Rheuma | Symptome | Ursachen | Behandlung | Hilfe

Rheuma - Was hilft? Informationen zu Symptomen, Ursachen & Behandlungen

Bild zum Artikel: Rheuma | Symptome | Ursachen | Behandlung | Hilfe
(Quelle: Africa Studio - Fotolia)

Knapp 20 Millionen Deutsche leiden an Rheuma. Wie sich Symptome äußern, welche Ursachen die Krankheit hat und welche Behandlungen es gibt, zeigen wir in diesem Beitrag.

Das Wort Rheuma kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Schmerzen. Unter Rheuma ist nicht eine einzelne Krankheit, vielmehr handelt es sich um einen Oberbegriff für verschiedene Krankheiten, die Schmerzen verursachen. Die Mediziner unterscheiden 100 verschiedene Erkrankungen, die Entzündungen und damit auch Schmerzen auslösen. Treffen kann es jeden, bevorzugt Menschen ab den mittleren Lebensjahren. Aufgrund der ständigen Abnutzung von Knochen und Gelenken, durch die Lebensjahre bedingt, leiden sie am häufigsten unter Rheuma.

Arzt, Seniorin, Frau, Sprechstunde, weiß, Gesundheit, Rentnerin, Doktor
Leiden Sie an Rheuma? Genaueres erfahren Sie bei einer Sprechstunde beim Arzt (Quelle: Fotolia)

Symptome bei Rheuma

Die ersten Anzeichen für Rheuma sind meist Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder leichtes Fieber. Allerdings können diese Symptome auch andere Ursachen haben, weshalb es für einen Arzt schwierig ist, nur anhand dieser Anzeichen eine Diagnose zu stellen. Richtig konkrete Anzeichen für Rheuma sind dagegen warme, geschwollene oder gerötete Gelenke. Meist gefolgt von Schmerzen und einer Steifheit in den Gelenken, die häufig morgens auftritt. Je nach Krankheit können zusätzlich noch andere Symptome auftreten. Für eine rheumatoide Arthritis spricht viel, wenn symmetrische Gelenke betroffen sind. Das heißt, Gelenke, die auf beiden Seiten des Körpers vorkommen, verursachen auch zeitgleich Beschwerden. Das sind unter anderem Gelenke in den Händen, Fingern und den Füßen. Zudem können sich die Gelenke nach und nach verformen, und die Beweglichkeit nimmt ab. Schmerzen in der Nacht und im Ruhezustand ist keine Seltenheit bei Rheuma.

Ursachen bei Rheuma

Rheumatische Erkrankungen treten in Gelenken, Knochen, Muskeln, Sehnen und Bändern auf. Diese Krankheiten verursachen starke Schmerzen, was sich negativ auf die Lebensqualität auswirkt. Ursachen für Rheuma gibt es viele, da sie sind abhängig von der Art der Krankheit sind. Daher kann man die Krankheiten in vier verschiedene Hauptgruppen unterteilen, die man den „rheumatischen Formenkreis“ nennt. Eine dieser Gruppen sind entzündliche Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis. Sie treten meist nur an bestimmten Gelenken auf. Die Patienten fühlen sich meist schwach und kränklich. Ursache dafür ist meistens eine Störung des Immunsystems. Bei dieser Art von Rheuma können die körpereigenen Substanzen nicht mehr von fremden Substanzen unterscheiden. Bei Rheuma erkennt es die Zellen in den Gelenken nicht mehr als eigene Zellen an, sondern als Krankheitserreger. Der Knorpel wird zerstört. Mit einer Blutuntersuchung kann diese Krankheit nachgewiesen werden.

 

Die zweite Gruppe sind Erkrankungen in den Gelenken und der Wirbelsäule. Meist ist dabei der Knorpel in den Gelenken beschädigt oder zerstört. Die häufigste Form ist Arthrose. Ursache dafür sind unter anderem altersbedingte Veränderungen oder frühere Verletzungen. Eine angeborene Fehlstellung von Gelenken und Knochen kann die Krankheit ebenfalls auslösen. Betrifft die Krankheit vorwiegend die unteren Regionen des Körpers, liegt es meist an Übergewicht, was die Gelenke belastet.

 

Genauso schmerzhaft ist Weichteilrheumatismus. Durch eine Überlastung von Muskeln, Sehnen und Bändern kommt es zu Schmerzen. Meist wird die Überlastung durch eine falsche Haltung im Sport, täglich wiederholende Bewegungen bei der Arbeit oder durch eine falsche Schlaflage ausgelöst. Häufig bekannt ist dieser Erkrankung auch unter dem Namen Fibromyalgie.

 

Aber auch der Stoffwechsel kann rheumatische Beschwerden auslösen. Nicht nur an den Gelenken und Knochen, sondern auch in den Organen. Osteoporose und Gicht sind dabei die bekanntesten Vertreter. Im Fall von Osteoporose nimmt die Knochendichte nach und nach ab. Bei Gicht werden Knochen und Knorpel durch den hohen Säuregehalt des Körpers aufgelöst. Ein ungesunder Lebensstil kann hierfür ursächlich sein. Zuviel Nikotin, Fleisch, Alkohol und Bewegungsmangel lösen diese Krankheiten aus.

Rheumagruppen, Gesundheit
Rheumagruppen (Quelle: eigene Darstellung )

Behandlung bei Rheuma – Therapie & Medikamente

Leider sind die Krankheiten des Rheumas allesamt nicht heilbar. Ziel einer Behandlung ist es, das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten und zu stoppen, damit Schmerzen und Störungen möglichst selten auftreten. Ihr Arzt wird Ihnen daher eine Vielzahl von Therapien und Medikamenten vorstellen. Ist zum Beispiel eine Störung des Immunsystems an Ihrem Rheuma Schuld, kann der Arzt Immunblocker einsetzen. Die Wirkstoffe solcher Arzneimittel verhindern eine schnelle Vermehrung der Abwehrzellen, die dann das körpereigene Gewebe angreifen.

 

Gegen Entzündungen und Schmerzen verschreibt der Arzt Ihnen nicht-steroidale Antirheumatika. Allerdings können durch diese Medikamente Beschwerden im Magen-Darm Bereich auftreten. In diesem Fall erhalten Sie selektive COX-2-Hemmer, die die gleiche Wirkung auf Entzündungen haben. Ein oft verschriebenes Mittel gegen Arthrose ist Kortison, das in die jeweiligen Gelenke gespritzt wird. Wie ein Schutzfilm legt es sich um die Knochen. Schmerzen und Entzündungen klingen ab.  

 

Um die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten, zu entlasten und Muskeln aufzubauen, empfiehlt sich Krankengymnastik. Dort lernen Sie verschiedene Übungen, die Sie auch zu Hause nachmachen können. Gegen die Schmerzen helfen nicht nur Medikamente und Krankengymnastik, sondern auch Wärme-, Kälte- und Elektrotherapie. Sie fördern eine bessere Durchblutung in den Gelenken.

 

Wichtig ist aber in jedem Fall, dass Sie Ihre Ernährung umstellen. Weniger Fleisch und Alkohol werden angeraten. Besser ist es, wenn Sie viel Obst und Gemüse essen. Denn gerade fettreiches Fleisch enthält viel Arachidonsäure. Die wird bei der Verdauung zu entzündungsfördernden Stoffe umgewandelt. Gerade Schweinefleisch, Eigelb und Milchprodukte enthalten viele dieser Säuren. Verzichten Sie nach Möglichkeit darauf. Greifen sie zu pflanzlichen Lebensmitteln, Fisch und Sojaprodukte. Diese enthalten keine Arachidonsäure und lindern zudem die Beschwerden.


DIESEN BEITRAG: KommentierenDrucken
Bewerten:
Empfehlen:

Mehr von Monique Fritzsch
Profilbild von Monique Fritzsch

Monique Fritzsch hat bis 2015 an der Fachhochschule Schmalkalden Multimedia-Marketing studiert. In ihrer Freizeit liest sie gerne ein Buch auf der Couch.


Kommentar schreiben

Sicherheitscode