Was gehört in die Reiseapotheke? | Medikamente | Erwachsene

Was gehört in die Reiseapotheke? Diese Medikamente sollten Sie bei Fernreisen immer dabei haben

Was gehört in die Reiseapotheke? Wir geben Tipps, wie die Reiseapotheke richtig bestückt wird und zeigen am Beispiel Österreich, wie sie sogar im Urlaubsland schnell an Medikamente über Versandapotheken kommen.

Bei jeder Fernreise sollte man sich vorab informieren, ob in der Urlaubs-Destination Gesundheitsgefahren bestehen. Wer hier gut vorbereitet ist, kann mit Schutzimpfungen die Risiken auf Infektionen minimieren. Entsprechend sollte auch die Reiseapotheke aufgefüllt sein, damit man vor Ort gut gerüstet ist. Mit solchen Vorkehrungen lässt es sich doch entspannter reisen. Und im Reisen sind die Deutschen weltweit in der Spitzengruppe.

Beliebte Reiseziele der Deutschen 

Der Deutsche Reiseverband (DRV), die führende Vertretung der deutschen Tourismuswirtschaft, veröffentlicht jährlich eine Statistik zum Reiseverhalten der Deutschen. In seiner aktuellen Tourismusanalyse "Der Deutsche Reisemarkt" sind die Zahlen & Daten aus 2017 ausgewertet. Unter anderem wurden die Top-10-Urlaubsziele der Deutschen ermittelt. In der Statistik wurden nur Reisen berücksichtigt, bei denen der Auslandsaufenthalt mindestens fünf Tage dauerte. Spanien und Italien sind die beliebtesten Reiseziele außerhalb der Bundesrepublik. Die ist im übrigen selber mit weitem Abstand das beliebteste Reiseziel der Deutschen.

ReisezielAnteil
Spanien13,1 %
Italien8,3 %
Türkei5,7 %
Österreich5,0 %
Griechenland3,9 %
Kroatien3,1 %
Polen2,8 %
Frankreich2,7 %
Niederlande2,2 %
Portugal1,8 %

 

Urlaub, Berge, Bank, Entspannung, Ausblick, Erholung, Kur, Reise, Senioren, Paar, Liebe
Deutschland ist mit weitem Abstand das beliebteste Urlaubsziel der Deutschen. (Quelle: Fotolia - lukasx)

Was gehört also in die Reiseapotheke?

In Europa gibt es aktuell keine Reisewarnungen aufgrund von Krankheiten. Dennoch ist es auch bei Inlands- und Europareisen ratsam, eine Reiseapotheke mitzunehmen. Das gilt insbesondere für Menschen, die gesundheitlich beeinträchtigt sind - sei es chronisch oder akut. 

Diese Medikamente sollten zur Grundausstattung der Reiseapotheke gehören:

  • die eigenen Medikamente für die Dauer des Urlaubs
  • Verbandsmaterialien: Pflaster, Mullbinden, Kompressen, Verband, Schere etc.
  • Desinfektion: in Form von Spray, Tücher, Gel; bei einer Wundverletzung auf eine Reinigung achten
  • Schmerzmittel: fiebersenkende Medikamente, Kopfschmerz – oder Migränetabletten, schmerzstillende Cremes bei Gelenkschmerzen
  • Medikamente gegen Erkältung, Husten, Schnupfen: davon ist mal leider auch im Sommer nicht geschützt
  • Medikamente gegen (Reise-)Übelkeit: Tropfen, Reisekaugummis, Tablette
  • Sonnenschutzmittel: auf geeigneten Lichtschutzfaktor achten
  • Mittel bei Sonnenbrand und Insektenstichen: kühlende Cremes oder Gele, praktischen Gelstift für unterwegs
  • Zeckenpinzette/-karte
  • Wundsalbe

Bei Fernreisen kann die Reiseapotheke noch mit diesen nützlichen Helfern aufgerüstet werden:

  • Thermometer (vor allem in Malaria-Gebieten)
  • Malaria-Tabletten
  • Mittel gegen Durchfall & Verstopfung
  • Moskitoschutz: Netze, Sprays
  • Wasserreinigungstabletten; gegebenenfalls einen Wasserfilter

 

Apotheke, Gesundheit, Medikamente, Arznei, Medizin, krank, Heilmittel, Droge, Pharma
Vor einer jeden Fernreise sollte die Reiseapotheke aufgefüllt werden. (Quelle: © benjaminnolte - Fotolia)

Hinweise und Empfehlungen des Auswärtigen Amtes

Das Auswärtige Amt gibt Reiseempfehlungen und Reisewarnungen für Touristen aus. Auf der Internetseite der Behörde können sich Urlauber vorab darüber informieren, ob es in ihrer Destination Probleme gibt. Hier ein Überblick über aktuelle Entwicklungen für Fernreisende:

Nordafrika:

Exemplarisch für diese Region wähle ich Marokko aus. In dieser Region gibt es keine Pflichtimpfungen. Man sollte dennoch das Risiko eines Mückenstichs durch lange Kleidung, Insektenschutzmittel und ggf. einem Moskitonetz minimieren. Darüber hinaus besteht keine Notwendigkeit für eine Malariaprophylaxe.

Nordamerika:

In den Vereinigten Staaten gibt es ein sehr geringes Auftreten des West-Nil-Fiebers, welches durch Mücken übertragen wird. Außerdem gibt es das Hantavirus, welches Nagetiere als Überträger hat, aber auch selten auftritt.

Asien (Fernost):

In Japan sollte man sich ausreichend vor Mücken und Moskitos schützen, damit eine Übertragung der Japanischen Enzephalitis verhindert werden kann. Auch wenn es derzeit nur wenige Fälle dieser Krankheit gibt, wird die Empfehlung der Impfung gegen die Japanische Enzephalitis ausgesprochen. Bei der Tröpfchen- oder Kontaktinfektion Hand-, Fuß- und Mundkrankheit (HFMD) hilft nur, dass man kein Kontakt zu Erkrankten hat und auf genügend Hygiene, vor allem an den Händen, achtet.

Mittelamerika/Karibik:

In Honduras ist die Einreise aus Gelbfieber-Endemiegebieten mit einer Pflicht der Gelbfieber-Impfung verbunden. Weiterhin gibt es die Möglichkeiten sich an der virulenten Chikungunya, dem Denguefieber, an Malaria und Leishmaniose durch Mückenstiche zu infizieren. Somit sind ausreichende und gründliche Mückenschutzmaßnahmen sehr ratsam. Verunreinigtes Wasser durch Nagetierkot- und ausscheidungen kann zur Leptospirose führen, welches man aber mit geeigneter Prophylaxe eindämmen kann.

Naher Osten:

Das Auftauchen des neuen Coronavirus (MERS-CoV) in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist eine Infektion der Atemwege. Man sollte daher unnötigen Kontakt mit Tieren (Kamele, Fledermäuse) vermeiden und sich  an die allgemeinen Hygienevorschriften halten. Auch Mückenschutz ist ratsam.

 

Dubai, Urlaub, Reise, Reisen
Dubai ist immer eine Reise wert - mit einer vollständigen Reiseapotheke sind Sie auch dort auf der richtigen Seite. (Quelle: © Juliane Wappler)

Mittlerer Osten:

Auch hier sollte man bei der Einreise, beispielsweise nach Myanmar, aus Gelbfieber-Endemiegebieten einer derartige Impfung nachweisen können. Außerdem ist es ratsam, sich bei einem Urlaub in Myanmar gegen Tollwut impfen zu lassen, da freilaufende Hunde dort nicht selten sind. Das Risiko, sich mit Malaria zu infizieren, besteht ganzjährig. Derzeit besteht auch eine erhöhte Gefahr, sich mit Denguefieber anzustecken (Stand: 22.07.2015). Weiterhin gibt es auch hier die Möglichkeiten am Chikungunya-Fieber, Tuberkulose und an Japanischer Enzephalitis zu erkranken. Gegen letzteres können Sie sich vorsorglich impfen lassen.

Insgesamt wird dringend empfohlen, egal wo man hin reist, dass die Standardimpfungen (Tetanus, Diphterie, Pertussis (Keuchhusten), Kinderlähmung, MMR, Influenza, Hepatitis A usw.) aufgefrischt beziehungsweise aktuell sind. Bei längeren Aufenthalten sollte außerdem eine Impfung bezüglich Hepatitis B, Typhus und Tollwut vorhanden sein. Darüber hinaus kann eine Impfung in bestimmten Gebieten gegen die Japanische Enzephalitis empfehlenswert sein. Bei Malaria hilft es möglicherweise eine Notfallmedikation dabei zu haben; gegen Denguefieber gibt es keine Therapiemöglichkeit.

Der einzige Schutz, der es verhindern kann, dass man sich über Mücken infiziert, ist ein sehr sorgfältiger Schutz durch Kleidung und Mücken-/Moskitosprays sowie das Schlafen unter dementsprechenden Netzen. Außerdem sollte man auf ausreichende Hygiene achten und keine rohen und ungewaschenen Nahrungsmittel zu sich nehmen. Wasser sollte man nur aus sicherem Ursprung trinken. Weiterhin besteht in vielen Ländern das Risiko sich mit HIV/AIDS anzustecken - dies allerdings nur wenn man leichtfertig mit Urlaubsbekanntschaften umgeht oder offene Wunden besitzt.

 

Obst, Obstmarkt, Markt, einkaufen, Basar
Auch wenn es noch so verführerisch aussieht, sollten Sie frisches Obst stets vor dem Verzehr waschen. (Quelle: © Juliane Wappler)

Eine Reiseapotheke vor Ort zusammenstellen

Eine Reiseapotheke im Handgepäck zu haben, ist eine wichtige und gute Entscheidung. Doch will man sich auf Eventualitäten vorbereiten, können Platz und Gewicht schnell die Obergrenze vom Handgepäck übersteigen. Daher sollte wirklich nur das Nötigste eingepackt werden. Das gilt umso mehr, da man sich im Notfall schnell und günstig Medikamente und medizinische Hilfsmittel über Versandapotheken online bestellen kann.

Ob im Wellness-Hotel fern ab vom Trubel des Alltags, im Bungalow am Strand oder auf dem Camping-Platz: Über diese Online-Dienstleister können die benötigten Utensilien an nahezu jeden Ort geliefert werden. Versandapotheken liefern Ihnen sogar rezeptpflichtige Medikamente, wenn der entsprechende Nachweis bei der Order mitgeschickt wird. Das geht in der Regel über Eingabefelder auf den entsprechenden Internetseiten recht einfach und schnell. Wer öfter bei solchen Versandapotheken bestellt, bekommt von diesen gerne auch einmal Rabatte eingeräumt. Beim spontanen Gang in die örtliche Apotheke wird das wohl kaum möglich sein.

Die Basenio-Redaktion hat ein Beispiel für einen Urlaub in Österreich recherchiert: Wer hier seinen Urlaub verbringt, kann Kompressen, Bandagen, Daumenschienen, Gehörschutz und Sprays günstig über yetipharm.com bestellen. Die Versandapotheke hat ihren Sitz in Österreich und liefert schnell, kostengünstig und zuverlässig innerhalb der Alpenrepublik. Auch EU-weite Lieferungen sind möglich. Dabei richten sich die Versandkosten nach dem Gewicht der Lieferung. Auch für die geliebten Vierbeiner sind sämtliche gängige Apothekenprodukte unter der Kategorie Tierapotheke vertreten. Die Versandapotheke liefert alles, was Sie von Sonnenschutz über Babypflege bis hin zu Nahrungsergänzung oder Augenpflege vor Ort schnell und günstig benötigen.

Basenio-Tipp: Achten Sie bei der Wahl Ihrer Online-Apotheke jedoch immer darauf, wie und wo sie zertifiziert wurde. In Österreich sind seriöse Apotheken durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen registriert und verweisen auf ihren entsprechenden Eintrag. Die Rupertus Apotheke Schachner OG ist samt Adresse im Versandapothekenregister eingetragen und hat entsprechend eine behördliche Erlaubnis zum Versand von Arzneimitteln. 

Was gehört ins Handgepäck?

Es kann sich als praktisch erweisen, wenn die Reiseapotheke auf verschiedene Gepäckstücke beim Reiseantritt verteilt wird. Geht dann mal ein Gepäckstück verloren, braucht es auch nur einen Teil der Medikamente wieder zu beschaffen. Vorsicht auch bei spitzen und scharfen Gegenständen wie beispielsweise einer Schere. Die können als Waffe angesehen werden und schon am Flughafen eingezogen werden.

Die gleiche Vorsicht sollte man auch bei Medikamenten walten lassen. Führen Sie Medikamente mit sich, die unter dem Begriff und die Verordnung der Betäubungsmittel fallen, muss eine vom Arzt unterschriebene Bescheinigung vorliegen, welche abhängig vom Reiseziel mehrsprachig vorliegen muss.

Wichtige Dokumente (Personalausweis/Reisepass, Allergiepass, Blutgruppenpass) sollten ebenso nicht vergessen werden. Von diesen sollten auch vorsichtshalber Kopien erstellt werden, damit Sie sich im Notfall des Abhandenkommens trotzdem noch ausweisen können. Außerdem sollten Sie abklären, ob ihre Krankenversicherung auch für das Ausland gilt. Sollte dies nicht so sein, können sie dies bei ihrer Krankenkassen beantragen.


DIESEN BEITRAG: KommentierenDrucken
Bewerten:
Empfehlen:

Mehr von Basenio Redakteur
Profilbild von Basenio Redakteur

Unsere basenio-Redaktion schreibt Informations- und Servicebeiträge für Menschen ab 50plus und deren Angehörige. Gerne können Sie unseren Redakteuren Fragen stellen, die wir in einem weiteren Beitrag für Sie beantworten.


Kommentar schreiben

Sicherheitscode