deutschem Recht hierzulande nicht als qualifizierte Fachkräfte in der medizinischen Pflege arbeiten dürfen. Dafür braucht es einen Berufsabschluss als Altenpflegerin beziehungsweise Altenpfleger. Solche ausgebildeten Pfleger können auch Spritzen setzen und Medikamente verabreichen. Diese Aufgaben der medizinischen Pflege dürfen Seniorenbetreuer nicht durchführen.

Viele der osteuropäischen Betreuungskräfte sind zwar an einer Universität für den Pflege-Beruf ausgebildet, aber haben keine klassische Ausbildung als Fachpfleger. Mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten sind sie prädestiniert, als Seniorenbetreuer zu arbeiten.

Agentur vermittelt Seniorenbetreuer

Inzwischen gibt es Agenturen, die solche Betreuer in Deutschland, Österreich und der Schweiz an ältere Menschen vermitteln, die Hilfe suchen. Seit 2008 ist das deutsche Unternehmen Prosenior in der 24-Stunden-Pflege tätig und vermittelt Betreuungskräfte. So zählt man laut eigener Aussage „zu den erfolgreichsten Anbietern, mit zufriedenen Kunden im gesamten Bundesgebiet, sowie in Österreich, der Schweiz und Luxemburg.“ Die Betreuer leisten Aufgaben im Sinne der Seniorenbetreuung, übernehmen also keine medizinischen Pflegeaufgaben.

Typische Aufgaben bei denen Betreuer für Senioren helfen

  • Haushaltsführung
  • Körperpflege
  • An- und Ausziehen
  • Windeln wechseln
  • Freizeitaktivitäten (Spiele, Gespräche, Spaziergänge etc.)
  • Begleitung bei Arztgängen

Die enge Beziehung zwischen Betreutem und Betreuer kann den Lebensmut der Senioren steigern. Sie sind nicht alleine und haben einen festen Bezugspunkt in ihrer unmittelbaren Nähe. Gerade bei demenziell Erkrankten ist das wichtig. Sie brauchen besondere Aufmerksamkeit. Auch in der Wirtschaft ist man darauf bereits aufmerksam geworden und hat hilfreiche Produkte entwickelt. So gibt es Tablets, die durch ihre Handhabung und Programme auf solche besonderen Bedürfnisse Rücksicht nehmen. Musiken, Bilder und Texte fordern und fördern auf diesen handlichen Computern das Gedächtnis der Senioren. Es gibt aber auch analoge Spielkonzepte, die Spaß und Therapie in einem sind.

Kosten & Finanzierung für Betreuer

Den Service eines Seniorenbetreuers können auch ältere Menschen in Anspruch nehmen, die nicht pflegebedürftig sind. In dem Fall müssen sie die Kosten für die Betreuung komplett selber tragen. Anders ist es, wenn man einen Pflegegrad hat und Pflegegeld oder Pflegesachleistungen erhält. Da sich über das Pflegegeld frei verfügen lässt, kann es für die Seniorenbetreuung genutzt werden. Die Geldsätze reichen allerdings nicht aus, um die gesamten Kosten abzudecken.

 

Pflegegeld, Pflegegrad
Geldsätze für das Pflegegeld in Deutschland (Quelle: Eigene Darstellung/Bundesministerium für Gesundheit)

Für den Restbetrag muss man selber aufkommen. Dafür können beispielsweise Rücklagen oder Leistungen aus der privaten Pflegeversicherung genommen werden. Zu diesen Versicherungen gehören:

Die Dienstleistung kann auch steuerlich relevant werden. Diesen Hinweis gibt Prosenior auf seiner Internetseite. Danach können jährlich bis zu 4.000 Euro als haushaltsnahe Dienstleistung vom Auftraggeber (dem Betreuten) abgesetzt werden. Es gibt also einige Möglichkeiten, die finanziellen Aufwendungen im Rahmen der Seniorenbetreuung abzufedern.

Pflegesachleistungen sind zweckgebunden und werden nicht ausgezahlt. Sie werden von den Pflegekassen direkt an den professionellen Pflegedienst gezahlt.

Die Kosten für Betreuer, die durch Prosenior vermittelt werden, richten sich nach deren Fähigkeiten und Sprachkenntnissen. Je besser die Betreuungskräfte deutsch sprechen, desto höher sind die monatlichen Kosten.

  • Geringe Deutschkenntnisse: 1878 Euro/Monat
  • Ausreichende Deutschkenntnisse: 1978 Euro/Monat
  • Mittlere Deutschkenntnisse: 2078 Euro/Monat
  • Gute Deutschkenntnisse: 2278 Euro/Monat
  • Sehr gute Deutschkenntnisse: 2428 Euro/Monat

Ausreichende Deutschkenntnisse wären in der Schule die Note 4. Erst bei guten Deutschkenntnissen sind fließende Gespräche ohne größere Einschränkungen möglich. Bedenken Sie aber, im Laufe der Zeit können sich Sprachkenntnisse bessern. Dann kann auch die Kommunikation zwischen Betreutem und Betreuer flüssiger laufen.

Unterkunft und Verpflegung muss den Betreuern kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Bei der Unterkunft sollte dem Betreuer ein Raum überlassen werden, der als Rückzugsort dient. Zusätzliche Kosten entstehen noch bei An- und Abreise der Betreuer, die in Abständen von einigen Monaten ausgetauscht werden. Fährt der Betreuer in den Urlaub oder zur Erholung nach Hause, kommt ein anderer Betreuer zum Senior. Darunter ist aber kein munteres Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel zu verstehen. Die Senioren können sich aussuchen, von wem sie betreut werden wollen. Es gibt also einen Kreis von festen Betreuern, die sich um einen Senior kümmern. So bleiben feste Bezugspunkte für die älteren Menschen.

Beispielrechnung für einen Betreuer für Senioren bei Pflegegrad III – Betreuer mit mittleren Sprachkenntnissen:

Betreuungskosten – Pflegegeld = restlicher Eigenanteil / 2078 Euro - 545 Euro = 1.533 Euro


DIESEN BEITRAG: KommentierenDrucken
Bewerten:
Empfehlen:

Mehr von Steffen Gottschling
Profilbild von Steffen Gottschling

Steffen Gottschling (Jg. 1978) lebt und arbeitet in Erfurt. Seit 2012 ist er in der Medienbranche tätig. Hier sammelte er Erfahrungen in der Redaktion von Radio F.R.E.I. und arbeitete als Journalist in der Online-Redaktion der Thüringer Allgemeine. Für ...


Kommentar schreiben

Sicherheitscode