MSM | Methylsulfonylmethan | Wirkung | Arthrose

MSM (Methylsulfonylmethan) und dessen Wirkung bei Arthrose, Gelenkschmerzen & Entzündungen

Sie suchen Informationen zur Wirkung von MSM (Methylsulfonylmethan) und Schwefel bei Arthrose, Gelenkschmerzen und Entzündungen? In diesem Artikel erfahren Sie alles wichtige zu MSM und dessen Wirkung.

Die Abkürzung MSM steht für „Methylsulfonylmethan“. Synonym werden auch die Begriffe Dimetyhlsulfon und Sulfonylbismethan verwendet. Inhaltlich bezeichnen all diese Begrifflichkeiten ein und dasselbe, nämlich eine organische Schwefelverbindung. Da Schwefel einen entscheidenden Beitrag bei der Bildung von Enzymen und Eiweißverbindungen spielt, ist er ebenfalls wichtig für den Aufbau der Organismen im menschlichen Körper.

Schwefel ist ein natürlicher Stoff mit großer Wirkung

Organische Schwefelverbindungen kommen standardmäßig im Körper vor und haben dort eine große Bedeutung. Im Grunde dürfte eine ausreichende Aufnahme von Schwefel nicht problematisch sein, denn MSM ist in vielen Lebensmitteln vorhanden. Einzig und allein die Verarbeitung und Zubereitung von Lebensmitteln reduziert den regulär zugeführten Schwefelanteil und bedingt die Zufuhr von MSM in Form von Nahrungsergänzungsmitteln.

Schwefel ist im menschlichen Körper dafür mitverantwortlich, dass der Eiweißstoffwechsel funktioniert. Als Inhaltsstoff von Aminosäuren hilft er beim Aufbau des körpereigenen Eiweißes. Auch bei der Entgiftung des Körpers ist er beteiligt, sorgen doch sogenannte Sulfate dafür, dass schädliche Stoffe gebunden und rasch ausgeschieden werden.

Als besonders schwefelhaltige Lebensmittel gelten Eier, Milchprodukte sowie Fisch und Fleisch. Ein Schwefelmangel kann wenn überhaupt für Vegetarier und Veganer ein Problem darstellen, da fast nur in tierischen Produkten Schwefel enthalten ist. Veganer beispielsweise können Schwefel fast nur durch Nüsse, Knoblauch und Zwiebeln aufnehmen. Gerade dann ist eine Supplementierung von Schwefel wichtig.

Bei einer ausgewogenen, eiweißreichen Ernährung kommt es nur in seltenen Fällen zum Schwefelmangel. Nicht weniger ungefährlich und häufiger bekannt ist eine Schwefel-Überdosierung. Zu viel Schwefel hemmt die Enzymaktivität und kann zu Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Völlegefühl führen. Symptome eines Schwefelmangels sind unter anderem Gelenkschmerzen sowie Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Es gibt bisher keine Zufuhrempfehlungen für Schwefel, weshalb eine Diagnose des Mangels schwierig und in der Fachwelt noch immer umstritten ist.

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MSM (Methylsulfanylmethan) kann als Nahrungsergänzungsmittel bei Gelenkschmerzen helfen (Quelle: ©Clemens Schüßler - Fotolia)

Diese Wirkungen werden MSM zugeschrieben

Als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen soll Dimethylsulfon „eine Wirkung gegen entzündliche Reaktionen, Schmerzen, Erkrankungen der Gelenke und des Stützapparates, Verdauungsbeschwerden, Harnwegserkrankungen, Allergien und Autoimmunerkrankungen sowie die Linderung von Beschwerden durch Sportverletzungen“ haben. Sogar von einer antikanzerogenen, also einer präventiven Wirkung gegen Krebs ist manchmal die Rede.

Dass die Wirksamkeit nicht nur in der Theorie besteht, sondern auch in zahlreichen Forschungen belegt werden kann, hat das Vitalinstitut online erklärt. Der Fokus der Forschung zu MSM wurde hier so beschrieben: „Hier richten einige Studienautoren ihre Aufmerksamkeit besonders auf die Wirkung von Methylsulfonylmethan und arthritischen Gelenkschmerzen. Des Weiteren stehen anti-oxidative Eigenschaften von Methylsulfonylmethan im Mittelpunkt des Interesses. Hier setzen diverse Forschergruppen hinsichtlich einer möglichen Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen an. Studien zeigen, dass MSM auch im Rahmen der Krebsforschung eine Rolle spielen kann, indem Methylsulfonylmethan an entscheidenden Punkten wie dem Metabolismus entarteter Zellen ansetzt.“

MSM und seine Wirkung bei Arthrose

Wem die Diagnose „Arthrose“ vom Arzt genannt wird, dem wird auf den ersten Blick eine altersbedingte Abnutzungserscheinung diagnostiziert, die auf dieser Liste der typischen Alterserkrankungen vielleicht noch zu ergänzen wäre. Die wichtigsten Informationen rund um die Arthrose-Erkrankung wurden in diesem Film zusammengefasst.

Sich lediglich damit zu arrangieren, wäre nun der falsche Weg, denn genau bei diesem Krankheitsbild kann die Einnahme von MSM die Schmerzen, die mit einer Arthrose einhergehen, deutlich lindern. Die Einstufung von MSM als Nahrungsergänzungsmittel zeigt an, dass es sich hier nicht um ein Medikament mit toxischem Nebeneffekt handelt, sondern um einen natürlichen, sogar körpereigenen Stoff.

Mit Blick auf eine Arthrose kann MSM:

  • abschwellend wirken.
  • den Knorpelabbau verhindern und den Aufbau unterstützen.
  • Entzündungen hemmen.
  • freie Radikale neutralisieren, die sich negativ auf die Gelenkgesundheit auswirken.
  • eine schnelle Regeneration des Bindegewebes anregen (Kollagenbildung).
  • Schmerzen lindern.
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Arthrose in den Gelenken ist eine typische Abnutzungserscheinung, die im Alter viele Menschen betrifft. (Quelle: ©psdesign1 - Fotolia)

Ausblick & Forschungsstand

Die Einnahme von MSM-Pillen, das Einreiben mit MSM-Gel sowie die subkutane oder intravenöse Verabreichung von MSM sind die drei gängigen Wege, um dem Körper eine extra Portion MSM zuteil haben zu lassen. Trotz erster Erfolge in der Wirksamkeit von MSM steht die Forschung bei Weitem nicht still. Stattdessen gibt es mit Blick auf die Wirkung als Schmerzmittel sogar noch detailliertere Erkenntnisse: In Kombination mit Glucosamin sei die Wirkung noch besser. Neu sind auch Untersuchungen, die Allergiker-Nasen Linderung versprechen. Demnach könne MSM auch Allergikern helfen, deren Hals-, Nasen- und Augenschleimhäute durch Allergene in Mitleidenschaft gezogen wurden.


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Profilbild von Franziska Blüm

Franziska Blüm ist Studentin der Kommunikationswissenschaft und Anglistik in der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie arbeitet momentan für ein zweimonatiges Praktikum bei werbeagentur-erfurt.net und basenio.de als Redakteurin.   


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