Sonnenbaden | Sonnenschutz | Sonnencreme | Lichtschutzfaktor

Was sollte man beim Sonnenbaden beachten?

Die Sonne scheint und es zieht die Menschen wieder nach draußen in die Wärme - es ist Sommer! Viele fühlen sich dabei zu gewissem Leichtsinn verleitet, wenn es um den richtigen Sonnenschutz geht. Was man beachten sollte, finden Sie in diesem Beitrag.

Der Sommer kommt – man merkt es unausweichlich. Heute soll die 33°C – Marke erreicht werden. Da ist es besonders wichtig, auf die richtige Sonnencreme zu achten um keinen Hautschaden davon zu tragen, sondern vielmehr die Sonne genießen zu können. Sobald die Temperaturen steigen, wird die Kleidung kürzer und man setzt sich gerne der Sonne aus, um die gewohnte Blässe aus der Winterzeit durch gut gebräunte Haut zu ersetzen. Dabei sollte man allerdings nicht leichtsinnig sein und die UV-Strahlung nicht unterschätzen.

Woran sollte man vor dem Sonnenbad denken?

Hautkrebs und Sonne werden gerne in Zusammenhang gebracht. Dieser ist auch nicht zu vernachlässigen, denn ein gewisses Hautkrebspotenzial kann individuell durch verschiedene Faktoren entstehen. Beispielhaft seien hier die Vorbelastung durch die familiäre Krankheitsgeschichte genannt, eine Sonnenempfindlichkeit, die Einnahme bestimmter Medikamente ( Unterdrückung Immunsystem), das Verhältnis zwischen Sonnenbränden und Sonnenbädern und, dieser Aspekt ist nicht zu vernachlässigen, ein reiferes Alter kann ebenso das Risiko erhöhen. Zunächst sollte man sich also eventuell einer gewissen Risikogruppe zuordnen.

Wichtig ist außerdem, zu welchem Zeitpunkt man in die Sonne geht. Bekanntermaßen ist die UV-Strahlung am Mittag am höchsten, sodass diese Zeit gemieden werden oder man sich besonders um geeigneten Sonnenschutz bemühen sollte. Darüber hinaus tragen natürlich Kleidung und Sonnenschirme zu einer besseren Verträglichkeit der Sonne bei, der Sonnenschutz sollte aber dennoch nicht vergessen werden. Bei heller Haut gilt besondere Vorsicht, da diese nicht braun wird. Menschen, die helle Haut haben, werden wissen, wie schmerzhaft die Sonne sein kann. Gebräunte Haut oder Menschen, die eher nicht so anfällig für Sonnenbrand sind, sollten trotzdem nicht leichtsinnig sein und eher eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 25 verwenden. Empfindlichere Hauttypen wählen einen dementsprechend höheren Lichtschutzfaktor.

Bevor man sich dann letztendlich in die Sonne begibt – ordentlich eincremen und auf der Haut einwirken lassen, damit die Creme auf der Haut bleibt und die Wirkung sich entfalten kann. Dabei besitzt das Sprichwort „Viel hilft viel.“ in diesem Falle eindeutige Relevanz, da man nicht bei dem Sonnenschutzmittel sparen sollte.

Welche Sonnencreme für welche Altersgruppe?

Sonnencremes sind, wie jede andere Pflege auch, abhängig vom Hauttyp. Es gibt sie für Kinder und Erwachsene, für normale oder sensible Haut. Dies ist auch die Haut der Generation 50plus in verschiedenen Variationen, allerdings ist sie noch dünner und trockener, sodass man diesen Aspekt unbedingt berücksichtigen sollte. Gleichfalls ist die schnelle Regenration der Haut nicht mehr so gegeben wie im jugendlichen Alter. Eine rückfettende Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist dementsprechend eine gute Wahl. Ob man dann zu einer Lotion oder Creme greift ist dabei Geschmackssache. Es gibt keine Sonnencreme die explizit für Senioren produziert ist. Auf Nachfrage in einer Apotheke werden aber sehr gerne die Produkte von Ladival und La-Roche-Posay gekauft. Insgesamt gibt es aber keine allgemeine Rezeptur, die genau für Best Ager und Senioren geschaffen ist, da die Hauttypen wie die Ansprüche unterschiedlich bleiben.

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Während des Sonnenbades … immer wieder mit der Sonnencreme nachcremen! Der Hautschutz lässt sich somit erneuern, was vor allem nach dem Baden notwendig ist. (Quelle: © Juliane Wappler)

Dies gilt ebenso bei sog. „wasserfesten“ Sonnenschutzmitteln, da man sich nicht sicher sein kann, ob diese dem Versprechen zu 100 Prozent gerecht werden. Hinzu kommt noch, dass nasse Haut ( und auch Kleidung) wesentlich empfindlicher gegenüber der Sonneneinstrahlung ist. Man neigt zu der Faustregel, dass alle 30 Minuten die Sonnencreme aufgefrischt werden sollte. Bei Make-up mit einem LSF gilt die gleiche vorsichtige Herangehensweise.

Muss man sich im Schatten eincremen? Diese Frage sollte man mit „Unbedingt!“ beantworten, da es unabhängig davon ist, ob man in der Sonne oder im Schatten liegt. Im Schatten können immer noch bis zu 90 Prozent der Strahlung die Haut erreichen.

Insgesamt sollte man sich nicht nur in der Sonne aufhalten, da es sonst neben Sonnenbrand auch einen Sonnenstich geben kann, was beides nicht erfreulich ist. Das zeitweilige Aufsuchen von schattigen Plätzen ist somit ratsam.

Was kann man für die Regeneration der Haut nach dem Sonnenbad tun?

Die Haut sollte danach mit reichhaltiger Pflege oder einer After-Sun-Lotion verwöhnt werden. Körperstellen, die der Sonne intensiv ausgesetzt wurden, sollten durch Masken und Kuren gepflegt werden, damit vorzeitiger Faltenbildung entgegengewirkt werden kann. Wenn man sich in einem etwas reiferen Alter befindet und möglicherweise das ein oder andere Fältchen hat, dann sollte man sich nicht darüber ärgern und die Haut dennoch pflegen.

Sollte man den oben aufgeführten Hinweisen leider doch nicht so richtig gefolgt sein und man hat sich einen Sonnenbrand zugezogen, dann helfen altbewährte Mittel wie eine Maske aus Quark, Panthenolspray, Fenistil aus der Apotheke, Gels und eine gute Flüssigkeitszufuhr.

Worauf muss man achten, wenn man bestimmte Medikamente einnimmt?

Pauschal kann man diese Frage nicht beantworten, da jedes Medikament oder auch pflanzliche Präparat unterschiedliche Wechselwirkungen hat. Um Gewissheit zu haben hilft es den Apotheker zu fragen und den Beipackzettel zu lesen um unbeschwert ein Sonnenbad nehmen zu können. Eine mögliche Folge von vielen bei der Einnahme von Medikamenten könnte sein, dass sich die Lichtempfindlichkeit verändert.

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Beim Spaziergang nicht den Sonnenschutz vergessen. (Quelle: © GLady - Pixabay.com)

Zusatzinformation: Was hat Vitamin D genau damit zu tun?

Ältere Menschen neigen zu mangelndem Vorhandensein dieses Vitamins. Grund dafür ist die abnehmende Bildung im Körper, welche mittels Sonnenstrahlung passiert. Ein Teil des Vitamin D- Bedarfs wird auch mit der Nahrung (Bsp.: Lachs, Hering, Leber) aufgenommen, reicht aber für die gesamte Versorgung des Körpers nicht aus. Die Mehrheit des Vitamins wird allerdings unter Einfluss der Sonneneinstrahlung gebildet. Durch die Wintermonate verfügt der Organismus über einen Speicher an Vitamin D, sodass bei den ersten Sonnenstrahlen der Vorrat wieder gefüllt werden kann. Der errechnete Wert von 20 Mikrogramm Vitamin D gilt für alle Menschen ab einem Lebensjahr.  Laut der DGE schöpfen fast 60 Prozent der Menschen in Deutschland  das präventive Potenzial dieses Vitamins im Bezug auf die Knochengesundheit nicht aus. Diesbezüglich kann die Aufnahme von Kalzium im Körper nicht gewährleistet werden, da Vitamin D u.a. Teil am Kalzium- und Phosphatstoffwechsel im Körper ist.

Der Begriff„lebenswichtig“ charakterisiert das Vitamin D somit am besten, da es an vielen Prozessen im Organismus beteiligt ist. Es unterstützt die Stabilität der Knochen und verringert das Osteoporoserisiko. Manche Meinungen gehen sogar so weit, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D das Krebswachstum, und die Sterblichkeit daran, verringern kann.

Der Bedarf ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig, wie beispielsweise dem Wohnort, Jahreszeit, Alter und Hauttyp. Wenn man den individuellen Bedarf nicht durch seine normalen Alltagsroutinen decken kann, benötigt man zusätzliche Präparate, die aber in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden sollten.

Um Vitamin D generieren zu können braucht es allerdings kein intensives Sonnenbad, da es schon ausreichend ist, wenn ein Viertel der Körperoberfläche (Bsp.: Gesicht, Arme) der Sonne aussetzt.

Insgesamt sollten Best Ager und Senioren der Sonne so gut es geht aus dem Weg gehen. Dies ist allerdings leichter gesagt als getan und auch von vielen nicht gewollt, da man doch allzu gut den wärmenden, gesundheitsfördernden und bräunenden Charakter der Sonne zu schätzen weiß. Wenn man sich also doch in die Sonne begibt, dann seien Sie bitte mit einer reichhaltigen Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ausgestattet und unterschätzen sie die Kraft der Sonne nicht.

 


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Kommentare

Sehr guter Artikel, aber was muss ich bei sehr trockener Haut beachten? Grüßle

Vielen Dank!
Bei sehr trockener Haut sollte man auf eine reichhaltige Creme zurückgreifen, ggf. die Tagespflege dafür weglassen. Außerdem darauf achten, dass die Sonnencreme keine Zusatzstoffe (wie Duft- und Farbstoffe, Parabene etc.) enthält, da diese die empfindliche, raue Haut reizen können. Wenn man sich unsicher ist: Cremes punktuell ausprobieren und die Reaktion der Haut beobachten.
Beste Grüße und einen schönen Sommer!

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