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Schlafstörungen - Was tun gegen Schlaflosigkeit & deren Ursachen?

Sie sind auf der Suche nach Tipps für einen gesunden Schlaf? Wir haben Ihnen in diesem Beitrag die wichtigsten Ursachen und Maßnahmen für einen gesunden und erholsamen Schlaf zusammengefasst.

Schlafstörungen oder Schlaflosigkeit – schätzungsweise sind mehrere Millionen Deutsche von diesem Leiden betroffen. Ob jung oder alt, jede 4. Frau und jeder 6. Mann leiden an Schlaflosigkeit. Doch was sind die Ursachen dieses Phänomens? Wie kann man Schlafstörungen entgegenwirken und ab wann sollte man einen Arzt konsultieren?

Ursachen von Schlafstörungen

Die Ursachen für Schlaflosigkeit sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Sie können an spätem und schwerem Abendessen, aber auch an zu wenig körperlicher Auslastung liegen. Häufig leiden die betroffenen allerdings an Stress, der sie die Nacht über wach liegen lässt. Das Gedankenkarussell hört nicht auf, sich zu drehen. Zu diesen Faktoren trägt auch schlechte Raumluft ihren Teil bei. Oft ist die Luftfeuchtigkeit entweder zu hoch oder zu niedrig, der Anteil von Staub, Keimen und Bakterien in der Luft ist oft zu groß und behindert unsere Atemwege. Nicht nur Allergikern und Asthmatikern wird das Leben so schwer gemacht.  Schlafen wir bei schlechter Luft, kann sich das erheblich auf unsere Schlafqualität auswirken. Das können viele Menschen, die im Sommer bei hohen Temperaturen, in einem nicht-klimatisierten Zimmer schlafen, bestätigen. Natürlich sollte man sich auch in seinem Schlafplatz wohlfühlen. Die richtige Matratze, das richtige Kopfkissen und regelmäßiges Wechseln des Bettbezuges gehören dazu.

  • spätes und schweres Essen
  • fehlende körperliche Auslastung
  • Stress
  • schlechte Raumluft
  • falsche Matratze oder falsches Kopfkissen

Schlafstörungen erkennen

Doch wie erkennt man Schlafstörungen und ab wann ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen? Die meisten Deutschen, etwa 6 Prozent, leiden an einer Ein- oder Durchschlafstörung. Experten zu Folge ist häufiges Aufwachen in der Nacht ganz normal und nicht Besorgnis erregend.

Ein Arzt sollte jedoch konsultiert werden, wenn Sie über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen wirklich jede Nacht regelmäßig aufwachen. Spätestens dann spüren Sie Symptome wie Übermüdung, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Konzentrationsmangel und allgemeines Unwohlbefinden am Tag.

  • Schlafstörung (= mind. 4 Wochen jede Nacht aufwachen)
  • Übermüdung
  • Mangelnde Leistungsfähigkeit
  • Unwohlbefinden

Viele Ärzte verschreiben dann Schlaftabletten und Antidepressiva. Hier ist aber Vorsicht geboten! Die meisten Schlafmedikamente führen zur Abhängigkeit. Da der Körper sich an sie gewöhnt müssen sie zusätzlich immer höher dosiert werden. Doch soweit muss es nicht kommen. Leichte Schlafstörungen können Sie auch oft selbst kurieren.

Tipps für erholsamen und gesunden Schlaf

Durch den Verlust unseres Schlafes, leidet auch die gesunde Lebensweise darunter. Um diese wieder vollständig herstellen zu können, haben wir die neun besten Tipps, die gegen Schlaflosigkeit wirken, für Sie zusammengestellt.

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9 Maßnahmen für gesünderen Schlaf (Quelle: © Elena Friedrich)

1.  Bewegung

Tagsüber sollten Sie nicht nur Ihren Kopf, sondern auch Ihren Körper richtig auspowern. Bewegung hilft Ihnen abends beim Einschlafen. Ein schöner Nebeneffekt ist außerdem, dass Sie körperlich fit bleiben und beim Sport Glückshormone freigesetzt werden, die sich positiv auf Ihr Wohlbefinden auswirken.

2. Spannung & Entspannung, regelmäßige Pausen

Wie gut Ihr Schlaf ist, wird oft schon am Tag entschieden. Laut Experten sollten Sie im Alltag die richtige Balance zwischen Spannung und Entspannung finden und dafür sorgen, regelmäßige Pausen zu machen.

3. Leichte Mahlzeiten am Abend

Legen Sie große und schwere Mahlzeiten lieber auf die Mittagszeit. Zu Abend sollten Sie nicht zu spät essen und vor allem leichte Kost zu sich nehmen.

4. Einschlafrituale, die entspannen

Etwa eineinhalb Stunden vorm zu Bett gehen, sollten wir unseren Körper herunterfahren. Zur Entspannung vorm Schlafen gehen tragen gedämpftes Licht und ruhige Musik bei. Persönliche Einschlafrituale, wie eine Tasse Tee, können Ihnen ebenfalls helfen, schneller in den Schlaf zu versinken. Auch der Klassiker heiße Milch mit Honig trägt tatsächlich zur Entspannung bei.

5. Einen klaren Schlussstrich ziehen

Wenn Sie Ihren Alltagsstress nicht aus dem Schlafzimmer verbannen können, sollten Sie lernen, ab einer bestimmten Uhrzeit einen klaren Schlussstrich unter alle Probleme des Tages zu ziehen und nicht weiter über sie nachzudenken. Schwirren Ihnen zum Beispiel Dinge durch den Kopf, die Sie am nächsten Tag erledigen müssen, schreiben Sie sie nieder und legen Sie diese Notizen am besten in ein anderes Zimmer.

6. Eigener Schlafrhythmus

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Versuchen Sie also Ihren eigenen Schlafrhythmus zu finden und einzuhalten.

7. Pflanzliche Schlafmittel

Helfen all diese Tipps nur bedingt, können Sie auch zu freiverkäuflichen Mitteln greifen. Am besten eignen sich hierfür Baldrianpräparate. Diese sind im Gegensatz zu Schlafmedikamenten rein pflanzlich und ganz ohne Nebenwirkungen.

8. Schlafseminare

Alle aufgeführten Tipps können Sie sich antrainieren. Möchten Sie noch mehr rund ums Thema Schlaf und einschlafen lernen und dieses Wissen für Ihr eigenes Wohlbefinden nutzen, haben Sie außerdem die Möglichkeit, so genannte Schlafseminare zu besuchen.

9. Regelmäßig Lüften / Verwendung von Luftreinigern

Für einen erholsamen Schlaf ist es auch empfehlenswert, für gesundes Raumklima zu sorgen. Der Mensch nimmt täglich ca. 100 Kilogramm Luft auf, 90 Prozent davon in Räumen. Gute Raumluft erreichen Sie durch tägliches Lüften und regelmäßiges Beseitigen von Staub, um zu gewährleisten, dass Ihre Atemwege so frei wie möglich sind.

Gesundes Raumklima erzielen Sie außerdem mit Luftreinigern und Luftbefeuchtern jeglicher Art. Immer beliebter werden die sogenannten Zirbenlüfter.

Sie bestehen rein aus Zirbenholz und bewegen die Luft permanent. Damit werden auch die wohltuenden Stoffe der Zirbe im Raumverteilt. Studien zu Folge, reduzieren sie Feinstaub, Keime und Gerüche. Gleichzeitig wirken sie sich positiv auf das Wohlbefinden des Menschen aus. Beispielsweise senken sie den Puls und steigern die Belastungs- sowie Erholungsfähigkeit des Menschen steigern.

Fazit

Erholsamer Schlaf wirkt sich auf alle Bereiche unseres Lebens aus, darum sollte jeder versuchen, zu ihm zurück zu finden. Dafür gibt es viele Wege, die chemische, mit Nebenwirkungen beladene Medikamente außen vor lassen.

In Deutschland macht sich die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (dgsm) für den gesunden Schlaf stark. Auf der Webseite der dgsm gibt es viele Publikationen zum Thema Schlafstörungen und Informationen für Patienten.


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Im Oktober 2014 habe ich mein Studium in Anglistik/Amerikanistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Erfurt begonnen. Seit Anfang August schreibe ich Texte für basenio.de und freue mich, immer Neues dazu zu lernen und auch anderen mit Ratgebertexten ...


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