Ständiges Augenzucken | Ursachen | Was tun

Was sind die Ursachen von nervösem Augenzucken und was kann man dagegen tun?

Viele kennen es: Plötzlich und unwillkürlich beginnt das Augenlid zu zucken! Obwohl es oftmals schnell wieder vorbei und meist harmlos ist, kann das Augenflattern sehr unangenehm und nervig sein. Erfahren Sie hier mehr zum Thema.

Da ist es wieder: Dieses lästige Zucken meines linken Auges. Gerade im Büro angekommen, den PC hochgefahren, beginnt dieses nervige Augenflattern schon wieder und macht mich fertig. Im folgenden Beitrag habe ich mich mit der Entstehung und den Ursachen von Lidzucken auseinandergesetzt und Ihnen meine neugewonnen Erkenntnisse zusammengetragen. Darüber hinaus erkläre ich, welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um dagegen vorzugehen und gebe 6 Erste-Hilfe-Tipps gegen das Augenzucken.

Entstehung & Ursachen von Augenzucken

Das unangenehme Lidzucken kennt vermutlich jeder, völlig gleich, ob jüngere Menschen oder Senioren - es lässt sich einfach nicht kontrollieren. Da das Sehen durch das Flattern beeinflusst wird, fühlt man sich oft gestört und es macht nervös. Jedoch wird das meist einseitige Augenzucken von anderen Mitmenschen nur kaum wahrgenommen. Die Ursache der unwillkürlichen Muskelzuckungen, medizinisch auch Faszikulationen genannt, ist ein kleiner gereizter Augenmuskelnerv. Dieser sorgt für einen Krampf des ringförmigen Muskels, der um das Auge herum gelegen ist. Aus medizinischer Sicht ist diese Erscheinung aber meist harmlos, da sie in der Regel nach wenigen Tagen wieder von selbst verschwindet.

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Frau mit ständigem Augenzucken (Quelle: https://de.fotolia.com/id/78300683)

Die Ursachen für das Augenzucken können sich sehr vielseitig gestalten. Oftmals sind Stress, Magnesium- und/oder Schlafmangel, aber auch das Tragen der falschen Brille oder Überanstrengung der Augen, bedingt durch dauerhafte Arbeiten am Computer, mögliche Auslöser. Auch durch Zugluft, eine Bindehautentzündung und durch Nikotin-, Alkohol- und Kaffeekonsum kann nervöses Muskelzucken am Auge entstehen. Selten kommt es vor, dass Bluthochdruck, neurologische Erkrankungen oder ein Hirntumor für das Augenzucken verantwortlich sind. Sollte das Zucken jedoch selbst nach längerer Zeit immer noch anhalten, ist ein Arztbesuch ratsam.

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Die Ursachen von Lidzucken (Quelle: Patricia Klamt)

Was tun gegen Augenzucken? 

Ich weiß, es ist immer so leicht gesagt, aber im Vorfeld sollten Sie versuchen, Stress zu vermeiden. Nehmen Sie sich bewusst ein paar Auszeiten! Gönnen Sie Ihren Augen, z. B. in der Mittagspause, mal ein paar andere Eindrücke, als nur die im PC-Monitor. Legen Sie mehrere kleinere Pausen ein, wenn Sie viel mit dem Computer arbeiten - ein kurzer Blick aus dem Fenster ist dabei schon hilfreich. Regelmäßige Entspannungsübungen, wie Yoga, eine kleine Massage oder Musikhören, können ebenso dazu beitragen, Stress zu bewältigen. Machen Sie sich die beruhigende Wirkung bestimmter Heilpflanzen, wie Hopfen und Baldrian, zunutze - ein aufgebrühter Tee, als Kapsel oder ein paar Tropfen Tinktur davon auf der Haut wirken bei überreizten Nerven wahre Wunder!

Verzichten Sie nach der Arbeit einmal bewusst auf Computer, Fernsehen und Smartphone. Treiben Sie stattdessen Sport, treffen Sie sich mit Freunden oder machen Sie einen ausgiebigen Spaziergang mit dem Hund in der Natur. So entsteht eine Überlastung Ihrer Augen erst gar nicht. Des Weiteren ist es hilfreich, täglich Magnesium zu sich zu nehmen. Ob nun als Präparat aus der Apotheke oder über natürliche Magnesiumspender, wie Vollkornbrot, Milch, Geflügel, Fisch, Gemüse oder Obst - der Mineralstoff sorgt dafür, dass sich die Muskeln entspannen. Darüber hinaus sorgt eine ausreichende Zufuhr von Vitamin B dafür, dass die Nerven gestärkt werden. Und ganz wichtig: Schlafen Sie ausreichend! Minimum sind 7 Stunden Schlaf pro Nacht. Sorgen Sie zudem dafür, dass Ihre Nachtruhe nicht unterbrochen wird, damit sich Ihr Körper im Schlaf voll und ganz erholen und seine Kraftreserven wieder aufladen kann.

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Gönnen Sie Ihren Augen Erholung mit einem Spaziergang in der Natur. (Quelle: Pixabay)

Auch wenn es für einige unter uns vielleicht hart ist, und da schließe ich mich gar nicht aus, aber verzichten Sie mal eine Zeit lang auf Kaffee. Der darin enthaltene Stoff "Koffein" ist nämlich bekannterweise ein Aufputscher und kann zur Überreizung der Nerven und somit zum Augenzucken führen. Ebenso ist der Verzicht von Zigaretten und Alkohol in solch einer Situation empfehlenswert. 

Wichtig: Sollte sich Ihr Augenzucken unter Anwendung der oben genannten Maßnahmen über einen längeren Zeitraum hinweg nicht verbessern, gehen Sie bitte in jedem Fall zum Arzt!

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Was tun gegen Augenzucken? (Quelle: Patricia Klamt)

Erste Hilfe gegen Augenzucken - 6 Tipps

  1. Kälte: Ein paar Eiswürfel in ein Baumwolltuch wickeln und auf das zuckende Auge legen - oft reicht dieser kleine Kälteschock schon aus, dass das lästige Lidzucken endlich verschwindet.
  2. Gähnen: Es entspannt die Gesichtsmuskeln.
  3. Brauen hochziehen: Ziehen Sie Ihre Augenbrauen für eine Minute weit nach oben. Bei Bedarf wiederholen. Dadurch entspannt sich das Oberlid und das Zucken verschwindet hoffentlich. 
  4. Augen entspannen: Bedecken Sie die Augen mit Ihren Händen und atmen Sie mehrmals langsam tief ein und wieder aus. Diese Methode entspannt die Muskeln um die Augen herum und verstärkt sogar die Sehkraft.
  5. Augenrollen: Rollen Sie Ihre Augen langsam nach rechts, dann nach links, oben und unten. Wiederholen Sie dies in die andere Richtung. Ihre Muskeln und Nerven werden entspannter sein.
  6. Magnesium: Wie oben bereits erwähnt, kann ein Magnesiummangel oft ein Grund für Lidzucken sein. Eine Brausetablette in einem Glas Wasser auflösen lassen und trinken. Je nach Bedarf, wiederholen. Beachten Sie bitte die Gebrauchsanleitung.

Fazit

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesem Beitrag ein paar nützliche Tipps gegen das lästige Augenzucken geben. Meine sind durch die beschriebenen Maßnahmen deutlich reduziert worden, jedoch ab und zu auch noch vorhanden, vor allem in besonders stressigen Situationen. Dann bin ich immer dankbar, wenn Magnesium im Haus ist, denn das hilft mir besonders gut.

Haben Sie auch manchmal mit Augenzucken zu kämpfen und kennen noch weitere Tipps dagegen? Dann schreiben Sie mir gern unter diesem Beitrag einen Kommentar. Ich freue mich darüber.


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Profilbild von Patricia Klamt

Patricia Klamt wohnt in Erfurt und schloss kürzlich ihr Studium an der Fachhochschule Erfurt "Business Administration" mit Vertiefung Marketing ab. Sie fungiert für basenio als freie Autorin, Lektorat, ist für den Social-Media-Bereich mit verantwortlich und hilft ...


Kommentare

Ich habe immer Augenliedzucken während dem Fernsehen und Autofahren. Ich währe dankbar für jeden Hinweis

Hallo Anton,

gerade beim Fernsehen und Autofahren wird der Sehnerv besonders auf die Probe gestellt, da man die Augen hierbei einer hohen Belastung aussetzt. Vor allem das Flackern im TV bzw. die hohe Konzentrationsfähigkeit und die vielen Einflüsse, denen die Augen beim Autofahren ausgesetzt sind, strengen den Sehnerv sehr an. Wenn man dann noch im Job viel vor dem PC sitzt oder ähnliche für die Augen anstrengende Tätigkeiten ausführt, ist das Augenzucken keine Seltenheit.

Meine Empfehlung für den aktuten Fall: Magnesium! Dies hat mir geholfen. Ein weiterer Aspekt wäre zu prüfen, ob Sie genügend Abstand im Verhältnis zur Größe des TV einhalten. Ansonsten lesen Sie gern im obigen Beitrag die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Augenzucken. Dort sind viele Tipps beschrieben. Längerfristig gesehen, würde ich Ihnen raten, dem Auge bewusst ein paar Auszeiten zu gönnen und eventuell dem Fernsehen einen Spaziergang im Grünen vorziehen. Auch an dieser Stelle stehen viele Tipps im Beitrag, wie Sie den Augen ein bisschen Pause gönnen können. Falls das Augenzucken aber länger anhält und Ihnen Probleme bereitet, lassen Sie dies bitte vom Arzt checken! Eventuell benötigen Sie eine Brille, bzw. passen die Sehwerte nicht mehr.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
Liebe Grüße,
Patricia

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