Nahrungsergänzungsmittel | Test | Welche sind sinnvoll | Hersteller | Firmen

Welche Nahrungsergänzungsmittel sind sinnvoll? Top-10-Hersteller im Test

Bild zum Artikel: Nahrungsergänzungsmittel | Test | Welche sind sinnvoll | Hersteller | Firmen
(Quelle: © Richard Villalon - Fotolia)

Können Nahrungsergänzungsmittel zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen? Welche dieser Helferlein sind sinnvoll und wie viel sollte man davon zu sich nehmen? Eine Übersicht zu wichtigen Herstellern und Nahrungsergänzungsmitteln.

Wenn Sie in die Regale einer Drogerie schauen, sehen Sie meist Unmengen an verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln. Nahrungsergänzende Präparate liegen voll im Trend, aber was steckt eigentlich wirklich hinter diesen kleinen Produkten mit der angeblich großen Wirkung?

Im heutigen Alltagsstress ist eine natürliche, gesunde und ausgeglichene Ernährung fast unmöglich. Nach einem anstrengenden Arbeitstag fällt die Wahl zwischen einem aufwendig frisch gekochtem Mahl oder Fertiggericht leicht - wohl kaum einer hat mehr Lust, lange in der Küche zu stehen. Für unseren Körper heißt das jedoch, dass wichtige Vitamine und Mineralstoffe nicht mehr ausreichend durch die Ernährung aufgenommen werden.

Jeder Dritte greift deshalb immer häufiger auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Stoffe mit unterschiedlichen Wirkungen. Die Auswahl ist gigantisch und wächst stetig weiter. Doch wann ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel wirklich sinnvoll? Und welche Hersteller haben hochwertige Produkte, die gerade für Sie empfehlenswert sind?

Senioren, Paar, Radieschen, Ehe, Kochen, Pullover, Ernährung, Kreuzblütengewächs, scharf
Nicht immer bleibt die Zeit, frisch zu kochen und sich ausgewogen zu ernähren. Dann können Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein. (Quelle: © Halfpoint - Fotolia)

Was sind eigentlich Nahrungsergänzungsmittel?

Wie der Name schon verrät, sind es Mittel, die unsere allgemeine Nahrung ergänzen. Sie sollen den Körper mit bestimmten Nährstoffen oder Wirkstoffen versorgen und liegen im Grenzbereich zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln. In der Regel werden sie in dosierter Form, als Kapseln, Pastillen, Tabletten, Pulverbeutel, Flüssigampullen oder Flaschen mit Tropfeinsätzen zur Aufnahme in abgemessenen kleinen Mengen aufgenommen. Typische Inhaltsstoffe sind Mineralstoffe, Vitamine, Aminosäuren und Antioxidantien.

Was ist bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zu beachten?

Nahrungsergänzungsmittel sind für Gesunde meist überflüssig. Wer sich ausgewogen ernährt, sich sportlich betätigt - und sich im Falle von Vitamin D regelmäßig in der Sonne aufhält - bekommt alle essentiellen Vitamine, Nährstoffe und Mineralien, die er braucht. Wenn man sich jedoch trotzdem dazu entschließt, ohne näheres Wissen Präparate einzunehmen, sollte man zunächst einmal die eigenen Ernährungsgewohnheiten hinterfragen.

  • Bekommt mein Körper durch die Nahrungsaufnahme alle nötigen Nährstoffe und Wirkstoffe?
  • Gibt es Mangelerscheinungen - und wenn ja - wie kann ich sie ausgleichen?
  • Kann ich etwas an meiner Ernährung ändern und so natürlich gegen Mangelerscheinungen vorgehen?

Nach einer ausführlichen Analyse der eigenen Gewohnheiten sollte vor dem Kauf von ergänzenden Substanzen in jedem Fall zusätzlich ein Arzt oder Ernährungsberater konsultiert werden. Erst wenn tatsächlich Ernährungsdefizite zu erkennen sind, dürfen gezielt Ergänzungspräparate verschrieben werden. Diese sollte dann unbedingt in der richtigen Dosierung eingenommen werden, da es sonst zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen kann. Hier gibt es kontroverse Diskussion zwischen Anhängern und Gegnern der Präparate.

Ist die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln bewiesen?

Bisher ist sich die Wissenschaft noch nicht darüber einig, ob Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich halten, was sie versprechen. Während einige Forscher von ihrem Nutzen überzeugt sind, erklären andere, dass diese kaum einen Effekt haben. Eine deutliche Kritik formulierte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in einer veröffentlichten Untersuchung. In der Publikation „Bunte Pillen fürs gute Gewissen – was bringen Nahrungsergänzungsmittel?“ heißt es, Studien hätten bisher nicht den Nachweis erbracht, dass die Folgen eines ungünstigen Ernährungsverhaltens durch Einnahme von Vitaminpräparaten oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden können.

Dennoch wächst der Markt stetig. Die DGE hält das für eine beunruhigende Entwicklung. „Wir nehmen Nahrungsergänzungsmittel meist zur Gewissensberuhigung. Aber Ernährungsfehler lassen sich nicht durch Pillen ausgleichen“, mahnt DGE-Präsident Helmut Heseker. Dem fehlenden Nutzen der Einnahme von Vitaminpräparaten stehe sogar das Gesundheitsrisiko durch zu hohe Zufuhrmengen gegenüber, so der Ernährungswissenschaftler. Das könne besonders dann zu Problemen führen, wenn „hoch dosierte Präparate über eine längere Zeit eingenommen und zusätzlich angereicherte Lebensmittel verzehrt werden.“

In bestimmten Situationen könnte eine gezielte Ergänzung der Nahrung mit wichtigen Nährstoffen allerdings trotzdem sinnvoll sein. Dies ist vor allem der Fall wenn eine ausreichende Aufnahme von Vitaminen und Mineralien durch die Ernährung nicht möglich ist und dadurch ein starker Mangel entsteht. Starke Mangelerscheinungen können schwerwiegende Folgen nach sich tragen. Daher ist es sinnvoll, in diesem Fall hochwertige Nahrungsergänzungsmittel zum Ausgleich einzunehmen. Vergleichbare Empfehlungen gibt es für Menschen, die sich kaum an der Sonne aufhalten (Vitamin D) sowie Babys und Kleinkinder (Vitamin K, D, Fluorid), wenn es auch bei letzteren gegenteilige Ansichten gibt.

Welche Nahrungsergänzungsmittel sind sinnvoll?

Die am häufigsten gekauften Nahrungsergänzungsmittel sind Vitamine und Mineralstoffe. Daneben kann man in Drogerien und Co. auch Fettsäuren und Aminosäuren in den Regalen finden. Beliebt sind auch sogenannte Multivitamin-Präparate, in denen alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe vereint sind. Im Folgenden werden einige erhältliche Nahrungsergänzungsmittel kurz vorgestellt.

Vitamin D

Vitamin D ist für unsere Gesundheit unabdingbar. Es stärkt gemeinsam mit anderen Vitaminen und Mineralstoffen unsere Knochen und Zähne und ist noch an vielen anderen Regulierungsvorgängen in den Zellen beteiligt. Fehlt Vitamin D, kann es zu einem erhöhten Krankheitsrisiko kommen, zu Beschwerden in der Muskulatur, Knochen- und Zahnproblemen und teilweise auch zu Durchblutungsstörungen und starken Kopfschmerzen. Unter normalen Umständen bildet unser Körper das wichtige Vitamin eigenständig. Dazu nutzt er das Sonnenlicht, genauer gesagt die UV-Strahlung. Sobald die Sonne scheint, wird in der Haut Vitamin D produziert.

Lebt man in einer Klimazone, in der das Sonnenlicht begrenzt ist, kann es zu einem erheblichen Vitamin-D-Mangel kommen. Vor allem im Winter, wenn die Sonne nicht die Kraft besitzt unsere Vitamin-D-Bildung anzuregen, ist eine bedachte Ernährung oder die zusätzliche Einnahme von hochwertigen Vitamin-D-Tabletten sinnvoll. Der normale Vitamin-D-Wert sollte bei mindestens 50-80 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) liegen, damit auch die Wintermonate gut überstanden werden. 

Vitamin D, Pilze, Erbsen, Fisch, Käse, Milch, Butter, gesund, Ernährung, nahrhaft, Naturkost
Diese Lebensmittel enthalten viel Vitamin D. (Quelle: © bit24 - Fotolia)

Forscher sind sich sicher, dass ein gesunder Vitamin-D-Haushalt nicht nur Erkältungen, Grippe und Knochenerkrankungen verbeugen kann. Da die ausreichende Einnahme von Vitamin D fast unmöglich ist - man müsste beispielsweise täglich mindestens 22 Liter Milch trinken - muss vor allem in bestimmten Situationen auf ergänzende Substanzen zurückgegriffen werden. Auffällig ist allerdings, dass kaum für Vitamin-D-Tabletten geworben wird. Die Werbung für Sonnencremes auf der anderen Seite boomt regelrecht. Hier ist jedoch Vorsicht geboten. Schon ein relativ geringer Lichtschutzfaktor ist hinderlich für die Vitamin-D-Produktion und kann so zu einem Mangel dieses wichtigen Vitalstoffes führen. Vitamin D ist sehr wichtig für ein gesundes und aktives Leben und eine Mangelerscheinung sollte nicht unterschätzt werden. 

Eigene Erfahrungen:

2017 habe ich selber Erfahrungen mit Vitamin-D-Tabletten gemacht. Ich habe von August bis Dezember ein Auslandssemester im Norden Norwegens gemacht. Ab Ende November ging dort die Sonne nicht mehr auf und ich habe wie alle Austauschstudenten stark unter diesem Effekt gelitten. Ohne das notwendige Sonnenlicht gerät der geregelte Tagesablauf schnell aus den Fugen und der Vitamin D Haushalt fällt in den Keller. Morgens wird es immer schwerer in der Dämmerung aus dem Bett zu kommen. Man fühlt sich als wäre es noch nicht mal Tag – warum also aus dem Bett quälen? Im Laufe des Tages wird man einfach nicht wacher und fühlt sich immer schlapp und unmotiviert. Fast alle Norweger nehmen in dieser dunklen Zeit Vitamin D in Form von Kapseln oder Tropfen, machen viel Sport und achten zunehmend auf eine gesunde Ernährung. Ich habe nach kurzer Zeit gemerkt, dass die Einnahme von Vitamin D seine Wirkung zeigte. Ich wurde aktiver und kam morgens auch wieder besser aus dem Bett. In diesem Fall zeigt sich, dass einige Nahrungsergänzungsmittel wirklich einen sinnvollen Effekt haben können, vorausgesetzt sie werden richtig eingenommen.

Omega-3-Fettsäuren

Die Relevanz von Omega-3-Fettsäuren für unseren Körper wurde in den 70er-Jahren publik gemacht. Damals bemerkten Wissenschaftler, dass die Inuit trotz ihrer fetthaltigen Ernährung kaum Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekamen. Für dieses Phänomen wurden die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich gemacht, welche vor allem in Fischen (dem Hauptnahrungsmittel der Inuit) vorkommen. Diese sind essentielle Fettsäuren und müssen über die Nahrung aufgenommen werden, da sie unser Körper nicht selber herstellen kann.

Ein Erwachsener benötigt dafür die Zufuhr von etwa einem Gramm Omega-3-Fettsäuren am Tag. Laut der Pharmazeutischen Zeitung wäre dafür der Verzehr von 500 Gramm Rotbarsch, Heilbutt oder Forelle bzw. 150 Gramm des fettigeren Herings, Lachs oder Tunfisch pro Woche nötig. In pflanzlichen Produkten, wie beispielsweise Raps-, Soja- oder Walnussöl, kommen zwar auch  Omega-3-Fettsäuren vor, jedoch sind diese hier deutlich weniger als in Fischen vorhanden und der Körper kann sie nicht so gut verarbeiten wie die tierischen Nährstoffe.

Der üppige Verzehr von Fisch stellt jedoch für viele Menschen keine Alternative dar, da sie ihn entweder nicht mögen oder häufig auch nicht vertragen. Hinzu kommt, dass die Weltmeere bereits jetzt überfischt und viele Fischarten vom Aussterben bedroht sind. Aufgrund dieser gesundheitlichen oder ökologischen Bedenken ziehen viele Menschen Nahrungsergänzungsmittel, wie beispielsweise Fischölkapseln, einer Ernährungsumstellung vor. Bei Fischölkapseln handelt es sich um Fischöl, welches von einer Gelatinekapsel umhüllt ist und wie eine Pille geschluckt werden kann. Häufig handelte es sich um Lachsöl, in einigen Fällen kam das Öl jedoch auch von Hochseefischen, wie zum Beispiel Heringen, Makrelen und Thunfischen. Teilweise werden die Kapseln auch mit dem Öl des antarktischen Krills gefüllt. Dieses Krill-Öl besteht aus Omega-3, Phospholipiden sowie Astaxanthin.

Magnesium

Magnesium ist für jeden Menschen wichtig, für den einen mehr für den anderen weniger. Wer unter Muskelkater und Wadenkrämpfen leidet, sollte Magnesium zu sich nehmen. Denn der Mineralstoff lindert nicht nur die Schmerzen, sondern entspannt auch die Muskeln, wirkt entzündungshemmend und blutzuckerregulierend. Auch wenn Sie sich den ganzen Tag erschöpft und müde fühlen, kann das ein Zeichen dafür sein, dass Sie an Magnesiummangel leiden.

Der Magnesiumbedarf kann nicht immer ausreichend durch die Ernährung gedeckt werden. Je nach Lebensumständen kann eine erhöhte Magnesiumzufuhr notwendig sein. Vor einer Einnahme von Tabletten oder Magnesiumpulver sollte die eigene Lebenssituation analysiert werden, um herauszufinden, wie viel Magnesium vom Körper wirklich gebraucht wird. Aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung sollten zum Beispiel chronisch Kranke dringend ergänzende Substanzen zu sich nehmen oder ihre Ernährung sehr stark magnesiumreich ausrichten. Insgesamt ist der Magnesium-Haushalt bei Kranken häufig mangelhaft. Eine langfristige Mangelversorgung kann laut Studien sogar zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und Herzrhythmusstörungen führen.

Auch für Diabetiker hat Magnesium Vorteile. Es erhöht die Insulinproduktion und verringert die Insulinresistenz der Zellen. Sollten Sie unter Diabetes leiden, kann eine mit dem Arzt abgesprochene Magnesiumsupplementierung ebenfalls sinnvoll sein. Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, wie zum Beispiel Cortison oder ACE-Hemmer, haben häufig ebenfalls einen erhöhten Magnesiumbedarf. Auch bei Stress kann der Magnesiumbedarf extrem ansteigen. Heutzutage steht jeder Mensch gefühlt dauerhaft unter Stress, was zu einem erhöhten Verbrauch von Magnesium in den Zellen führt. Dieser erhöhte Verbrauch kann kaum noch natürlich ausgeglichen werden, weshalb viele auf ergänzende Substanzen zurückgreifen.

Je nach Situation lohnt sich also eine Einnahme von Magnesiumpräparaten. Die kleinen Pulverpäckchen, welche man in den Drogeriemärkten kaufen kann, helfen allerdings nur bedingt bei akutem Mangel. Dies liegt vor allem daran, dass Nahrungsergänzungsmittel aus Supermarkt und Co. zu niedrig dosiert sind. Deshalb ist auch hier zu beachten, hochwertige Produkte zu nutzen.

Magnesium, Banane, Mandeln, Erdnüsse, Hülsenfrüchte, Schokolade, Bohnen, Spurenelement, Mineralstoffe, Nahrung, Ernährung
In diesen Nahrungsmitteln gibt es einen hohen Anteil von Magnesium. (Quelle: © airborne77 - Fotolia)

Vitamin B12

Von einem Vitamin-B12-Mangel sind vor allem Menschen betroffen, die auf tierische Produkte verzichten. Das wichtige Vitamin ist an der Blutbildung beteiligt und für das Herz-Kreislauf-System sowie das Nervensystem sehr wichtig. Außerdem unterstützt es den Körper in der Zellteilung und dem Zellwachstum. Kinder mit Vitamin-B12-Mangel können an starken Entwicklungsstörungen leiden, weil durch einen Mangel auch die DNA-Bildung gestört werden kann. Auch das Nervensystem ist abhängig von dem Vitamin. Bei einem Mangel kann es zu neuropsychiatrischen Störungen bis hin zu Depressionen kommen. Es ist also dringend notwendig, den Körper mit genügend Vitamin B12 zu versorgen.

Da Vitamin B12 fast ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt, ist es für Vegetarier und Veganer schwer den nötigen Bedarf durch die Ernährung abzudecken. In diesem Fall sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll, da Vegetariern und Veganern sonst einfach die richtigen Rohstoffe fehlen. Aber auch Menschen die regelmäßig Fleisch essen, können unter einem Vitamin-B12-Mangel leiden. Bei ihnen liegt dies häufig an einem angeschlagenen Magen-Darm-Trakt. Schon ein leichtes Sodbrennen reicht, um einen B12 Mangel auszulösen. Der Bedarf an Vitamin B12 liegt zwar nur bei Mengen von 3 bis 4 µg (Mikrogramm), aber sogar diese kleine Menge ist schon sehr wichtig für unseren Körper. Symptome, die auf einen Mangel schließen lassen, sind beispielsweise:

  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit bis hin zu Apathie
  • Konzentrationsstörungen
  • Taubheitsgefühle auf der Haut

Bevor allerdings künstliche Nahrungsergänzungsmittel zu Hilfe gezogen werden, sollte bei einem Arzt mithilfe eines Urintest genauestens geprüft werden, ob wirklich ein B12-Mangel vorliegt oder diese Symptome andere Hintergründe haben könnten. Welche Stoffe in welchen Bereichen wichtig sind, sehen Sie nochmals in der nachfolgenden Tabelle.

Wirkung für/gegenStoff
Muskelaufbau

Omega-3-Fettsäuren

Eiweißpulver

Carnitin

MuskelkrämpfeMagnesium
Verbesserte Hirnleistung

Omega-3-Fettsäuren

Astaxanthin

Antioxidantien

Vitamin B

Haarausfall, Kräftige Nägel & Haare, reine Haut, Falten

Q10

Silizium

Kupfer

Zink

Vitamin D

Abnehmen

Chitosan (Fettblocker)

Glucomannan (Ballaststoffe)

Enzyme, Algen & Hormone

Starke Nerven

Vitamin B

Vitamin D

AugenBeta-Carotin
BlutarmutEisen
Allergien

Vitamin A

Vitamin C

Vitamin E

Beta-Carotin

Selen

Zink

Demenz & Osteoporose

Vitamin B 6

Vitamin B 12

Vitamin C

Vitamin D

Folsäure

Calcium

Omega-3-Fettsäuren

Richtlinien für die Herstellung und Produktion von Nahrungsergänzungsmitteln

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist in Deutschland für die Registrierung von Nahrungsergänzungsmitteln zuständig. Zusätzlich werden die Produkte von der Lebensmittelüberwachungsbehörde der jeweiligen Bundesländer kontrolliert. So gut wie jeder mit den passenden Produktionsstätten und Laboren kann Nahrungsergänzungsmittel herstellen. Dabei muss er nur auf die Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV) Rücksicht nehmen. In der Richtlinie 2002/46/EG sind Mineralstoffe und Vitamine vorgegeben, welche für eine Präparat-Produktion erlaubt sind.

Für die Dosierungsempfehlungen, Sicherheit und korrekte Auszeichnung sind die jeweiligen Hersteller verantwortlich. Da Nahrungsergänzungsmittel nicht dazu bestimmt sind Krankheiten zu heilen, dürfen Herstellen hierzu auch keine Versprechungen auf der Verpackung oder in der Werbung machen.

Top-10-Nahrungsergänzungsmittel Hersteller in Deutschland

Nahrungsergänzungsmittel können Sie in Drogeriemärkten, Discountern, Apotheken, Reformhäusern oder natürlich online kaufen. Generell sollte beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln auf die Qualität geachtet werden. Billige Mittel haben oft nur eine geringe Dosierung der wertvollen Inhaltsstoffe. Auch bei der Online-Bestellung ist Vorsicht geboten. Produkte aus dem Ausland haben häufig nicht die heimischen Standards. Bevor man sich für ein Produkt entscheidet, sollte man die Liste der Inhaltsstoffe genau durchlesen und sich mit Ärzten, Ernährungsberatern oder fachkundigen Apothekenpersonal beraten.

Für Sie haben wir die Top-10-Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln in Deutschland recherchiert.

Nahrungsergänzungsmittel
Die bekanntesten Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln in Deutschland. (Quelle: eigene Darstellung)

SternLife GmbH & CO KG

SternLife besitzt eine umfassende Produktpalette an Pulvern, Riegeln, Drinks, Tabletten und Kapseln. Der Hersteller bietet lautet eigener Aussage seinen Kunden mit innovativen Kapseln und Tabletten kleine Produkte mit sicheren und ausgewählten Wirkstoffen an, die eine große Wirkung haben. Ihre hochwertigen Produkte dienen zum Beispiel als Ergänzung der Ernährung, zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und als Ausgleich bei Nährstoffmangel. Der Hersteller macht nahezu alle Arten (Brausetabletten, Schlucktabletten und Lutsch- und Kautabletten) und Formen an Tabletten möglich.

Für Präparate in Kapseln bieten sie auch vegetarische oder vegane Varianten an. Das Unternehmen arbeitet nach einem umfassenden HACCP-Standard (Hygienemanagement im Umgang mit Lebensmitteln), besitzt eine Bio-Zertifizierung und hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards.

CAPSUMED PHARM GmbH

Capsumed Pharm ist ein erfahrener Full-Service-Pharma-Lohnhersteller, welcher ein individuelles Leistungspaket von der Entwicklung bis hin zum Versand bietet. Sie können aus erprobten Standardrezepturen wählen oder Ihr individuelles Produkt erstellen. Die Herstellung der Nahrungsergänzungsmittel findet in der firmeneigenen ISO-zertifizierten Produktionsstätte mit hochmodernem Labor statt. Auf höchsten Qualitätsniveau kann dadurch schon eine geringe Menge an Kapseln hergestellt werden.

fermenta Heinz Bonstein GmbH & Co. KG

Fermenta ist ein biozertifiziertes Familienunternehmen mit hoher Fachkompetenz und Erfahrung. Seit 2015 bieten sie nach eigener Aussage neben einer Vielzahl an Gewürz- und Extraktzubereitungen, Essenzen, Geschmacksbasisstoffen und Aromen auch Nahrungsergänzungsmittel in verschiedenen Formen an. Alle Pulvermischungen, Kapseln und Tabletten werden nach strengen Qualitätsanforderungen produziert und zugeliefert.

Aakamp

Der Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller bietet neben der technischen Lohnherstellung auch die Produktion von eigens auf Kundenwünschen angepassten Nahrungsergänzungsmitteln in Form von Pulvern, Kapseln und Tabletten an. Das Unternehmen hat Erfahrungen im Apotheken- und Fitnessmarkt, die bei der Zusammensetzung der Präparate hilfreich sind. Aakamp wirbt mit einer schnellen Angebotsherstellung in maximal 48 Stunden, einer Notfallerreichbarkeit (24 Stunden am Tag) und der Produktion von Kleinmengen. 

ABESAN

Der Hersteller von Nahrungsergänzungen, diätischen Lebensmitteln und orthomolekulare Produkten bietet ein umfassendes Angebot an Nahrungsergänzungsmitteln. Von der Rezepterstellung über die qualitative Herstellung nach NemV-Richtlinien bis hin zur Lagerung und Bereitstellung ist das Portfolio des Unternehmens breit aufgestellt. Durch die Auswahl der besten Rohstoffe, einer modernen und hygienischen Produktionsstätte und strengen firmeninternen Selbstkontrollen wird ABESAN den höchsten Qualitätsansprüchen gerecht, verspricht das Unternehmen.  

Hansa Vital GmbH

Die Firma Hansa Vital verfügt über eine 15-jährige Erfahrung in der Produktion von Nahrungsergänzung und Sportnahrung. Qualität, faire Preise und kundenindividuelle Beratung stehen für Hansa Vital an erster Stelle, heißt es von dem Hamburger Unternehmen. Durch ein großes Vertriebsnetz sind sie in der Produktion und Zulieferung immer flexibel und können auf spezielle Wünsche und Bedürfnisse umgehend reagieren. Für die Produkte werden ausschließlich zertifizierte Rohstoffe verarbeitet, welche den europäischen Standards entsprechen und strengen internen Qualitätskontrollen unterliegen. 

Goerlich Pharma GmbH

Das Kernkonzept von Goerlich Pharmalautet „Alles aus einer Hand“. Von der Entwicklung verschiedenster Präparate, über die Herstellung bis hin zur Verpackung, die Firma setzt all dies mit Engagement und einer ausgezeichneten Zusammenarbeit mit den Kunden um. Dabei werden alle Bedürfnisse und Wünsche der Kunden umgesetzt, um exklusive und hochwertige Produkte zu gewährleisten. Qualität wird durch regelmäßige interne wie auch externe Kontrollen der Prozesse garantiert.

ABJ alive GmbH

Die ABJ alive GmbH hat sich das Ziel gesetzt, mit ihren Produkten den Wunsch eines jeden Menschen zu erfüllen - sich aktiv, lebendig und gesund zu fühlen. Sie bieten neben natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln auch ergänzende bilanzierte diätische Produkte an. Durch die wissenschaftliche Forschung zu Ernährung, Gesundheit und Markttrends ist ABJ alive immer auf den aktuellen Stand und somit ein Garant für erfolgreiche Produkte, heißt es auf deren Internetseite. Der Schwerpunkt der Firma liegt auf der Lohnerstellung nach Kundenrezeptur, welche nach einer einfachen und fachkundigen Beratung zuverlässig durchgeführt wird. Biologisch zertifizierte Rohstoffe namhafter Lieferanten werden nach HACCP-Standard in modernen Produktionsanlagen verarbeitet. 

BHI – BIOHEALTH INTERNATIONAL GmbH

Die Firma bietet einen Full-Service von der Idee bis zum Versand oder eine reine Lohnherstellung an. Souveränität und Sicherheit wird durch eine langjährige Erfahrung in der Nahrungsergänzungsmittel-Herstellung gewährleistet, verspricht das Unternehmen. Die Kunden werden bei der Ideenfindung bis hin zu einer individuellen Entwicklung der passenden Rezeptur professionell begleitet und beraten. Außerdem bietet Biohealth eine Modifizierung der bestehenden Rezepturen an, damit aktuelle Bedürfnisse immer erfüllt werden können. Qualitätsstandards werden täglich kontrolliert, und durch regelmäßige Audits bestätigt, und können dadurch zuverlässig umgesetzt werden.

Anona GmbH

Die Firma bietet eine zeitgemäße Ernährung mit modernen Nahrungsergänzungsmitteln ganz nach dem "Geschmack" der Kunden. Ob Pulver, Tabletten, Kapseln oder Bi-Phase-Produkte, Anona produziert entsprechend Anforderungen und Wünschen von Kunden die passenden hochwertigen Präparate. Sie setzten auf ein Qualitätsmanagement auf Basis des HACCP-Konzepts und lassen Qualitätsstandards regelmäßig extern kontrollieren. Sie verarbeiten nur Agrarprodukte, welche aus nachhaltigem Anbau stammen und unter fairen Arbeitsbedingungen gewonnen wurden, verspricht das Unternehmen. Außerdem produzieren sie Lebensmittel, die islamischen und jüdischen Glaubensgrundsetzen (Koscher, Halal) gerecht werden.

Fazit

Ob Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind oder nicht, müssen Sie für sich selber entscheiden. Manche können in bestimmten Situationen Vorteile bieten, andere wiederum können aufgrund von einer Überdosierung Nachteile haben. Letztendlich kann nicht gesagt werden, dass durch diese „eine Pille“ alle Probleme beseitigt werden können. Sollten Sie sich dazu entscheiden, Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen, sollten Sie sich gut informieren und mit ihrem Arzt darüber sprechen. Außerdem gilt es, alles in Maßen zu nehmen und nicht zu übertreiben. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat seine Dosierungsempfehlungen für Nahrungsergänzungsmitte aus dem Jahr 2004 geprüft und anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse überarbeitet. Die neuen Empfehlungen können Sie im Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit nachlesen.

Abschließend lässt sich sagen, dass eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie ausreichend Bewegung die beste Versicherung für ein gesundes und aktives Leben ist, und auch trotz boomenden Nahrungsergänzungsmittelmarkt und wissenschaftlicher Forschung, bleiben wird.


DIESEN BEITRAG: KommentierenDrucken
Bewerten:
Empfehlen:

Mehr von Leonie Zahn
Profilbild von Leonie Zahn

Leonie Zahn studiert seit 2015 an der Universität in Jena Kommunikationswissenschaften und Psychologie. Von Januar 2018 bis März 2018 verstärkt Leonie unsere Redaktion im Rahmen ihres studentischen Praktikums. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit Sport ...


Kommentar schreiben

Sicherheitscode