Pilze gesund | Vitalpilze | Heilpilze

Heilpilze und ihre Wirkungen – Übersicht 2017

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(Quelle: Pixabay)

Pilze existieren in vielen Formen: Manche sind giftig, manche essbar, anderen werden heilende Kräfte nachgesagt. Aber haben Pilze wirklich eine positive oder gar heilende Wirkung? Und wenn ja, wie wirkt diese? Das lesen Sie im folgenden Beitrag.

In unserer Natur gibt es viele Phänomene, eines davon sind Pilze. Sie sind weder Tiere noch Pflanzen, sondern sie stellen eine eigene Gattung dar. Im Laufe der Jahre haben sie vielfältigste Überlebensstrategien entwickelt, die ihre Verbreitung bis heute fast auf den gesamten Planeten ausdehnt. Was nur wenige wissen: Pilze spielen eine große Rolle in der Medizin.

Heilpilze in der modernen Medizin

Schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte entdeckten Menschen in Asien, aber auch in europäischen Klöstern, dass sich mit Pilzen Krankheiten sowohl heilen als auch vorbeugen lassen. Gerade in der traditionellen chinesischen Medizin werden Pilze schon seit sehr langer Zeit genutzt. Hierzulande galt die Mykotherapie, so der Fachbegriff für die Anwendung von Pilzen in der Medizin, lange als Außenseiter-Methode, da die Wirksamkeit nicht wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Mittlerweile existieren allerdings zahlreiche Studien und Forschungsergebnisse, die belegen, dass Pilze bei Krankheiten helfen können.

Ein berühmtes Beispiel ist das Antibiotikum Penicillin. Die wenigsten wissen, dass es sich dabei um einen Pilz handelt. Dieser ist in der Lage ist, Bakterien abzutöten und dem Menschen so beim Kampf gegen viele Krankheiten zu helfen.
Jeder Vitalpilz hat seine eigenen, mittlerweile gut erforschten und wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkstoffe, die zur Erhaltung der Gesundheit und der begleitenden Genesung beitragen können. Da es sich hier um ein Naturprodukt handelt, müssen Sie keine Nebenwirkungen befürchten.

 









 

Die Einnahme der Pilze erfolgt als Nahrungsergänzung, dabei gibt es zwei verschiedene Arten:Sie sollten bei der Anwendung von Heilpilzen immer im Hinterkopf behalten, dass diese allein keinesfalls eine Krankheit komplett heilen können. Ihre Wirkstoffe werden therapiebegleitend eingesetzt und regen die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Diese Immunstärkung hilft dabei, die Ursache einer Erkrankung zu bekämpfen.

  • Pulverform
  • Extraktform

Wie die Pilze eingenommen werden, hängt von der Form der Erkrankung ab.
Pilzpulver eignet sich dabei besser für eine ganzheitliche Krankheitsvorsorge, wohin gegen Pilzextrakt eher für die Behandlung spezieller Krankheiten angewandt werden sollte. Das Pilzpulver entsteht durch mechanisches Zerkleinern des Fruchtkörpers. Es enthält eine Kombination aus Aminosäuren, Provitaminen, Enzymen, Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und weiteren Wirkkomponenten. Durch diese breite Palette an Inhaltsstoffen werden positiv-ausgleichende Prozesse im Körper angeregt und gesundheitsfördernde Reaktionen beschleunigt.

Pilzpulver, auch Schrot genannt, ist für die direkte Einnahme oder in Kapselform nicht geeignet, da der Körper nur wenige Inhaltsstoffe direkt verwerten kann. Es ist sehr gut für Tees geeignet. Durch den heißen Aufguss findet ein Extraktionsvorgang statt, der einen Teil der Inhaltsstoffe für den Körper verwertbar macht. 

Pilzextrakt hingegen ist bestens dazu geeignet, dem Körper gezielt Wirkstoffe zuzuführen. Die Zellwände von Pilzen bestehen, ganz im Gegensatz zu denen von Pflanzen, aus Chitin. Dieses kann vom menschlichen Körper nicht verwertet werden und somit kann er einige wichtige Inhaltsstoffe nicht aufnehmen. Besonders gilt dies für die therapeutisch einsetzbaren sekundären Inhaltsstoffe, wie z.B. Polysaccharide und Triterpene. Mit der Extrahierung ist es möglich, diese Wirkstoffe rückstandsfrei und konzentriert zu gewinnen und für den Körper leichter nutzbar zu machen. Es kann in Pulverform oder Kapsel bzw. Tablette eingenommen werden.

Die bekanntesten Heilpilze im Überblick

Agaricus Blazei Murill

Heilpilze, Vitalpilze, Grafik
Agaricus | Heilpilze | Vitalpilze (Quelle: Martin Sauer)

Der Agaricus Blazei Murill, abgekürzt ABM, auch als Sonnenpilz oder Mandelpilz genannt, ist der jüngste in der Reihe der Vitalpilze. Bisher als schmackhafter und beliebter Speisepilz bekannt, wurde er vor wenigen Jahren wissenschaftlich untersucht. Ihm konnte dabei eine Wirkung als Immunregulator nachgewiesen werden. Diese Tatsache sorgt dafür, dass er vor allem in der Krebstherapie eingesetzt wird.

In den tropischen Urwäldern Brasiliens wachsend, verströmt der Agaricus einen Geruch, der an Mandeln erinnert. Im Pilzkörper des Pilzes enthalten ist eine ausgewogene Kombination an Folsäure und zahlreichen Vitaminen. Zusätzlich dazu liefert er Mineralstoffe, Eiweiße und Polysaccharide. Genau diese spezielle Zusammensetzung der Inhaltsstoffe hat eine therapeutische Wirkung bei Erkrankungen und sorgt für eine Stimulation des Immunsystems. Außerdem enthält er eine Vorstufe des Vitamins D, nämlich Ergosterin, was sich allgemein positiv auf den Körper auswirkt.

Die Kombination dieser Wirkstoffe hat neben der allgemeinen Stärkung der Immunabwehr auch noch entzündungshemmende, antiallergische und antivirale Wirkungen. Allgemein wird in der Alternativmedizin die Anwendung von Agaricus bei einer ausgeprägten Immunschwäche, Diabetes und Allergien empfohlen. Es existieren auch Studien, die nachgewiesen haben, dass der Pilz bei Tumorerkrankungen für eine Rückbildung des Tumors gesorgt hat. 

Cordyceps sinensis

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Cordyceps | Vitalpilze | Heilpilze (Quelle: Martin Sauer)

In der traditionellen chinesischen Medizin seit langem hoch geschätzt ist der Cordyceps sinensis, auch chinesischer Raupenpilz genannt. Raupenpilz wird er aufgrund seiner Fortpflanzung genannt. Im Gegensatz zu anderen Pilzen wächst er nicht auf Holz oder Pflanzen, er befällt vor dem Wintereinbruch eine bestimmte Raupenart (Fledermausmotte) unter der Erde, tötet sie und nutzt das tote Tier als Nahrung. Im Frühling bildet er oberirdisch gestielte, keulenförmige braune Fruchtkörper. Seine Sporen verbreiten sich dann durch den Wind.

Seinen Ursprung hat der Pilz im tibetanischen Hochland, wo er auch heute noch wächst. Allerdings übersteigt die Nachfrage heutzutage das, was die Natur liefern kann. Aus diesem Grund überschreitet der Preis mittlerweile den von Trüffeln und ist somit der teuerste Pilz überhaupt. Inzwischen ist es allerdings gelungen, den Cordyceps in Kulturen mithilfe von Nährlösungen zu züchten, ohne dass er dabei seine Wirksamkeit verliert.

Bekannt ist der Pilz vor allem für die Wirkung für eine erhöhte Durchblutung des Genitalbereichs und die Steigerung der Produktion des Hormons Testosteron und eine damit einhergehende gesteigerte Libido. Er wird allerdings auch bei Leber- und Lungenerkrankungen, zur Stärkung der Leber- und Nierentätigkeit, Erschöpfung nach langer Krankheit, starken körperlichen Belastungen, Stimmungsschwankungen und Depressionen eingesetzt. Der größte Vorteil allerdings ist, dass er keinerlei Nebenwirkungen hat. Er kann bedenkenlos über Jahre hinweg täglich eingenommen werden.

Reishi

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Reishi | Vitalpilze | Heilpilze (Quelle: Martin Sauer)

Der Reishi, auch glänzender Lackporling oder Ling Zhi genannt, gilt als der König der Vitalpilze. Er ist eines der ältesten und wirkungsvollsten Naturheilmittel, das der Menschheit bekannt ist. Die Chinesen verehrten ihn schon vor 4000 Jahren und gaben ihm den Name Ling Zhi, was so viel bedeutet wie „göttlicher Pilz der Unsterblichkeit“. In vielen wissenschaftlichen Studien der letzten 25 Jahre konnten ihm vielfältige heilende Effekte nachgewiesen werden. So findet er beispielsweise Anwendung bei Leber- und Nierenerkrankungen, Magenerkrankungen, Neurasthenie, Nervosität, Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, Koronarer Herzkrankheit, Arthritis, Bronchitis, Asthma, Vergiftungen und Leukopenie.
In Japan ist Reishi-Extrakt inzwischen als Medikament zur Krebsbehandlung zugelassen.

All diese Wirkungen werden ermöglicht durch zwei wichtige Inhaltsstoffe: Triterpene (sogenannte Ganodermiksäuren) und Polysaccharide. Weiter enthält der Reishi Kohlenhydrate, Eiweiss, Fette, Alkaloide, Vitamine, Mineralien wie Magnesium, Kalzium, Zink, Mangan, Eisen, Kupfer und organisches Germanium.

Den Namen „göttlicher Pilz der Unsterblichkeit“ hat der Reishi nicht ohne Grund. Schon die Chinesen sagten ihm verjüngende Eigenschaften nach. Diese sind auch die am weitesten erforschten Effekte des Pilzes. Hauptsächlich findet der Alterungsprozess durch Sauerstoff- und Stickstoffradikale statt, diese entstehen als Nebenprodukte des Stoffwechsels und können die Zellen schädigen. Diverse Untersuchungen haben ergeben, dass der Reishi antioxidative und radikalfangende Eigenschaften besitzt, die genau diesen Radikalen entgegenwirken. So werden altersbedingte Schädigungen der Leber, des Herzens und der Nieren reduziert. Das wiederum strafft die Haut und führt zu einem jugendlicheren Aussehen.

Shiitake

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Shiitake | Vitalpilze | Heilpilze (Quelle: Martin Sauer)

Der zweitbeliebteste Speisepilz nach dem Champignon ist der Shiitake oder auch Lentinula edodes. Er ist nicht nur in der asiatischen Küche sehr begehrt, er bietet auch noch ein breites Wirkspektrum. Deswegen wird er als der König der Pilze bezeichnet.
Er stammt aus den Ostasiatischen Laubwäldern, wo er an den abgestorbenen Stämmen der dort wachsenden Bäume wächst. In Europa sind keine Vorkommen bekannt, allerdings wird er hier in Kultur gezüchtet, was in China hingegen bereits seit 1000 Jahren geschieht. Damit ist er der älteste Pilz, der von Menschen kultiviert wird.

Die traditionelle chinesische Medizin sagt dem Shiitake schon lange viele positive Effekte nach und mittlerweile wurde er schon durch zahlreiche wissenschaftliche Testmethoden untersucht. Dabei wurde festgestellt, wie vielseitig er eigentlich wirklich ist.
Er enthält ein breites Spektrum an Biovitalstoffen, unter anderem Vitamine, Folsäuren, Mineralien und organische Subtanzen wie Glutamin-Verbindungen, Nukleotide, Aminosäuren, Peptide und organischen Säuren. All diese Inhaltsstoffe gelten als effiziente Stimulatoren des Immunsystems. Außerdem konnte in diversen Tests eine Verbesserung der körpereigenen Tumorabwehr nachgewiesen werden. Weiterhin konnte eine vermehrte Bildung von speziellen Antikörpern beobachtet werden, wodurch sich ein zusätzlicher immunologischer Schutz bilden kann. Ergänzt wird das breite Wirkungsspektrum durch eine Leberschutzfunktion (leberschädigende Stoffe werden unschädlich gemacht) und die aktive Senkung des Cholesterinspiegels.

Auch der Shiitake kann bedenkenlos über Jahre hinweg eingenommen werden, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen.

Fazit

Die Wirkung, die Vitalpilze auf den Menschen und dessen Gesundheit haben kann, wird oft und gerade in Europa unterschätzt. Die richtige Dosierung und Kombination kann aktiv helfen, den Körper zu stärken und gesund zu bleiben.

Vitalpilze sind kein Wunderheilmittel, welches jede Krankheit heilen kann. Sie wirken ergänzend und werden therapiebegleitend eingenommen. Die Rechtssprechung in Deutschland sagt noch immer, dass die Präparate nicht als Arzneimittel gelten. Sie werden als Nahrungsergänzungsmittel behandelt. Mit Blick auf die Erfolge von Vitalpilzen in der asiatischen Schulmedizin wird sich dies aber möglicherweise in Zukunft noch ändern.


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