Rheuma | Symptome | Ursachen | Behandlung | Hilfe

Rheuma: Was hilft? Informationen zu Symptomen, Ursachen & Behandlungen

| Monique Fritzsch
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(Quelle: Africa Studio - Fotolia)

Rund 17 Millionen Menschen sind in Deutschland von rheumatischen Erkrankungen betroffen. Welche Symptome und Ursachen bekannt sind und welche Behandlungen/Therapien helfen können, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema: „Rheuma: Was hilft?“

Rheuma ist keine einzelne Krankheit, vielmehr handelt es sich um einen Oberbegriff für verschiedene Krankheitsbilder, die in aller Regel mit Schmerzen verbunden sind. Bekannt sind über 100 verschiedene Erkrankungen, die als rheumatisch gelten.

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Leiden Sie an Rheuma? Genaueres erfahren Sie bei einer Sprechstunde beim Arzt (Quelle: Fotolia)

Symptome bei Rheuma

Die ersten Anzeichen für Rheuma sind eher unspezifisch. Meist fühlt man sich müde, hat keinen Appetit oder schwaches Fieber. Solche Symptome lassen sich zunächst nur schwerlich mit Rheuma in Verbindung setzen. In einem fortgeschrittenem Stadium werden sie jedoch klarer und können von Rheumatologen mit einem entsprechenden Krankheitsbild diagnostiziert werden.

Zu solchen Symptomen gehören warme, geschwollene oder gerötete Gelenke. Meist gefolgt von Schmerzen und einer Steifheit in den Gelenken, die häufig morgens auftritt. Je nach Krankheit können zusätzlich gesundheitliche Probleme auftreten. Für eine rheumatoide Arthritis spricht beispielsweise viel, wenn symmetrische Gelenke betroffen sind. Das sind unter anderem Gelenke in den Händen, Fingern und den Beinen.

Zudem können sich die Gelenke nach und nach verformen und ihre Beweglichkeit nimmt ab. Schmerzen in der Nacht und im Ruhezustand sind dann keine Seltenheit.

Ursachen bei Rheuma

Rheumatische Erkrankungen treten in Gelenken, Knochen, Muskeln, Sehnen und Bändern auf. Diese Krankheiten verursachen starke Schmerzen, was sich negativ auf die Lebensqualität auswirkt. Ursachen für Rheuma gibt es viele, da sie sind abhängig von der Art der Krankheit sind. Daher kann man die Krankheiten in vier verschiedene Hauptgruppen unterteilen, die man den „rheumatischen Formenkreis“ nennt.

Eine dieser Gruppen sind entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis. Sie treten meist nur an bestimmten Gelenken auf. Die Patienten fühlen sich meist schwach und kränklich. Ursache dafür ist meistens eine Störung des Immunsystems.

Bei dieser Art von Rheuma können die körpereigenen Substanzen nicht mehr von fremden Substanzen unterscheiden. Bei Rheuma erkennt es die Zellen in den Gelenken nicht mehr als eigene Zellen an, sondern als Krankheitserreger. Der Knorpel wird zerstört. Mit einer Blutuntersuchung kann diese Krankheit nachgewiesen werden.

Die zweite Gruppe sind Erkrankungen in den Gelenken und der Wirbelsäule. Meist ist dabei der Knorpel in den Gelenken beschädigt oder zerstört. Die häufigste Form ist Arthrose. Ursache dafür sind unter anderem altersbedingte Veränderungen oder frühere Verletzungen. Eine angeborene Fehlstellung von Gelenken und Knochen kann die Krankheit ebenfalls auslösen. Betrifft die Krankheit vorwiegend die unteren Regionen des Körpers, liegt es meist an Übergewicht, was die Gelenke belastet.

Genauso schmerzhaft ist Weichteilrheumatismus. Durch eine Überlastung von Muskeln, Sehnen und Bändern kommt es zu Schmerzen. Meist wird die Überlastung durch eine falsche Haltung im Sport, täglich wiederholende Bewegungen bei der Arbeit oder durch eine falsche Schlaflage ausgelöst. Häufig bekannt ist dieser Erkrankung auch unter dem Namen Fibromyalgie.

Aber auch der Stoffwechsel kann rheumatische Beschwerden auslösen. Nicht nur an den Gelenken und Knochen, sondern auch in den Organen. Osteoporose und Gicht sind dabei die bekanntesten Vertreter. Im Fall von Osteoporose nimmt die Knochendichte nach und nach ab. Bei Gicht werden Knochen und Knorpel durch den hohen Säuregehalt des Körpers aufgelöst. Ein ungesunder Lebensstil kann hierfür ursächlich sein. Zuviel Nikotin, Fleisch, Alkohol und Bewegungsmangel lösen diese Krankheiten aus.

Rheumagruppen, Gesundheit
Rheumagruppen (Quelle: eigene Darstellung )

Behandlung bei Rheuma – Therapie & Medikamente

Nach heutigem Stand der Schulmedizin gelten rheumatische Krankheiten als nicht heilbar. Allerdings gibt es in den letzten Jahren größere Fortschritte in diese Richtung und damit verbunden auch neue Therapiekonzepte.

Zwei wesentliche Behandlungsformen bei rheumatischen Erkrankungen sind medikamentöse und physiotherapeutische Maßnahmen. Ziel ist es, den Krankheitsverlauf im besten Fall zu stoppen und die Schmerzen zu lindern. Daher ist es wichtig, die Therapie möglichst früh zu beginnen, wenn die Auswirkungen der Krankheit noch keine allzu großen gesundheitlichen Probleme bereiten.

Liegt die Ursache in einer Störung des Immunsystems, werden sogenannte Immunblocker verabreicht. Die Wirkstoffe solcher Arzneimittel verhindern eine schnelle Vermehrung der Abwehrzellen, die das körpereigene Gewebe angreifen können.

Gegen Entzündungen und Schmerzen verschreibt der Arzt Ihnen nicht-steroidale Antirheumatika. Allerdings können durch diese Medikamente Beschwerden im Magen-Darm Bereich auftreten. In diesem Fall erhalten Sie selektive COX-2-Hemmer, die die gleiche Wirkung auf Entzündungen haben. Ein oft verschriebenes Mittel gegen Arthrose ist Kortison, das in die jeweiligen Gelenke gespritzt wird. Wie ein Schutzfilm legt es sich um die Knochen. Schmerzen und Entzündungen klingen ab.

Zur Therapie gehören auch physiotherapeutische Maßnahmen. Damit sollen die Gelenke beweglich gehalten werden. Außerdem werden sie durch einen gezielten Muskelaufbau entlastet, wodurch sich Schmerzen reduzieren lassen.

Im folgenden Video der Deutschen Rheuma-Liga zeigt eine Physiotherapeutin eine „Stufenlagerung“. Diese Übung gilt als schmerzlösend und entkrampfend:

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Es gibt auch alternative Therapiekonzepte, die mehr oder weniger auch schon in die Schulmedizin Einzug gehalten haben. Allen voran sei hier medizinischer Cannabis erwähnt. Im ZDF-Magazin „Frontal 21“ plädierte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin, Dr. med. Gerhard H. H. Müller-Schefe, für den Einsatz solcher schmerzstillenden Präparate.

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In abgeschwächter Form können solche Mittel auch ganz legal im Handel bezogen werden. Die sogenannten CBD-Öle enthalten natürliche Inhaltsstoffe, die schmerzlindernd wirken können. Einen Rauschzustand kann man derweil nicht erwarten, wenn man ein solches Öl zu sich nimmt. Sie enthalten maximal nur 0,2 Prozent des dafür verantwortlichen Tetrahydrocannabinols.

Im Netz finden sich reihenweise ausführliche Ratgeber zum Thema CBD-Öl und positive Effekte auf die Gesundheit. Ein detaillierter Beitrag zu den schmerlösenden Auswirkungen findet sich auf dem Ratgeber-Portal cannabis-oel.net. Wer hingegen verschreibungspflichtige Cannabis-Medikamente benötigt, bekommt diese per Rezept vom Arzt.

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Fazit:

Rheuma ist keine einzelne Erkrankung. Vielmehr handelt es sich um einen Oberbegriff für diverse Krankheitsbilder. Denen ist allen gemein, dass die Bewegungsorgane erkranken. Fast immer ist dies mit Schmerzen verbunden, die häufig so stark sind, dass die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt wird. Rheuma gilt nach aktuellem Stand der Forschung als nicht heilbar. Es gibt allerdings Behandlungskonzepte, mit denen sich die Krankheit verlangsamen oder gar stoppen lässt.


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Profilbild von Monique Fritzsch

Monique Fritzsch hat bis 2015 an der Fachhochschule Schmalkalden Multimedia-Marketing studiert. In ihrer Freizeit liest sie gerne ein Buch auf der Couch.


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