Wechseljahre | Frau | Blasenprobleme | Ernährung

Die Wechseljahre der Frau: Tipps zu Ernährung, Blasenproblemen, Hitzewallungen & innerer Unruhe

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(Quelle: absolutimages - Fotolia)

Die Wechseljahre erleben Frauen mit körperlichen und seelischen Veränderungen. In unserem Ratgeber geben wir Tipps, wie die Ernährung umgestellt werden kann, um möglichen Leiden wie Blasenprobleme, Hitzewallungen & innere Unruhe zu lindern.

| Lea Schulz

Mit Anfang 50 erleben viele Frauen eine enorme hormonelle Umstellung – die Wechseljahre. Alles beginnt damit, dass der Körper mit zunehmendem Alter immer weniger Östrogen und Gestagen (Prämenopause) produziert, wodurch schließlich die Menstruation ausbleibt. Hält dieser Zustand zwölf Monate ohne einen nachvollziehbaren Grund an, sprechen Mediziner von der Menopause.

Klimakterische Beschwerden

Die Begriffe Wechseljahresbeschwerden und klimakterische Beschwerden werden synonym verwendet werden.

Bekannte Wechseljahrebeschwerden

Jede Frau nimmt diese Hormonumstellung unterschiedlich wahr. Während einige Frauen so gut wie nichts von den Veränderungen in ihrem Körper mitbekommen, stellen andere schnell erste Anzeichen fest. Zu den häufigsten Begleiterscheinungen der Wechseljahre gehören laut Berufsverband der Frauenärzte:

  • Hitzewallungen & Schweißausbrüche (bei 85% aller Frauen)
  • Scheidentrockenheit
  • Blasenschwäche
  • Zwischenblutungen
  • Müdigkeit & Schlafstörungen
  • Gedächtnisstörungen (bei 60% aller Frauen)

Als weitere klimakterische Beschwerden im Zusammenhang mit der Psyche sind depressive Verstimmungen, innere Unruhe und Reizbarkeit bei Frauen bekannt. Körperliche Veränderungen werden ebenso mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht. Vermehrte Gelenk- und Muskelschmerzen, Gewichtszunahme und Hautalterung können Anzeichen von Wechseljahrbeschwerden sein.

Was hilft bei Blasenschwäche?

Rund zwei Drittel aller Frauen leiden mehr oder weniger an Blasenschwäche in den Wechseljahren. Durch die hormonelle Umstellung werden die Schleimhäute der Harnwege und Blase weniger durchblutet, wodurch Blasenschwäche begünstigt werden kann. Wer aufgrund der Wechseljahre eine schwache Blase hat, kann durch spezielle Produkte wie beispielsweise Einlagen oder Schutzunterwäsche vorsorgen.

Insbesondere für Frauen, die gerne Sport treiben, bringen die Produkte die nötige Sicherheit und ermöglichen eine unbeschwerte Bewegungsfreiheit. Um die Blase und den Harntrakt zu stärken, kann ein gezieltes Beckenbodentraining sehr hilfreich sein. Außerdem können in Absprache mit dem Arzt östrogenhaltige Vaginalzäpfchen oder -cremes einer schwachen Blase entgegenwirken.

Bei einer leichten Blasenschwäche können auch Hausmittel hilfreich sein. Dazu gehört ausreichend zu trinken. Empfohlen werden täglich bis zu zwei Liter ungesüßter Tee und stilles Wasser. Auf harntreibende Getränke wie Kaffee und Alkohol sollten Sie verzichten. Generell sollten Sie sich viel bewegen und Übergewicht verhindern beziehungsweise reduzieren.

Was hilft bei innerer Unruhe?


Da die Wechseljahre für den Körper eine enorme Belastung darstellen können, ist gezieltes Entspannen im Alltag sehr wichtig. Als besonders empfehlenswert erweisen sich hierfür Entspannungsmethoden wie Yoga, autogenes Training oder Meditation.

Einige Krankenkassen gewähren sogar eine finanzielle Förderung entsprechender Kurse. Durch den gezielten Stressabbau kann eine leicht depressive Verstimmung deutlich gemindert werden – die innere Unruhe weicht dann einem Gefühl der Ausgeglichenheit.

Was hilft bei Hitzewallungen?

Plötzlich auftretende Hitzewallungen können den Alltag beeinflussen. Wer sich nach dem Zwiebelprinzip kleidet – also mehrere Lagen übereinander trägt – kann seine Körpertemperatur deutlich besser regulieren. Empfehlenswert ist hierbei Kleidung aus atmungsaktiven Stoffen oder Naturmaterialien, unter der sich im Gegensatz zur Kunstfaser die Hitze nicht staut.

Es mag seltsam klingen, aber regelmäßiges Schwitzen während sportlicher Aktivitäten kann ebenfalls dabei helfen, Hitzewallungen zu verringern. Damit der Körper schneller lernt mit den Temperaturschwankungen umzugehen, kann er beispielsweise durch regelmäßige Saunagänge langsam an große Temperaturunterschiede gewöhnt werden.

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Tipps zur Ernährung in Wechseljahren

Sich gesund und ausgewogen zu ernähren, ist insbesondere in den Wechseljahren von großer Bedeutung. Um den Körper nicht zusätzlich zu belasten, sollten Fleisch sowie allgemein tierische Fette nur hin und wieder auf dem Speiseplan landen. Stattdessen empfehlen sich frisches Obst und Gemüse, fettarme Milchprodukte, Fisch sowie stilles oder Mineralwasser.

Auf zuckerhaltige Getränke sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Der Verzehr von Milchprodukten dagegen kann ruhig etwas erhöht werden, da diese dabei helfen, drohender Osteoporose vorzubeugen. Fette wie Oliven-, Raps- und Leinöl haben eine herzschützende Wirkung und sollten ebenfalls regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Genussmittel wie Alkohol, Kaffee und Nikotin sollten nach Möglichkeit gemieden werden.

Hilfreich kann der gezielte Einsatz von Supplementen (Nahrungsergänzungsmitteln) sein. Hier diskutiert die Wissenschaft seit geraumer Zeit über mögliche Effekte von CBD-Ölen. Die sollen laut einigen Herstellern Beschwerden in den Wechseljahren lindern können. Allerdings gibt es laut Verbraucherzentrale bislang keine belastbaren Belege über die Wirksamkeit dieser Tropfen.

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Auch über die Ernährung lassen sich Folgen der Wechseljahre lindern. (Quelle: Daniel Vincek - Fotolia)

Wechseljahre Verlauf

Auch wenn es zunächst nicht danach aussieht, viele Beschwerden können sich bereits nach einigen Wochen in Luft auflösen. Denn Begleiterscheinungen der Wechseljahre verlaufen in der Regel in Phasen. Da der Hormonspiegel während dieser Zeit enorm schwankt, können die unterschiedlichen Beschwerden mal stärker, mal schwächer auftreten – oder eben ganz ausbleiben.

Manchmal braucht es eben ein wenig Geduld und Durchhaltevermögen, bevor man zu Hormonen greift, die schnell zur erhofften Linderung verhelfen. Und schließlich gibt es auch genug andere Mittel und Wege, um entspannt durch die Wechseljahre zu kommen.

 

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Profilbild von Lea Schulz

Lea Schulz studiert Multimedia Marketing und arbeitet bei uns als freie Mitarbeiterin.

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