Mundhygiene verbessern | Tipps | richtige | perfekte | Produkte | Hilfsmittel

Mundhygiene verbessern: Experte gibt Tipps zu Produkten und Hilfsmitteln fĂŒr die richtige Mundhygiene im Alter

Bild zum Artikel: Mundhygiene verbessern | Tipps | richtige | perfekte | Produkte | Hilfsmittel
(Quelle: © Aletia2011 - Fotolia)

Die Mundhygiene und Zahnpflege Ă€ndert sich im Alter. Hier finden Sie Tipps, welche ZahnbĂŒrste, welches Mundwasser und welche Zahnpasta fĂŒr Ă€ltere Menschen geeignet sind. So bleiben die ZĂ€hne gesund und der Atem frisch.

Im Alter ist eine gründliche Mundhygiene und Zahnpflege essentiell, um Krankheiten vorzubeugen. Zudem kann eine gute Mundpflege auch die natürlichen Abnutzungserscheinungen der Mundflora abschwächen. Basenio.de hat sich bei der Landeszahnärztekammer Thüringen nach der richtigen Mundhygiene für Senioren erkundigt. Grundsätzlich gilt, durch eine gute Mundhygiene kann man sich außerplanmäßige Zahnarztbesuche und die damit verbundenen Kosten weitgehend sparen.

Inhalt dieses Ratgebers: 

 

Apfel, Zahngesundheit, Alter, Frau, Obst, Vitamine, gesund, beißen
Im Alter gibt es besondere Pflegetipps für die Mundhygiene. (Quelle: © Drubig-Photo - Fotolia)

Besonderheiten bei Mundhygiene & Zahnpflege im Alter

Verschlechtern sich im Alter die feinmotorischen Fähigkeiten, kann es für Senioren unter Umständen schwieriger werden, die Zahnbürste richtig zu halten und zu nutzen. Die Mundhygiene leidet dann darunter. Bei unzureichender Mundprophylaxe kann sich das Zahnfleisch schmerzhaft entzünden und Krankheitsbilder wie Parodontitis und Karies sind dann keine Seltenheit.

„Ein besonderes Augenmerk gilt bösartigen Gewebeveränderungen an der Mundschleimhaut, die im Alter häufiger auftreten. Eine frühe Erkennung und rechtzeitige Behandlung erhöhen die Erfolgschancen einer Behandlung. Deshalb ist auch ein halbjährlicher Kontrollbesuch beim Zahnarzt dringend empfehlenswert, selbst wenn der Patient keine eigenen natürlichen Zähne mehr hat“, erläutert uns ein Sprecher der Landeszahnärztekammer in Thüringen.

Doch auch an anderer Stelle droht Ungemach für ältere Menschen. „Speziell im Alter kann die Einnahme verschiedener Medikamente den Speichelfluss verringern. Dadurch tritt häufig eine Mundtrockenheit auf, welche die Spülfunktion und die antibakterielle Wirkung des Speichels einschränkt.“ Dadurch können Bakterien das Zahnfleisch angreifen und in die Blutbahn gelangen, wodurch sich das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte erhöht. Somit kann sich eine schlechte Mundhygiene auf den gesamten Organismus auswirken.

Einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zufolge erhöht bereits eine leichte Zahnfleischentzündung die Wahrscheinlichkeit einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Andere typische Krankheitsbilder sind Diabetes, Rheuma, Gelenkentzündung und Lungenerkrankungen. Deswegen beansprucht die Zahnpflege im Alter eine höhere Aufmerksamkeit.

Tipps gegen Mundtrockenheit

Wer reichlich stilles Wasser oder ungesüßten Tee trinkt, erhöht die Speichelproduktion. Auch zuckerfreie Kaugummis kauen hilft, um die Speichelproduktion anzuregen.

 

Während 1997 noch jeder vierte jüngere Senior (65- bis 74-jährig) in Deutschland keine eigenen Zähne mehr besaß, war in 2014 nur noch jeder achte völlig zahnlos. Auch die Anzahl der eigenen Zähne stieg im Schnitt von 10,4 (1997) auf 16,9 (2014). Diese Entwicklung stellte das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in der fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) fest. Die Studie ist eine bundesweite Erhebung zur Mundgesundheit und wurde mit rund 4.600 Studienteilnehmern durchgeführt. Grund für den positiven Trend der Zahnerhaltung ist laut Forschern eine bessere Mundhygiene.

Und die ist ganz sicher keiner Frage des Alters. Denn auch in jungen Jahren gilt, was im Alter empfohlen wird:

  • sorgfältige häusliche Mundhygiene mit Zähneputzen sowie ergänzender Zahnzwischenraumreinigung mit speziellen Bürsten oder Zahnseide
  • zahngesunde, zuckerreduzierte Ernährung
  • regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt
  • professionelle Zahnreinigung

 
Die Farbe der Zähne sagt übrigens nicht über deren Gesundheitszustand aus. Der Sprecher der Landeszahnärztekammer Thüringens klärt auf: „Die Zahnfarbe ist erblich und kein Hinweis auf die Zahngesundheit. Milchzähne sind allgemein heller als das bleibende Gebiss. Auch wurzelkanalbehandelte Zähne können dunkler als gewöhnlich schimmern. Allerdings können Zähne mit zunehmendem Alter generell dunkler werden.

Der schützende Zahnschmelzmantel wird dünner und das dunklere ‚Dentin‘ im Zahninneren scheint mehr durch. Genussmittel wie Tee, Kaffee und Zigaretten können die Zähne unschön verfärben und langfristig sogar schädigen. Gleiches gilt auch für einige Medikamente, die der Zahngesundheit abträglich sind. Die Verfärbungen können mit einer professionellen Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis entfernt werden.“

Zahnarzt, Dentist, dental, ZĂ€hne, Zahn, Handschuhe
Regelmäßige Zahnarztbesuche sind auch im Seniorenalter wichtig. (Quelle: © hedgehog94 - Fotolia)

Die richtige Zahnbürste für die Zahnpflege im Alter

Für eine ideale Mundhygiene ist die Wahl der richtigen Zahnbürste wichtig. „Eine gute Zahnbürste besitzt einen eher kleinen Kopf, mit dem alle Bereiche des Mundes gut erreichbar sind“, klärt uns der Sprecher der Thüringer Landeszahnärztekammer auf.

Herkömmliche Handzahnbürsten sind in der Regel günstiger als ihre elektrischen Pendants. Bei ihnen kommt es vor allem auf eine gute Qualität des Borstenkopfes an. Die Borsten gibt es in den verschiedenen Härtegraden weich, mittelhart und hart. „Für Senioren ist der weiche oder mittelharte Borstentyp zu empfehlen. Harte Borsten fördern zwar eine stärkere Zahnfleischdurchblutung, können jedoch auch bei sensiblen Mundhöhlen und falscher Putztechnik zu Verletzungen führen“, erklärt der Experte.

Elektrische Zahnbürsten sollen die Mundprophylaxe leichter machen. Auch hier sind wie bei herkömmlichen Zahnbürsten kleine runde oder ovale Borstenköpfe ratsam. Mit diesen gelangt man leichter an schwer zu erreichende Stellen in der Mundhöhle. Klassische Elektro-Bürsten reinigen die Zähne mechanisch mit halbkreisförmigen Rotationen. Einige Modelle bewegen sich auch noch vor und zurück, dadurch entsteht der sogenannte 3D-Effekt. Bei höherwertigen Elektro-Zahnbürsten gibt es erweiterte Funktionen wie einstellbare Putzgeschwindigkeiten, Reinigungsstufen oder Andruckkontrollen.

Noch etwas moderner sind elektrische Schallzahnbürsten. Die Bewegungen werden hier durch Schall ausgelöst, welcher den Kopf bis zu 40.000-mal pro Minute zum Schwingen bringt. Mittlerweile gibt es sogar elektrische Zahnbürsten, die sich mit einem Smartphone verbinden lassen. Die Technik wertet das Putzverhalten aus und liefert die entsprechenden Daten aufs Display.

Laut Stiftung Warentest (1/2019) die besten elektrischen Zahnbürsten:

  1. Phillips „Sonicare 9300 Diamond Clean Smart“ (Note: 1,8)
  2. Braun „Oral-B Pro 900 Sensi Ultra Thin“ (Note: 1,9)
  3. Edel+White „Sonic Generation 8 Winner“ (Note 1,9)

 

Der Sprecher des Landeszahnärztekammer Thüringens empfiehlt: „Bei gleicher Putzdauer reinigen elektrische Zahnbürsten die Zähne etwas besser als Handzahnbürsten, weil eine schnelle elektrische Bürste schlichtweg mehr Putzbewegungen in kürzerer Zeit vollführen kann. Am besten untersucht ist der Putzvorteil bei elektrischen Zahnbürsten mit rundem Kopf. Generell empfehlen Zahnärzte einem Patienten aber jene Zahnbürste, mit welcher er am besten klarkommt und ein gutes Ergebnis erreicht.“ Wenn Sie eine gründliche Putztechnik mit einer herkömmlichen Handzahnbürste beherrschen und die Zahnpflege gewissenhaft einhalten, kann diese genauso effektiv sein.
 
Mit zunehmendem Alter verschlechtern sich oft die feinmotorischen Fähigkeiten. Deswegen fällt es vielen Senioren schwer, eine gute Mundhygiene aufrechtzuerhalten. „Vor allem für Menschen mit motorischen Einschränkungen gelten elektrische Zahnbürsten als gute Möglichkeit, die Zahnpflege weiterhin selbstständig durchzuführen. Auch pflegenden Angehörigen können elektrische Zahnbürsten die Mundpflege erleichtern“, meint der Experte der Landeszahnärztekammer Thüringens.

Senioren mit motorischen Einschränkungen sollten zudem auf Zahnbürsten mit einem dicken Griff zurückgreifen. Diese lassen sich meist leichter handhaben. Gerade elektrische Zahnbürsten besitzen konstruktionsbedingt einen dickeren Griff. Man kann jedoch auch zusätzlich Griffverstärker aus Kunststoff oder Moosgummi verwenden, welche einfach auf die Zahnbürste draufgesteckt werden.

Vergleich von elektrischen- und Handzahnbürsten im Überblick:

 VorteileNachteile
Elektrische Zahnbürste
  • automatische Bewegung
  • gute Reinigungsergebnisse
  • können zusätzliche technische Funktionen besitzen (z. B. Timer, verschiedene Putzeinstellungen)
  • kleiner runder oder ovaler Borstenkopf
  • dicker Griff
  • hoher Anschaffungspreis
  • muss aufgeladen werden
  • falsche Anwendung kann zu Verletzung im Mundraum führen
  • schwere Reparatur auf Grund fest eingebauter Akkumulatoren
Handzahnbürste
  • niedriger Anschaffungspreis
  • unkomplizierte Anwendung
  • nur mit guter Putztechnik effizient
  • bei feinmotorischen Schwierigkeit nur schwer zu handhaben

 

Nur die Zähne zu reinigen, ist übrigens nicht ausreichend. „Auch die Reinigung der Zunge sollte nicht vergessen werden, da sonst Nahrungsreste und Bakterien zur Entwicklung von Mundgeruch beitragen können. Ob hierfür eine spezielle Zungenbürste oder ein Zungenreiniger, der auf der Rückseite mancher Zahnbürstenköpfe sitzt, genutzt werden, ist von persönlichen Vorlieben abhängig“, stellt der Experte klar.

Mundpflegestäbchen helfen bei Pflege

Mit Mundpflegestäbchen können Zähne und Zahnfleisch besonders schonend geputzt werden. Durch die weichen Schaumstoffköpfe werden Keime in der Mundhöhle reduziert und Rückstände entfernt. Außerdem feuchten sie die Mundschleimhaut an und frischen die Atemluft auf. Das bestätigt auch die Landeszahnärztekammer Thüringen: „Weiche Mundpflegestäbchen mit Schaumstoff eignen sich besonders für pflegebedürftige Menschen, die das übliche Zähneputzen mit einer Zahnbürste durch Pflegekräfte oder pflegende Angehörige nicht zulassen.“

Ohne eine richtige Zahnputztechnik und Routine ist jedoch auch die beste Zahnbürste nicht effektiv. Unabhängig der verschieden Utensilien ändern sich die Grundlagen der Zahnpflege für Senioren nicht. Selbst in hohem Alter gilt die Faustformel: Zweimal täglich Zähne putzen. „Die Zähne sollten mindestens zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta geputzt werden“, bestätigt der Experte. Außerdem spielt die Putztechnik eine essenzielle Rolle, um die Zähne gesund zuhalten.

Bild: MundpflegestĂ€bchen Geschmack Neutral 250 StĂŒckMundpflegestĂ€bchen Geschmack Neutral 250 StĂŒckEUR 17.75KaufenBild: Med Comfort MundpflegestĂ€bchen Geschmack Lemon 250 StĂŒckMed Comfort MundpflegestĂ€bchen Geschmack Lemon 250 StĂŒckEUR 23.00KaufenBild: Med Comfort MundpflegestĂ€bchen Geschmack Johannisbeere 250 StĂŒckMed Comfort MundpflegestĂ€bchen Geschmack Johannisbeere 250 StĂŒckEUR 23.00Kaufen

 

Stiftung Warentest erklärt in diesem Video das richtige Zähne putzen:

Die richtige Zahnpasta für die Zahnpflege

Der Sprecher der Landeszahnärztekammer Thüringen klärt uns auf, worauf es bei einer guten Zahnpasta ankommt: „Eine gute Zahnpasta muss Fluoride enthalten. Fluoride bieten einen hervorragenden Schutz vor Karies, indem sie sich in die Zahnstruktur einlagern. Sie machen den Zahn dadurch widerstandsfähig gegen die von Kariesbakterien freigesetzten Säuren, die wichtige Mineralien aus der Zahnoberfläche herauslösen können. Zugleich fördern Fluoride die ‚Remineralisation‘ des Zahnes. Die Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta ist daher eine der wirksamsten kariespräventiven Maßnahmen.“

Fluoride sind die Salze der Fluorwasserstoffsäure. Sie kommen natürlich in Mineralien und im menschlichen Körper vor. Lange galten die in Zahnpasta und vielen anderen Mundhygieneartikel enthaltenen Fluoride im Volksmund als gefährlich. Unser Experte beruhigt jedoch, „Fluoride sind einer der weltweit am gründlichsten untersuchten Wirkstoffe: In über 300.000 wissenschaftlichen Untersuchungen wurde bisher kein Hinweis auf eine etwaige Gefährdung der Gesundheit bei korrekter Anwendung gefunden.“

Die Landeszahnärztekammer Thüringen empfiehlt:

  • bis zum 5. Lebensjahr eine Kinderzahnpasta mit einer reduzierten Fluoridmenge
  • ab dem 6. Lebensjahr eine Zahnpasta mit der Fluoridmenge von mindestens 1.400 ppm

 

Fluoridgehalt in der Zahnpasta

Der Fluoridgehalt der Zahnpasta wird in der Einheit ppm angegeben. Die Abkürzung steht für „parts per million“, was übersetzt „Anteile pro Million“ bedeutet.

 

Gerade im höheren Alter sollte man auf eine Zahnpasta mit möglichst hohen Fluoridgehalt zurückgreifen. Zusätzlich bieten sich für Senioren mit überempfindlichen Zähnen oder Zahnhälsen spezielle Zahnpasten an, deren Partikel die winzigen Öffnungen im Zahn zusetzen. Dadurch wird die Überempfindlichkeit verringert.

Der Sprecher des Thüringer Landeszahnärztekammer ergänzt: „Neben Fluoriden sollte eine Zahnpasta winzige Putzkörper enthalten. Auch können gegen Entzündungen Kräuter oder Chlorhexidin zugesetzt sein. Weitere Bestandteile, die Geschmacksrichtung oder gar die Farbe der Streifen entsprechen allein den persönlichen Vorlieben.“

 

Zahnpasta im Test (Stiftung Warentest | 01/2019)

Weißmacher-Zahnpasten
  • Testsieger bei niedrigem Abrieb: Odol-med 3 Extra White (Note 1,5)
  • Testsieger bei mittlerem Abrieb: Perlweiss Schönheits Zahnweiss (Note 1,4)
  • Testsieger bei hohem Abrieb: Blend-a-med 3D White Luxe Glamorous White (Note 1,9)
Universalzahnpasten
  • Testsieger bei niedrigem Abrieb: Odol-med 3 Extreme Clean Tiefenreinigung (Note 1,5)
  • Testsieger bei mittlerem Abrieb: dm Dontodent Kräuter (Note 1,4)
  • Testsieger bei hohem Abrieb: Blend-a-med Complete Protect Expert (Note 1,5)

Sensitiv-Zahnpasten

*haben alle niedrigen Abrieb

  1. Aldi Süd Friscodent Sensitive (Note 1,7)
  2. Lidl Dentalux Complex 5 Sensitiv plus (Note 1,7)
  3. La ligne Dent Sensitive (Note 1,8)

Zahnseide & Interdentalbürsten für die Mundhygiene

Nach dem Zähneputzen sollte die Pflegeroutine jedoch noch nicht abgeschlossen sein. Vor allem die Reinigung der Zahnzwischenräume wird oft vernachlässigt. Mit zunehmendem Alter zieht sich der Kieferknochen häufig zurück und der Abstand zwischen den einzelnen Zähnen vergrößert sich. Somit bieten die Zahnzwischenräume eine erhöhte Angriffsfläche für Bakterien. Bei einer mangelnden Prophylaxe können Zahnbelag und Plaque entstehen.

Die gängigste Methode, um die Zahnzwischenräume sauber zu halten, ist Zahnseide zu benutzen. Es gibt sie in verschiedenen Variationen, grundlegend unterscheidet man zwischen gewachst und ungewachst. „Gewachste Zahnseide empfiehlt sich für Menschen mit sehr engen Zahnzwischenräumen. Sie gleitet leichter in die Zahnzwischenräume, reinigt jedoch schlechter. Ungewachste Zahnseide zerfasert besser und besitzt daher eine bessere Reinigungswirkung. Sie bietet sich für Menschen mit normalen Zahnzwischenräumen an. Hier ist eine fachliche Beratung in der Zahnarztpraxis angeraten, welches Produkt für den Patienten gut geeignet ist“, verrät der Sprecher der Landeszahnärztekammer Thüringen.

Stiftung Warentest über die richtige Anwendung von Zahnseide:

Motorische Einschränkungen und schlechte Augen machen es schwierig, die Zahnseide richtig anzuwenden. Deswegen gibt es spezielle Haltevorrichtungen für Senioren, auf denen die Fäden einfach aufgespannt werden. Die Zahnzwischenräume können auch mit sogenannten Interdentalbürsten gereinigt werden. Die sehen aus wie kleine Flaschenreiniger und eignen sich für Senioren mit breiten Zahnzwischenräumen.

Das perfekte Mundwasser für die Mundhygiene

Mundwässer sollen lediglich ergänzend zum Zähneputzen verwendet werden. Sie können die Zahnhygiene unterstützen, mögliche Krankheitskeime unterdrücken und den Atem verbessern. Für die Zahnbürste schwer erreichbare Stellen können mit Mundwasser ausgespült werden. Im Handel gibt es inzwischen eine breite Angebotspalette mit unterschiedlichsten Geschmacks- und Wirkstoffen.

„Viele kosmetische Mundwässer enthalten zur Desinfektion und Konservierung des Mundwassers bis zu 30 Prozent Alkohol. Zusätzlich enthalten Mundwässer häufig Essenzen von Pfefferminz und/oder Menthol, die Mundgeruch kurzfristig überdecken, aber dessen Ursache nicht beseitigen. Für Patienten mit hohem Kariesrisiko bieten sich unterstützend zum Zähneputzen zusätzlich Mundwässer mit Fluoriden an. Mundwässer, die unter Hinweis auf den Inhaltsstoff Fluorid kariesvorbeugend sein sollen, müssen mindestens 0,025 Prozent Fluorid enthalten, um eine Wirkung erreichen zu können. Zudem können Kräuter und weitere Inhaltsstoffe beruhigend auf Reizungen wirken.“, erklärt uns der Experte. Gerade die abendliche Anwendung ist zu empfehlen, denn dabei lassen sich praktischerweise Essensreste vom Tag entfernen. Beachten sie jedoch, dass Mundwasser ein zweimaliges Zähneputzen pro Tag nicht ersetzt.


Laut Stiftung Warentest (1/2018) die besten Mundspüllösungen:

  1. dm „Dontodent Antibakterielle Mundhygiene“ (Note 1,4)
  2. Lidl „Dentalux Mundspülung x-tra mint“ (Note 1,6)
  3. Penny und Rewe „Today Dent Mundspülung Mint-frisch“ (Note 1,6)

 

Tipps für die Mundhygiene im Alter: Ein Überblick
  • Reichliches Trinken und Kaugummis wirken Mundtrockenheit entgegen
  • Um alle Bereiche im Mund zu erreichen, sollte die Zahnbürste einen eher kleinen Kopf besitzen
  • Elektrische Zahnbürsten reinigen tendenziell besser. Die richtige Putztechnik ist jedoch entscheidend.
  • Zahnbürsten mit einem dicken Griff lassen sich besser greifen.
  • Eine gute Zahnpasta sollte eine Fluoridmenge von mindestens 1.400 ppm enthalten
  • Auch im Alter gilt: Zweimal täglich Zähne putzen.
  • Für eine leichtere Zahnzwischenraumpflege gibt es Zahnseide-Halterungen und Interdentalbürsten
  • Mundwässer können die Pflegeroutine unterstützen

 


DIESEN BEITRAG: Kommentieren Drucken
Bewerten:
Teilen:

Mehr von Darius Baumgart
Profilbild von Darius Baumgart

Darius Baumgart ist Praktikant in der Ratgeber-Redaktion. Seine Interessen liegen bei allen Sportarten rund um den Ball und der Musik.


Kommentar schreiben

Sicherheitscode