Stevia Zucker kaufen | Zuckerersatz | Was ist Stevia

Was ist Stevia und worauf sollte man diesem Zuckerersatz achten?

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(Quelle: Monique Fritzsch)

Wäre es nicht schön, wenn es einen Ersatz für Zucker gäbe, der nicht dick macht und der auch für Diabetiker geeignet ist? Diesen gibt es bereits! Er nennt sich "Stevia". Was steckt hinter diesem Wundermittel, das schon häufiger in den Medien auftrat?

Eigentlich ist Stevia nur ein Stoffgemisch, das aus der Pflanze "Stevia rebaudiana" gewonnen wird. Sie wird auch "Honigkraut" oder "Süßkraut" genannt. Die extrem süßlich schmeckende Pflanze wächst in Südamerika und wurde schon von den alten Mayas zum Süßen ihrer Gerichte benutzt. Stevia hat eine enorme Süßkraft. Die Pflanze an sich ist 30x süßer als der einheimische Rübenzucker. Der deraus gefertigte Süßstoff ist sogar noch süßer. Im Gegensatz zum Haushaltszucker besitzt er eine 300x höhere Süßkraft. Daher sollte man genau aufpassen, dass man nicht zu viel nimmt.

Stevia hat wenig Kalorien und reguliert den Blutzucker

Genau genommen hat Stevia überhaupt keine Kalorien, was aber nicht an der Pflanze liegt, sondern vielmehr an der Tatsache, dass der Mensch ihn nicht verdaut. Wir schmecken bloß die Süße des jeweiligen Produktes, jedoch verdauen wir ihn nicht, so wie Zucker. Aus diesem Grund ist Stevia gerade bei Diabetikern beliebt. Der aus der Pflanze gewonnene Süßstoff greift nicht in den Blutzuckerspiegel wie herkömmlicher Zucker und lässt ihn damit also nicht steigen.

Daher ist er auch für Leute geeignet, die abnehmen wollen. Denn zur Erklärung, beim Abnehmen geht es einmal darum, wenig Kalorien zu sich zu nehmen, aber auch welche zu verbrennen. Wenn Stevia also keine Kalorien liefert, fällt das Abnehmen besagter Kalorien deutlich leichter. Es gibt keinen neuen Zuschuss von Kalorien, wie sonst bei Zucker. Denn ein stabiler Blutzuckerspiegel ist wichtig zum Abnehmen.

Stevia schütz die Zähne vor Karies

Klar, wir alle wissen seit unserer Kindheit, dass Zucker den Zahnschmelz angreift und somit zu Karies führen kann. Selbst mühevolle Zahnhygiene kann dies auf längere Zeit nicht verhindern. Egal, wie viel man putzt oder schrubbt, ein Zahnarztbesuch ist trotzdem irgendwann fällig. Doch Zucker ist nicht nur in Lebensmitteln enthalten, wie beispielsweise Kaffee oder Tee. Auch Industrieprodukte wie Marmelade, Kuchen und Kekse enthalten viel Zucker. Dazu kommt noch, dass selbst Produkte wie, Ketchup, Fertigsuppen und sogar Essiggurken, eine Menge Zucker enthalten. Das alles schädigt die Zähne und führt zwangsläufig zu Karies. Stevia dagegen gilt als karieshemmend und soll die Zähne sogar davor schützen.

Stevia im Einsatz

Aus der Stevia-Pflanze werden bereits zahlreiche Produkte gewonnen. Der aus der Pflanze gewonnene Süßstoff wird "Steviosid" genannt. Zu kaufen gibt es Stevia aber bereits in Pulverform, als Tabs oder sogar als getrocknete Blätter:

Auch im Haushalt ist Stevia bereist vielfältig einsetzbar. Man kann damit nicht nur den Kaffee oder Tee süßen, sondern daraus auch eine einfache, kalorienarme Limonade machen. Einfach etwas Zitronensaft, Wasser und Stevia mischen.

Beim Kochen und Backen ist jedoch eine genaue Dosierung wichtig. Allerdings gibt es dazu noch keine konkreten Angaben. Gerade "Anfänger" sollten daher etwas vorsichtig damit umgehen. Zudem ist es abhängig davon, in welcher Form Stevia zum Einsatz kommt. Ob nun als Pulver oder als Tabs, beides süßt unterschiedlich stark. Ein paar Hinweise geben aber die Hersteller auf ihren Produkten selber. 

Doch auch in der Industrie kommt Stevia bereits zum Einsatz. Der derzeit bekannteste Nutzer ist momentan Coca Cola. Die Firma hat bereits 24 Patente angemeldet, mit der sie die Süße aus der Pflanze gewinnen wollen. Eine davon nennt sich "Rebiana" und befindet sich bereits in der in diesem Jahr erschienen Coca Cola life.

Falsche Studie sorgte für Verspätungen im Verkauf von Stevia in der EU

Klingt alles nach einem Wundermittel, oder? Ein Produkt das wie Zucker ist, jedoch weder dick macht, noch die Zähne angreift und besonders für Diabetiker geeignet ist, das wäre doch die Lösung, oder? Doch warum wurde von der EU erst im Dezember 2011 der Verkauf erlaubt? Denn die Japaner nutzen dieses Produkt schon seit den 70er Jahren.

Einer der Gründe ist die damals vorliegende Studie. Monsanto hat an einer Gruppe von Ratten getestet, welche Nebenwirkungen Stevia haben kann, mit dem Ergebnis, dass Stevia eine Veränderung der DNA bei den Ratten hervorrief. Dies sorgte dafür, dass Stevia verboten wurde. Doch erst vor einigen Jahren, als die Patentrechte für normalen Industriesüßstoff abgelaufen waren, erkannte man, dass die Studie vollkommen falsch war. Denn die Ratten, so stellte man fest, wurden mit einer viel zu hohen Dosis gefüttert, was logischerweise zu dem Fehler führte.

Trotzdem steht Stevia nach wie vor in der Kritik. Es gibt zwar bereits Studien, die besagen, dass Stevia absolut unbedenklich ist, dennoch hält sich das Gerücht hartnäckig, dass Stevia Krebs fördert. Dennoch sagt die Allgemeinheit der Experten, dass man Stevia nur in richtiger Dosierung nutzen darf und das aus gutem Grund. Stevia wirbt mit dem Wort „natürlich“. Dabei ist und kann Stevia kein natürliches Produkt sein. Selbstverständlich wird der Süßstoff aus einer Pflanze gewonnen aber auf das anschließende Verfahren kommt es an. Denn beim Extrahieren der Pflanze, um die Süße überhaupt zu gewinnen, werden angeblich Aluminiumsalze angewendet. Dies wiederum soll dazu führen, dass das Produkt vielen Menschen nicht schmeckt. Einige finden es zu bitter, andere meinen, es hätte einen metalligen Geschmack.

Fazit

Stevia klingt in der Tat nach der idealen Lösung! Doch noch immer kursieren Gerüchte, dass Stevia gesundheitsgefährdend ist, doch sagt man nicht das Gleiche auch über Zucker? Im Nachhinein betrachtet, ist es eigentlich egal, was man nimmt, beides kann (muss aber nicht) zu gesundheitlichen Problemen führen. Doch solange Stevia noch nicht ausreichend getestet wurde, sollte man damit genauso umgehen wie mit Zucker, nämlich immer schön sparsam und in Maßen.


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Profilbild von Monique Fritzsch

Monique Fritzsch hat bis 2015 an der Fachhochschule Schmalkalden Multimedia-Marketing studiert. In ihrer Freizeit liest sie gerne ein Buch auf der Couch.


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