LASEK | EPI-LASIK | Kosten | OP | Heilungsverlauf | Methode | Erfahrungen

LASEK und EPI-LASIK im Methoden Vergleich. Welches OP-Verfahren schneidet besser ab?

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(Quelle: © Barselona Dreams - Fotolia)
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Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu ihre Augen lasern zu lassen. Sie versprechen sich dadurch ein neues Lebensgefühl. Wenn auch Sie sich Gedanken über eine Laser-Behandlung machen finden Sie in diesem Beitrag einige wichtige Infos.

Sie möchten Ihre Sehschwäche mit einer Laser-OP am Auge beheben? Bei einer so wichtigen Entscheidung drängt sich im Vorfeld eine ganz entscheidende Frage auf. Welches Verfahren soll zum Einsatz kommen? Diese Entscheidung ist häufig nicht einfach zu treffen. Die Verfahren unterscheiden sich nämlich nicht nur im Ablauf, sondern haben auch unterschiedliche Voraussetzungen und Risiken, die beachtet werden müssen. Außerdem spielen die Form und die Stärke Ihrer Fehlsichtigkeit eine entscheidende Rolle. Kurz um: Nicht jedes Laser-Verfahren ist in jedem Fall geeignet.

In diesem Ratgeber-Beitrag erfahren Sie alle wichtigen Informationen zu dem seit Anfang der 1990er-Jahre eingesetzten LASEK-Verfahren und dem jüngeren (2003) EPI-LASIK Verfahren. Beide Verfahren sind sich sehr ähnlich. Hier finden Sie alle Informationen zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten.

Voraussetzungen für LASEK und EPI-LASIK

Wer eine LASEK-OP favorisiert, muss neben den allgemeinen Voraussetzungen einer Laser-Behandlung weitere Aspekte beachten. Nur wenn alle Voraussetzungen beachtet werden, kann der Eingriff zu den gewünschten Ergebnissen führen. Das LASEK-Verfahren wird häufig verwendet, wenn die Hornhaut sehr dünn ist und andere Verfahren nicht genutzt werden können. Die LASEK-Methode eignet sich für Menschen mit:

  • einer Kurzsichtigkeit bis max. −8 Dioptrien
  • einer Weitsichtigkeit bis max. +3 Dioptrien
  • einer Hornhautverkrümmung bis max. 5 Dioptrien
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(Quelle: Eigene Darstellung)

Bei der EPI-LASIK sind die behandelbaren Dioptrien-Werte geringer. Eine Weitsichtigkeit kann mit dem Verfahren generell nicht korrigiert werden. Für eine Kurzsichtigkeit liegen die Werte bei -6 Dioptrien. Bei einer Hornhautverkrümmung sind Werte bis zu 3 Dioptrien behandelbar.

Ablauf der OP-Verfahren

Die LASEK-Behandlung kann man auch als einen Nachfolger der PRK-Methode bezeichnen. Die Operation läuft sehr ähnlich ab und unterscheidet sich nur gering von der PRK-OP. Sie erwartet bei einer LASEK-OP folgender Ablauf.

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Ablauf einer LASEK Operation. (Quelle: Eigene Darstellung)

 

1. Betäubung. Das Auge wird vor der OP gereinigt und lokal mit speziellen Augentropfen betäubt. Dadurch verläuft der Eingriff sehr sanft und ohne Schmerzen.

2. Präparation. Im zweiten Schritt geht es darum, die Operationsfläche für die Laser-Behandlung freizulegen. Dafür wird das Deckhäutchen der Hornhaut mit einer speziell für das Verfahren entwickelten alkoholischen Flüssigkeit aufgeweicht. In diesem Schritt unterscheidet sich die LASEK-Methode von der PRK. Wenn die Hornhaut aufgeweicht ist, wird sie mit Hilfe eines Spatels auf die Seite geschoben.

3. Laserbehandlung. Als nächstes folgt die Modellierung der Hornhaut. Mit einem Excimer-Laser wird eine zuvor berechnete Hornhautschicht präzise abgetragen. Bei der LASEK-Methode kommt ein Blickverfolgungs-System zum Einsatz, bei dem der Laser sofort stoppt, wenn sich das Auge bewegt.

4. Hornhaut zurückschieben. Nach dem Lasern wird mit Hilfe des Spatels die Hornhautschicht zurückgeschoben. Diese muss dann wieder verheilen. Um das Auge zusätzlich zu schützen, muss der Patient in den ersten Tagen eine Schutzkontaktlinse tragen.

Die EPI-LASIK-Methode verläuft ähnlich wie die LASEK-Methode. Zunächst wird das Epithel zur Seite geschoben. Dies geschieht mit einem stumpfen Mikrokeratom. Sobald die Hornhaut freigelegt wurde, kann mit dem Laser die Fehlsichtigkeit behandelt werden. Anschließend wird das Epithel wieder zurückgeschoben. Auf dem operierten Auge bleibt es dann als natürlicher Wundschutz. Trotzdem wird meistens zusätzlich eine Schutzlinse verwendet. Nach der LASEK-OP fehlt das Epithel, da es durch die alkoholische Lösung zerstört wurde.

Weitere Augenlaser-Verfahren sind: 

Heilungsverlauf der Methoden

Die Heilungsphase bei der LASEK-Methode unterscheidet sich ein wenig von anderen Verfahren. Die Verfahren, die mit einem Flap (Hornhautdeckel) arbeiten, brauchen keine Schutzlinsen. Der Flap heilt innerhalb von wenigen Stunden wieder zu. Bei der LASEK-Methode wird der Hornhautdeckel vollkommen entfernt. Er wächst im Normalfall wieder nach. Das verlängert die Heilungsphase jedoch und ist mit größeren Schmerzen verbunden.

Für eine vollkommene Heilung müssen Sie beim LASEK-Verfahren mit circa zehn Tagen rechnen. Nach der OP kann ein Gefühl von trockenen Augen auftreten, außerdem berichten Patienten von Juckreiz. Diese Nebenwirkungen verfliegen aber meist relativ schnell. Wichtig ist, sich nicht die Augen zu reiben, und dem Juckreiz zu wiederstehen. Sie sollten außerdem Augentropfen nutzen, um Ihre Augen feucht zu halten. So kann ein Trockenheitsgefühl zusätzlich reduziert werden.

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Operation am offenen Auge. Die vollkommene Wundheilung dauert meist seine Zeit. (Quelle: © flywish - Fotolia)

 

Auch bei der EPI-LASIK muss mit einer längeren Heilungsphase gerechnet werden. Bis zur vollständigen Regeneration kann es bis zu sechs Wochen dauern. Durch das Tragen der Schutzkontaktlinse kann ein Fremdkörpergefühl entstehen und die Augen können stark brennen.Wird die Linse entfernt, bessert sich in aller Regel auch das Sehvermögen. In den ersten Wochen nach der OP kann es bei beiden Verfahren zu Schwankungen in der Sehstärke kommen.

Risiken und Nebenwirkungen

Selbstverständlich kann eine Augenlaser-OP nicht nur Vorteile haben. Wie bei jeder anderen Operation können immer Risiken entstehen. Diese können auch trotz neuster Technik und präziser Vorbereitung nicht komplett ausgeschlossen werden. Da bei der LASEK-Methode und der EPI-LASIK kein Flap entsteht, können zumindest Flap-Komplikationen vollständig ausgeschlossen werden. Auch die Gefahr für Narben kann auf ein Minimum reduziert werden. Da keine Einschnitte entstehen, entstehen auch keine Narben.

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Kurz vor der Operation. Risiken können nie vollkommen ausgeschlossen werden. (Quelle: © rh2010- Fotolia)

 

Jedoch verläuft die Heilungsphase nicht so schnell wie bei anderen Verfahren. Bei der Wundheilung können deshalb mehr Komplikationen auftreten. Durch die Schutzkontaktlinse entsteht bei vielen Patienten ein Fremdkörpergefühl im Auge. Das kann sehr unangenehm sein und dazu animieren, dass Auge zu reiben. Im schlimmsten Fall gelangen so winzige Fremdkörper ins Auge und verursachen eine Entzündung.

Bei der EPI-LASIK kann es teilweise zu Trübungen der Linse kommen. Durch spezielle Augentropfen kann dieser Zustand jedoch meist schnell behoben werden. Bei dieser OP können auch Lichthöfe im Auge entstehen, die zu Blendeffekten führen. Außerdem besteht wie bei jeder anderen Augenlaser-Behandlung die Gefahr einer Über- oder Unterkorrektur. Manchmal muss dann sogar eine weitere Behandlung durchgeführt werden. 

Manche Patienten haben nach einer LASEK oder EPI-LASIK trockene Augen. Das ist jedoch keine Seltenheit nach Laser-Behandlungen. Präventiv lassen sich gegen die Effekte Augentropfen nehmen. Kurz nach der OP kann die Sicht bei schwierigen Lichtverhältnissen eingeschränkt sein. Vor allem in der Nacht oder der Dämmerung kann es zu Problemen kommen. Sollte dies bei Ihnen ein Problem sein, ist es ratsam, vor allem in der Nacht erstmal nicht Auto zu fahren.

Vorteile und Nachteile der Verfahren

Nachdem Sie jetzt einige Informationen über die Heilungsphase und die Risiken erhalten haben, sollen nun nochmal die Vorteile und Nachteile der beiden Verfahren zusammengefasst werden.

 

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(Quelle: Eigene Darstellung)
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(Quelle: Eigene Darstellung)

Kosten von LASEK und EPI-LASIK

Die Kosten einer Laser-Behandlung können sehr unterschiedlich sein. Das hängt nicht nur von der Methode, sondern auch von der Klinik und von der persönlichen Fehlsichtigkeit ab. Einen Kostenvergleich der verschiedenen Laser-Methoden können Sie hier nachlesen.

Bei der LASEK-OP müssen Sie mit etwa 1.500 Euro pro Auge rechnen. Im Vergleich zu anderen Verfahren schneidet LASEK noch relativ günstig ab. Bei der EPI-LASIK können Preise von 1.200 bis 2.000 Euro entstehen.

Zu bedenken ist allerdings, dass die Kosten einer Laser-OP im Vergleich zu den Kosten für eine Brille oder Kontaktlinsen gering sind. Im Bestfall kommt es nach einer Augenlaser-Behandlung nie wieder zu Problemen mit der Sehstärke, das heißt: Nie wieder zu Kosten. Eine Brille bringt jedoch alle paar Jahre neue Kosten mit sich. Und auch Kontaktlinsen kosten monatlich oder jährlich viel Geld. Das addiert sich nach einigen Jahren schnell zu einer ganzen Menge.

Erfahrungsberichte und Patientenmeinungen

Um sich einen noch besseren Überblick über das LASEK-Verfahren zu machen, haben wir für Sie einige Patientenmeinungen und Erfahrungsberichte recherchiert.

Sollten Sie Bekannte und Freunde haben, die bereits einen Laser-Eingriff hinter sich haben, lohnt es sich auf alle Fälle, mit diesen über ihre Erfahrungen zu sprechen. Häufig können sie Ihnen wertvolle Tipps geben. Vor allem die Zeit der Wundheilung kann je nach Patient ganz unterschiedlich verlaufen. Auch Erfahrungsberichte über Ärzte und Kliniken können Ihnen helfen, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Die Erfahrung des behandelten Arztes kann einen großen Einfluss auf den Eingriff haben.

LASEK und EPI-LASIK im Überblick 

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Alle wichtigen Infos auf einen Blick. (Quelle: Eigene Darstellung)

Fazit

Die beiden Verfahren unterscheiden sich im Ablauf nur geringfügig. Beide werden besonders bei einer dünnen Hornhaut eingesetzt. Eine Weitsichtigkeit kann allerdings mit der EPI-LASIK Methode gar nicht und mit der LASEK-Methode nur bedingt behandelt werden. Auch in der Heilungsphase sowie in den Kosten unterscheiden sich die Verfahren kaum.

Generell kann nicht gesagt werden, welches Verfahren das bessere ist. Das EPI-LASIK Verfahren kann zwar nur bei geringen Dioptrien eingesetzt werden, es hat jedoch andere Vorteile in der Behandlung. Welches OP-Verfahren für Sie die bessere Alternative ist, wird Ihnen Ihr Arzt bei einem Beratungsgespräch mitteilen. Fragen Sie ihn am besten direkt nach seiner professionellen Einschätzung.

 

Sollten Sie sich für eine Laser-OP mit dem LASEK-Verfahren oder EPI-LASIK Verfahren entschieden haben finden Sie in folgenden Städten eine Auswahl an Top-Augenlaserkliniken, welche diese Verfahren anwenden. 

 

 


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Profilbild von Leonie Zahn

Leonie Zahn studiert seit 2015 an der Universität in Jena Kommunikationswissenschaften und Psychologie. Von Januar 2018 bis März 2018 verstärkt Leonie unsere Redaktion im Rahmen ihres studentischen Praktikums. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit Sport ...


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