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Der Beruf Altenpfleger: Ein Arbeitsplatz mit Zukunft

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Der Beruf Altenpfleger wird in einer alternden Gesellschaft immer wichtiger. Wir schauen auf aktuelle Entwicklungen in der Branche und wagen einen Blick in die Zukunft.

Wenn es um Ausbildungsplätze, Studiengänge und Jobchancen geht, weiß jeder, der sich schon einmal mit dem Arbeitsmarkt befasst hat, dass dieser sehr stark konjunkturellen Schwankungen unterliegt. Mal fehlt es an Grundschullehrern, mal an Bäckermeistern, mal an Verwaltungsfachangestellten. Ein Berufsfeld, in dem seit Jahren ein Mangel an Auszubildenden und Fachkräften herrscht, ist das der Kranken- und Altenpflege. Leider erscheinen Pflegeberufe vielen Menschen wenig attraktiv. Zu schlecht ist die Bezahlung, zu schwer sind die körperlichen Arbeiten, zu groß ist die psychische Belastung. Auch die Arbeitszeiten sind in den Pflegeberufen nur schwer mit der Familie oder einem halbwegs vitalen Sozialleben vereinbar.

Wer sich allerdings einmal die Zeit nimmt, mit einer Altenpflegerin oder einem Altenpfleger zu sprechen, bekommt schnell ein vollkommen anderes Bild des Berufs. Viele Pflegerinnen und Pfleger erzählen von den engen Bindungen, die sie zu den zu pflegenden Menschen aufbauen konnten. Sie berichten von eindrucksvollen Begegnungen und einem Job, der niemals langweilig wird. Im Pflegeberuf gibt es keinen Stillstand, er ist zukunftsträchtig und innovativ.

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In der Pflege entstehen zwischen Patienten und Pflegern enge Bindungen. (Quelle: Kzenon - Fotolia)

Warum der Beruf Altenpfleger so wichtig ist

Pflegeberufe gewinnen immer mehr an Bedeutung. Das liegt einerseits an der steigenden Lebenserwartung der Menschen in Deutschland. Je höher das Lebensalter, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen bei der Verrichtung alltäglicher Arbeiten und beim Wohnen in den eigenen vier Wänden Unterstützung benötigen. Andererseits verändert sich die Gesellschaft: Viele junge Menschen wechseln den Wohnort wegen ihres Jobs, sind zeitlich aus beruflichen Gründen extrem eingespannt oder folgen ihrer großen Liebe bis ans andere Ende der Welt. Immer weniger Familien leben heute an einem Ort und sind in der Lage, die Pflege der älteren Generation selbst zu übernehmen. Das Zeitalter der Globalisierung fordert eine große Flexibilität und Mobilität – einerseits positive Eigenschaften, andererseits Tendenzen, die den Zusammenhalt von Familien über mehrere Generationen hinweg grundsätzlich erschüttert.

Pfleger sind für die Menschen, mit denen sie arbeiten, weit mehr als freundliche Helfer, die hin und wieder vorbeikommen und wichtige Tätigkeiten übernehmen. Sie stellen echte Vertrauenspersonen und das Tor zu einer Welt dar, an der Pflegebedürftige nicht mehr vollständig teilhaben können.

Altenpfleger: Ein Job mit Zukunftspotenzial

Wer sich entscheidet, einen Pflegeberuf zu erlernen, muss sich keine Sorgen darüber machen, eine Arbeitsstelle zu finden. Ob im Pflegeheim, in der mobilen Altenpflege oder als feste Kraft im Haushalt einer zu pflegenden Person – in den meisten Städten können sich Altenpfleger aussuchen, wo sie arbeiten möchten.
Da die Arbeit als Altenpfleger eine hohe körperliche und psychische Belastung mit sich bringt, ist es wichtig, sich gut über die Vor- und Nachteile des Berufs zu informieren, bevor man sich für eine Ausbildung entscheidet. Oft hilft auch ein Freiwilligenjahr oder ein Praktikum, um sich für oder gegen diese Berufslaufbahn zu entscheiden. Wer genau wissen will, welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um Altenpfleger zu werden und wie die Ausbildung konkret abläuft, findet die wichtigsten Informationen für die Bewerbung als Altenpfleger auf dieser Internetseite. Die Politik schafft Anreize, die Berufe in der Pflege attraktiver machen sollen. So wurde erst kürzlich beschlossen (Stand Juni 2017), die Ausbildung in der Berufsbild zu vereinheitlichen. Generell soll die Ausbildung spezieller werden.

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Eine Pflegeschwester bereitet das Bett. (Quelle: drubig-photo - Fotolia)

Wie geht es in der Pflege weiter?

Der Fachkräftemangel im Pflegebereich hat dramatische Auswirkungen. Wo zu wenige Pfleger im Einsatz sind, müssen mehr Pflegepatienten durch eine Fachkraft betreut werden. Unter der Mehrbelastung leiden die Altenpfleger und – am allermeisten natürlich – auch die Pflegepersonen. Bei der Suche nach Pflegepersonal werden Politiker, Verbände und Forscher immer kreativer. In einigen Kommunen wird verstärkt versucht, Geflüchtete zu Pflegefachkräften auszubilden. Auch wenn der Gedanke, durch einen Flüchtling betreut zu werden, der womöglich nur gebrochen Deutsch spricht, erst einmal befremdlich scheinen mag, kann in dieser Idee auch eine große Chance liegen.

Noch viel befremdlicher klingt für viele Menschen der Plan, im Bereich der Altenpflege verstärkt Roboter einzusetzen. Erste Studien haben jedoch ergeben, dass ältere Menschen durchaus dafür offen sind, mit einem Roboter unter einem Dach zu leben. Allerdings zeigt sich, dass auch in der Zukunft Menschen als Pfleger benötigt werden, die sich mit den Pflegepersonen unterhalten und eine emotionale Bindung herstellen. Die Chancen, in Pflegeberufen zu arbeiten, bleiben also auch in der Zukunft erhalten. Allerdings wird sich das Arbeitsumfeld von Altenpflegern weiter stark verändern.


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