PRK | Erfahrungen | OP | Heilungsverlauf | Kosten | Verfahren

PRK-Laser-OP - Alle Infos und Erfahrungen zu Kosten, Verfahren und Heilungsverlauf

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(Quelle: © rh2010- Fotolia)

Wer sich für eine Laserkorrektur – sei es aus ästhetischen Gründen oder wegen einer Unverträglichkeit – interessiert, sollte sich zunächst für eine Laser-Methode entscheiden. Ist die PRK eventuell das richtige Verfahren für Sie?

Immer mehr Menschen in Deutschland entscheiden sich dazu, ihre Augen zu lasern, um wieder scharf sehen zu können. Vor dem eigentlichen Eingriff stellen sich einige Fragen, die man individuell abklären sollte. Welches Verfahren ist das Beste? Welches passt zu den persönlichen Bedürfnissen?  Welche Voraussetzungen gibt es? Wie läuft die Finanzierung ab? Es gibt also viel zu klären, schließlich ist das Augenlicht ein Tor zu unserer Welt. In diesem Beitrag werden wir Ihnen in aller Ausführlichkeit das PRK-Verfahren vorstellen.

Das PRK-Verfahren ist das älteste Verfahren der reaktiven Chirurgie. Seit 1987 können mit dieser Methode Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautkrümmungen dauerhaft korrigiert werden. Patienten können sich so von Brille und Kontaktlinse verabschieden und ein „neues Leben“ ohne Einschränkungen und einer 100%-igen Sehkraft führen.

Voraussetzungen für eine PRK-OP

Es muss bedacht werden, dass das Verfahren bereits vor über 20 Jahren entwickelt wurde. Deshalb hat es gewisse Grenzen gegenüber neueren Methoden. Es können beispielsweise nur gewisse Dioptrien-Stärken behandelt werden, die bei einer Fehlsichtigkeit im Vergleich zu anderen Verfahren relativ gering ausfallen.

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Dioptrien-Stärke, welche behandelt werden kann. (Quelle: © Barselona Dreams - Fotolia / Eigene Darstellung)

Die Dioptrien-Werte können in verschiedenen Ländern und innerhalb Deutschlands von Augenklinik zu Augenklinik leicht variieren. Das liegt meistens an den verwendeten Laser-Geräten.

Weitere Voraussetzungen für eine PRK-OP sind:

  • Angemessene Hornhautdicke (darf nicht zu dünn sein)
  • Gleichbleibende Dioptrien-Stärke vor der Operation
  • Keine Schwangerschaft
  • Über 18 Jahre

Ablauf des Eingriffs

Obwohl es mittlerweile zahlreiche Alternativen (LASIK, LASEK, EPI-LASIK, Femto-LASIK, iLASIK und ReLEx smile) gibt, wird das PRK-Verfahren heutzutage immer noch verwendet. Es kann trotz der genannten Einschränkungen für einen bestimmten Patientenkreis Vorteile bieten und wird daher auch aktuell als eine geeignete OP-Methode bewertet. Die Ergebnisse einer PRK-OP können durchaus mit den neueren Verfahren mithalten.

Der Ablauf der verschiedenen Laser-OP ist grundsätzlich gleich. Allerdings gibt es bei jeder Methode kleine Details, die sich unterscheiden. Eine PRK läuft wie folgt ab.

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Ablauf einer PRK-OP. (Quelle: Eigene Darstellung)

1. Betäubung. Wie bei jeder anderen Laser-Methode wird das Auge zunächst gereinigt und danach betäubt.

2. Entfernung des Epithels. Danach wird bei der PRK das Epithel (Deckhäutchen der Hornhaut) entfernt. Der Arzt benutzt dafür ein stumpfes, mechanisches Messer. Die Hornhaut wird freigelegt und der Lasereingriff kann beginnen. Bei der LASEK-Methode (auf LASEK Beitrag verlinken) wird anstelle eines Messers eine alkoholische Lösung verwendet, um das Deckhäutchen anschließend bei Seite zu schieben.

3. Behandlung der Hornhaut. Mit einem Excimer-Laser wird die Hornhaut bearbeitet. Die abzutragende Schicht wurde bereits in der Voruntersuchung genauestens berechnet. So kann eine Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen korrigiert werden.

4. Abdecken des Auges. Das zuvor entfernte Epithel kann nach dem Lasern nicht mehr verwendet werden. Das Auge wird deshalb mit einer Kontaktlinse geschützt. Die Linse bleibt so lange im Auge, bis das Epithel nachgewachsen ist. Bis dies geschehen ist, können zwei bis drei Tage vergehen. Das Nachwachsen des Epithels kann starke Schmerzen verursachen.

 Verlauf der Heilungsphase

Bereits kurz nach dem Eingriff können Patienten schärfer sehen als zuvor. Doch das wirklich scharfe und klare Sehen stellt sich meist erst nach einer Weile ein. Die vollständige Heilung der Wunden kann bis zu drei Wochen dauern. In dieser Zeit sollte auf Sport und Sauna verzichtet werden. Man sollte auch darauf achten, dass kein Wasser mit den Augen in Kontakt kommt. Sollten sich die Augen trocken anfühlen und ein Juckreiz entstehen, dürfen sie auf keinen Fall stark gerieben werden. In dieser Phase sind Entzündungen ein ernstes Problem, dass den Heilungsverlauf beeinträchtigen kann.

Der Patient Christopher S. berichtet:

Ich wusste ja bereits, dass sich die Sehfähigkeit bei der PRK erst nach und nach einstellt, und war deshalb darauf eingestellt, vorerst noch verschwommen zu sehen. Hier würde ich auch jedem empfehlen, nicht in Panik zu geraten und sich mit dem Scharfstellen Zeit zu lassen."

Es kann nach dem Eingriff zu starken Schmerzen kommen. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand. Da das Epithel komplett entfernt wird, liegen die Schmerzrezeptoren des Auges frei und sind ungeschützt. Das signalisieren sie dann auch. Die Schmerzen dauern meist so lange an, bis das Epithel wieder nachgewachsen ist. Das kann 48 bis 72 Stunden dauern. Das Schmerzempfinden ist jedoch von Patient zu Patient stark unterschiedlich. Es kann also auch bedeuten, dass ein Patient keine Schmerzen nach der PRK-Operation verspürt.

In 80 Prozent aller Fälle hat sich die Sehschärfe nach einer PRK-Behandlung um 100 Prozent verbessert (nach augen-experte.de). In 5- und 10-Jahres Studien konnte ebenfalls die Stabilität der Ergebnisse festgestellt werden.

Risiken und Komplikationen der PRK-Methode

Das PRK-Verfahren hat natürlich auch gewisse Risiken, die vorab bedacht und mit dem Augenarzt abgeklärt werden müssen. Das größte Risiko bei der PRK-OP ist die Narbenbildung. Das Risiko ist insgesamt höher als bei anderen Laser-Verfahren. Das liegt daran, dass die Deckschicht der Hornhaut abgetragen und nicht wieder eingesetzt wird. Dafür können bei dieser Methode Flap-Komplikationen wie bei einer LASIK-OP ausgeschlossen werden.

 

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Operation am offenen Auge. (Quelle: © flywish - Fotolia)

Oft kann es nach der OP zu Entzündungen im Auge kommen. Auch Trockenheitsgefühle sind nach einem PRK-Eingriff nicht selten. Nach einigen Tagen geht dieses Gefühl normalerweise wieder zurück. Manchmal kommt es wie bei allen anderen Laser-Verfahren zu einer Über- oder Unterkorrektur. Die können sich oft aber nach einer gewissen Zeit ganz von allein ausgleichen. Wenn das nicht der Fall ist, muss der Laservorgang wiederholt werden.

Trotz allem ist die Wahrscheinlichkeit für Risiken und Komplikationen nach dem Eingriff gering. Das liegt vor allem auch an der jahrelangen Erfahrung der Ärzte mit dieser Methode. Wenn die Dioptrien-Stärke niedrig ist, ist die PRK demnach immer noch eine Alternative zu den neueren Verfahren.

Vorteile und Nachteile in der Übersicht

Die PRK-Methode hat einige Nachteile, welche bei neueren Behandlungsmethoden verbessert wurden. Die neuen Methoden wie LASIK, Femto-LASIk, LASEK und ReLEx smile sind deutlich schonender als die PRK. Zudem sind höhere Dioptrien-Bereiche behandelbar. Nichtsdestotrotz hat das Verfahren auch einige Vorteile.

 

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(Quelle: Eigene Darstellung)

Kosten für eine PRK-OP

Häufig sind die Kosten für eine Laser-Behandlung sehr kostspielig. Bei der PRK fallen die Kosten jedoch etwas günstiger aus als bei anderen Verfahren.  Aber auch hier kann es starke Preisschwankungen geben. Diese sind von Faktoren, wie Behandlungsumfang, Alter beziehungsweise Wartungshäufigkeit des Lasersystems und Anzahl der Operationen abhängig.

Natürlich unterscheiden sich auch die Kosten von Klinik zu Klinik. Es ist daher ratsam, sich vorab genauestens über die Leistungen und Preise mehrerer Kliniken zu informieren. Die günstigsten Anbieter in Deutschland führen eine PRK-Operation für etwa 800 Euro pro Auge durch. Einen Kostenvergleich der Laser-Methoden können Sie hier nachlesen.

Erfahrungsberichte von Patienten

Zu einer guten OP-Vorbereitung gehört es dazu, sich Meinungen und Erfahrungen anderer Patienten durchzulesen. Sollten Sie Bekannte oder Freunde haben, die bereits eine Laser-Behandlung hinter sich haben, lohnt es sich auf alle Fälle, mit ihnen darüber zu sprechen. Häufig haben ehemalige Patienten gute Tipps, die hilfreich sein können.

Für Sie haben wir einige Auszüge aus den Erfahrungsberichten zusammengefasst.

Christopher S.:

Als ich dann zu meiner Freundin ins Auto stieg, ließ die Betäubung der Augen langsam nach und es setzte plötzlich ein starkes Brennen und eine hohe Lichtempfindlichkeit der Augen ein, als ob meine Augen gerade bemerkt hätten, dass sich da was getan hatte. Diese unangenehmen Reaktionen hatte ich für etwa 2 Tage, weshalb ich auch nicht gut schlafen konnte.“

Einige Zeit nach der Operation haben die Schmerzen und Nebenwirkungen jedoch nachgelassen.

Bei der letzten Kontrolle hatte ich bereits 110% Sehkraft und meine Brille liegt jetzt ungenutzt am Arbeitsplatz rum. Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit dem Ergebnis meiner Augenlaser-Behandlung und kann es nur jedem empfehlen, da es wirklich die Lebensqualität steigert, wenn man ohne Brille durch die Gegend laufen kann.“

Arthur W.:

In der Nacht fingen die Schmerzen an, das war schon ziemlich extrem. Ich hatte leider die Schmerzmittel verlegt und deshalb nur die Tropfen, die leider nicht sehr hilfreich waren. Aber man kann solche Schmerzen eine ganze Woche lang aushalten, wenn man danach die Welt plötzlich ganz anders sieht.“

Trotz der Schmerzen ist Arthur W. mit dem Ergebnis sehr zufrieden und würde den Eingriff jederzeit wiederholen.

Zufriedener könnte ich nicht sein. Ich dachte vorher, nach dem Lasern erreiche ich vielleicht 100 Prozent oder eine Sehkraft wie mit meiner Brille. Aber jetzt habe ich das Gefühl, ich sehe 200 Prozent. Das ist unbeschreiblich. Ein neues Leben, eine neue Welt!“

Chiara K.:

Schmerzen lassen sich nicht gut beschreiben. Ich habe mich allgemein schlecht gefühlt. Deshalb habe ich versucht, möglichst viel zu schlafen. An Nebenwirkungen hatte ich vor allem Kopfschmerzen und die Lichtempfindlichkeit. Am zweiten Tag war es dann abends schon viel besser, ich konnte bereits ohne Sonnenbrille auf der Terrasse sitzen. Auch beim Autofahren ist jetzt alles gut, ich sehe 100 %.“

Der User ffelixx berichtet über die ersten fünf Wochen nach seiner PRK-Operation. Insgesamt ist er mit dem Ergebnis sehr zufrieden und kann jedem dazu raten, den Eingriff trotz Schmerzen und trockenen Augen durchzuführen. Einige Auszüge aus dem Erfahrungsbericht haben wir für Sie bereits zusammengefasst.


Am heftigsten war der Abend und die Nacht nach der OP. Trotz Tropfen brannte es schon ziemlich fies und die Augen tränten ununterbrochen. Das war aber am Ende des 2. Tages vorbei.“

Man braucht Geduld, bis die Hornhaut heilt und sich die Sehnerven und Muskeln an die neue Geometrie gewöhnen. Während der Tage 3-6 nach der OP machen sich dann die Schutzlinsen bemerkbar. Man hat halt das Gefühl, ständig einen leichten Fremdkörper im Auge zu haben. Dazu kommen sehr trockene Augen (auch nachts!), aber auch dafür hatte ich genug Tropfen.“

Was geblieben ist, und das kann man auch aus anderen Erfahrungsberichten lesen, sind die trocknen Augen, wenn auch nicht so schlimm wie teils von anderen beschrieben. Manchmal nehme ich 1-2x am Tag noch künstliche Tränen, die kann man in jeder Apotheke kaufen.So, jetzt hoffe ich nur noch, dass die Werte stabil bleiben. Dazu kann man jetzt aber noch nichts sagen.

Bin mit dem jetzigen Ergebnis total zufrieden und kann nur jedem, der über eine solche OP nachdenkt, dazu raten. Erst jetzt kann ich auch auf einem kleinen Fernsehern und aus größerer Entfernung den Videotext lesen, in einer klaren Sommernacht viel mehr Sterne sehen als früher.“

Generell kann gesagt werden, dass die meisten Patienten gewissen Komplikationen wie trockene oder tränende Augen nach einer PRK-OP haben. Auch eine erhöhte Lichtempfindlichkeit kann vorkommen. Jedoch lassen diese Nebenwirkungen meist innerhalb einiger Wochen nach. Die meisten Patienten sind mit den Ergebnissen einer PRK-Behandlung zufrieden und würden den Eingriff wiederholen und empfehlen.

Weitere nützliche Informationen

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Endlich scharf sehen - der Beginn eines "neuen Lebens". (Quelle: © dragonstock- Fotolia)

Ab wann kann man wieder arbeiten?

Ab wann Sie wieder arbeiten können, hängt ganz vom Beruf ab. Berufe, bei denen Sie sehr stark auf ihre Augen angewiesen sind, beispielsweise Bahnfahrer oder Ärzte, sollten Ihren Augen zunächst ein paar Tage Ruhe geben. Bei anderen Berufen können Patienten bereits nach ein bis zwei Tagen wieder arbeiten gehen.

Was bedeutet PRK eigentlich?

PRK ist die ursprüngliche Augenlaser-Methode. Der Begriff bedeutet „photorefraktive Keratektomie“.

Wie lange sollte man sich nach der OP nicht schminken?

Nach einer PRK-Behandlung sollte man circa zwei Wochen auf Schminke verzichten. Die Gefahr für Verunreinigungen und daraus entstehende Entzündungen ist groß.

Fazit

Wie alle Augenlaser-Verfahren hat die PRK-Methode Risiken und häufig treten nach der OP Schmerzen auf. Jedoch gibt es neben den Nachteilen des Verfahrens auch Vorteile. Es gibt bereits einige Verfahren, welche die PRK-Operation verbessern und somit ersetzen sollen. Jedoch wird der PRK-Eingriff immer noch durchgeführt, was für seine Effizienz spricht.

Ob das Verfahren für Sie geeignet ist, erfahren Sie bei einem Beratungsgespräch mit Ihrem Arzt. Dieser kennt die jeweiligen Voraussetzungen und Risiken der Verfahren am besten und kann so die erfolgversprechendste Methode für Sie auswählen.

Sollten Sie sich für eine Laser-OP mit dem PRK-Verfahren intressieren finden Sie in den folgenden Städten eine Auswahl an Top-Augenkliniken, welche die Methode nutzen.


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Leonie Zahn studiert seit 2015 an der Universität in Jena Kommunikationswissenschaften und Psychologie. Von Januar 2018 bis März 2018 verstärkt Leonie unsere Redaktion im Rahmen ihres studentischen Praktikums. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit Sport ...


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